Schweiz

Wohninitiative eingereicht – mehr Gemeinnutz, weniger Luxus, keine Lofts auf SBB-Areal

Publiziert: 18.10.16, 11:36 Aktualisiert: 18.10.16, 18:06

Der Bund soll für faire Mieten sorgen. Das fordert der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (SMV) mit der Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen». Am Dienstag hat er die Unterschriften eingereicht, ein halbes Jahr vor Ablauf der Sammelfrist.

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Steigende statt sinkende Mieten

Nach Angaben des Verbandes kamen 106'000 gültige Unterschriften zusammen. Das Sammeln sei nicht schwierig gewesen, sagte SMV-Präsidentin und SP-Nationalrätin Marina Carobbio (TI) vor den Medien. Seit Jahren stiegen die Mietzinse in den Städten und Agglomerationen. Wer umziehen müsse, habe grösste Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Alleine in den letzten 10 Jahren sind laut Carobbio in der Schweiz die Mietpreise der ausgeschriebenen Wohnungen um über 30 Prozent angestiegen, in Ballungszentren wie Genf sogar um 60 Prozent. 

Dabei hätten die Preise angesichts der tiefen Hypothekarzinsen eigentlich sinken müssen: Wären die Senkungen des Referenzzinssatzes an die Miethaushalte weitergegeben worden, so würde laut dem SMV eine Wohnung, die 2009 noch 1270 Franken kostete, heute 1030 Franken kosten. Tatsächlich kostet sie aber heute 1340 Franken.

Gemeinnütziger Wohnungsbau

Mieten steigen – nun soll der Bund einschreiten. Bild: KEYSTONE

Die Renditen der Immobilienbranche stiegen immer weiter an, kritisierte Carobbio. «Parlament und Bundesrat schauen diesem Treiben zu.» Nach Jahren der Diskussion sei keine einzige Massnahme umgesetzt worden.

Mit der Initiative verlangt der Mieterinnen- und Mieterverband, dass der Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonen das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen fördert. Im Blick haben die Initianten vor allem den gemeinnützigen Wohnungsbau.

Mindestens 10 Prozent der neu gebauten Wohnungen sollen im Eigentum von Trägern des gemeinnützigen Wohnungsbaus sein. Die Kantone und Gemeinden sollen für sich ein Vorkaufsrecht für geeignete Grundstücke einführen können, um diese dem gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stellen zu können.

Keine Lofts auf SBB-Arealen

Bild: KEYSTONE

Bei Grundstücken des Bundes und bundesnaher Betriebe soll ein solches Vorkaufsrecht von Gesetzes wegen bestehen. Der Bund und bundesnahe Betriebe müssten ihr Land also zuerst den Gemeinden und Kantonen zum Kauf anbieten. «Zahlbare Wohnungen statt Lofts auf SBB-Arealen», lautet der Slogan dazu.

In den letzten Jahrzehnten habe der Anteil der Wohnungen abgenommen, die Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen oder Städten gehörten, hält der Mieterverband fest. Solche Wohnungen seien aber 20 bis 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen. Sie seien der Spekulation entzogen. Der Bund müsse sich hier wieder engagieren.

Keine Subventionen für Luxus

Gemäss dem Initiativtext müsste der Bund auch sicherstellen, dass Programme zur Förderung von Sanierungen nicht zum Verlust von preisgünstigen Mietwohnungen führen. Energetische Sanierungen seien wichtig, sagen die Initianten. Leider erhielten aber auch Eigentümer Subventionen, die ihren Mietern kündigten oder ihre Liegenschaften luxuriös umbauten.

Die Initiative wird von den Wohnbaugenossenschaften Schweiz und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund mitgetragen. Auch die SP und die Grünen unterstützen das Anliegen.

Löhne werden weggefressen

Die SP schreibt in einer Mitteilung, sie setze sich für bezahlbaren Wohnraum ein, seit es sie gebe. Jeder Fortschritt bei den Löhnen werde weggefressen durch höhere Mieten.

Die gemeinnützigen Wohnbauträger hielten sich an das Gebot der Kostenmiete, stellt die SP fest. Es handle sich um ein Erfolgsmodell. Gemeinnützige Wohnungen nützten nicht nur den Mietern, sondern seien auch für den Staat vorteilhaft, weil die Wertsteigerungen des Bodens im Volksvermögen blieben und die Baurechtszinsen in die Kasse der öffentlichen Hand flössen.

Die Grünen argumentieren, die Initiative unterstütze auch die Verdichtung des Siedlungsraums und schütze damit das Kulturland vor dem Zubetonieren. Bund und Kantone würden verpflichtet, den knappen Wohnraum der Spekulation und dem Renditedruck zu entziehen.

(sda)

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138 Kommentare anzeigen
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  • Blutgruppe 19.10.2016 07:51
    Highlight Dies wird wohl leider so rauskommen wie bei unzähligen linken Initiativen, die was verändert hätten. Zuerst viel Zustimmung, dann eine Manipulation des Volks mittels Angst- und Lügenkampagne der Rechten und man hat den Status quo mittels Geld wieder betoniert, die Bonzen können sich zurücklehnen.
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  • lilie 19.10.2016 07:49
    Highlight Am erwähnten Beispiel wird klar, dass die Mieten deutlich tiefer wären, würden die Leute ihr Anrecht auf Senkung der Mieten auch einfordern!

    Warum wird nicht da angesetzt? Der Mieterverband könnte z.B. jedesmal, wenn der Referenzzinssatz gesenkt wird, ein Rundschreiben an seine Mietglieder machen, über ihr Recht aufklären und direkt ein Vorlageschreiben an den Vermieter beilegen, wo man nur noch den Adressaten und die Unterschrift einfüllen mus.

    Und er könnte politisch dafür sorgen, dass Vermieter verpflichtet werden, Senkungen an die Mieter weiterzugeben.
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    • Rendel 19.10.2016 16:16
      Highlight Sie scheinen auf jeden Fall nicht Mitglied beim Mieterverband zu sein und wissen nicht was er alles tut.
      2 1 Melden
    • lilie 19.10.2016 18:43
      Highlight @Rendel: Ich hab mich auf den Artikel bezogen. Da werden zukünftige Wohnprojekte durchgekaut, wo es Jahre dauern wird, bis Mieter davon profitieren. Der eklatante Missstand, dass Mieter aber jeden Monat Hunderte von Franken zu viel bezahlen können, wird zwar erwähnt, aber nicht erklärt, was man dagegen zu tun gedenkt.

      Denn da wäre ja innerhalb weniger Monate massive Mietzinseinsparungen zu holen.
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    • Rendel 19.10.2016 19:44
      Highlight Sie schlagen Rundschreiben und vorgedruckte Formulare vor, das bietet der Mieterband seit Jahrzehnten bereits an. Die Initiatve greift an einer ganz andern Stelle, die auch nötig ist. Kucken sie sich mal die Mietzinse von Neubauten an.
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    • lilie 19.10.2016 20:13
      Highlight @Rendel: Ich weiss, dass der Mieterverband vorgedruckte Briefe an den Vermieter auf dem Internet hat, aber ich wüsste nicht, dass er sie auch an seine Mitglieder verschickt.

      Die meisten Leute, die ich kenne, haben keine Ahnung, dass sie Mietzinsreduktionen selber einfordern müssen. Da fehlt es doch einfach an Aufklärung!
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    • Rendel 19.10.2016 20:45
      Highlight Dann kläre sie auf!
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    • lilie 19.10.2016 20:58
      Highlight @Rendel: Mach ich doch! Aber wieviele Leute kenne ich schon? Das löst das Problem nicht.
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    • Rendel 19.10.2016 21:22
      Highlight Dann haben ja alle die du kennst Ahnung, die können wiederum andere aufklären usw. . Und dem Miterverband beitreten ^^ .
      Das löst aber das Problem nicht, das der Mieterverband mit dieser Inititive lösen möchte.
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    • lilie 19.10.2016 21:28
      Highlight @Rendel: Der Mieterverband möchte zahlbarere Mieten für die "normalen" Leute. Da sollte man da anfangen, wos schnell geht und viele etwas davon haben.

      Das andere ist ja damit nicht ausgeschlossen.
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    • Rendel 20.10.2016 09:39
      Highlight Das tun sie doch schon un haben sich immer eingesetzt. Gebaut wird doch so oder so, warum dann nicht einen Anteil günstigen Wohnraum darunter?
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    • lilie 20.10.2016 12:36
      Highlight @Rendel: Ich war nicht gegen günstige Neuwohnungen, wie erwähnt. Ich war aber für mehr Aufklärung - was auch dieser Artikel einmal mehr verpasst hat.
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    • Rendel 20.10.2016 16:04
      Highlight Da freu ich mich, wirst du dann ja stimmen :) .

