Schweiz

«Nachtwach»-Moderatorin Barbara Bürer hört verdutzt zu, wie ein Tabakindustrie-Angestellter von seiner Kundenakquise erzählt – im Berner Inselspital.  Bild: screenshot/srf

Tabak-Promoter prahlt auf SRF mit «Zigi»-Werbung im Berner Inselspital

In der SRF-Sendung «Nachtwach» prahlt ein Promoter der Tabakindustrie wie er mit seinem «Gerät», das keine Zigi aber auch keine E-Zigi sei, auf Kundenfang im Berner Inselspital gehe. Er hört sich an wie ein Community Activator für Philip Morris. Der Tabakriese will den Fall untersuchen. 

Publiziert: 24.11.16, 10:57 Aktualisiert: 24.11.16, 22:47

Dienstagabend ist «Nachtwach»-Zeit. In der von Barbara Bürer moderierten Sendung erzählen Menschen am Telefon zu verschiedenen Themen ihre Geschichten. Thema von dieser Woche: «Die letzten 24 Stunden». 

Am Dienstag ruft die verdutzte Bürer ein junger Mann an, der begeistert von seinem neuen Job erzählt. Er arbeite für einen Tabakkonzern und bringe für diesen ein neues Produkt auf den Markt, erklärt der Mann. «Heute haben wir uns das Inselspital vorgenommen und fuhren rauf ins Panorama-Restaurant.» Auf die Nachfrage Bürers wie «Tabak» und «Spital» denn zusammenpasse, wo doch da Leute liegen würden, die vielleicht sogar wegen des Rauchens krank seien, geht der junge Mann nicht ein. Dafür schildert er wie die Leute im Spital auf ihn und sein Tabak-Produkt reagierten: «Die Leute taten mir leid. Sie waren komplett überfordert und hatten Angst und Bedenken», sagt er.

Ein Kunde probiert eine Philip-Morris-Iqos-Zigarette in einem Store in Tokyo.  bild: toru hanai/reuters Bild: TORU HANAI/REUTERS

Der junge Mann ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Community Activator für Philip Morris' neue «Dampfzigarette» Iqos. Er müsse aufpassen mit Namen und so, erklärt er am TV, aber er biete eine Alternative zum Zigarettenrauchen an. Er habe so ein Gerät, das sei keine Zigarette aber auch keine E-Zigarette. Dieses könne er für sieben Tage ausleihen. Dafür habe er Zielvorgaben und wenn man die nicht erreiche, sei man kein Teamplayer, «dann bist du am falschen Ort», sagt er. Für diese Strategie erntete Philip Morris in einem watson-Artikel massive Kritik von Präventivfachleuten, Lungenliga und Bundesamt für Gesundheit.

Klar ist, der Mann handelte ohne Erlaubnis des Berner Inselspitals, wie Mediensprecherin Susanne Bandi bestätigt. «Niemand hatte Kenntnis von dem Vorhaben», sagt sie: «Es ist grundsätzlich nicht möglich für externe Firmen innerhalb des Spitalbetriebs Werbung für Produkte zu machen oder solche zu verkaufen. Es sei denn es geschieht im Rahmen einer Veranstaltung.» Aber auch dann seien solche Aktivitäten vertraglich geregelt, sagt Bandi.

«Wie passen Tabak und Spital zusammen?» – Ausschnitt der Sendung «Nachtwach»: 

Video: watson.ch

«Da wir keine Reklamationen hatten von Patienten und auch keine Meldungen von Seiten des Personals, ist es nicht zwingend, den Fall zu untersuchen», sagt Bandi weiter. «Wir werden aber Kontakt mit dem betreffenden Unternehmen aufnehmen.»

