Schweiz

Abzocker-Initiative hat nichts gebracht: Schweizer Firmenchefs verdienen in Europa am meisten 

Publiziert: 20.09.16, 14:23

Die Löhne der Chefs von Schweizer Grosskonzernen sind die höchsten in Europa. Im Mittel (Median) erhielten die Chefs der sieben untersuchten Schweizer Multis, die in den Eurotop-100-Unternehmen enthalten sind, im vergangenen Jahr 8.77 Millionen Euro.

Das ist ein Anstieg von fast 15 Prozent gegenüber 2014, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Deutschland auf Platz Vier

Hinter den Schweizern zahlten spanische Grosskonzerne am meisten (7.18 Millionen Euro). Darauf folgen die Briten mit 6.78 Millionen Euro vor den Deutschen, die im Median 5 Millionen Euro kassieren.

Spitzenverdiener ist Rakesh Kapoor vom britischen Konsumgüterriesen Reckitt Benckiser mit 20.85 Millionen Euro, vor seinem Kollegen vom weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) mit 13.8 Millionen Euro.

Ermotti auf Platz drei

Auf Platz drei liegt UBS-Konzernchef Sergio Ermotti mit 13.11 Millionen Euro knapp vor dem Ölgiganten BP (12.86 Millionen). Die UBS hatte 2015 das beste Ergebnis seit fünf Jahren vorgelegt. Der Basler Pharmakonzern Roche hat mit 10.65 Millionen den Lokalrivalen Novartis (10.6 Millionen) überholt und ist auf Platz 5 geklettert.

Auf Platz drei liegt UBS-Konzernchef Sergio Ermotti mit 13.11 Millionen Euro. Bild: KEYSTONE

Die Direktvergütung (ohne Altersversorgung und Nebenleistung) aller Bosse der 74 untersuchten grössten Unternehmen Europas nahm lediglich um 6 Prozent auf 5.77 Millionen Euro im Median zu. Im Median verdient die Hälfte der Konzernchefs mehr, die andere Hälfte weniger als den Medianwert.

Eurotop 100 wird neu berechnet

Die gute Entwicklung in mehreren Unternehmen habe zu höheren Boni geführt, erklärte Willis-Towers-Watson-Kadermann Olaf Lang. Zudem habe es Erhöhungen bei den Grundsalären und bei den langfristigen Anreizkomponenten gegeben.

Überdies habe sich die Zusammensetzung in den Eurotop 100 verändert, was sich auf den Median der Gesamtvergütungen ausgewirkt habe. Denn es wurden nur Konzernchefs berücksichtigt, die im ganzen Jahr 2015 im Amt waren. So ist beispielsweise die Credit Suisse wegen des Wechsels an der Spitze von Brady Dougan zu Tidjane Thiam nicht im Vergleich enthalten.

Abzockerinitiative ohne Einfluss

In der Schweiz habe die nach der Abzockerinitiative erlassene Verordnung gegen übermässige Vergütungen (VegüV) zwar die Mitbestimmung der Aktionäre bei den Salären der Teppichetage deutlich gestärkt, aber bisher keinen Einfluss auf die Höhe der Saläre gehabt, sagte Lang der Nachrichtenagentur SDA. Die Verordnung beinhalte keine Regel, welche die Höhe der Vergütungen beeinflussen würde.

Dies könnte sich mit der Aktionärsrechte-Richtlinie der EU ändern, die aber frühestens Mitte nächsten Jahres erwartet werde. Diese Richtlinie dürfte auch Auswirkungen auf die Schweiz haben, sagte Lang. (whr/sda)

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75 Kommentare anzeigen
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600
  • dergraf 22.09.2016 18:08
    Highlight Das moderne Raubrittertum wird von der bürgerlichen Mehrheit in Bern gestützt!
    --> Deshalb am Sonntag JA zur AHVplus!
    1 1 Melden
    600
  • Spooky 20.09.2016 22:36
    Highlight Diesen schamlosen Chefs zuerst eins an die Ohren und dann den Hintern versohlen - so wie man das früher bei den frechen Gofen gemacht hat!
    14 0 Melden
    600
  • ThomasG 20.09.2016 17:28
    Highlight Abzockerinitiative nicht verfassungskonform umgesetzt. Hallo SVP? Hallo Herr Minder? Wo blebt die Durchsetzungsinitiative?
    36 15 Melden
    • Gantii 20.09.2016 22:13
      Highlight du hasg einfach die abzockerinitiative nie verstanden/gelesen.

      da hiess es ganz klar die aktionäre müssen an der gv der vergütung zustimmen. lol und das machen diese auch fleissig
      18 0 Melden
    • Asmodeus 20.09.2016 22:42
      Highlight Die Abzockerinitiative war von Anfang an nur ein Papiertiger.