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    • lilie 20.10.2016 17:09
      Highlight @Rendel: Ich denke schon! 😊
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  • Schneider Alex 19.10.2016 07:30
    Highlight Warum steigen die Mietzinsen? Vor allem weil die Zuwanderung übermässig gross ist und sich die Bevölkerung zu Recht wehrt gegen eine unangepasste Verdichtung der Siedlungen. Solange nichts gegen den Zuwanderungsstrom unternommen wird, bin ich nicht bereit, Wohnungsbau über öffentliche Mittel zu unterstützen.
    11 28 Melden
    • Blutgruppe 19.10.2016 07:46
      Highlight Mimimimimi
      21 12 Melden
    • Deleted93 19.10.2016 08:07
      Highlight @Blugruppe bin mit Schneider Alex nicht einverstanden, dein Kommentar aber ist noch viel sinnloser....
      13 9 Melden
    • Blutgruppe 19.10.2016 08:21
      Highlight Mag sein. Das hat mich einfach gerade an die Reaktion eines Kleinkinds erinnert. 'Wenn die anderen nichts machen, wieso sollte dann ich?'
      So kommen wir nicht weiter...
      9 6 Melden
    • Posersalami 19.10.2016 08:46
      Highlight Ja, die bösen Ausländer sind an allem Schuld!!!!! So war es schon immer, und so wird es immer sein - für engstirnige Idioten zumindest.
      Dass dank der Zuwanderung der Binnenmarkt gut funktioniert und gestärkt wird sowie die Sozialsysteme sich noch finanzieren lassen ist wahrscheinlich schon zu hoch für sie. Darum zähle ich nicht noch weiter auf, warum Zuwanderung gut ist.
      18 7 Melden
    • atomschlaf 19.10.2016 12:11
      Highlight @Posersalami: Das hat nichts mit "bösen Ausländern" zu tun, sondern schlicht mit Angebot und Nachfrage.
      Dass das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre primär zuwanderungsbedingt war, ist unbestritten und dass ohne die resultierende Mehrnachfrage die Preise niemals in diesem Umfang hätten steigen können ist ein simples ökonomisches Gesetz.
      Leider glauben viele Linke immer noch, man könne solche ökonomischen Gesetzmässigkeiten ignorieren und sich mit Staatseingriffen die Welt so machen, wie sie einem gefällt.

      Das beste Mittel gegen steigende Preise ist eine Vergrösserung des Angebots!
      4 2 Melden
    • Froggr 19.10.2016 13:01
      Highlight Blutgruppe: genau so kommen wir nicht weiter. Warum also Bitteschön nicht die Zuwanderung senken?
      4 2 Melden
    • Posersalami 19.10.2016 16:24
      Highlight so ein schwachsinn. der preis steigt natürlich schon (manchmal) wie beschrieben, aber hier wird massiv recht verletzt. so ist zb die rendite per gesetz gedeckelt, kontrolliert nur keiner. es sind SCHWEIZER, die unser recht täglich massiv brechen und sich bereichern. ich weiss das, weil ich in der immob branche tätig bin.
      1 3 Melden
    • Froggr 19.10.2016 21:59
      Highlight Als ob sich zu bereichern illegal wäre. So weit kommst noch. Lach http://E
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    • Posersalami 20.10.2016 04:23
      Highlight Wenn sie das Schweizer Recht nicht kennen kann ich nichts dafür. Fakt ist, das OR kennt eine Obergrenze für die Rendite von Wohnimmobilien. Ich bin im Ausland und kann daher nicht ins OR schauen um ihnen den Artikel zu nennen, vielleicht kann das ja jemand anderes tun. Oder sie informieren sich einfach selbst.
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    • Posersalami 20.10.2016 04:29
      Highlight Die max zulässige Bruttorendite beträgt 2% + Referenzzins des BR bzw. 0.5% Nettoeendite über Referenzzins. Je nach Alter der Immobilie wird der eine oder andere Fall angewandt, bzw müsste angewandt werden. Kontrolliert. ur niemand. Das finde. sie alles im OR. Sie können mir glauben, dass sich niemand daran hält. Es sind meistens Schweizer, die sich illegal bereichern.
      2 1 Melden
    • atomschlaf 22.10.2016 12:49
      Highlight @Posersalami: Du kannst sehr wohl ins OR schauen.
      https://www.admin.ch/gov/de/start/bundesrecht/systematische-sammlung.html

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  • bobi 18.10.2016 16:13
    Highlight Grundsätzlich eine gute Inititiative und in diesem Zusammenhang müssen Fortschritte erreicht werden. Jedoch wird dadurch die Zersiedelung eher gefördert. Ist bei einer Gemeinde nicht genügend Bauland vorhanden, muss Land umgezont werden um die %ualen Vorgaben einzuhalten.

    Sinnvoller würde ich finden, wenn energetisch sinnvolles renovieren und verdichtetes Bauern gefördert werden würde. Es müsste jedoch im Vornherein ein maximaler Mietzins vereinbart werden, welcher der Vermieter verlangen darf (damit nicht der schon eher reichere davon profitiert, sondern hauptsächlich der eher ärmere Mieter)
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  • Karl33 18.10.2016 15:55
    Highlight Solange ungehindert ausländisches Kapital in Schweizer Immobilien fliessen kann (die Lex Koller haben die Bürgerlichen unter BR Blocher ausgehebelt und durchlöchert), werden die Preise und Mieten weiter steigen. Was ja auch die Absicht der Hauseigentümer, ihres Verbands HEV und deren politischen Lobby ist. In Zürich West stehen seit 5 jahren Luxuswohnungen in den Hochhäusern leer: Es ist rentabler, sie leerstehen zu lassen, als sie mit zu kleinem Gewinn zu verkaufen.
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    • FrancoL 18.10.2016 18:49
      Highlight Deine Annahme ist nur ein Teil der Wahrheit und wohl erst noch der kleinere. Unsere Versicherungen, PK und Inlandfonds sind die Treiber im Landpreisrennen Die Baukosten sind seit Jahren stagniert und sogar leicht rückläufig.

      Das Problem ist das inländische Geld wohl auch Geld aus Deiner Pensionskasse oder Lebensversicherung. Versicherungen wie die AXA geben sehr tiefe Hypothekardarlehen, wieso denn wohl?

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    • FrancoL 18.10.2016 18:52
      Highlight @Karl33;
      Der Aktienmarkt schwächelt Unmengen an Geld fliesst in die Immobilienfonds mit der Hoffnung das Geld halte zumindest den Wert und da die Zinsen nicht mehr tragend sind spielt es keine Rolle was leer steht.
      Dies für den Moment. Also eine klassische schön fette Blase.
      Sollte der Aktienmarkt wieder anziehen, dann kommt es zum Debakel, was auch keine Vorteile bringen wird. Zumindest nicht für die weniger Begüterten.
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    • Karl33 19.10.2016 08:38
      Highlight Franco, die PK investieren seit den 80er Jahren, sie sind in der Tat ein kontinuierlicher Preistreiber. Aber die Flutung des Schweizer Immobilienmarkts ist statistisch offensichtlich, das kannst du nicht wegreden. Viele Faktoren zusammen (tiefe Steuern, stabiles Umfeld, starker Franken, geringe Regulierung, keine Geldwäschereikontrolle im Immobilienmarkt etc) machen die Schweiz seid Jahren zu einer hochattraktiven Immobilienanlage.
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    • FrancoL 19.10.2016 09:51
      Highlight @Karl33; Da müsstest Du schon Beweise bringen. Seit mehr als 25 Jahren bin ich am Baumarkt in verschiedenen Funktionen und sehe auch woher die Gelder kommen. Eine unzählige Anzahl Fonds sind entstanden die den Inlandmarkt bedienen und selbstverständlich auch teilweise ausländische Investoren anziehen und bedienen. Aber es ist schon den Teufel an die Wand gemalt wenn man behaupten will dass die Ausländer die Preise treiben!
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    • FrancoL 19.10.2016 09:56
      Highlight @Karl33; Es sind hier ansässige IN- und AUSländer die zB den ganzen Markt der 1-2-geschossigen Grundstücke in die Höhe treiben, hier zB praktisch OHNE nicht in der Schweiz wohnende Ausländer. Das ist doch schon ein guter Teil der Grundstücke. Bei den höher geschossigen, also dichter bebaubaren Grundstücke müssen sich die PKs mit den Versicherungen den Markt teilen und nur wenige "private" Fonds haben da noch Platz. Also alles halb so wild was den Ausländeranteil betrifft, den es natürlich auch gibt und der die Preise auch mittreibt.
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  • Hierundjetzt 18.10.2016 14:02
    Highlight Wie mit den Genossenschaftswohnungen im Seefeld. Toll das 10 Familien günstig wohnen können.

    Nur, was bringts mir?