Philip Morris hat von der entsprechenden Sendung Kenntnis genommen. «Wir führen derzeit eine interne Untersuchung durch, um abzuklären, ob es sich hier um eine Person handelt, welche für die Kommerzialisierung von Iqos tätig ist sowie welche Aktivitäten und unter welchen Umständen genau stattfanden», erklärt Mediensprecherin Marija Sommer. «Solange der Sachverhalt nicht abgeklärt ist, können wir zum von Ihnen behaupteten Handeln nicht spekulieren.»

Grundsätzlich gelte: «Philip Morris macht keine Werbung für Tabakprodukte in Gesundheitseinrichtungen.»

Im Kanton Bern ist Werbung für Tabak und alkoholische Getränke auf öffentlichem Grund verboten.

Alles längst vergangen – So sahen Tabak-Werbungen früher aus: 

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57 Kommentare anzeigen
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  • DerTaran 25.11.2016 06:45
    Highlight Schock, er hat für Taback geworben und nicht für Hanf. Wie unglaublich dreist von ihm.
    Wenn gesunde Minderjährige fast täglich auf Watson lesen können, wie grossartig illegale Joints sind steht das natürlich in keinem Verhältniss dazu Erwachsene im Krankenhaus für legales Nikotin zu begeistern.
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  • nick11 24.11.2016 22:42
    Highlight Hab mehrfach versucht mit Dampfen von der Zigarette wegzukommen, nach ein paar Wochen immer wieder Rückfällig geworden. Dies insbesondere weil das Nikotin verzögert wirkt (ca. 5min.). Ich krieg es aktuell nicht auf die Reihe mit dem Rauchen aufzuhören. Daher ist iQOS die perfekte alternative für mich. Die Wirkung ist identisch zur normalen Zigarette, der Gestank um längen weniger schlimm und ganz sicher weniger schädlich. Ob 80%, 90% oder 50% ist mir egal. Der Preis ist identisch zu Zigaretten, verdienen tut derselbe Konzern. Also wieso nicht auf iQOS wechseln wenn Aufhören keine Option ist??!
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    • Süffu 24.11.2016 23:49
      Highlight Schade, dass es mit dem Dampfen nicht klappt und super, wenn eine gesündere Variante für dich funktioniert!
      5 1 Melden
    • saukaibli 25.11.2016 07:22
      Highlight Das ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig am Anfang, dass das Nikotin nicht so heftig reinknallt wie bei Tabak. Das ist ähnlich wie bei Kokain und Crack, Crack hat den gleichen Wirkstoff, knallt aber im Hirn noch krasser rein und macht deshalb viel süchtiger. Die zusätzlichen Stoffe wie MAO-Hemmer, die im Tabakrauch enthalten sind, verfehlen ihre Wirkung als Droge nicht. Darum macht reines Nikotin auch viel weniger süchtig als Tabak. Informiere dich vielleicht noch mehr über die Wirkung von Tabakrauch, vielleicht schaffst du es dann dein Suchtzentrum zu überlisten.
      2 1 Melden
    • R&B 25.11.2016 11:55
      Highlight @Nick11: Vor 4 Jahren habe ich zum dritten Mal aufgehört und hoffe, dass ich nie mehr rauchen werde. Bei mir waren nur die ersten 3 Tage hart, bis die körperliche Sucht vorbei war. Ich habe mich zu Hause eingeschlossen und viel Schokolade und Chips gegessen und Kaffee getrunken. Danach war ich suchtfrei und musste "nur" noch gegen die Gewohnheit ankämpfen. Nach insgesamt 2 Wochen war der Drang vorüber. Ich empfehle dir daher, lieber radikal aufzuhören und einen guten Moment zu planen. Feiere währen dem Entzug die positiven Effekte wie: kein gelber Finger, mehr Geruchsinn, weniger Atemnot etc.
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    • nick11 25.11.2016 16:23
      Highlight Hab vor 6 Jahren für 3 Jahre aufgehört. Weis auch nicht mehr wieso ich so dumm war wieder eine zu nehme....also keine einzige in keiner Situation, nie, sonst fängst du über kurz oder lange wieder an.
      Ich weis von daher gut wie man aufhört...alle weiteren versuche scheiterten trotzdem nach Tagen oder Wochen oder dieses Frühjahr 3 Monate....
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  • Süffu 24.11.2016 16:34
    Highlight Viel besser eine e-dampfe ist erst noch weniger schädlich als die iquos. Die Iquos schmeckt als würde man an einem Heuhalm nuckeln, kostet gleichviel wie Zigis, man stinkt danach trotzdem.

