Schweiz

Die Verhandlungen für die Übernahme des Basler Konzerns Actelion laufen seit vergangenem Dezember.  Bild: KEYSTONE

US-Konzern will für Schweizer Pharma-Multi 30 Milliarden Dollar auf den Tisch legen

26.01.17, 07:52 26.01.17, 08:53

Der US-Konzern Johnson & Johnson will das Baselbieter Pharmaunternehmen Actelion für 30 Milliarden Dollar kaufen. J&J will für Actelion 280 Franken in bar je Aktie auf den Tisch legen, wie die beiden Firmen am Donnerstag mitteilten.

Die Offerte entspricht einer Prämie von 23 Prozent im Vergleich zum letzten Börsenkurs. Das Übernahmeangebot soll am oder um den 16. Februar lanciert werden. Die Angebotsfrist läuft voraussichtlich vom 3. März bis zum 30. März.

Verhandlungen seit Dezember

J&J will mindestens 67 Prozent aller Actelion-Aktien übernehmen. Das Übernahmeangebot ist mit einer Abspaltung des vorklinischen Forschungs- und des klinischen Pipeline-Geschäfts von Actelion verbunden. Geschehen soll dies mittels einer neu gegründeten Gesellschaft, der R&D New Co und der Ausschüttung aller Aktien der R&D NewCo mit einer Sachdividende an die Actelion-Aktionäre.

J&J wird 16 Prozent an der R&D NewCo halten, deren Aktien an der Schweizer Börse kotiert werden sollen. Der bisherige Actelion-Chef Jean-Paul Clozel wird die Führung der neuen Gesellschaft übernehmen.

Im Zusammenhang mit dem Angebot wird Actelion zusätzlich ein Wandeldarlehen gewährt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die beiden Unternehmen verhandeln im zweiten Anlauf bereits seit dem vergangenen Dezember um eine Übernahme. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • kleiner_Schurke 26.01.2017 10:15
    Highlight Closel hat dereinst ein Projekt gekauft, das bei Roche wegen zu kleinem Potenzial (unter einer Milliarde) raus geflogen ist. Es ist phänomenal, was er daraus gemacht hat. Meine Aktien habe ich für 47 Fr das Stück vor 10 Jahren gekauft. Nun sind sie 280 Wert. Nun kommt alles was rentiert zu J&J und alles was kostet bleibt hier. Die Folgen dürften wohl klar sein. Ein Unternehmen das primär Kosten in der Forschung verursacht, wird nicht lange überleben.
    2 3 Melden
  • kleiner_Schurke 26.01.2017 10:15
    Highlight Ob eines der Medikamente in der Pipeline den Markt erreichen ist blanke Lotterie. Arpida z.B. war in fast der gleichen Situation d.h. 3 Medikamente in der Pipeline und keine Produkte die Umsatz machen. Man hoffte auf die FDA Zulassung eines potentiellen Blockbusters. Diese wurde nicht gewährt und die Firma war über Nacht verschwunden. Sämtliche Stellen gingen verloren.
    2 0 Melden
  • Cigo24 26.01.2017 09:07
    Highlight Die Amis kaufen alles auf, bevor die grünen Scheine nichts mehr Wert haben :-)
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