    Wenn sie 10 Luxuswohnungen vermietet hätte, würde das aufgrund des einkommens mehr Steuersubstrat ergeben, was wiederum mir zugute käme.

    Zudem SP usw: im K10, 11 usw gibts sehr sehr viele zahlbare Wohnungen. Aber die SP Hipster wollen natürlich alle in Wiedike oder im kuuuhlen C4 wohnen. Weil aus Gründen.

    Logisch gibts da keine Wohnungen mehr!
    40 60 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 14:23
      Highlight Vieles geschrieben aber nichts zur Sache, offensichtlich viel persönliche Befindlichkeiten, das alles bringt aber nichts in Sachen günstige Wohnungsmieten.
      29 15 Melden
    • Tartaruga 18.10.2016 14:25
      Highlight Also als ex-K11 Bewohner: musste in die Agglo, da die Mieten im K11 zu teuer waren bzw. Die Nachfrage ist zu gross. Schon mal eine Wohnungsbesichtigunf im K11 und K10 gemacht? Viel spass beim anstehen...
      35 2 Melden
    • Maragia 18.10.2016 14:56
      Highlight In 10 Jahren ist Wiedikon auch "out" und dann verkommt die Gegend wie all die anderen in Zürich, da halt alles günstig gehaltern werden musste und nichts investiert wird.
      12 8 Melden
    • Hierundjetzt 18.10.2016 15:16
      Highlight Nope lieber Franco. Mich erschliesst sich der Mehrwehrt für alle nicht. Ganz einfach.

      Schön, wenn eine Handvoll Menschen im Kergebiet einer Stadt günstig wohnen können.

      Nur: ist das es die Aufgabe des Staates mit unglaublich viel Geld für eine wiiiiiinzige Minderheit "günstigen" Wohnraum in der City bereitzustellen?

      Ich finde: nein
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    • FrancoL 18.10.2016 15:23
      Highlight @Hierundjetzt; es sind nicht winzige Minderheiten und es geht vor allem um eine durchlässige Bevölkerungsstruktur zu schaffen und keine Ghettoisierung. Die gut "geschichtete" Bevölkerung ist ein Reichtum der für alle zum Vorteil gedeiht und die gewachsene Struktur fördert. Stellt an dies nicht sicher ergibt sich eine Bildung von Monowohnkulturen und das ist das letzte was eine Stadt braucht!
      31 7 Melden
    • Amboss 18.10.2016 15:55
      Highlight @Hierundjetzt:
      Ich finde, es ist schon die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass eine gewisse Durchmischung stattfindet.

      Aber: Dafür ist nie und nimmer der Bund zuständig. Das ist Sache der Kantone und der Gemeinden/Städte, die entsprechenden Massnahmen gemäss ihren Bedürfnissen zu ergreifen. Es braucht wirklich nicht noch ein Text in der Bundesverfassung dazu.
      Nur schon deshalb ist die Initiative abzulehnen. Und das wird sie auch.
      16 16 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 16:11
      Highlight @Amboss; Wen wir in der Schweiz eine durchlässige und nationale Raumplanung haben, ist es auch eine Aufgabe des Bundes die Wohnungswirtschaft die weitgehend mit der Raumplanung zusammenhängt zu lenken. Also ist es nicht mehr als eine folgerichtige Annahme dass der Bund beide Instrumente führt, dies klar in Zusammenarbeit mit Kantonen und Gemeinden.
      15 5 Melden
    • Amboss 18.10.2016 16:39
      Highlight @Franco: Nee, das find ich jetzt gar nicht.
      Der Bund hat Dinge zu regeln, welche national geregelt werden müssen.
      Wie zB national festlegen, das soundso viele Flächen geschützt sind oder dgl.

      Aber bezüglich Wohnpolitik gibt's doch für den Bund nichts zu sagen. Was will er da auch bestimmen oder festlegen?
      In Zürich oder dem urner Oberland sind doch ganz unterschiedliche Bedürfnisse vorhanden...
      6 10 Melden
    • Hierundjetzt 18.10.2016 16:41
      Highlight Franco: ich gebe Dir im Grundsatz recht. Nur, nehmen wir das Beispiel Stadt Zürich. Der Lohnmedian liegt bei +/- 7700.-

      Das heisst 50% der Bevölkerung können sich im mindesten eine Wohnung von 2500.- (Miete = 1/3 Lohn) leisten, weitere 20% eine Miete bis 2000.-

      ... es gibt ausreichend Wohnungen für solche Beträge in Zürich...

      Also, nun soll ich als Stadtzürcher Steuern bezahlen, damit Menschen mit einem Lohn von 7700 eine günstigere Wohnung finden und mit dem eingesparten 3 x in die Ferien können?

      Hä? Ernsthaft?

      Für die sozial Schwachen MUSS der Staat sorgen. Nicht für den Mittelstand.
      12 4 Melden
    • meine senf 18.10.2016 16:42
      Highlight @Hierundjetzt: Das mit dem Steuersubstrat dank den Luxuswohnungen bringt dir aber auch nur etwas, wenn du selber in der selben Gemeinde noch eine bezahlbare Wohnung findest.
      Faktisch kommt es wohl eher drauf raus, dass es immer mehr Reichen- und Armen-Ghettos geben wird: in der einen Gemeinde sind die Steuern dann extrem günstig, aber die Mieten für Normalbürger nicht mehr bezahlbar, in der Nachbarsgemeinde wird umgekehrt.
      Das sind dann Verhältnisse wie in den USA oder Südafrika.
      11 1 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 17:44
      Highlight @Hierundjetzt; Der Medianlohn (ein etwas eigenwilliges Konstrukt) zeigt nicht viel auf und lässt sich nicht gut für Deine Rechnung einsetzen.
      Es geht nicht um für sozial Schwache zu sorgen, das ist ein Teileffekt. Es geht um eine durchlässige Mietstruktur die eine gewachsene Bevölkerung und somit eine gut funktionierende Gesellschaft ermöglicht. Das mit den 3 x Ferien ist doch auch nur ein Ablenkmanöver um nicht die Thematik zu begrüssen. Was wir heute haben ist langsam eine Entwicklung in Richtung Monokultur oder Ghetto gleich auf welcher Einkommensebene und das macht eine Stadt zB kaputt.
      7 3 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 17:50
      Highlight @amboss; Da ich als Planer einer bin der gerne wenn jemand den Schritt A macht auch verlangt dass er für diesen Schritt den nötigen Background liefert sehe ich das auf Bundesebene.

      Was nützt eine gute Raumplanung mit optimierten Nutzungszonen (zB Wohnzonen) wenn diese durch kantonale oder kommunale Entscheide torpediert werden?
      Es geht mir zudem auch um das Lösen der Wohnungsnot im Tiefmietsektor über die kantonalen Grenzen hinaus, dies vor allem auch wegen der kurzen Distanzen zwischen den Ballungszentren in verschiedenen Kantonen.
      7 1 Melden
    • Hierundjetzt 18.10.2016 19:08
      Highlight OK Franco, das mit der durchlässigen Mietstruktur habe ich mir noch nicht bis zum Ende überlegt. Das ist ein Punkt über den ich mir noch Gedanken machen muss. Merci!
      4 0 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 22:57
      Highlight @Hierundjetzt; Es freut mich wenn zumindest erkannt wird dass Mietstrukturen eine Relevanz für die Gesellschaftlichen Strukturen haben können. Man kann nicht alles damit lösen aber zumindest einen Grundstein für eine gut gewachsene Umgebung legen und dies ist vor allem wichtig weil die Menschen heute viel mobiler sind und nicht an einem Ort zum diversifizierten Wachstum beitragen können (oder auch wollen). Mobilität hat mitunter diese Strukturen arg unter Druck gebracht und dazu geführt dass diese sich, leider ohne Ersatz, auflösen.
      4 1 Melden
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  • Toninio 18.10.2016 13:29
    Highlight Parlament und Regierung schauen zu, weil sie entweder selber Eigentümer sind oder von deren Lobyisten bezahlt werden und an den hohen Mieten selber profitieren.
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  • FrancoL 18.10.2016 13:17
    Highlight Was grundsätzlich bei der Thematik der Wohnungsmieten im Artikel völlig vergessen wird ist de Tatsache dass viele der sicherlich auch zu teuren Wohnungen von den Pensionskassen finanziert wurden und bei einer tieferen Miete somit auch die PK-Gelder zusätzlich noch ins rutschen kämen.
    Der Hebel wird viel zu spät betätigt, man hätte ihn viel früher schon bei der Landpreisexplosion betätigen müssen, dort einen Riegel schieben, jetzt geht eine Regulierung auch zu Lasten der PK-Renten, was nicht zu begrüssen ist.
    17 10 Melden
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  • Toerpe Zwerg 18.10.2016 13:14
    Highlight Das allerdringendste wäre eine sofortige Entkoppelung aller Wohnungsmieten vom Referenzzinssatz. Jetzt. Im Tieftstzinsumfed. Da tickt eine Bombe. Die Mieten könnten nahezu Flächendeckend 20 und mehr % teurer werden innert einem Jahr.
    13 6 Melden
    • Hirnwinde 18.10.2016 14:53
      Highlight Diese Entkopplung könnte die Mietpreise erst recht zum explodieren bringen. Denn die Nachfrage ist viel grösser als das Angebot, wegen der starken Zuwanderung im Verbund mit der restriktiver Zonenplanung.
      11 6 Melden
    • Karl33 18.10.2016 16:02
      Highlight Toerpe, geradesogut könnte eine Entkoppelung zu einer Immobilienblase wie in den 90er führen. Wenn plötzlich zu wenig Kapital oder Nachfrage da ist, sind die Preise schnell am fallen.
      Ausser die Bürgerlichen bodigen die Lex Koller noch komplett und holen noch mehr Geld ausländischer Spekulanten in den Schweizer Immobilienmarkt (Originalton Heimatschützer BR Blocher: "Ausländisches Geld im Schweizer Immobilienmarkt ist gut für die Wirtschaft")
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    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 16:48
      Highlight Entkoppelung vom Referenzzinssatz heusst ja nicht komplette Freigabe. Koppelung an die Teuerung wäre eine bessere Alternative.
      3 0 Melden
    600
  • Scaros_2 18.10.2016 13:13
    Highlight Das Wohnungen generell teuer angesetzt sind an dem ist schon was dran.