    Von 2 Pack Zigis von einem Tag auf den anderen Dampfer geworden. Kein schwieriger Umstieg, kostet viel weniger, kein Husten mehr (95% weniger schädlich als Zigaretten), kein stinken mehr, die Geschmaksnerven arbeiten wieder richtig, keine Gewichtszunahme, Nikotin reduzieren ohne es zu merken, kein Passivrauchen, .... die Liste kann noch lange ergänzt werden.
    Ich verdanke der E-Zigi sehr viel!
    24 3 Melden
    • ströfzgi 24.11.2016 19:39
      Highlight Bis Du dann irgend wann mal erfährst was wirklich so drin ist und was die Langzeitschäden sind. Aber hast schon Recht, schlimmer als bei der Zigi kanns eh nicht werden...
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    • Süffu 24.11.2016 21:09
      Highlight Es ist klar was da rauskommt und es ist messbar. Es sind keine neuen oder unbekannten Stoffe im Dampf - alles bekannt und gemessen. Es sind wenn überhaubt messbar einfach viel weniger als bei der Zigarette aber genau dasselbe. Klar gar nichts ist am besten aber das ist halt so die Dache mit diesen Süchten.. Durch solches Unwissen, Behauptungen und Meinungen von schlecht oder nicht informierten Menschen wird der Durchbruch einer Technik verlangsamt, die jährlich Millionen von Menschenleben retten oder verbessern könnte.

      9 2 Melden
    • Süffu 24.11.2016 22:38
      Highlight Absolut mein Ernst. Soll ich auch noch mit Artikeln um mich werfen? Wie zu jedem Thema findet man im Internet genau die Sachen die man sehen will.. deine google sammlung interessiert mich wenig.
      Wenn du das gerne machst kannst ja auch mal Artikel der Gegenseite googeln. Ich spreche aus Erfahrung, verkehre viel mit Dampfern, lese seit Jahren alle Artikel und beschäftige mich intensiv mit dem Thema.
      Ein Filmtipp: "A billion lives"
      5 1 Melden
    • Süffu 24.11.2016 22:42
      Highlight Hier der Trailer:
      4 0 Melden
    • saukaibli 25.11.2016 07:30
      Highlight @ströfzgi: Über die abstruse Seite "Zentrum der Gesundheit" gibts viele kritische Berichte, solche Links solltest du echt nicht posten wenn du für voll genommen werden solltest. Die berichten über angebliche Studien, die bewiesenermassennie durchgeführt wurden. Es gab in der grossen Presse dank der Pharmalobby einige negative Berichte, die allesamt widerlegt werden konnten. Immerhin beginnt sich das in den meisten Ländern endlich zu wenden, da die Lügen über ds Dampfen einfach nicht mehr haltbar sind.
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  • meine senf 24.11.2016 13:19
    Highlight Dort kann ja jeder anrufen und alles mögliche erzählen.

