Schweiz

Die Furcht der ETH und der Uni vor einem Affentheater vor der Haustüre

Universität und ETH Zürich kritisieren, dass die Behörden Proteste gegen Affenversuche bewilligt hat. Mehr Toleranz für die Aktivisten kommt von unerwarteter Seite.

30.08.17, 06:40

Andreas Maurer und Pascal Ritter 

Die Universität Zürich und die ETH wollen sich am Wochenende von ihrer besten Seite präsentieren. Die Hochschulen laden die Bevölkerung von Freitag bis Sonntag zu den Wissenschaftstagen Scientifica ein. Einige Höhepunkte aus dem Programm: Globi führt mit Kindern Physik-Experimente durch. Junge Forscher messen sich im Science-Slam. Ein Professor referiert zum Thema «Was mein Handy über meine Gesundheit weiss».

Die Schweizer Liga gegen Tierversuche LSCV steuert einen weiteren Programmpunkt bei, wenn auch unaufgefordert. Am Samstagnachmittag organisiert sie eine Demonstration gegen Laborversuche mit lebenden Affen an der Uni und der ETH. Die Polizei hat die Aktion bewilligt. Nach einem Protestmarsch dürfen sich die Aktivisten vor den Haupteingängen von ETH und Uni je eine Viertelstunde lang versammeln, Reden halten und Parolen rufen.

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Richard Wolff (Alternative Liste) hat das Demonstrationsgesuch genehmigt, ohne ETH und Uni um eine Stellungnahme anzufragen. Als die Hochschulen von der Bewilligung erfuhren, intervenierten sie beim Stadtrat. Erfolglos.

So könnte der Protest in Zürich aussehen: Tierschützer protestieren in Affenkostümen. Hier bei der Übergabe einer Petition in Bern im Jahr 2008.  Bild: KEYSTONE

Melanie Nyfeler, Sprecherin der Universität Zürich, sagt auf Anfrage, ETH und Uni würden die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit anerkennen. Aber: «Die beiden Hochschulen haben Bedenken, dass die Demonstration und die Scientifica zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfinden, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben.» Es würden viele Familien mit Kindern erwartet. Diese sollen sich «unbeschwert» mit Wissenschaft beschäftigen können. Die Veranstalter treffen Vorkehrungen: Private Sicherheitsdienste sollen dafür sorgen, dass die Veranstaltungen der Uni und der ETH nicht gestört werden.

Die Tierschützer wären bereit gewesen, den Protest an einem anderen Datum durchzuführen. Bei der Terminwahl hätten sie nicht einmal gewusst, dass dann die Wissenschaftstage stattfinden, beteuern sie. Am Alternativtermin wäre der Demonstrationszug jedoch einer anderen Veranstaltung in der Stadt in die Quere gekommen. Deshalb wählte die Polizei das Datum von diesem Wochenende und verursachte somit die Kollision der beiden Anlässe. Die Veranstalter hätten schon mehrere Demonstrationen durchgeführt, bei denen es zu keinen Problemen gekommen sei, heisst es beim Sicherheitsdepartement. Die Polizei werde stets präsent sein und falls nötig konsequent einschreiten.

Tierschutzverein pro Demonstranten

Das Affentheater in Zürich zeigt: Die Tierschützer sorgen für Verunsicherung. Dies liegt auch an der Unübersichtlichkeit der Szene. Sie ist zersplittert und reicht vom Tierschutzverein, der eine Schildkrötenauffangstation betreibt, bis zu radikalen Aktivisten. Die Schildkrötenpfleger werden am Samstag nicht zu sehen sein. Der Dachverband der Tierschutzvereine STS stellt sich auf Anfrage allerdings «ganz klar hinter die Forderungen der Demonstranten». Selber gehe man aber eher nicht mit Plakaten auf die Strasse.