    http://stapfewis.ch/

    Das ist bei unserere Nachbarsgemeinde. Diese Wohnungen sind seit über 1 Jahr fertig und die meisten Wohnungen, vor allem 4.5er stehen immer noch leer. Die lage ist gut, es hat Glasfaser, gute Geräte drin etc. Aber scheinbar sind für diese Region die 4.5er einfach schlicht zu teuer. Wenn man die Atikas mal weglässt, sind lediglich 2/12 Wohnungen besetzt. Seit über 1! Jahr. man stell sich das mal vor.-
    24 2 Melden
    • Maragia 18.10.2016 13:30
      Highlight Also 2'000 für eine solch neue 4.5er ist ja wirklich nicht viel, da zahle ich für eine 2.5er in Zürich Umgebung schon mehr...
      23 2 Melden
    • Scaros_2 18.10.2016 15:02
      Highlight Die Löhne in der Ostschweiz sind aber auch tiefer ;-)
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  • dä dingsbums 18.10.2016 13:05
    Highlight Ich hab mir etwas überlegt und bitte um Feedback.

    Wenn eine Wohnung in ZH neu vermietet wir und der Vermieter einfach 600 Fr. Aufschlägt ohne etwas zu renovieren. Schadet das der Wirtschaft?
    Es sind ja 7200.- die für Konsum fehlen. Bei 8 Wohnungen in einem Block entzieht ein gieriger Vermieter dem Markt den Gegenwert einer Arbeitsstelle.

    Ist da was dran oder bin ich auf dem Holzweg?
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    • Scaros_2 18.10.2016 13:11
      Highlight Auf dem Holzweg, denn der Konsum ist ja nicht geringer, er verschiebt sich nur. Nähmlich von 8 Mietern die weniger ausgeben können auf den "gierigen" Vermieter der sich dafür mal wieder ein teures Auto kauft oder den teureren Urlaub leistet etc. Das Geld verschwindet ja nicht.

      Klar kann man Argumentieren das der Vermieter es spart aber das könnte man gleich auch bei den 8 mietern sagen.
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    • Hirnwinde 18.10.2016 13:17
      Highlight Na ja, manch ein Konzernchef kassiert soviel, wie Dutzende und Hunderte seiner Untergebenen.

      Ach wegen des Konsums. Das macht der Vermieter an Ihrer Stelle.
      Volkswirtschaftlich ist das nicht im Geringsten ein Problem.
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    • Matthias Studer 18.10.2016 13:34
      Highlight Es stellt tatsächlich langfristig als Problem dar. Denn der Vermieter isst nicht mehr Gipfeli als der Mieter.
      Die Ausgaben werden sicher mehr sein, aber ein grosser Teil landet auf der Bank und wird nicht wieder in den Umlauf gebracht. Stichwort mehr Haben als Ausgeben können. Dieses Thema wird je länger je mehr zum Glück lobalrn Thema.
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    • Toninio 18.10.2016 13:34
      Highlight @scaros was für ein Konsum. Das eine ist Notwendig zum Leben. Der Mensch wird um seine Miete zu bezahlen auf vieles verzichten. Hohe Lebenserhaltungskosten (Miete, Nahrungsmittele etc) sorgen dafür das die Leute eben weniger konsumieren.
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    • FrancoL 18.10.2016 14:14
      Highlight @scaros; Da stellen sie eine falsche Rechnung an. Die weniger verdienenden werden immer fast den ganzen Verdienst in die Wirtschaft buttern, der Immobilien-Guru, wir eher mehr Geld auf die hohe Kante legen oder irgendwo im Ausland für Prosperität sorgen. Ihre Rechnungen nur sehr bedingt auf.
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    • FrancoL 18.10.2016 14:16
      Highlight @Dä; Ihre Überlegung muss einen anderen Anfang nehmen; Es muss von der Basis des Aufschlages aus gerechnet werden. Wenn diese bereits hoch war so wird es unverschämt, war sie hingegen bescheiden dann ist es ärgerlich aber eine verständliche Mieterhöhung.
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    • Hirnwinde 18.10.2016 14:47
      Highlight @Studer: Was auf der hohen Kante landet, kommt der Wirtschaft als Darlehen zu gute. So wird u. a. der Bau von Wohnungen finanziert, was Geld in den Umlauf bringt.
      Zur Krise komnt es besonders dann, wenn alle kleinen Portmonnaies zuklemmen.
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    • FrancoL 18.10.2016 15:10
      Highlight @Hirnwinde; Die Wirtschaft hat ja mehr als genügend Geld zur Verfügung, da kommt es nun wirklich nicht auf die Ersparnisse der Reichen an. Schau Dir einmal die PKs an oder die Versicherungen, die wissen kaum wohin mit dem Geld! Ein wenig Grundwissen in der Wirtschaft täte dem Hirn auch gut. Das Geld muss in den Umlauf kommen nicht als Kredit sondern als reale Kaufkraft, dann läuft es besser.
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    • Matthias Studer 18.10.2016 15:19
      Highlight @Hirnwinde. Darlehen fordern Zinsen. Ja wer arbeitet schlussendlich für die Zinsen? ;)
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    • Hirnwinde 18.10.2016 16:50
      Highlight @Studer: Letztendlich bezahlen die Konsumenten die Zinsen. Zu gute kommen die Zinsen jenen, die Kapital haben (Ersparnisse, Pensionskassenkonti und viele, viele Aktien).
      Solange sich dieses Karusell dreht, gibt es kein Problem. Wenn es aber stockt, weil das Geld irgendwo auch nur ein paar Monate zu lange liegen bleibt, dann kommt es zu Wirtschaftskrisen.
      Jeder ist dabei gleichzeitig Kapitalist und Arbeiter, Produzent und Konsument. Natürlich ist er das nicht in allem in jeweils gleichem Masse.



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  • Hirnwinde 18.10.2016 12:31
    Highlight Ohne Enteignung kann das sicher nicht zum deklarierten Ziel führen.
    Ohne gleichzeitig Mindestlöhne einzuführen, auch nicht.
    Selbst dann noch nicht, wegen sehr teuren Bauvorschriften.
    Denn ganz egal wer baut, es gibt immer sehr, sehr viele Menschen die sich die resultierende Neubauwohnung unmöglich leisten können.
    Die hohen Wohnkosten sind den weltweit höchsten Baustandards geschuldet, die wiederum in Baugesetzen, -verordnungen und -richtlinien vorgeschrieben sind.
    Keiner darf sich in der Schweiz mit einer Wellblechhütte samt Camping-WC begnügen, schon gar nicht auf eigenem Grund und Boden.
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    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 13:25
      Highlight Nope. Man kann problemlos günstiger bauen.
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    • FrancoL 18.10.2016 14:11
      Highlight @Toerpe Zwerg; Ich staune immer wie man so pauschalisierte Feststellungen posten kann.
      Wieviel denken sie kann man günstiger bauen? 10, 20 oder 30%. Und von welchem Niveau aus betrachten sie das?
      Ich wäre mal mit solchen Aussagen etwas vorsichtiger.
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    • Hirnwinde 18.10.2016 14:49
      Highlight @Toerpe: Mag schon sein. Aber diese Initiative garantiert nicht, dass das auch gemacht wird, bzw. gemacht werden will.
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    • dä dingsbums 18.10.2016 15:15
      Highlight Ich stimme dem Zwerg zu. Es kann durchaus günstiger gebaut werden in der Schweiz. Einige Genossenschaften haben das realisiert und planen schon so.