      Die Aktionäre sind ja der Grund dafür, dass in Firmen nur noch Profit und Rendite gilt und nicht mehr der Mitarbeiter.
      10 1 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 00:10
      Highlight @Asmodeus: Richtig. Aber dafür hätte man den Initiativtext lesen und vor allem verstehen müssen, statt sich auf Parteiparolen zu verlassen...
      11 0 Melden
    • Asmodeus 21.09.2016 11:43
      Highlight Seit wann verstehen schweizer Wähler was sie da abstimmen?
      4 2 Melden
    • Spooky 24.09.2016 03:09
      Highlight Die Schlauen sind den Ehrlichen immer überlegen.
      2 0 Melden
    600
  • Lowend 20.09.2016 17:13
    Highlight Wenn man den Medianlohn unserer Spitzenmanager als Stundenlohn berechnet, wobei ich mal von 44 Stunden und 52 Arbeitswochen ausging, beträgt er trotzdem immer noch CHF 3833.- pro Stunde, was fast einem Monatslohn im Handel und Gewerbe entspricht.
    In meinen Augen ist dass ein Wahnsinn!
    57 6 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 17:56
      Highlight Ein Wahnsinn? Eine Tatsache ;-(
      25 4 Melden
    • lapos 20.09.2016 20:49
      Highlight Also die meisten manager arbeiten ganz sicher nicht nur 44-52 stunden pro woche ^^ unglaublich was für ein blödsinn hier verzapft wird.
      11 29 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 21:39
      Highlight @lapos; Wo würden Sie den die Arbeitszeit ansetzen? Vielleicht sind ja Manager auch nur Menschen und haben auch bei höheren Präsenzzeiten nur eine bedingt höhere produktive Arbeitszeit. Auch die 52 Arbeitswochen finde ich zudem kaum realistisch denn auch bei wenigen Ferien ergeben sich kaum mehr als 48 bis 49 Arbeitswochen. Aber das spielt ja keine Rolle; ob nun 3000 oder 3800 CHF pro Stunde es handelt sich immer um einen sattenBetrag.
      17 1 Melden
    600
  • dracului 20.09.2016 16:56
    Highlight Mindestens folgende 5 Dinge passieren nie in unserem Land:
    1. Die SBB senkt die Billettpreise
    2. Telecom-Anbieter reduzieren Roaming-Kosten
    3. Die Billag/SRF lässt Mitsprache zu
    5. Der Bund hat die notwendigen digitalen Kompetenzen für einen Nachrichtendienst.
    5. ... und Manager verzichten auf das Abzocken!
    45 7 Melden
    • Damien 20.09.2016 17:29
      Highlight Unkonventionelle Weise der Aufzählung, aber die Punkte erscheinen durchaus plausibel.
      23 3 Melden
    • bastardo 20.09.2016 22:21
      Highlight gut kombiniert, watson!
      3 0 Melden
    600
  • Disclaimer 20.09.2016 16:48
    Highlight Zahlen UBS und CS eigentlich schon wieder Steuern oder fliesst immer noch alles direkt in die Bonis? Bin da nicht mehr so up to date.
    43 2 Melden
    600
  • SwissGTO 20.09.2016 16:29
    Highlight Warum schreibt ihr nicht "die Topmanager verdienen nur noch die Hälfte wie vor 5Jahren?"
    15 26 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 18:59
      Highlight Weil es im Durchschnitt nicht stimmt! oder haben Sie da Zahlen um dies zu unterlegen?
      7 3 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 20:07
      Highlight Nimmt man ZB die Gehälter der 28 Dax kotierten Unternehmen so hat der Verdienst der CEOs in den letzten 5 Jahren nicht abgenommen sondern zugenommen! Möglich dass einzelne CEOs weniger verdienen, aber den stehen andere gegenüber die klar mehr verdienen. Also scheint zumindest bei den DAX kotierten Unternehmen Ihre Aussage völlig falsch.
      8 3 Melden
    • MarZ 20.09.2016 21:01
      Highlight Was hat der Deutsche Aktien Index mit schweizer Managern zu tun?
      5 6 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 21:44
      Highlight @MarZ; ich denke dass die Verdienstentwicklung gerade bei diesen Lohnsummen durchaus nicht an der Grenze halt machen und somit das nahe und ähnliche Deutschland mit seiner Entwicklung in den letzten Jahren auch für die Schweiz die Entwicklung aufzeigen kann.
      Aber Sie haben es einfach: posten Sie doch einige Zahlen die meine Annahme widerlegen oder posten Sie gerne um einige unbelegte Zeilen zu schreiben?
      5 2 Melden
    600
  • saukaibli 20.09.2016 16:22