Die Tierversuchs-Gegner des LSCV sind radikal. Vizepräsident Benjamin Frei mag nicht zwischen Mensch und Tier unterscheiden: «Menschen sind Säugetiere. Wir fordern für alle Tiere die gleichen Rechte.» Zerstritten hat sich der LSCV mit dem ebenfalls radikalen Verein gegen Tierfabriken (VgT). Die Organisationen bekämpfen sich bis vor Gericht. Kürzlich wurde Frei in erster Instanz verurteilt, weil er auf Facebook einen Beitrag mit einem «Like» unterstützte, der den VgT-Präsidenten Erwin Kessler mit «brauner Scheisse» in Verbindung gebracht hatte. Dabei ist es gar nicht so lange her, da sah man Mitglieder der beiden Organisationen auf den gleichen Demonstrationen. In den letzten Jahren wurde der VgT zunehmend isoliert.

Nächster Protest in Basel geplant

Zum Verhängnis wurde Erwin Kessler seine Kritik am Schächten, die er mit dem Fingerspitzengefühl eines Boxers vorbringt. Dass Kessler früher einmal Mitglied bei der Nationalen Aktion war, dient seinen Kritikern als Beweis für eine rechte Gesinnung. Heute sei er ausserhalb des Tierschutzes nicht mehr politisch aktiv, sagt Kessler auf Anfrage. Er führt die Anfeindungen durch Organisationen wie den LSCV auf den wachsenden Einfluss von linksradikalen Tierschützern zurück.

Tatsächlich sind in den letzten Jahren Gruppierungen entstanden, welche ihre Kritik an Massentierhaltung mit einer Kritik am Kapitalismus verbinden und sich auch antirassistisch betätigen. An Demonstrationen schwenken sie grüne Flaggen mit der Aufschrift «Antispeziesistische Aktion», die sich an den Fahnen der Antifaschistischen Aktion anlehnen. Sie setzen sich dafür ein, dass nicht mehr zwischen den Spezies Mensch und Tier unterschieden und Letztere diskriminiert werde.

Egal wie die Wissenschaftstage am Samstag verlaufen, die Tierrechtler planen bereits den nächsten Protest. Am 18. November wollen sie in Basel gegen die Fachmesse für Fleischwirtschaft und Lebensmittelproduktion demonstrieren. Die Veranstalter erfuhren erst durch die Anfrage dieser Zeitung von den Plänen. Im Unterschied zu ETH und Uni bleiben sie gelassen. «Wir gehen davon aus, dass die Demo friedlich verläuft. Die Meinungsäusserungsfreiheit respektieren wir selbstverständlich», heisst es beim Fleisch-Fachverband.

Die ETH wurde in der Vergangenheit dafür gerügt, Grundrechte auf ihrem Campus einzuschränken. Sie hatte eine Flugblatt-Aktion des VgT nur vor dem Haupteingang bewilligt, nicht aber zusätzlich vor einem weiteren Eingang. Im Oktober 2016 hiess das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde des VgT gut. Die Hochschule habe die Meinungs- und Versammlungsfreiheit verletzt. 

Giraffen-Nachwuchs im Zoo Basel

39s

Giraffen-Nachwuchs im Zoo Basel

Video: watson

Weitere Artikel zum Thema Tierforschung

Alternative zum Tierversuch: Miniherz schlägt auf Siliziumchip

ETH-Präsident Lino Guzzella: «Ich steh' dazu, die ETH ist für die Eliteausbildung zuständig»

In Zürich sollen wieder Versuche mit Affen stattfinden: Ist das in Ordnung oder nicht?

682'000 Lebewesen im Labor – Zahl der Tierversuche in der Schweiz steigt um über 12 Prozent

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
31Alle Kommentare anzeigen
31
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Datsyuk 30.08.2017 09:00
    Highlight Und wie Watson darüber schreibt ("Affentheater"), macht mich auch nachdenklich. Wie ihr von Affen schreibt, zeugt ganz allgemein nicht von viel Respekt gegenüber ihnen. Beispiel Schimpanse:
    98,4 Prozent der menschlichen DNS sind Schimpansen-DNS. Der Unterschied zwischen Gorillas und Schimpansen ist mit über 2 Prozent größer als der Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse. Schimpansen/Bonobos (auch 98,4 % Übereinstimmung) und Menschen stehen molekularbiologisch enger zusammen als Mäuse und Ratten, Kamele und Lamas.
    Wäre euch das bewusst, würdet ihr nicht so über Affen schreiben.
    18 27 Melden
    600
  • efrain 30.08.2017 08:56
    Highlight Hm. Also für diejenigen, die's (wie ich) verpasst haben:

    Ja, offenbar sollen an der Uni/ETH neuerdings wieder Tierversuche durchgeführt werden.

    https://www.blick.ch/news/schweiz/tierversuche-gericht-bewilligt-versuche-mit-affen-an-uni-und-eth-zuerich-id6556646.html
    4 12 Melden
    600
  • Ollowain 30.08.2017 08:25
    Highlight Richtig so, diese Tierversuche sind eine Sauerei! Sehr treffend wenn den Kindern der besuchenden Eltern gezeigt wird, dass sich solche Institutionen einen Dreck um das wohl von nicht menschlichen Tieren kümmern! Entgegen dem ethischen Wandel unserer Gesellschaft wollen ETH und Uni Zürich zurück ins 20. Jahrhunder (selbstverständlich gehts nur ums Geld) Ich könnte kotzen!
    37 63 Melden
    • Iltis 30.08.2017 09:01
      Highlight Melde Dich doch freiwillig als menschliches Versuchstier.
      26 15 Melden
    • CASSIO 30.08.2017 09:13
      Highlight Ollowain, es gibt Versuche an Tieren, die unter jeder verdammten Sau sind, zugegeben. Es gibt aber auch Versuche an Tieren, bei welchen die Tiere keinen Funken leiden. Sich mit der Thematik grundlegend auseinandersetzen hilft, um Vorurteile abzubauen.
      28 12 Melden
    • gusg 30.08.2017 09:54
      Highlight @Ollowain: Schon selber mal an der ETH ein solches Labor angeschaut oder mal persönlich mit Forschern gesprochen?

      Dein Rundumschlag ist nicht nur völlig an der Realität vorbei, du diffamierst gleichzeitig auch noch die Moral einer ganzen Gruppe von Menschen.
      25 15 Melden
    600
  • gusg 30.08.2017 08:19
    Highlight Eigentlich müsste man als Wissenschaftler fast eine Gegendemonstration durchführen und zeigen wie die Versuche tatsächlich durchgeführt werden. Aufklärung statt Abschreckung.
    69 27 Melden
    • gusg 30.08.2017 08:50
      Highlight Interessant dass der Kommentar geblitzt wird.

      dies zeigt klar, dass gewisse Leute gar nicht wissen wollen, wie tatsächlich geforscht wird. Man lehnt den Dialog mit uns Forschenden schon im Voraus ab. Wie in Zeiten vor der Aufklärung.
      30 11 Melden
    • Silent_Revolution 30.08.2017 11:28
      Highlight Aufklärung, ja bitte!

      Wenn Forschungsgruppen an Schweizer Hochschulen von Novartis und Roche finanziert werden und die restlichen finanziellen Beiträge relativ intransparente Zahlungen vom Bund darstellen (wo die Pharmalobby natürlich stark vertreten ist) sollte selbst euch Forschern klar sein welchen Hintergrund die Tierforschung hat.

      Das ist kein Dienst an der Menschheit, sondern Dienst für das Portmonee der Konzerne zu Lasten der Tiere und Menschen.
      12 13 Melden
    • gusg 30.08.2017 12:27
      Highlight @Silent_Revolution: Interessant dass Aussenstehende nicht nur meinen besser über die Finanzierung des Projekts Bescheid zu wissen, sondern auch noch die Objektivität und Integrität der Forschung beurteilen wollen.

      Der konkrete Versucht wird hauptsächlich vom Schweizerischen National Fonds, der ETH und UZH finanziert. Es handelt sich um Grundlagenforschung, ohne (kurzfristige) Aussicht auf finanzielle Gewinne.