      Oder man baut vor allem wieder etwas kleinere Wohnungen. Die Mieten werden auch teurer weil wir pro Person viel mehr Platz brauchen.

      1962 hatte die Stadt mehr Einwohner als heute und viel, viel weniger Wohnraum. Zürich West, Neu-Oerlikon, Binz, etc. war damals noch alles Industrie.
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    • FrancoL 18.10.2016 15:28
      Highlight @dä; Dass Genossenschaften billiger bauen trifft so nicht zu! Sie generieren billigere Anlagekosten, die weitgehend durch tiefere Bodenpreise entstehen und refinanzieren sich mit billigst Geld. Das alles hat herzlich wenig mit billig bauen zu tun.

      Es trifft zu dass die Anforderungen für den Wohnraum gestiegen sind und dies könnte auch korrigiert werden, doch kleiner geschnittene Wohnungen finden heute kaum Absatz. Da muss wohl zuerst ein Umdenken stattfinden.
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    • dä dingsbums 18.10.2016 15:59
      Highlight @FrancoL: Jein. Was Du sagst stimmt zwar auch, aber z.B. baut die Genossenschaft wo ich wohne nach einer ziemlich Luxuriösen Siedlung mit vielen 3 Zimmer-Wohnungen mit 125m2 für über 2600.-, wieder eine Siedlung wo der angepeilte Mietpreis für 4 Zimmer deutlich unter 2000.- sein soll. Auch der Kanzlei Ersatzbau der ABZ wird deutlich günstigere Wohnungen ermöglichen.

      Kleiner geschnittene und günstige Wohnungen finden in der Stadt wo viele Singles leben, durchaus Absatz. Hier in der Nähe wurde ein Geschäftshaus renoviert. Alle Firmen sind weg und es hat jetzt nur noch 1 und 2 Zimmer Wohnungen.
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    • FrancoL 18.10.2016 16:16
      Highlight @Dä; Genossenschaft ist nicht gleich Genossenschaft und das ist wohl die Fehlinterpretation. Es gibt leider viele Genossenschaften, die die Vorteile der Genossenschaft nutzen, aber nicht die IDEE der Genossenschaft. Man darf nicht alle Genossenschaften in einen Topf werfen. Das mit den kleinen Wohnungen wurde schon seit Jahren erkannt und es entstehen viel mehr Kleinwohnungen als noch vor 10 Jahren. Darf ich aber auch anmerken dass diese Kleinwohnungen, da meistens nur durch 1 Person bewohnt auch zur Steigerung der Wohnfläche/Person beitragen.
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    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 16:52
      Highlight Es ist nicht wahr, dass die Baugesetze der Haupttreiber sind für die teuren Wohnungen. Die Baukosten sind von untergeordneter Bedeutung. Treiber sind der Nachfrageüberhang und die (auch damit zusammenhöngenden) Bodenpreise.

      Man muss schon auch vorsichtig sein mit der Regulierung. Es muss attraktiv bleiben, Wohnungen zu bauen. Nur so wird das Angebot ausgeweitet.
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    • Hirnwinde 18.10.2016 17:59
      Highlight @Toerpe: Steigende Bodenpreise tragen zur Preissteigerung bei, ja.
      Doch wenn man vier statt zweistlöckiig bauen dürfte und statt Pflichtparkplätze Wohnraum bauen, dann wären die Wohnungen trotzdem billiger.
      Für Mietwohnungen ist eine Mindestgrösse für Schlafzimmer vorgeschrieben. Viele alte Häuser haben nach diesem Massstab zu kleine Zimmer. Es müssen zu grossflächige Flächen für Zufahrten verschendet weden. Die Gebäude müssen aufwendige Wärmedämmungen haben und teure isolierte Fenster. Mancherorts sind Drainagen verboten. Stattdessen muss das Mauerwerk teuer abgedichtet werden etc. etc.
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    • FrancoL 18.10.2016 18:34
      Highlight @Hirnwinde: Das was Du bezüglich Flächen schreibst ist der Wunsch der Mieter nicht der Vermieter. Heute will man einen grösseren Wohnraum als noch vor 15 Jahren, gleiches gilt für die Zimmer. Man kann nicht immer den schwarzen Peter den falschen in die Schuhe schieben: Die Nachfrage bestimmt den Wohnungsmarkt.
      Das mit dem Verdichten ist zudem falsch dargestellt: Je dichter desto wertvoller das Land, so sehen es nun mal die die Geld investieren, also nichts mit Wohnbaukostensenkung durch Verdichtung. Zudem genügen die Infrastrukturen dann nicht mehr > Folge Kostensteigerung bei Verdichtung.
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    • FrancoL 18.10.2016 18:36
      Highlight @Hirnwinde; Nachtrag zur Verdichtung; Die Verdichtung bringt keine Kosteneinsparungen, aber einen reduzierten Landverbrauch pro Miet-M2 und das ist schon mal was für unsere Umgebung und die Grünflächen.
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    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 19:31
      Highlight Verdichtung bringt kaum Kosteneinsparungen. Der Boden ist entsprechend einfach mehr wert.
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  • Shlomo 18.10.2016 12:13
    Highlight Wird eh abgelehnt obwohl die Schweiz eigentlich ein Land der Mieter ist. Aber jeder Schweizer hofft halt, dass er/sie viel Geld des verschollenen reichen Onkels erbt.
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  • Amboss 18.10.2016 12:08
    Highlight Wieder so eine Initiative, von Links-Grün, die man sich ganz einfach schenken könnte. Wo es sich all die Diskussionen und den Abstimmungskampf sparen könnte.
    Die mit 25%, vielleicht sogar 35% Ja-Stimmen wuchtig abgelehnt wird.
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    • Fabio74 18.10.2016 13:50
      Highlight Die Frage auch hier: Warum schiesst sich dasVolk selber ins Bein? Jammern die ganze Zeit. Aber alle Versuch was zu ändern lehnt man ab? Weil von links und per se schlecht? Weil ?
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    • FrancoL 18.10.2016 14:08
      Highlight Wenn man alles das was die Mehrheit nicht diskutieren mag über Bord schmeisst wird die Welt im Chaos versinken.
      Dass sie diese Diskussion meiden mögen ist ihr gutes Recht, aber vermutlich trifft die Wohnzukunft wohl auch sie einmal und nicht unbedingt positiv.
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    • Amboss 18.10.2016 14:08
      Highlight Warum das Volk nicht mitmacht?
      Aus meiner Sicht zwei Gründe:

      1) Ländliche Gebiete sind wenig betroffen, also wird sie dort abgelehnt. Die Initiative ist falsch konstruiert. Der Bund gehört bei diesem Thema nicht ins Boot. Das ist Sache der betroffenen Kantone / Gemeinden.

      2) Es funktioniert nicht. Fördert man günstige Mieten führt das dazu, dass einige günstig wohnen, was schön ist für sie. Die anderen bleiben aber aussen vor. Wichtig wäre aber mehr Angebote, dass man auch mal eine neue Wohnung finden könnte, zB wenn man Kinder bekommt. Dies wird mit der Initiative nicht erreicht.
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    • FrancoL 18.10.2016 14:29
      Highlight @Amboss; Neue Angebote folgen dem heutigen Preistrend! Also nichts mit günstigerem Wohnen. Es muss planerische ein Netz angesetzt werden das es ermöglicht eine gewisse Anzahle an günstigen Wohnungen zu realisieren und auch den entsprechenden Mieter zuzuführen. MEHR ANGEBOTE sind alles andere als ein Garant für günstige Mietpreise. Günstige Mietpreise sind meines Erachtens nur durch das fördern einer tieferen Landkostenbasis zu erreichen und durch die Verdichtung, die ja letztendlich auch eine verkappte Minderung der Landkosten darstellt.
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    • Amboss 18.10.2016 15:22
      Highlight @Franco:
      Was du sagst, ist alles korrekt.

      Die Mieten werden erst dann sinken, wenn die Vermieter die Wohnungen nicht mehr loswerden. Und dafür muss man doch vor allem: Bauen und Verdichten.

      Du sagst es genau richtig, was die Initiative bewirken kann: Man kann sicherstellen, dass eine gewisse Anzahl Wohnungen günstig vermietet sind. Mehr aber nicht.