    Highlight Früher hiess es immer "aber die müssen ja so viel Verantwortung tragen und haben deshalb so hohe Löhne verdient". Heute wissen wir, dass sie keinerlei Verantwortung tragen müssen. Macht das Unternehmen Verluste kommt der Steuerzahler dafür auf und der Manager bekommt noch eine fette Abfindung (auch vom Steuerzahler). Es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, weshalb man so hohe Gehälter zahlen sollte, ein guter Manager ist nicht geldgeil, sondern möchte in einem Untrnehmen etwas bewirken und es langfristig verbessern.
    55 6 Melden
    • CASSIO 20.09.2016 16:51
      Highlight Saukaibli, nicht Sachen vermischen. Welcher Manager hat vom Steuerzahler Abfindung kassiert?
      7 31 Melden
    600
  • EvilBetty 20.09.2016 16:10
    Highlight Viel interessanter wäre, was von den Damen und Herren an Steuern bezahlt wird 😉
    40 2 Melden
    • Hercules Rockefeller 20.09.2016 17:16
      Highlight Wahrscheinlich mehr als alle kommentarschreiber zusammen in 5 Jahren (inkl. Steueroptimierungen).
      21 16 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 19:14
      Highlight @Hercules Rockefeller: Interessant wäre zu wissen welchen totalen Prozentsatz an Steuern diese Spitzenverdiener abliefern. Und wetten wir dass es unter den Kommentarschreibern einige hat die in Prozenten gerechnet nicht viel weniger Prozente bezahlen als diese Herren mit den Steueroptimierungen und deren nicht valutierbaren Aktien-Paketen und Dividendenausschüttungen abliefern!
      14 3 Melden
    • Redly 21.09.2016 07:02
      Highlight @Francol: Seit wann kann man mit Prozenten etwas finanzieren? Interessant ist nur was absolut beigetragen wird.
      0 6 Melden
    • FrancoL 21.09.2016 08:31
      Highlight @Redly; Für Vergleiche sind Prozente durchaus eine Masseinheit die das Vergleichen sinnvoll gestalten. Die Steuern sind ja nicht eine absolute Zahl sondern auch in Prozenten gestaltet, aber jeder kann es halten wie er will. Deine Sicht ist etwas einfach aber auch das ist zulässig.
      3 0 Melden
    600
  • Bijouxly 20.09.2016 16:01
    Highlight Seid doch froh, das zieht auch die besseren an.
    6 48 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 17:59
      Highlight Wer sind die besseren?
      16 1 Melden
    600
  • CrzyShroom 20.09.2016 14:58
    Highlight Es ist logisch, dass die Löhne in der Schweiz höher sind, da die Schweiz auch höhere Preise hat.
    Falls die Löhne gesenkt würden, gäbe es eine Deflation und man würde Gefahr laufen in eine sogenannte Deflations-Spirale zu geraten.
    Ein Vergleich der Löhne mit eingerechneter Kaufkraft würde mehr Sinn machen.
    12 64 Melden
    • Raembe 20.09.2016 15:15
      Highlight Ich gebe dir volkommen recht, was den Normalverbraucher angeht. Aber hier ist die Argumentation fehl am Platz. 13.11 Millionen sind auch hier zuviel. Die CEO s würden auch mit der Hälfte ihres Verdiensts, immernoch extrem gut Leben.
      65 2 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 15:41
      Highlight Löhne und Deflation hängen nur in einer gesamten Volkswirtschaft zusammen... Kaufkraftbereinigt bezieht sich auf Konsumgüter. Hier spielt es keine Rolle ob du 8 oder 15 Mio verdienst. Du kaufst dir die Güter sowieso und Luxusgüter haben grundsätzlich einen globalen Preis...
      Gestern erster Tag an der Uni oder was? ;)
      40 2 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 15:54
      Highlight Und übrigens würde nicht eine Lohnsenkung zu einer Deflation führen, sondern nur umgekehrt (das auch nur theoretisch, real oder empirisch so noch nie beobachtbar gewesen!).
      Dies aufgrund der Flexibilität der Preise...
      15 1 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 15:56
      Highlight Oh ja bei durchschnittlich 8 Mio ist die Kaufkraft genau zu berechnen und wieso auch nicht einen speziellen Warenkorb kreieren um diese Lohnsummen im richtigen Licht stehen zu lassen. Und ja es ist entscheidend ob diese Summen um das x-fach oder y-fach zu hoch sind. Vielleicht könnte man sich einigen, dass sie einfach "etwas" zu hoch sind.
      Und die Deflation wird durch das verringern der Löhne der Spitzenmanager angeheizt? Versuche es doch noch einmal nachdem Du die Deflation im Lexikon oder Net nachgeschlagen hast, dann klappt es wohl besser.
      17 0 Melden
    600
  • banda69 20.09.2016 14:47
    Highlight Die SVP und ihren rechtsbürgerlichen Kollegen haben das Volk einmal mehr hemmungslos über den Tisch gezogen.