      Zudem, ist es eine Frechheit uns vorzuwerfen, dass wir uns an finanzstarke Unternehmen verkaufen. Du hast schlicht keine Ahnung wie Forschung funktioniert.
      14 7 Melden
    • Silent_Revolution 30.08.2017 14:28
      Highlight gusg
      Was glaubst du denn was der SNF ist? Der SNF hat vom Bund den Auftrag, die Grundlagenforschung und den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Schweiz mit öffentlichen Mitteln zu fördern. Der Präsident des Stiftungsrates und somit "höchste Instanz" ist ein FDP Altparlamentarier. Auch Rene Imhof (Roche) ist ein vom Bundesrat bestimmtes Mitglied des Stiftungsrates SNF

      Entspricht es also nicht der Wahrheit, dass Novartis und Roche diverse Projekte an Hochschulen finanzieren? Dein ursprünglicher Kommentar war übrigens nicht auf dieses konkrete Beispiel bezogen, deshalb auch meine Antwort nicht.
      6 4 Melden
    • gusg 30.08.2017 18:17
      Highlight @Silent_Revolution: Ich habe Gelder durch den SNF beantragt und bin mit den Aufbau und vorallem dem Auswahlprozedere bestens vertraut.

      Es gibt über 40 Mitglieder im Stiftungsrat und Ausschuss des SNF. Die meisten aus der Akademie. Mit deiner Darstellung verzerrst du das Bild des SNF als Organ welches die Unabhängigkeit der Forschung sicherstellen soll.

      Neben dem SNF werden Projekte natürlich auch von Firmen (mit)finanziert. Aber dein Vorwurf dass wir uns dadurch kaufen lassen, ist einfach nur billig und zeugt davon dass du keine Ahnung hast wie solche Projekte organisiert werden.
      4 3 Melden
    600
  • Theor 30.08.2017 08:17
    Highlight "...ETH und Uni würden die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit anerkennen. Aber..."

    kommt gleich nach

    "Ich bin kein Rassist, aber..."
    35 50 Melden
    • gusg 30.08.2017 08:49
      Highlight Was für ein absurder Vergleich.

      Einzig der Zeitpunkt wird von der ETH und Uni kritisiert, nicht der Protest an und für sich.

      Zitat der Tierschützer zu diesen Thema:

      "Die Tierschützer wären bereit gewesen, den Protest an einem anderen Datum durchzuführen."
      17 7 Melden
    • Jein 30.08.2017 08:51
      Highlight Bedenken darüber zu äussern, dass gleichzeitig mit Scientifica direkt vor den Eingängen eine Demo stattfindet, ist legitim. Die Veranstalter der Demo sagen ja selbst auch dass sie es nicht unbedingt an dem Tag machen wollten, die sind wohl weniger sensibel in Sachen Demonstrationsfreiheit als du.
      18 2 Melden
    • Theor 30.08.2017 10:29
      Highlight Nein, der Vergleich ist keineswegs nicht absurd. Man will keine Demonstration, damit die Endkunden nicht damit konfrontiert werden, dass für ihre Produkte Tiere leiden. Das ist das genau gleiche, wie Kindern zu erzählen, das Fleisch käme aus der Migros. Es ist scheinheilig und verlogen. Man soll doch bitte dann protestieren, wenn es die normalen Leute nicht mitbekommen.
      7 12 Melden
    • gusg 30.08.2017 12:39
      Highlight @Theor: Die Sorgen der ETH und Uni sind berechtigt, wenn man bedenkt was in der Vergangenheit passiert ist.

      Zudem werden die Tierschützer kaum objektiv und ohne Voreingenommenheit die Besucher über die Tierversuche informieren. Deshalb ja auch mein Vorschlag einer Gegendemonstration von Forschenden, welche zeigen, wie und warum die Versuche tatsächlich durchgeführt werden.
      8 7 Melden
    • Jein 30.08.2017 12:58
      Highlight Beim Tierversuch mit Affen an der ETH/Uni ZH handelt es sich um Grundlagenforschung in Neuroinformatik, gibt dementsprechend gar keine "Endkunden" in dem Sinne.