      Dies ist sicher gut für die Stadt, für den einzelnen heisst es aber: Hat man das Glück und bekommt so eine Wohnung hat man die Wahl, entweder man bleibt für immer drin (was, wenns Nachwuchs gibt?) oder raus aus der Stadt.
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    • FrancoL 18.10.2016 15:36
      Highlight @Amboss; Da sind wir uns einmal einig.
      Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.
      Es gibt heute gerade für junge Leute mit Zukunftsplanung interessante Wohnmodelle die eine gewisse Flexibilität der Wohnstruktur zB beim Eintreffen von Nachwuchs ermöglichen. DAS Problem: es mögen nur wenige Investoren solche Modelle stützen, weill es leider auch mit viel Organisation verbunden ist und heute möchte man ja nur die Rendite sichern und dies mit wenig Aufwand.
      Da hat es aber Genossenschaften die sich für solche Modelle einsetzen.
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    • Fabio74 18.10.2016 18:36
      Highlight Nun da Kantone und Gemeinden nicht willens und fähig sind ihre Aufgabe zu erledigen, muss man halt eine Etage weiter oben dür Ordnung sorgen.
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    • Amboss 18.10.2016 19:51
      Highlight @Fabio: ziemlich böse Unterstellung, die du da den Kantonen und Gemeinden machst.
      Deshalb die ganz einfache und konkrete Frage: was kann denn der Bund machen, um die Situation zu verbessern?
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    • Fabio74 18.10.2016 21:34
      Highlight Amboss Es ist offensichtlich dass Gemeinde und Kantone nicht willens sind nach Raumplanungsgesetz zu arbeiten. In den Gemeinden herrscht Filz aufgrund der Kleinheit, das ist nichts neues.
      Der Bund soll klare Richtlinien den Kantonen vorschreiben und bei Nichterfüllung Sanktionen verhängen können.
      Die Zersiedelung muss nicht sein
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    • FrancoL 18.10.2016 22:43
      Highlight @Amboss/Fabio74;
      Da hat Fabio mehr als nur recht.

      Die Gemeinden steuern die raumplanerischen Vorgaben (eben Rahmen und nicht absolut) in Richtung der Steueroptimierung und erfüllen kaum die Aufgabe die die Landesplanung angedacht hat und die vor allem das Ziel eines raumrechtlichen Miteinander und nicht Gegeneinander vorsehen würde. Mitunter ein Grund wieso kein kostengünstiger Wohnraum gefördert wird, dieser bringt KEINE Steuern.
      Es muss also von der höheren Instanz ein Machtwort gesprochen werden, eine durchmischte Lösung "befohlen" werden sonst werden wir nie zu einem Ziel kommen.
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    • FrancoL 18.10.2016 22:50
      Highlight @Amboss/Fabio74;
      Beispiel: die Landwirtschaftszonen! Diese Zonen werden zentraler verwaltet und nicht jede Gemeinde hat da das Sagen, der Erfolg liegt (ob das einem passt oder nicht) in der Tatsache dass Landwirtschaftsland geschützt wird, ob dies der Gemeinde passt oder nicht.
      Auch über das übrige Gemeindeland wird national die Bebauungsmöglichkeit restriktiv bestimmt und wird mit ganz wenigen Ausnahmen eingehalten. Es gibt also bereits diese "nationalen" Instrumente und die greifen seit Jahren zur Zufriedenheit der Mehrheit. Somit könnte es zB auch mit Zonen für günstigeres Bauen geschehen.
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    • Amboss 18.10.2016 23:00
      Highlight Wo wird das RPG ni ht eingehalten?

      Und selbst wenn: Hat doch nichts mit dieser Initiative zu tun. Bei der Initiative geht es um Mietpreise.

      Bitte erst Denken, nicht einfach blind alles an den Bund delegieren
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    • FrancoL 18.10.2016 23:13
      Highlight @Amboss; danke für den Tp mit dem Denken. nun zu Deiner Frage; Die Raumplanungsgrundlagen des Bundes sind zB wie beim nationalen Strassenbau für ALLE Bürger gedacht und nicht um Zonen, die zB mehr Steuersubstart generieren einzusetzen. Schau Dir einmal die neuen Zonierungen an;
      Wo entstehen neue Zonen?
      Für welchen Mietpreissektor sind diese Zonen geeignet?
      Wer wird dort in Zukunft wohnen?
      Erfüllt man somit die raumplanerischen Vorgaben?
      Da Du ja zuerst immer denkst, kannst Du jetzt ganz lange darüber nachdenken und mir an kleinen Beispielen aufzeigen wieso ich falsch liegen sollte.
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    • Amboss 18.10.2016 23:15
      Highlight @ Franco: Seltsame Verknüpfung, die du da machst, indem du Landwirtschaftszonen und Mietpreise in Verbindung bringst.

      Gerade auf dem Land, wo Landwirtschaftszonen sind, besteht die Problematik der überrissenen Mietpreise kaum. Da stimmt Preis / Leistung (ich zB wohne in einer modernen 5.5-Zi-Wohnung für weniger als 2000 inklusive NK)

      überrissene Mietpreise sind ein Problem der Zentren
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    • FrancoL 19.10.2016 01:18
      Highlight @Amboss; Aufmerksamer lesen! Ich mach nicht eine Verknüpfung von Landwirtschaft zu Mietpreisen sondern ich mache eine Verknüpfung von Landwirtschaftszonen die zentral geregelt sind zu Wohnzonen die NICHT zentral geregelt sind und somit von jeder Gemeinde nach ihrem Gusto ausgestaltet werden können, was zu Ungunsten von möglichen günstigen Wohnzonen geht. Dass die Preise auf dem Land stimmen liegt alleine an der Tatsache dass der m2-Preis in ländlichen Gegenden um ein Vielfaches niedriger liegt als in Agglomerationen und zudem trotz der Knappheit kein Markt gegeben ist, weil nicht im Trend.
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    • FrancoL 19.10.2016 01:21
      Highlight @Amboss; Sobald ländliche Gegenden zum Trend werden, da saust der Landpreis in die Höhe und wir haben auch da die gleichen Probleme wie in den Agglomerationen,,verschärft durch die Tatsache dass meistens das Auto mehr genutzt wird und zB Bildungsstätte für die Jugendlichen weit abgelegen sind. Alles führ zu erhöhten Mobilitätskosten, zusammengerechnet also keine Einsparung sondern eine Umlegung.
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    • Amboss 19.10.2016 08:19
      Highlight @Franco: Was du schreibst ist für mich von A bis Z nachvollziehbar und aus meiner Sicht richtig.

      Aber ich sehe einfach immer noch nicht, inwiefern der Bund hier eingreifen kann und soll.
      Ich sehe nicht, welche Instrumente wirksam sein könnten.

      Selbst, wenn der Bund feststellt, in dieser Region/Gemeinde haben wir ein Problem und zu hohe Mietpreise - was könnte er tun?

      Möchte ein Eigentümer ein Einfamilienhaus bauen auf seinem Land, kann ja nicht der Bund kommen und ihm vorschreiben, einen 8-Haushalte-Block hinzustellen...
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    • FrancoL 19.10.2016 10:08
      Highlight @Amboss; Schon mal gut dass die Frage aufkommt über die reale Möglichkeit für einen Eingriff auf Bundesebene. Vorab ich bin nicht Freund von von Bundeseingriffen, aber wenn der Bürger vom Egoismus getrieben alle brauchbaren Flächen vergoldet dann ist es an der Zeit zumindest sich gewisse Überlegungen zu machen, diese könnten in folgende Richtung gehen:
      Man führt eine Zone ein die einen Mischindex hat der die Bebauung mit kostengünstigen Wohnungen ermöglicht oder bevorzugt indem man einen Mietpreis gesteuerten Nutzungsfaktor angibt. Wenn günstiger Wohnraum entsteht bekommt man eine Mehrnutzung.
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    • FrancoL 19.10.2016 10:10
      Highlight @Amboss; Diese Mehrnutzung bricht die Mietspitzen und könnte zusammen mit der Verdichtung schnell einmal Mieten um 20-25% senken. Dem Landeigentümer entsteht kein Schaden da er den Preis für die niedrigere Nutzung wie am freien Markt erzielen kann. Das ist ein sehr grobes Modell aber ein erster Ansatz um am Markt ohne grosse Revolution eine Mietpreissenkung zu erzielen.
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    • Amboss 19.10.2016 13:58
      Highlight @Franco: Ja der Ansatz ist intressant.
      Und ich muss gestehen, ich kenne mich mit den gesetzlichen Grundlagen nur spärlich aus.
      Also habe ich keine Ahnung, weshalb so ein Ansatz nicht schon heute möglich sein sollte, mit der bestehenden Gesetzgebung.

      Und weshalb dafür nur der Bund zuständig sein kann, kapier ich auch noch nicht.


