Schweiz

Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen die Falcon Bank eröffnet.  Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Korruption bei der Falcon Bank? Bundesanwaltschaft eröffnet Strafverfahren 

12.10.16, 12:39 12.10.16, 13:14

Der Druck auf die Falcon Bank wird noch grösser: Nun hat auch die Bundesanwaltschaft (BA) ein Strafverfahren eröffnet. Im Kern geht es um Mängel in der internen Organisation der Bank, welche möglicherweise Geldwäscherei und Korruption ermöglichten.

Die BA vermutet Mängel in der Organisation, wie sie in der Mitteilung vom Mittwoch mitteilte. Das eröffnete Strafverfahren steht im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) sowie die Monetary Authority of Singapur (Singapurer Zentralbank) MAS haben bereits am Vortag mitgeteilt, dass die Falcon Private Bank wegen ihrer Verstrickungen in Geldwäscherei und den Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB nicht ungeschoren davonkommt. Unter anderem muss die Bank Gewinne zurückerstatten und ihre Filiale in Singapur schliessen.

Im vergangenen Mai hat die BA bereits auf die Tessiner Privatbank BSI ein Verfahren eröffnet. Die Bank habe schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen verstossen. Zudem war die Rede von einem «ungenügenden Risikomanagement» und einem «Versagen der internen Kontrollsysteme». Das Verfahren ist ebenfalls aufgrund des Entscheids der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma eröffnet worden. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Der Präsident des Irans kontert Trumps Kritik – und zwar so richtig

Golden-Boy-Kandidaten: Das sind die 25 grössten Talente unter 21 Jahren

Liam Gallagher erklärt uns, warum er seinen Tee jetzt selber machen muss (HAHAHA)

13 nützliche Tipps zu iOS 11, die du als Apple-User nicht verpassen solltest

8 Gründe, warum das neue «Super Mario»-Game ein Hit wird – und ein Grund dagegen

Früher war nicht alles besser, aber Fotos von nackten Frauen mit Skeletten schon

Hört, hört! Melania Trump kämpft für Anstand und Moral – und das Netz lacht sich kaputt

Diplomaten-Sprache? Vergiss es! – Die 3 wichtigsten Erkenntnisse nach Trumps UNO-Rede

Ein Tessiner und «Papierli-Schweizer»: Warum Ignazio Cassis die richtige Wahl ist

10 Situationen, die du nur verstehst, wenn du als Verkäufer im Detailhandel arbeitest

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • dä dingsbums 12.10.2016 12:52
    Highlight Korruption und Geldwäsche bei einer Bank? In der Schweiz?

    Wer hätte das gedacht....
    2 0 Melden
    600

Zürcher Migrationsamt hat entschieden: Inhaftierte Baskin Nekane Txapartegi nun doch frei

Frei, nicht frei – und nun doch auf freiem Fuss. Die Baskin Nekane Txapartegi ist nach 17 Monaten in einem Schweizer Gefängnis freigelassen worden. Vor dem definitiven Entscheid sorgten die Behörden für einige Verwirrung.

Der «Fall Nekane» beschäftigt die Schweiz seit anderthalb Jahren. So lange sass die baskische Frau – bis 1999 Gemeinderätin in ihrem Heimatdorf für die baskische Partei Herri Batasuna – bereits in einem Zürcher Gefängnis.

Am Freitag kam nun Bewegung in die vertrackte Justizaffäre. Die Schweiz hob die Auslieferungshaft auf. Spanien hatte zuvor seinen Auslieferungsantrag zurückgezogen, weil ein Gericht auf Antrag der Anwälte der Baskin die gegen sie verhängte Strafe offiziell für verjährt …

Artikel lesen