    In Deutschland ist es ja geradezu Volkssport, Domian zu veräppeln.
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  • Moelal 24.11.2016 13:13
    Highlight Am Ende ist er einfach ein Drogendealer, der für sein Geschäft möglichst viele Süchtige generieren will! Eine andere Motivation gibt es hier nicht.
    32 2 Melden
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  • dmark 24.11.2016 13:10
    Highlight Bevor ich mir so ein Teil ins Gesicht stecke, laufe ich lieber mit einem Baby-Schnuller herum.
    Das hat wenigstens was...
    33 1 Melden
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  • saukaibli 24.11.2016 12:55
    Highlight Ich hab mal an nem Stand so ne IQOS probiert, Mann sind die unbefriedigend. Da bleibe ich Tausend mal lieber bei meiner E-Zigarette, die gibt das viel bessere Gefühl weil der Dampf viel voller ist und ausserdem schmeckt sie auch noch extrem lecker mit dem richtigen Liquid. Ausserdem hat man da absolut keine Verbrennung oder Vergühung, es entstehen also noch weniger schädliche Stoffe als bei der IQOS. Und ausserdem kommt man mit der E-Zigi auch vom Nikotin weg weil man da reines Nikotin inhaliert, das eben nicht so süchtig macht wie wenn man Tabak konsumiert.
    21 14 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 13:58
      Highlight Geht mir genau andersrum :)
      6 5 Melden
    • Kastigator 24.11.2016 14:27
      Highlight Also ich habe mit den Liquids wesentlich grössere Nebenwirkungen als mit Iquos - belegte Stimme, Reizungen. Und die Belästigung für die Umstehenden ist ungleich höher - man wähnt sich an einer Dampflokdemo.
      6 9 Melden
    • saukaibli 24.11.2016 15:46
      Highlight @Kastigator: Dann hast du vermutlich stark PG-lastige Liquids verwendet, mit VG-lastigen sind die Reizungen viel weniger, der Dampf ist viel weicher. Die Belästigung der Umstehenden kann ich so nicht bestätigen, oder anders gesagt, die Umstehenden haben mir das Gegenteil bestätigt. Als Nichtraucher gibt es wohl wenig Ekligeres als Zigarettenrauch. Mir wurde hingegen schon oft gesagt, dass mein Dampf überraschend gut riecht, vor allem bei fruchtigen, aber auch bei Dessert-Liquids. Und vor allem stinke ich selber nicht mehr, wenn ich nach dem Rauchen zurück ins Büro komme.
      11 2 Melden
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  • Luca Brasi 24.11.2016 12:52
    Highlight Mich würde noch interessieren, ob dieser Anrufer wirklich ein Tabak Promoter ist. So dreist über Aktivitäten am Inselspital prahlen? Weiss nicht, was ich davon halten soll.
    36 1 Melden
    600
  • Joggelina 24.11.2016 12:44
    Highlight Ganz an komischa typ...
    17 0 Melden
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  • Joseph Dredd 24.11.2016 12:30
    Highlight Den jungen Mann (oder einen seiner 'Arbeitskollegen') habe ich letzthin in Bern bei einer solchen 'Produktepräsentation' beobachtet und mich gewundert, dass die Tabakriesen von den hübschen Mädels mit besloganten Umhängetaschen, Gratis-Dreierset-Zigarettenschächtelchen und Wettbewerbskarten aus meinen Ausgangszeiten nun zu Yuppietypen mit Modefrisur und Elektrodampftabakzerstäuber umgestiegen sind.
    26 1 Melden
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  • R&B 24.11.2016 12:26
    Highlight Wann wird der Verkauf von Tabak endlich verboten? 15% der Todesfälle werden durch Tabak verursacht.
    17 57 Melden
    • Bits_and_More 24.11.2016 13:13
      Highlight Weil Prohibition noch nie zielführend war und nur neues Leid verursacht?
      70 4 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 13:58
      Highlight Wann wird Alkohol endlich verboten? Oder autofahren? Oder Bergsteigen? Oder aus dem Haus gehen?
      Wenn es ein Problem für dich ist: Tu es nicht! Wenn jemand anderes es tut: So what? Wieso geht dich das etwas an?
      37 2 Melden
    • R&B 24.11.2016 14:45
      Highlight @Bits_and_More: Prohibition=Alkohol-Verbot? Ein Alkohol-Verbot finde ich falsch, weil die Mehrheit der Bevölkerung mit Alkohol massvoll umgehen kann und somit es für diese ein Genussmittel ohne schädliche Wirkung ist.
      Zigaretten machen schnell süchtig und töten 15% der Bevölkerung! Eine eindeutige Droge, die wegen der Lobby, aber so nicht eingestuft ist. Zigis gehören gleichgesetzt mit Drogen und müssen verboten werden. Klar wird ein Teil weiter rauchen, aber der Anteil der Todesfälle durch Tabak wird unter 1% fallen. Oder wollen Sie etwa gutheissen, dass derart viele Menschen daran sterben?
      6 41 Melden
    • R&B 24.11.2016 14:47
      Highlight ...ansonsten müsste man das Drogenverbot für Kokain, Heroin etc. aufheben. Dann können wir ja schauen, wie viel mehr Tote wir durch Drogen in der Schweiz haben werden.
      Ich bin mir sicher, dass Freunde von Ihnen rauchen. Stellen Sie sich darauf ein, dass die letzte Monate Ihrer Freunde von einem schrecklichen Krebs begleitet wird und diese elendiglich daran sterben.
      3 28 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2016 14:50
      Highlight R&B
      (Hört sich wie eine Zigarettenmarke an.)