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    • FrancoL 19.10.2016 14:53
      Highlight @Amboss; Er ist heute gesetzlich nicht möglich und das hat auch seine klaren Gründe die ich als äusserst egoistisch ansehe, aber dies ist eben nur eine Einzelmeinung:
      Die Gemeinden wollen keine Regulierung (auch keine Grundregulierung) der Zonenhoheit.
      Die Bürger mögen keine Regulierung die eine gewisse Bindung für die Solidarität darstellen.
      Die Landeigentümer wollen keine Einengungen, denen sind schon alleine die Zonen mit verschiedenen Ausnutzung ein Dorn im Auge.
      Zusammengezählt das Geschäft geht vor und aussen vor bleiben die niedrigen Mieten.
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  • Matthias Studer 18.10.2016 12:01
    Highlight Eigentlich friert mein liberales Herz mit einer solchen Initiative. Anderseits haben viele Vermieter, Eigentümer, Investoren, Spekulanten usw. das ganze auf die Spitze getrieben, dass fast keine andere Wahl zur Verfügung steht, wieder vernünftige Verhältnisse herzustellen.

    Diese Initiative ist das Produkt einer Maßlosigkeit und Gier.
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    • pun 18.10.2016 12:37
      Highlight Das Herz des Liberalismus ist doch genau die These, dass Masslosigkeit und Gier zu Wohlstand für alle führt?
      Funktioniert wohl doch nicht bei den Grundbedürfnissen, was? ;-)
      18 8 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 13:09
      Highlight Wieso friert Ihr liberales Herz? Hat nicht die grenzenlose Freiheit gezeigt wo wir hinkommen. Hat nicht die grenzenlose Freiheit zu einer Gesetzesschwemme geführt, weil wir eben nicht in der Lage sind mit Vernunft frei zu sein?
      Freiheit mit Vernunft ist Mangelware!
      13 10 Melden
    • Matthias Studer 18.10.2016 13:28
      Highlight Nun ja, ich sehe Liberal nicht als das wie sich Liberalismus die letzten 3 Jahrzehnte entwickelt hat.
      Für mich ist Freiheit der Gesellschaft genau gleich wie auch die Freiheit der Unternehmen. Die persönliche Freiheit ist nie Grenzenlos. Die hört dort auf, wo ich den anderen einschränke. Das nennt man übrigens miteinander leben können.

      Manche Franzosen wurden sich im Grab umdrehen, wenn sie sehen, was mit ihrem "Liberté, Egalité, Fraternité" passiert ist. Von mir aus kann man Brüderlichkeit weglassen, die Freiheit und Gleichheit ist aber zwingend für eine funktionierende Demokratie.
      18 2 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 14:05
      Highlight @Matthias Studer; Ich sehe dies ebenso und ganz darum müssen wir offensichtlich die Freiheit um ihre Grundidee zu wahren durch sinnvolle Gesetze schützen.
      Dass Freiheit nie grenzenlos sein darf ist eben nicht so richtig bei allen angekommen.
      4 1 Melden
    • Hirnwinde 18.10.2016 15:01
      Highlight @Studer:
      Brüderluichkeit weglassen? Ich vermute, dass Sie nicht wissen, was Brüderlichkeit ist. Es ist das alte Wort für Solidarität, resp. für Fürsorge.
      Wollen Sie wirklich Brüderlichkeit weglassen und folglich auf Krankenkassen, Arbeitslosenversicherung, AHV und Sozialhilfe verzichten?
      5 1 Melden
    • pun 18.10.2016 16:01
      Highlight Brüderlichkeit respektive Solidarität weglassen? Das führt genau dazu, dass alle gleich gierig sein sollen und damit in ein neoliberales System wie es seit drei-vier Jahrzehnten versucht wird zu installieren.
      Mir gefällt die Übersetzung von Liberté, egalité, fraternité: Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit. Für diese Werte stehe ich als Sozialdemokrat ein. Die Freiheit der Einzelnen ist mir dabei wichtiger als absolute Freiheit für ein Unternehmen.
      1 0 Melden
    • Matthias Studer 18.10.2016 18:26
      Highlight @Hirnwinde und pun, stimmt, dieser Blickwinkel habe ich nicht gesehen.
      2 0 Melden
    600
  • Dovahkiin 18.10.2016 12:00
    Highlight Wieso nicht einfach die MEI umsetzten?
    28 71 Melden
    • ands 18.10.2016 12:56
      Highlight Tolle Idee. Ich finde dann eine günstige Wohnung mitten in der Stadt, kann sie mir aber nicht mehr leisten, weil mein Job nicht mehr existiert.
      28 13 Melden
    • Zarzis 18.10.2016 13:04
      Highlight Danke für den Lacher des Tages!

      Bitte die Initiativetext - Stellen Posten wo aufzeigen wie die Einwanderung Reduziert werden soll!

      Moment, da steht, die Einwanderung soll so gross sein wie der Wirtschafliche Bedarf ist!

      Mmmh, also wenn die Wirtschaft sagt, wir brauchen 1 Mio, ist das MEI Konform!
      26 9 Melden
    • kurt3 18.10.2016 13:08
      Highlight
      Warum ? Gibt es bei der MEI irgendeine Höchstzahl der Zuwanderung? Soviel ich weiß , steht da was wie Zuwanderung den Bedürfnissen der Wirtschaft berücksichtigen. Wenn Du irgendwo etwas über eine Obergrenze hast , sag mir Bescheid.
      18 7 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 13:11
      Highlight Weil sie gar nichts bringen würde, ausser zudem die Preise gerade am Bau in die Höhe zu treiben. Wenn der Arbeiter Mangelware wird dann steigen nun mal die Preise.
      16 8 Melden
    • Schne 18.10.2016 13:22
      Highlight Die Bevölkerungszahl ist leider nur ein kleiner Faktor. Viel wichtiger sind:
      -Landeigentümer welche Traumrenditen erwarten
      -Baugesetze welche zu wenig Ausnützung ermöglichen
      -ständig steigender Wohnflächenbedarf pro Person
      -sehr hohe Anforderungen an Komfort, Lärmschutz usw.
      14 6 Melden
    • Schne 18.10.2016 13:23
      Highlight Übrigens, ich kann dieses ewige 'MEI umsetzen' Heilsversprechen-Geschwafel langsam nicht mehr hören. Selber keine Vorschläge für eine praktische Umsetzung bringen und dann kritisieren, dass die anderen nicht das tun was man will? Das ist doch Kleinkind-Niveau. Was wurde eigentlich aus den flankierenden Massnahmen, welche vor Lohndumping usw. schützen sollten? Achja da war die SVP dagegen. Sie will ja Probleme lieber bewirtschaften statt lösen.
      16 9 Melden
    • Dovahkiin 18.10.2016 13:38
      Highlight Also die SP und die Grünen bewirtschaften ja genau auch die Probleme, welche sie durch ihr Zuwanderungsstreben schaffen.

      Ich verstehe das echt nicht. Einerseits tun sie alles, um genau Zersiedelung, Dichtestress, Verkehrsaufkommen, Wohnungsnot und verschlechterung der Anstellungsbedingungen zu fördern - und andererseits sagen sie dann, sie kämpfen für das Gegenteil.

      Nur wegen dem unverhältnismässigen Wachstum durch Zuwanderung, ist doch all dies erst möglich.

      Ich kann das Gejammer der Linken echt nicht mehr hören. Kleinkindniveau.

      Bei Abwanderung würde die Situation sich umkehren...
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    • Toninio 18.10.2016 13:47
      Highlight @Schne da die meisten Wähler (gesehen bei MEI) wie Schaffe ihrem Leitschaf (svp) folgen, überlegen sie nicht selber. Viel glauben den Märchen, dass wir Schweizer den " füfer und Weggli bekommen können und sich daraus sogar die Rosinen rauspicken können. Wenn die Schweizer die Personenfreizügigkeit ablehnen, stoppt die EU den Zugang zum EU-Binnenmarkt (grösster Handelspartner) für uns eine wirtschaftliche Katastrophe (gesehen Aufhebung Franken Euro Mindestkurs von1.20) was meint ihr passiert, wenn sie uns den ganzen Zugang zum europäischen Markt verbieten.
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    • Fabio74 18.10.2016 13:55
      Highlight Einmal mehr fast alles falsch. Die MEI sagt nichts zu Zahlen. Die Zuwanderung kann 120T im Jahr sein.
      Zersiedelung passiert auf dem Land. Dörfer sind SVP und FDP lastig. Bauern SVP. Bauunternehmer SVP und FDP. So wächst das Dorf. Generiert mehr Einwohner, allerdings auch Kosten. Bauer verdient mit Verkauf. Unternehmer beim Haus und Infrastrukturbau.
      Dichtestress exitiert nicht.
      Arbeitsgesetze sind Bundespolitik. Mehrheit seit immer: bürgerlich-rechts.
      Somit ist dein Gejammer falsch adressiert. Schick an Gössi und Rösti deine Kritik.
      11 7 Melden
    • kurt3 18.10.2016 13:57
      Highlight d'Artagnan
      Du verstehst echt nicht ? Stimmt .
      7 5 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 14:01
      Highlight @d'artagan;
      Schreiben Sie gerne?
      Wieso nicht einmal einen Roman? Das würde besser passen als 600 Zeichen mit von Ihnen getroffenen Interpretationen die sie weder belegen noch begründen können.