    68 20 Melden
    • atomschlaf 20.09.2016 14:54
      Highlight Da wurde niemand über den Tisch gezogen, jedenfalls nicht von der SVP.
      (Oder war die SVP etwa für die Initiative?)

      Wer sich damals die Mühe nahm, den Initiativtext zu lesen, dem wurde rasch klar, dass es um eine Stärkung der Aktionärsrechte ging und dass die Management-Honorare nur sinken würden, wenn das Aktionariat dies auch will.

      Reichlich naiv zu glauben, mit der Initiative würden die Bezüge auf breiter Front sinken.
      55 6 Melden
    • stef2014 20.09.2016 15:04
      Highlight Da gebe ich dir Recht atomschlaf. Du übersiehst aber auch, dass die SVP den liberalen Markt stützt und stärkt und damit auch solche Lohnexzesse mind. in Kauf genommen, wenn nicht sogar gutgeheissen werden.
      35 6 Melden
    • Stipps 20.09.2016 15:14
      Highlight banda69: Christof war eben gerade gegen den erhöhten Einfluss der Aktionäre aus liberaler Gesinnung ... fail.
      8 24 Melden
    • Der Zahnarzt 20.09.2016 15:19
      Highlight @Stipps: Christof und liberale Gesinnung…ich lach mich tot.
      30 5 Melden
    • banda69 20.09.2016 15:35
      Highlight @atomschlaf - Die SVP hat alles unternommen, dass das Gesetz wirkungslos ist und nennt sich "Partei des Volkes". Verlogener gehts nicht.
      30 7 Melden
    • Stipps 20.09.2016 17:02
      Highlight @Zahni: interpretierst wohl "liberal" zu sozialistisch - Kolelge banda69 bestätigt jedoch populistisch, dass die SVP dagegen war .. sweet
      5 8 Melden
    • banda69 20.09.2016 17:11
      Highlight @stipps - Na ja. In gewohnter SVP-Manier verdrehst du die Worte.
      10 3 Melden
    • Stipps 20.09.2016 17:14
      Highlight :-D was die SVP nicht alles kann ... god mode
      4 11 Melden
    • Der Zahnarzt 20.09.2016 17:29
      Highlight @Stipps: Wie immer ein paternalistischer, rechthaberischer und besserwisserischer Kommentar. - SVP Mitglied?
      7 2 Melden
    • Stipps 20.09.2016 17:51
      Highlight @Zahni: Paternalistisch finde ich spannend - danke ;-) Nein nein, kein Mitglied ... Freigeist. Halte es nicht so mit dem Parteienschublädli als Eidgenosse ... obwohl links generell jeweils schon die Bodenhaftung fehlt, trotz sehr gutem Mr Nordmann. Würde alle nach Hause schicken, bis auf Nordmann, Balthasar, Pfister, Gössi, Roger ;-)
      3 8 Melden
    • Soufaa 20.09.2016 19:04
      Highlight Ui Eidgenosse, da hat jemand den Familienstammbaum 800 Jahre studiertm
      8 1 Melden
    600
  • JJ17 20.09.2016 14:39
    Highlight Ihr vergleicht echt die Löhne der CEOs der Schweiz mit denen aus Spanien, Deutschland, etc.?
    Dann bin ich als normalverdienender Arbeitnehmer auch ein Abzocker, nur weil ich mehr verdiene als meine Berufskollegen aus Deutschland?
    Wirklich ein dummer Vergleich watson!
    19 65 Melden
    • Rhabarber 20.09.2016 14:56
      Highlight Um es mit deinen eigenen Worten zu sagen:
      Wirklich ein dummer Kommentar, JJ17.

