Schweiz

Der Schweizer Stromkonzern Axpo schreibt für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust von 990 Millionen Franken.
Bild: KEYSTONE

Fast eine Milliarde Verlust: Stromkonzern Axpo rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

18.12.15, 07:23 18.12.15, 08:00

Die Milliarden-Abschreiber haben den Stromkonzern Axpo nochmals tiefer in die roten Zahlen gedrückt: Im vergangenen Geschäftsjahr bleibt unter dem Strich ein Verlust von fast einer Milliarde Franken.

Nebst Wertberichtigungen auf den Kraftwerken und bei den Energiebezugsverträgen machten Axpo die tiefen Grosshandelspreise für Strom sowie der tiefe Euro-Kurs zu schaffen.

Der Verlust hat sich im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr darum von 730 Millionen Franken auf 990 Millionen Franken ausgeweitet. Der Betriebsverlust (Ebit) beträgt 929 Millionen Franken, nach einem Minus von 838 Millionen Franken im Vorjahr, wie Axpo am Freitag mitteilte. Diese tiefroten Zahlen sind allerdings keine Überraschung. Axpo hatte die Abschreiber bereits früher kommuniziert und einen Verlust in Aussicht gestellt.

Dennoch betont der Konzern in der Mitteilung vom Freitag seine guten Leistungen, denn ohne die Sondereffekte wie Wechselkursveränderungen und tiefe Stromgrosshandelspreise habe sich der Betriebsgewinn normalisiert. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 18.12.2015 10:04
    Highlight Eine weitere Folge der kopflosen deutschen Energiepolitik.
    10 3 Melden
    • Matthias Studer 18.12.2015 11:23
      Highlight Wenigstens jemand anderes ist schuld? Bequem? Gell?
      Jahrelang haben sie Millionen an die Aktionäre ausgeschüttet. Jetzt kommt die Rechnung dafür.
      2 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.12.2015 11:45
      Highlight @Matthias: Du solltest Dich vielleicht mal darüber informieren, weshalb die Strompreise so tief sind, dass die umweltfreundliche Wasserkraft nicht mehr rentiert. bevor Du hier ohne Sachkenntnis austeilst.
      6 3 Melden
    • Matthias Studer 18.12.2015 14:22
      Highlight Doch doch, aber das Problem ist nicht nur Braunkohle. Die Schweiz hat es verpasst die Wasserkraftwerke zu modernisieren. Da sind Generatoren in Betrieb, die schon lange gegen effizientere hätten ersetzt werden können.
      0 5 Melden
    • Lumpirr01 21.12.2015 16:26
      Highlight @Lieber Matthias Studer: Mit Deiner Aussage kann sich wohl kaum jemand identifizieren, der über etwas Sachkenntnis verfügt oder im Wikipedia recherchiert hätte. Als Beispiel nenne ich dir das Kraftwerk Laufenburg, welches anno 1996 die dritte Generation Maschinen eingebaut hat. Oder das Kraftwerk Rheinfelden, welches vor 3 Jahren komplett neu aufgestellt wurde. Bitte benenne konkret einige Beispiele, wo nach Deiner Meinung veraltete Maschinen in Betrieb sein sollen!!!
      3 0 Melden
    • Matthias Studer 21.12.2015 17:03
      Highlight Einige wurden Teilsaniert. Teilweise würde sogar alle Aggregate ersetzt, aber wir haben noch viel Kapazität.
      0 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 18.12.2015 09:36
    Highlight Ich habe lange in der Strombranche gearbeitet und weiss, dass sehr viel verschalfen wurde in der Vergangenheit. Jetzt kommen die Rechungen und das wir so bleiben. Leider sind die AXPO wie auch die defizitäre ALPIQ betreiber der schweizerischen AKWs. Diese Konzerne werden alles tun um die Kosten so tief wie möglich zu halten.
    10 0 Melden
  • Skianto 18.12.2015 09:29
    Highlight Wie uns die Stromkonzerne zum Narren halten: http://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Strom-Lucke-VSE-BFE/&g=ad
    5 6 Melden
    • Lumpirr01 18.12.2015 10:39
      Highlight Dieser ultralinke Infosperper verschweigt einige wichtige Tatsachen, unter anderem den Umstand, dass wir kaum Regen hatten und dass die Solarenergie punktuell viel zu viel und dann wieder nichts liefert. Zudem stehen die zu 100% umweltfreundlichen Wasserkraftwerke in Konkurrenz zu dem massiv subventionierten Deutschen Kohlenstrom! Unter korrekter Umsetzung der Energiestrategie stelle ich mir etwas anderes vor, Frau Bundesrätin Leuthard..........
      7 3 Melden
    • Skianto 21.12.2015 15:05
      Highlight Links / rechts ist das teile und herrsche Spiel. Divide et impera.

      Das ist ja genau was sie wollen. Uns gegeneinander ausspielen.
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  • Concertino 18.12.2015 08:57
    Highlight Bei der NZZ steht ebenso wortgleich: "Betont der Konzern seine guten Leistungen....der Betriebsgewinn habe sich normalisiert.". wir wissen lediglich von Verlusten von fast einer Milliarde in den Jahren 2014 und 2015. also ein negativer Betriebsgewinn, der sich normalisiert hat? was ist daran eine gute Leistung? interessant wie mit Worten die Realität verzerrt wird. Das sollte man nicht 1:1 von der Presseagentur übernehmen!
    8 0 Melden
  • herschweizer 18.12.2015 08:14
    Highlight jaja die lieben Rückstellungen...
    7 5 Melden
  • Muesli 18.12.2015 08:11
    Highlight Ich arbeite selbst in der Branche... Der Strompreis fällt seit Jahren! Das nicht zu berücksichtigen kann keines Wegs als gute Leistung dargestellt werden.
    10 2 Melden

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