      Versuchen Sie doch einmal Ihre nachfolgende Zeile zu begründen:
      "Einerseits tun sie alles, um genau Zersiedelung, Dichtestress, Verkehrsaufkommen, Wohnungsnot und verschlechterung der Anstellungsbedingungen zu fördern"
      Es genügt mir schon wenn sie einen Punkt begründen und unterlegen.
      Sonst wie gesagt lieber einen Roman schreiben oder ein Märchen für Kinder.
      8 6 Melden
    • Dovahkiin 18.10.2016 14:23
      Highlight Das sind die einfachsten ökonomischen Grundlagen. Je mehr Menschen, desto grösser der Wohnraumbedarf und desto mehr Verkehrsaufkommen. Je weniger Arbeitnehmer, desto grösser die Wertschätzung.

      Den Beleg dafür, dass die Bevölkerung der Schweiz (um z.T über 1% pro Jahr) zunimmt, finden Sie auf der BFS Seite.

      Ausserdem ist die Aussage, das die Schweizer Bevölkerung ohne Zuwanderung abnähme, ein Hauptargument der Linken für Zuwanderung. Also entsteht alles Wachstunm durch Zuwanderung.

      Logisch, dass ausländische Bauunternehmer, als Profiteure dieser Situation, dagegen Täubelen, gell FrancoL...
      4 7 Melden
    • Maragia 18.10.2016 15:00
      Highlight @FrancoL: Maximaler Abzug bei den Steuern für Pendler! Mehr Leute ziehen in die Stadt. Mehr Dichtestress (auch vorallem durch mehr Wohnungen in der City).
      2 4 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 15:06
      Highlight @d'artagan; Du hättest wohl doch eher einen Roman schreiben sollen oder bei den Märchen bleiben.
      Fangen wir hinten an:
      Es sind nicht die ausländischen Bauunternehmer die Profiteure sondern der einheimische Immobilienmarkt.
      Wachstum ergibt sich nicht nur aus Zuwanderung sondern aus zunehmenden Anforderungen die weitgehend unabhängig von der Zuwanderung sind.
      Je weniger Arbeitnehmer desto höher die Wertschätzung, dann bis Du wohl auch einverstanden, dass der Preis der Arbeit steigen wird und somit zu höheren Kosten führt. Wie willst Du das abfangen?
      Abnehmende Bevölkerung bedeutet Überalterung.
      6 5 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 15:19
      Highlight @Maragia; Und was soll Deine Feststellung?
      Was an Steuern gespart wird, wird erfahrungsgemäss für Mehrmiete eingesetzt.
      Seit Jahrzehnten ist die Rechnung die gleiche, darum zieht Deine Feststellung nicht.

      MECANO:

      Mögliche Einsparungen (gleich welcher Art)
      = höhere Mieten.

      Höhere Kosten rund um das Wohnen
      = tiefer Mieten.

      Dieses Prinzip beherrschen so ziemliche alle die etwas mit Immobilien zutun haben und dies beginnt leider schon bei den Grundstückpreisen die die grundlegende Treibkraft für hohe Mieten sind.
      4 5 Melden
    • Dovahkiin 18.10.2016 15:33
      Highlight Oh, hast du gar keinen ausländischen Pass? Und gar nicht ein oder zwei Unternehmen in der Baubranche?

      Wachstum ergibt sich aus "zunehmenden Anforderungen"? Das macht sogar für deine Kommentar-Mentalität und Quallität wenig Sinn. Du solltest nie Romane schreiben.

      Das Niveau würde ja erhalten bleiben, da nicht nur die Kosten stiegen, sondern auch endlich die Löhne wieder. Lediglich der Übermässige Gewinn und die Einkommensschere würde abgefangen...

      An der Überalterung ist deine Generation Schuld, aber es wäre tatsächlich zu überlegen, ob Ausländer über 50 wieder nach Hause gehen sollten...
      4 8 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 15:47
      Highlight @d'artagnan; Ich habe 2 Pässe und pflege meine Einnahmen im jeweiligen Land auch in den Markt zu geben.
      Ich habe 2 Unternehmen in der Baubranche, die weitgehend wenn immer Möglich sich am Binnenmarkt bedienen, also mache ich mehr als Mensch CH-UN die sich im Ausland bedienen um die Profite zu steigern.
      Ja es ist nun mal so dass der grosse Sprung beim den Wohnflächenbedarf durch die erhöhte Anforderung des Einzelnen Mieters entstanden sind. Auch wenn Du es nicht sehen magst. Wenn Löhne und Kosten steigen dann ist es ein NULLSPIEL und führt dazu dass CH-Produkte nicht mehr exportiert werden.
      4 4 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 16:22
      Highlight @d'artagnan: Kleiner Typ:
      A) Volkswirtschaftlich sollte sich ein Hochlohnland nicht in Richtung noch höhere Löhne bewegen sondern versuchen das Lohnniveau zu halten aber die pro Kopfausgaben zu senken und da wäre eben die Mietkosten die bei vielen ca 1/3 der Ausgaben ausmachen eine Ansatzpunkt um unter dem Strich auch für weniger Begüterte mehr zu ermöglichen.
      B) Die Bevölkerungsstruktur sollte nie abnehmend sein, denn Überalterung entsteht schon rein medizinisch und sollte nicht noch demographisch gefördert werden.
      4 4 Melden
    • Dovahkiin 18.10.2016 16:52
      Highlight Du beutest also unsere Ressourcen aus profitgründen aus, obwohl du ein eigenes Land dazu hättest.

      Du beanspruchst bei uns auch noch politische Beteiligung, anstatt dich um dein eigenes Land zu kümmern und lobbyierst aus egoistischen Profitgründen.

      Du verkörperst genau die kapitalistische, neoliberale Seite der Linken, die absolut asozial, antisozialistisch und im Grunde das Gegenteil von dem ist, was Links mal war und was du glaubst immer noch zu sein...

      Genau Leute wie du sind der Grund warum ich gegen jede Migration, Ausländer und Doppelbürger bin.

      Den doppelt ist vor allem die Moral.
      7 6 Melden
    • FrancoL 18.10.2016 17:35
      Highlight @d'artagan; Und schon liegst Du wieder falsch, der CH-Pass meine Ausbildung und eine schöne Summe an Steuern die ich hier bezahle berechtigen mich hier an meinem Heimmarkt zu beteiligen. Zudem mache ich auch noch etliches in Richtung Ausbildung von jungen Leuten, was nicht jeder aufweisen kann. Zudem bin ich vermutlich, dessen Familie 1878 eingereist ist länger in der Schweiz als etliche andere mit Migrationshintergrund.
      Über Deine Ansicht was ich verkörpere kannst Du dich ja gerne mit Deinesgleichen unterhalten, da dies jeglicher Logik entbehrt.
      Was Du unter Doppelmoral zählst ist Deine Sache
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    • Fabio74 18.10.2016 18:39
      Highlight In deiner einfach gestrickten Welt sind die Linken (ohne eine Mehrheit zu haben) und die Ausländer schuld.
      Ich bastle mir meine Welt wie sie mir gefällt...
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    • Dovahkiin 18.10.2016 18:57
      Highlight Was? Deine Familie ist vor über 100 Jahren immigriert und trotzdem bist du immer noch Ausländer? Integration und Assimilation scheint noch bedeutend länger zu dauern, wie ich dachte. Ja ich glaube bald Immigranten können wirklich nie richtig Schweizer werden. Oder wollen es halt wirklich gar nicht. Über hundert Jahre! Und der Ch-Pass und deine Berechtigung ist deinem Empfinden nach erkauft? Durch Steuern? Du zahlst Steuern, also nimmst du was du willst? Du bist wirklich ein gutes Beispiel was aus den Linken geworden ist... Und was Immigration wirklich bedeutet. Weit über hundert Jahre!
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Armut – 1,1 Millionen Menschen in der Schweiz sind gefährdet. Wer besonders betroffen ist

530'000 Menschen in der Schweiz sind arm. Digitalisierung und Industrie 4.0 könnten weitere Opfer fordern – einzelne Gruppen sind besonders gefährdet.

Armut in der Schweiz? Dem reichsten Land der Welt? Papperlapapp. Schliesslich leben wir in einem funktionierenden Sozialstaat. AHV, IV, Pensionskasse, Arbeitslosenversicherung, Ergänzungsleistungen, Sozialhilfe – alles da. Doppelt und dreifach abgesichert. Und Jobs gibt es ja auch genügend. Nur etwas mehr als 3 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos.

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