      In diesen Bereichen kämpfen nicht mehr Familien oder Einzelpersonen um ihr Überleben. Da geht's nicht mehr darum, ob man am Ende des Monats noch das Geld für ein Brot hat. Dein Kommentar zeugt von mangelndem Realitätssinn.
      48 10 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 15:45
      Highlight Sehr wohl kann man Top-CEO's global vergleichen. Man muss sogar. Das ist schliesslich eine globale und hichflexible Elite. Würde in Schweiz im Schnitt 150% weniger bezahlt als im Ausland, dann würden diese Herren wohl woanders arbeiten... Was ich nicht übrigens nicht schlecht finde!
      24 0 Melden
    • Der Zahnarzt 20.09.2016 15:59
      Highlight @Big ol'Joe: Ich verstehe an ihrem Kommentar folgendes nicht:
      a) Welche Argumente können Sie anführen, um Herr Ermotti oder Herr Blankfein als Elite zu bezeichnen? (Natürlich können Sie auch Grübel und Ospel als Beispiel nehmen.)
      b) Wie kann man 150% weniger verdienen. 150% von was? Von 100%?
      11 6 Melden
    • stef2014 20.09.2016 16:52
      Highlight a)Wie anders nennt man denn diese Top-Manager? Ist jetzt auch nicht meine persönliche Elite, aber im allgemeinen Sprachgebrauch trifft es die Bezeichnung schon.

      b) Musst umgekehrt rechnen, also ein Lohn im Ausland, der um 150% höher ist als in der Schweiz.
      7 0 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 17:04
      Highlight z.B. 5 mio Franken sind 150% weniger als 12.5 mio...

      Schauen sie Elite auf Wikipedia nach und wenn etwas noch nicht klar ist, können sie gerne fragen.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elite


      7 5 Melden
    • Der Zahnarzt 20.09.2016 20:53
      Highlight @Big ol'joe: Danke für den Hinweis auf die Wikipedia.

      Ich finde den Begriff Elite trotzdem unpassend.

      Diese Leute würde ich eher als Manager bezeichnen, Leute also, die ein Unternehmen führen, dass ihnen nicht gehört. Oft ein Unternehmen, dessen Eigentümerschaft täglich fluktuiert bei Börsennotierung. Meist haben diese Leute Jus oder Ökonomie studiert, zwei Fächer, die vor allem mittelmässige Geister anzieht, da kognitiv weniger anspruchsvoll als Mathematik oder Physik. Aus psychologischer Sicht weisen diese Leute oft Merkmale von Psychopathen auf.

      Im Ganzen also keine Elite.
      3 3 Melden
    • MarZ 20.09.2016 21:07
      Highlight 150% weniger würde bedeuten, dass sie 50% ihres ursprünglichen Lohnes draufzahlen würden ;D
      2 1 Melden
    • Big ol'joe 20.09.2016 23:23
      Highlight An den Zahnarzt:
      Wenn Sie den Wikipediaeitrag gelesen haben, sollten Sie nun die Wirtschaftselite als eine einflussreiche Elite erkennen. Da können Sie noch so viel Mathe und Physik studieren, solange Sie mit Ihrer Weisheit im stillen Kämerli sitzen, wird Sie auch niemand wahrnehme. Als CEO einer Novartis mit ca. 130'000 Mitarbeiter und einem Milliardenumsatz haben Sie sehr wohl hohen wirtschaftlichen Einfluss und gehören somit zu einer wirtschaftlichen Elite. Verwechseln Sie Weisheit oder auch Wissen nicht mit Elite...
      4 2 Melden
    600
  • huerlio 20.09.2016 14:36
    Highlight Also eigentlich war ja ohnehin klar, dass die Abzockerinitiative resp. deren Umsetzung keinen direkten Einfluss auf die Löhne haben würde. Denn diese stärkte lediglich die Aktionärsrechte, aber offensichtlich haben die Aktionäre, also die Eigentümer der Unternehmen, kein Interesse an geringeren Löhnen für das Management. Und eigentlich ist es ja schon in Ordnung, wenn der Eigentümer eines Unternehmes selbst die Löhne bestimmen kann. Die Frage ist in diesem Fall auch keine rechtliche sondern eine moralische...
    39 2 Melden
    • stef2014 20.09.2016 14:56
      Highlight Teilweise richtig huerlio. Die Moral hat aber dort ihre Grenzen, wenn staatliche Mittel involviert sind, wie es z.B. bei der UBS der Fall war. Das müsste mal recherchiert werden wie es damals um die Löhne und Boni stand...

