Schweiz

Lukas Gähwiler, Chef von UBS Schweiz.
Bild: KEYSTONE

Nach sieben Jahren fliesst wieder Steuergeld: UBS zahlt 500 Millionen Franken im nächsten Jahr

13.12.15, 03:47 13.12.15, 10:18

Sieben Jahre nach der Finanzkrise und ihrer Rettung durch den Bund zahlt die UBS wieder Steuern. «Wenn sich unsere Pläne verwirklichen, dann werden wir 2016 auf Bundes-, Kantons-, und Gemeindeebene gegen eine halbe Milliarde Franken Steuern zahlen», sagt Lukas Gähwiler, Chef von UBS Schweiz, im Interview mit dem «SonntagsBlick».

«Für das laufende Jahr wird es ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich sein.» Grund dafür ist die Ausgliederung des Schweizer Geschäfts aus dem UBS-Konzern im vergangenen Juni.

Die UBS Switzerland AG sei profitabel und zahle deshalb von Anfang an Steuern, sagt Gähwiler: «2015 haben wir in der Schweiz in den ersten drei Quartalen das ­beste Ergebnis der letzten fünf Jahre erzielt. Wir haben ein Drittel mehr Neukunden als im Vorjahr.»

Gähwiler strebt in Zukunft weiteres Wachstum an. Dies sei notwendig, um das heutige Filialnetz zu erhalten: «Wenn wir die Geschäftsstellen langfristig erfolgreich betreiben wollen, müssen wir in den nächsten zehn Jahren die Kundenbasis um 50 Prozent steigern.» Er sei überzeugt, dass die UBS ihren Marktanteil in der Schweiz noch deutlich steigern könne. (dwi)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Yolo 13.12.2015 09:01
    Highlight Wow, und man konnte über die Jahren locker Bussen in Mia-Höhen bezahlen, aber keine Steuern?
    3 0 Melden
    • Oberon 13.12.2015 11:56
      Highlight Die Boni hast du vergessen.
      1 0 Melden
    600

Die Schweiz ist reich und gleich – sagt Avenir Suisse. Wirklich?

Die wirtschaftsnahe Denkfabrik hat eine neue Einkommensstudie veröffentlicht. Schön. Leider steht darin nichts über die Vermögensverteilung. Unschön.

Vor rund zwei Jahren hat der französische Ökonom Thomas Piketty mit seinem Bestseller «Das Kapital im 21. Jahrhundert» die Welt aufgerüttelt, indem er empirisch nachwies, dass die Ungleichheit weltweit beinahe wieder das Ausmass der feudalen Gesellschaften vor dem Ersten Weltkrieg erreicht hat.

Vor rund einem Jahr hat der amerikanische Ökonom mit serbischen Wurzeln, Branko Milanovic, seine legendäre Elefanten-Grafik veröffentlicht, die plakativ vor Augen führt, wie dramatisch die Einkommen …

Artikel lesen