      15% ? Na und?
      Ohne Tabak würden die einfach an irgend etwas anderem sterben - wie die anderen 85% auch.
      Die Kosten dürften sich nahezu gleich bleiben.

      Absolut kein Grund um Tabak zu verbieten.
      13 12 Melden
    • WolfCayne 24.11.2016 15:02
      Highlight Höchstens ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol (generell für Drogen) wäre sinnvoll, da diese vor allem Jugendliche beeinflussen. Und all die Tabak-Promoteure grad auch mitverbieten.
      19 2 Melden
    • R&B 24.11.2016 15:18
      Highlight @Rabbit: Ja klar. Was sind 15%, die 40-50 Jahre früher sterben?

      Dann sollte Mord auch straffrei sein. Denn die Ermordeten sterben ja irgendwann sonst auch und sowieso ist die Rate der Ermordeten unter 15%.

      Ja Sie sind schon ein Lustiger...
      4 27 Melden
    • R&B 24.11.2016 15:19
      Highlight @WolfCayne: Was ist mit den Rauchern? Soll man diese blind in den vorzeitigen Tod schicken?
      2 18 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 15:46
      Highlight @R&B: Rauchen ist Selbstgefährdung, also Eigenverantwortung. Dort wo man andere belästigt/"gefährdet" (z.B. Arbeitsplatz), kann man es verbieten, ansonsten soll jeder selbst entscheiden können.
      Ich bin selbst Raucher, kenne das Risiko und will mir nicht in jede Entscheidung reinreden lassen.

      Wo hört das sonst auf? Zucker verbieten, damit man nicht alle "blindlings" in den Diabetes schickt?