      Oder wenn Milliardenumsätze gemacht und Millionengagen bezahlt werden, auf geringste Kursverluste aber sofort Massenentlassungen folgen, frage ich mich schon, ob man das nur mit einer fraglichen Moral begründen kann. Vor allem, wenn die Gagen und Boni ungehindert weiter fliessen. Denn das geht jedem einzelnen Steuerzahler ans Geld, nicht nur dem Eigentümer.
      16 5 Melden
    • huerlio 20.09.2016 15:21
      Highlight Ist ja nicht so, dass in bei diesen Beispielen irgendein Gesetz gebrochen wurde. Aus meiner Warte sind die Fragen, die von dir aufgeworfen werden alle moralischer und/oder politischer Natur.
      Wenn man es nicht richtig findet, dass Boni bezahlt werden, wenn gleichzeitig Leute entlassen werden, dann kann man das per Gesetz verbieten oder irgendwie regeln. Aber Stand heute ist das erlaubt.
      4 1 Melden
    • stef2014 20.09.2016 15:48
      Highlight Von Gesetzeswidrigkeiten habe ich nichts erwähnt. Dafür sorgen die Banken ja regelmässig selbst ;)
      4 0 Melden
    600
  • bibabo223 20.09.2016 14:34
    Highlight fairerweise sollte aufs generell hohe Lohnniveau in der Schweiz hingewiesen werden. Während der Manager in der Schweiz ca. 50 % mehr verdient als in Deutschland, sind es bei der Putzfrau über 100 %.
    20 28 Melden
    • trio 20.09.2016 14:58
      Highlight Sorry, aber bei solchen Spitzensaläre spielt das keine Rolle mehr. Eine Putzfrau verdient vielleicht doppelt so viel in der Schweiz, ende Monat hat sie trotzdem nicht mehr auf der Seite. Während Ermotti es nicht mal merken würde, wenn hier alles doppelt so teuer wäre.
      Für mich sind solche Vergütungen nicht erklärbar und sind nichts anderes als Diebstahl.
      41 6 Melden
    • Cerulean 20.09.2016 14:58
      Highlight Bei der Putzfrau sprechen wir bei 100% von 1500.-, beim Manager von 2'500'000.-. Ersteres lässt sich durch die höheren Lebenskosten rechtfertigen.
      23 2 Melden
    • banda69 20.09.2016 15:40
      Highlight @bibabo223 - Ja sehr fair. So fair wie die Löhne. Glauben Sie eigentlich alles, was Ihnen die SVP und Ihre Kumpanen auftischen?
      16 3 Melden
    • lapos 20.09.2016 15:43
      Highlight Na und? Was hindert dich 2.5 millionen zu verdienen? Ach ja... dann ist nichts mehr mit 8.5 arbeitsstunden... immer motzen typisch!
      2 23 Melden
    • FrancoL 20.09.2016 16:00
      Highlight @Lapos; Verwunderlich dass Dein Post freigegeben wurde, denn Sinn freier geht es wohl kaum.
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    • lapos 20.09.2016 16:32
      Highlight Warum? Ich sage wie es ist. Wen es dein wunsch wäre wie sau geld zu verdienen könntest du es. Aber hier leben nur neider und das mein lieber ist FAKT
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    • bibabo223 20.09.2016 16:47
      Highlight @Banda69: In meinem Kommentar bezeichne ich diese Löhne an keiner Stelle als fair, sondern kritisiere einzig die Methodik des direkten europäischen Vergleichs. Darüber dass diese Löhne moralisch verwerflich sind, herrscht bei uns wohl Einigkeit.
      Ich bitte Sie, meinen Kommentar nochmals zu lesen und ein wenig differenzierter zu verstehen, bevor sie mich als SVP Anhänger verschmähen. Eine solche persönliche Beleidigung möchte ich nicht einfach hinnehmen.
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    • FrancoL 20.09.2016 17:23
      Highlight @lapos; der Kommentar wird nicht besser. Das Verdienen ist kein Wunschkonzert! Ausser man lebe ausserhalb der Realität. Und beim Anprangern von überrissenen Managerlöhnen ist Neid eher zweitrangig. Nicht jeder der einen Lohn als überrissen taxiert ist ein Neider, Du machst es dIr mehr als nur einfach.
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    • banda69 20.09.2016 17:23
      Highlight @bibao - Sorry, aber Ihr "fairerweise" kam mir nach der gewohnten Entschuldigung für die Abzocker-Klientel der SVP vor.

