Schweiz

Gerichtsurteil stärkt Sika im Übernahmekampf mit Saint-Gobain

Publiziert: 28.10.16, 20:00 Aktualisiert: 29.10.16, 14:00

Der Baustoffkonzern Sika hat einen wichtigen Etappensieg im Übernahmekampf durch die französische Saint-Gobain errungen. Das Kantonsgericht Zug hat am Freitag die Anfechtungsklage der Schenker-Winkler Holding (SWH) gegen die Beschlüsse der GV 2015 abgewiesen.

Ein erster Erfolg für Sika-Verwaltungsratspräsident Paul Johann Hälg (links) und CEO Jan Jenisch. Bild: EPA/KEYSTONE

Alle drei Klagepunkte seien abgewiesen worden, sagte ein Sika-Sprecher am Freitagabend. Bei der Klage ging es in erster Linie um die Stimmrechtsbeschränkung (Vinkulierung) der Schenker-Winkler Holding (SWH) auf 5 Prozent aller Namenaktien an der Generalversammlung 2015.

Diese war nach Ansicht des Gerichts rechtmässig. Im Urteil heisst es, dass der Verwaltungsrat über grosses Ermessen bei der Ablehnung eines Erwerbers von über 5 Prozent der Sika-Namenaktien verfüge.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die unterlegene Partei kann innert 30 Tagen Berufung beim Obergericht einlegen. (sda)

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  • #TeamVoigt 29.10.2016 21:12
    Highlight Sowas lausiges gibts auch nur in der Schweiz. Darf ein Eigentümer nicht verkaufen, was ihm gehört.

    Die Erben haben nichts Verbotenes getan. Mag nicht fair sein, dass sie den anderen Aktionären nicht auch ein Angebot gemacht haben, aber so läufts im Geschäftsleben.

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    • tobey 30.10.2016 09:38
      Highlight Verkaufen dürfen sie sehrwohl, aber die Stimmrechtsbeschränkungsklausel ist ja auch nicht einfach so in den Statuten. Selber schuld würde ich sagen.
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    • #TeamVoigt 30.10.2016 18:26
      Highlight Grundsätzlich schon. Würde jetzt aber als Erbe die Aktien trotzdem verkaufen. Halt einfach mehr als bei Gobain verlangen. Oder aber an möglichst viele von einander unabhängigen Firmen oder Fonds. Richtig splitten, mit dem Ziel möglichst viel abzusahnen. Und Sika kann dann die Puzzleteile sammeln gehen.
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    • demokrit 31.10.2016 08:19
      Highlight Es war nicht die Absicht des Vaters und den Erben war dies ja selber bewusst, warum Sie die Aktien auch nicht regulär verkauften, sondern via Buebetrickli über die Schenker-Winkler Holding übertragen wollten. Der Clou ist ja gerade, dass Gobain viel mehr bezahlte als der Markt.
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  • MaxHeiri 29.10.2016 01:11
    Highlight freut mich für Sika! Wer will schon einem wirtschaftlich untergehenden Landesunternehmen angehören
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