      Zum Mord-Vergleich oben: Mord=Fremdeinwirkung. Tabak (die Risiken sind bekannt)=eigene Entscheidung
      18 4 Melden
    • saukaibli 24.11.2016 15:52
      Highlight @R&B: Prohibition (lateinisch prohibere ‚verhindern‘) bezeichnet das Verbot bestimmter Drogen. Verbote bringen nichts, ausser dass ein Schwarzmarkt entsteht. Information wäre viel wichtiger. Ich selber habe auch erst ans aufhören gedacht, als ich mich mal richtig informiert habe, was Tabakrauch in meinem Körper und in meinem Gehirn anrichtet. Immerhin ist Tabakrauch schädlicher als Heroin oder Kokain, nur weiss das kaum einer. Alkohol ist übrigens auch schädlicher als die meisten illegalen Drogen.
      @WolfCayne: Einverstanden!
      12 1 Melden
    • Bits_and_More 24.11.2016 16:44
      Highlight An den folgen von Alkohol sterben in der Schweiz auch über Tausend Menschen (Quelle: http://www.nzz.ch/schweiz/1600-tote-jaehrlich-wegen-alkoholkonsums-1.18108926).
      Nach Ihrer Logik müsste dieser nun ja auch Verboten werden.
      Und ja, ich bin für die Legalisierung sämtlicher Drogen.
      16 2 Melden
    • Lord_ICO 24.11.2016 16:51
      Highlight @R&B
      Die Geschichte zeigt uns dass Verbote nur zum Schwarzmarkt und zu unkontrollierter und dadurch gefährlicherer Ware führen. Wer seine Drogen konsumieren möchte, kriegt diese auch trotz Verbot. Prävention ist hier das A&O.
      Hier würde ich mir endlich eine liberalere Drogenpolitik wünschen, würden wir Drogen legalisieren, entstünde ein kontrollierter Markt, was am Schluss den Konsumenten helfen würde, da wir das Risiko verunreinigter Ware minimieren.
      Vergiss bitte nie, jeder bestimmt selbst was er konsumieren möchte und kennt durch die Aufklärung in der Schweiz die Gefahren.
      6 2 Melden
    • R&B 24.11.2016 18:41
      Highlight All Ihre Liberalisierungsgedanken habe ich früher auch geteilt. Ich habe aber gesehen, wie schrecklich Krebs ist. Anscheinend finden Sie es in Ordnung, wenn 15% der Todesfälle pro Jahr durch Tabak geschieht. Das sind pro Jahr 9'500 Tote. 9/11 war schrecklich? Pro Jahr sterben 3x so viel in der Schweiz durch Tabak. Die Tabak-Industrie sind Massenmörder. Hört sich extrem an. Ist aber tatsächlich so. Ich habe früher geraucht und kenne den Unterschied zu Alkohol. Rauchen macht sehr schnell süchtig. Alkohol nicht. Darum diese Unterscheidung. Wer pro Jahr 9500 Tote in der Schweiz verantworten will?
      3 11 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2016 22:17
      Highlight R&B
      Angenommen es würden durch ein Verbot gar keine Todesfälle mehr durch Rauchen verursacht (was natürlich eine naive Wunschvorstellung ist, wie Ihnen ja schon erklärt wurde) würden die 15% eben durch andere Ursachen sterben, sonst ein Krebs, sogar Lungenkrebs, etc, nur eben etwas später. Was wäre damit gewonnen? Nichts.
      3 3 Melden
    • Lord_ICO 25.11.2016 00:04
      Highlight @R&B
      Sie scheinen einfach nicht verstehen zu wollen, dass sich durch ein Verbot nichts ändern würde. In der letzten Statistik zum Kokainkonsum, stellte man fest, dass in der Schweiz pro Tag durchschnittlich 22kg Koks konsumiert werden, trotz des Verbots.
      Wer etwas verbotenes konsumieren möchte, tut dies. Eine aufgeklärte Gesellschaft und aktive Prävention helfen viel mehr. Jeder der raucht, verantwortet die Gesundheitsrisiken für sich selbst. Helmut Schmidt, wurde fast 100 Jahre alt, obwohl er rauchte wie ein Schlot und er wusste dass es ungesund ist, trotzdem hörte er nicht auf
      2 1 Melden
    • R&B 25.11.2016 10:29
      Highlight Selbsrverantwortung: jeder, der wegen Tabak tödlichen Krebs hat, wäre bestimmt für ein Verbot, um den Bürger vor Gift zu schützen.
      2 3 Melden
    • R&B 25.11.2016 10:30
      Highlight Würde kokain legalisiert, würde der Konsum explosiv ansteigen. Also würde der Anteil Raucher von 30% auf unter 1% sinken.
      1 4 Melden
    • Lord_ICO 25.11.2016 13:22
      Highlight Das stimmt so einfach nicht, in einigen Staaten der USA wurde Canabis legalisiert und trotzdem ist der Konsum nicht explodiert. Ob ich Drogen zu mir nehmen will oder nicht, entscheidet nicht die Legalität, sondern die eigene Einstellung. Heute kriegt man Kokain genau so einfach wie ein Pack Zigaretten, wenn man will.
      Sie machen den Trugschluss zu glauben, dass ein Verbot der Gesellschaft hilft, jedoch hilft es nur den Dealern.
      Jeder Erwachsene der raucht, hat dies für sich selbst entschieden und muss die Konsequenzen tragen, er weiss ja auf was er sich einlässt. Bevormundung hilft da nicht.
      3 2 Melden
    • R&B 25.11.2016 14:52
      Highlight Ja, wenn man sein Weltbild verteidigen will, findet man immer Beweise, sofern man nicht genau hinschaut.
      Beenden wir die Diskussion. Ich habe keine Zeit und Lust, jedes Gegenargument seriös aufzuarbeiten und zu widerlegen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und hoffe, dass Sie erkennen werden, dass Tabak ein Gift, dass praktisch immer den Tod frühzeitig und qualvoll herbeiführt. Und falls Sie rauchen, damit aufhören können.
      2 1 Melden
    • Lord_ICO 25.11.2016 15:57
      Highlight 1. Rauche ich nicht, da mir die Folgen bewusst sind und ich nicht verstehe, wie man den beissenden Rauch als Genuss bezeichnen kann.
      2. Scheinen sie nicht verstehen zu wollen, dass Prohibition noch NIE die Lösung war.
      3. Glaube ich an die Eigenverantwortung eines jeden mündigen Bürgers und an liberale Werte.
      Wünsche ihnen auch ein schönes Wochenende, zumindest hier kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner 😉
      2 1 Melden
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  • elco 24.11.2016 12:08
    Highlight Ja die Tabaklobby mit Ihren pothässlichen Iqos...
    Grundsätzlich ist es weniger schädlich den Tabak zu verdampfen anstatt ihn zu verbrennen, soweit so gut. Weitaus unschädlicher allerdings sind die E-Zigis, zudem sind diese zum Glück (noch nicht) von der Tabaklobby vereinnahmt. Diesen Zug haben sie verpasst.
    50 4 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 13:56
      Highlight Gibt es Studien dazu? Z.B. den Vergleich zwischen normalen Zigis, E-Zigis und Iqos-ähnlichen Dingen? Nimmt mich wunder.
      Bisher kenne ich nur den Vergleich Zigis-Iqos (die Studie ist allerdings von Philipp Morris...^^).
      Oder woher kommt das "grundsätzlich weniger schädlich"?
      8 2 Melden
    • Kastigator 24.11.2016 14:29
      Highlight Es gibt schlicht keine Studien zur Langzeitschädlichkeit von E-Zigi vs. Iquos. Ich vertrage Iquos besser und substituiere damit etwa ein Drittel meines Konsums. Allerdings sind die Dingse viel zu teuer. Warten wir auf Generika - und vor allem auf den Kiff-Einsatz dafür.
      6 6 Melden
    • saukaibli 24.11.2016 16:01
      Highlight @Kastigator: Das ist schlicht eine Lüge und das weisst du auch. Es gibt mitlerweise viele Studien zur Schädlichkeit der E-Zigaretten, nicht einfach so würde Public Health England die E-Zigarette als Rauchstopphilfe empfehlen. Man kann Langzeitwirkungen an Zellen ziemlich gut simulieren und diese Studien haben kaum schädliche Wirkungen gezeigt. Sogar das BAG hat sich mitlerweile auf den Standpunkt gestellt, dass E-Zigaretten 95% weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Und eine unverschämte Abzocke wie die IQOS sind E-Zigaretten auch nicht.
      13 1 Melden
    • elco 24.11.2016 16:11
      Highlight Die Studie von Philipp Morris besagt bei den Iquos (was für ein Name...) 80% weniger Schadstoffe. Unabhängige Studien für die E-Zigi besagen 99 Komma ungrad % weniger Schadstoffe. Das ist Stand der Forschung, heute.
      8 1 Melden
    • elco 24.11.2016 16:27
      Highlight Wer sich unvoreingenommen informieren will: http://blog.rursus.de/faktenbasierte-ausarbeitung/