      Früher warens SVP-Abzocker-Phrasen wie "Verantwortung und Risiko tragen", dann gings hinüber zu "Neid"...und in Ihrem Post der Vergleich mit dem Ausland. Alles ohne wenn und aber inakzeptable Argumente.
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    • bibabo223 20.09.2016 17:56
      Highlight Der ganze Artikel basiert auf dem Vergleich zum Ausland, welcher ich ein schlechtes Argument gegen die Abzockerlöhne finde. Vor allem da es eigentlich genügend andere überzeugende Argumente geben würden.
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    • Lukas Küng 20.09.2016 20:16
      Highlight @lapos dh. Wenn man in der Landwirtschaft als Erntehelfer z.B eine 60h Woche arbeitet, wären so 1 Million pro Jahr angemessen? Ich meine, es ist ja keine gemütliche 40h-Woche sondern 6 Tage à 10h....???
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    • lapos 20.09.2016 20:43
      Highlight @Francol....

      Doch ist neid. Es zwingt niemand jemanden für 3000 franken pro monat arbeiten zu gehen. Wenn es ein intensiver wunsch ist 3 millionen pro jahr zu verdienen oder auch mehr, ist es möglich. Jedoch opfert man so ziemlich seine ganze freizeit. Ich brauchs nicht du offenbar auch nicht also warum das gebashe gegen leute die von mir aus 100 mal mehr verdienen als du oder ich? hast du vernünftige argumente?
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    • FrancoL 20.09.2016 21:49
      Highlight @lapos; Weil Du und ich und viele andere diese Löhne finassieren und zudem bei diesen hohen Gagen zB in der Pharma Deine und auch meine KK steigt. Also so ganz unwichtig ist es nicht was die Damen und Herren leisten und schon gar nicht was sie verdienen. Mir wären diese Gehälter auch relativ gleich, wenn sie zB in der Luxusbranche verdient werden, weil ich auf Luxus bestens verzichten kann, aber bei der Pharma werde ich nicht neidisch aber sicherlich hellhörig. Ähnlich könnte mein Argument auch bei den Banken ausfallen, wenn diese ja für uns relevant sind.
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    • trio 20.09.2016 22:05
      Highlight @lapos dein Argument ist ziemlich lächerlich. Es ist eben nicht möglich das alle 3 Millionen verdienen, nur weil es wenige Einzelfälle gibt heisst das nicht pauschal, es ist möglich. Da kann man genauso gut Lotto spielen. Ausserdem gibt es andere Gründe um nicht soviel Geld zu verdienen. Für mich ist klar, für das Geld muss jemand arbeiten und für mich ist das schlicht gestohlen. Ein hoher Lohn ist jedem gegönnt, der viel Verantwortung übernimmt (das tun sie jedoch beschränkt), aber diese hier veröffentlichte Saläre sind einfach nur noch unanständig und verachtungswürdig.
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Bundesrat gibt zu: Das Bedingungslose Grundeinkommen kostet 25, nicht 153 Milliarden Franken

Am Freitag hat der Bundesrat neue Dokumente zur Abstimmung über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ins Internet gestellt. Sie zeigen: Drei Monate vor der Abstimmung nimmt er das Anliegen endlich ernst.

Bisher wurde das BGE von der offiziellen Schweizer Politik als Treppenwitz abgetan. Ein Traum von romantischen Träumern sei das, und ohnehin sei es viel zu teuer, hiess es allgemein. Der Bundesrat empfiehlt denn auch, die Initiative abzulehnen. Er hat bisher in seiner Begründung aufgeführt, die Bundeskasse müsste für ein BGE 153 Milliarden Franken zusätzlich aufwenden. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder Erwachsene 2500 Franken im Monat erhält und jedes Kind 625 Franken.

In der am Freitag …

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