Schweiz

Initianten von links bis rechts sagen der Hochpreis-Insel Schweiz den Kampf an

Publiziert: 20.09.16, 09:39

Eine breite politische Allianz sagt der Hochpreisinsel Schweiz den Kampf an. Um gegen überhöhte Preise von Importprodukten vorzugehen, hat sie am Dienstag die «Fair-Preis-Initiative» lanciert. Damit sollen schädliche Auswirkungen von Kartellen verhindert werden.

Der Bund soll dafür sorgen, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen Waren von ausländischen Anbietern diskriminierungsfrei beschaffen können, wie es im Initiativtext heisst. Gleichzeitig sollen Wettbewerbsbeschränkungen verhindert werden, die auf einseitiges Verhalten von marktmächtigen Unternehmen zurückzuführen sind.

Von SP bis SVP

Im Initiativkomitee sitzen Politiker aus allen politischen Lagern. Dazu zählen SP-Ständerätin Anita Fetz (BS), CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (TI), SVP-Ständerat Hannes Germann (SH) und alt FDP-Ständerat Hans Altherr (AR). Dabei ist auch der frühere Preisüberwacher Rudolf Strahm. 

Ins Visier nehmen die Initianten aber auch «relativ marktmächtige» Firmen. Das sind Unternehmen, die den Markt zwar nicht gerade dominieren, zu welchen es für einen oder mehrere Abnehmer aber kaum eine Alternative gibt.

Frist bis 20. März 2018

Die Bundeskanzlei hat den Text der Initiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise (Fair-Preis-Initiative)» vorgeprüft und am Dienstag im Bundesblatt publiziert. Damit können die Initianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Die Frist läuft bis zum 20. März 2018.

Hinter dem Volksbegehren stehen die Stiftung für Konsumentenschutz, Gastrosuisse und der Wirtschaftsverband Swissmechanic, der 1400 KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche vereint. (sda/whr)

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11 Kommentare anzeigen
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600
  • Shabina 20.09.2016 16:23
    Highlight Nur so als Info:
    Ich als private Person kann im Detailhandel in D ein Deo (Oder sonst was) günstiger einkaufen als der CH-Detailhändler, der hohe Stückzahlen beim Hersteller bestellt.
    Und: Wieso kann ein CH-Produkt in D günstiger sein als in der CH? und nicht einfach ein Paar Rappen wegen günstiger Ladenmiete/Lohnkosten usw.?
    3 1 Melden
    • Menel 20.09.2016 17:10
      Highlight ...siehe Zeitschriften und Zeitungen...
      1 1 Melden
    600
  • Fabio74 20.09.2016 11:22
    Highlight Warum muss man dies über eine Initiative lösen? Warum.machen die Räte nichts das was ihre Arbeit ist und schaffen die Gesetze dazu mit einem anständigem Kartellgesetz?
    Wir müssen nicht alles in der Verfassumg regeln.
    29 2 Melden
    600
  • ratson 20.09.2016 11:10
    Highlight wo kann ich unterschreiben?
    13 4 Melden
    600
  • Ürsu 20.09.2016 11:07
    Highlight Und alle Befürworter akzeptieren dann auch die tieferen Löhne, die sich daraus ergeben? Ist meiner Meinung nach sehr kurz gedacht.
    8 30 Melden
    • Special K 20.09.2016 12:41
      Highlight Es geht hier in erster Linie um überteuerte Importware. Der Preisunterschied kommt weniger von den höheren Lohnkosten in der Schweiz als von den Preisvorgaben der Hersteller. Diese verhindern auch günstige Parallelimporte.
      28 1 Melden
    • Z&Z 20.09.2016 13:01
      Highlight Sehe ich auch so @Special K. Die Lohnkosten mögen in der Schweiz vergleichsweise leicht höher sein (man berücksichtige höhere Arbeitszeit, weniger Ferien, Steuern, Krankenkasse etc. nicht im Lohn abgezogen usw usw), aber das Hauptproblem sind die teuren Importe. Es kann ja nicht sein, dass ein Ausländischer Hersteller eine Firma in der Schweiz gründet und seine Produkte direkt an diese CH-Firma verkauft, welche wiederum an andere CH-Firmen weiterverkauft. Und die anderen CH-Firmen dürfen nicht direkt beim Ausländischen Hersteller einkaufen. Muss man nicht fragen, wo die Marge steckt.
      15 1 Melden
    600
  • Rhabarber 20.09.2016 10:38
    Highlight Online dito. Das hat mir kürzlich ein Freund als Beispiel gezeigt.

    Herrenpulover im gleichen Shop. Einmal mit .ch und einmal mit .de

    de
    http://www.bonprix.de/produkt/pullover-regular-fit-dunkelblau-922690/#image

    ch
    http://www.bonprix.ch/produkt/pullover-regular-fit-dunkelblau-922690/#image

    de = 24.99 Euro = ergibt beim heutigen Wert = 27.32 sFr
    ch = 49.95 sFr

    Es ist also das exakt gleiche Produkt vom gleichen Laden in der Schweiz 22.63 sFr teurer.

    Das ist fast der doppelte Preis.
    Und sowas soll nahezu Standard sein.
    44 2 Melden
    • Z&Z 20.09.2016 13:05
      Highlight Unglaublich, findet man immer öfters. Bei meinem Lohn sagte ich mir immer, kann ich es mir leisten, in der Schweiz einzukaufen. Die heimische Wirtschaft muss ja auch gefördert werden. Mache ich auch jetzt eigentlich meistens, zumindest den regulären Wocheneinkauf. Ich wohne an der Grenze zu Österreich und meine Freundin ist zur Hälfte Österreicherin, deshalb hat sie einen Bezug dahin. Von daher habe ich inzwischen auch kein schlechtes Gewissen mehr, von Zeit zu Zeit mal etwas günstiger einzukaufen. Vor Allem, wenn ich wieder sowas sehe.
      14 1 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 20.09.2016 10:06
    Highlight Super Sache. Die Kunst der Initiave wird sein den WählerInnen klar zu machen, dass die meisten hohen Preise der Schweiz nicht primär auf den hohen Standortkosten beruhen sondern hauptsächlich durch überrissene Margen der Hersteller und Importeue verursacht werden.
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