      Unter Download abrufbar
      4 0 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 16:28
      Highlight Danke elco! Hast du einen Link zu diesen 99%?
      1 0 Melden
    • saukaibli 24.11.2016 16:43
      Highlight Für die, die sich mal einige Studien zu E-Zigaretten zu Gemüte führen wollen, hier ein Link: http://liquid-news.com/e-zigaretten/gesundheit/
      Und bevor jetzt wieder alle kommen mit "Uh, Lobbyseite" usw., die Originalstudien sind jeweils verlinkt. Wer sie widerlegen kann, kann das ja schreiben, aber bitte nicht das billige Lobby-Gebrüll. Oder man kann sich mal den Dokufilm "Beyond the Cloud" auf Youtube anschauen, da kommen viele Meinungen zu Wort.
      6 2 Melden
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  • Tubel500 24.11.2016 11:36
    Highlight Persönlich finde ich die negative Berichterstattung rund um Iqos etwas schade (mal abgesehen von der Vermarktung, die in diesem und ähnlichen Artikeln diskutiert wird. Die geht gar nicht!).
    Studien deuten darauf hin, dass das Prinzip des Verdampfens MASSIV weniger schädlich ist als reguläres rauchen, da die meisten schädlichen Stoffe beim Verbrennen des Tabaks entstehen (Chemie und so..).
    Das Marketing sollte sich jedoch ausschliesslich auf erwachsene Raucher und keinesfalls auf Nichtraucher oder gar Minderjährige ausrichten, das sollte klar sein.

    Und nein, ich arbeite nicht für die.
    43 19 Melden
    • maltheser 24.11.2016 12:24
      Highlight Das selbe wie Werbung in Paris für den IS zu machen
      5 18 Melden
    • saukaibli 24.11.2016 13:00
      Highlight Vielleicht hat die Pharma-Industrie halt nicht so Freude an diesem Produkt oder an allen anderen Produkten, welche weniger Folgekrankheiten (Krebs, Herzleiden, Diabetes...) produzieren als die klassiche Tabakzigarette. Immerhin gehen Big Pharma Milliarden durch die Lappen wenn weniger Menschen krank werden. Die E-Zigaretten-Heresteller können ein Lied davon singen, denn die haben neben der Pharma- auch noch die Tabaklobby gegen sich.
      12 4 Melden
    • Tubel500 24.11.2016 13:54
      Highlight Da geb ich dir recht, saukaibli. Allerdings ist ein Spital nun wirklich nicht der richtige Ort, Pharma-Industrie hin oder her..
      3 1 Melden
    • Fairness_3 24.11.2016 20:06
      Highlight @maltheser: Sie verharmlosen hier Terrorismus auf schrecklichr Art und Weise!
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«Irgendwann geht die Sonne unter»: Schweizer KMU kämpfen ums Überleben

Der Schweizer Wirtschaft geht es gut – auf den ersten Blick. In Wirklichkeit leiden viele KMU im Industriebereich massiv unter Frankenstärke und Preisdruck. Ein Kleinunternehmer schildert seinen Überlebenskampf.

In den Schweizer Firmen ist die Zeit der Jahresgespräche angebrochen. Häufig werden die Arbeitgeber von ihren Beschäftigten mit der Bitte oder Forderung nach einem höheren Lohn konfrontiert. Josef Madlener kennt diese Situation, er weiss auch, was er erwidern muss: «Ich würde noch so gerne mehr zahlen, aber es geht einfach nicht.»

Er ist damit nicht allein. Seine Haltung reflektiert die Situation vieler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche (MEM). Ihre …

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