      Und die Recht auf Versammlungsfreiheit beinhaltet nicht auch das Recht, dann zu protestieren wenn es am medienwirksamsten ist. Die Demonstranten wissen das, darum findest du im Artikel ja auch keine Kritik darüber.
      7 4 Melden
    600
  • Datsyuk 30.08.2017 07:41
    Highlight Könnte man seine Arbeit ethisch vertreten, bräuchte man sich nicht um Protest zu sorgen.
    37 34 Melden
    • gusg 30.08.2017 08:42
      Highlight @Datsyuk: Ja klar, weil Tier- und Naturschützer ja immer so friedlich protestieren.

      Man erinnert sich an den Angriff auf eine ETH Tagung im August 2016 als Aktivisten in einem vollen Höhrsahl " Kuhmist, faule Eier, Urin und weitere zurzeit unbekannte Substanzen" um sich geworfen haben.
      42 17 Melden
    • Datsyuk 30.08.2017 09:00
      Highlight Man kann die Arbeit auch nicht ethisch vertreten!
      11 16 Melden
    • gusg 30.08.2017 10:39
      Highlight @Datsyuk: Oder man könnte sich eben auch daran erinnern, was vor einem Jahr passiert ist und sich überlegen warum die Sorgen der ETH und Uni angebracht sind.
      7 6 Melden
    • Datsyuk 31.08.2017 09:20
      Highlight Menschen kamen jedenfalls keine zu Schaden, was ich von Tieren bei Tierversuchen nicht behaupten kann.
      3 1 Melden
    • gusg 31.08.2017 10:32
      Highlight @Datsyuk: Also sind Wissenschaftler Menschen zweiter Klasse die man behandeln und attackieren kann wie man will? Deine Aussagen zur Rechtfertigung von gewalttätigen Attacken von Tier- und Naturschützern sind beschämend.

      Wir leben zudem in einer Gesellschaft, welche akzeptiert dass Tiere als Nahrungsmittel oder Nahrungsmittellieferant dienen können. Dies ist im Prinzip völlig unnötig, kein Mensch braucht Fleisch, Eier, Milcht etc zum überleben. Tierversuche dienen immerhin dazu das Wissen der Menschheit zu vergrössern und schlussendlich auch dazu Krankheiten zu heilen.
      3 2 Melden
    • Datsyuk 31.08.2017 11:14
      Highlight Ich lehne Gewalt ab. Daher auch Tierversuche. Und ich esse das von dir Erwähnte nicht.
      2 0 Melden
    • Datsyuk 31.08.2017 11:14
      Highlight Und ich lehne auch Gewalt gegen Forscher ab.
      2 0 Melden
    • gusg 31.08.2017 15:17
      Highlight @Datsyuk: Du legitimierst aber die Gewalt gegen Forscher, indem du sagst "Menschen kamen jedenfalls keine zu Schaden."

      Genau aus diesem Grund stehen die ETH und UZH diesem Protest zu Recht skeptisch gegenüber.
      1 1 Melden
    • Datsyuk 31.08.2017 20:18
      Highlight Womöglich Gewalt gegen Gegenstände. Ich habe nur den Vergleich mit Gewalt gegenüber Tieren gemacht.
      Ein Grundsatz von beispielweise der ALF (Animal Liberation Front) ist es, dass keine Menschen und Tiere bei solchen Aktionen zu Schaden kommen.
      Einen schönen Abend noch.
      1 0 Melden
    600
  • Dreiländereck 30.08.2017 07:35
    Highlight Zitat: "Mehr Toleranz für die Aktivisten kommt von unerwarteter Seite."
    Meinen die Autoren damit den Tierschutzverein oder die linken Aktivisten?
    Für mich sind beides nicht unerwartete Seiten.
    50 2 Melden
    • Chewbacca 30.08.2017 07:46
      Highlight Wohl eher den Fleisch-Fachverband. Wobei Watson hier "nichts dagegen" mal eben so mit "Unterstützung" gleichsetzt.
      25 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 30.08.2017 08:12
      Highlight Das habe ich mich auch gefragt, vermutlich ist aber der Fleisch-Fachverband gemeint (zweitletzter Absatz).
      11 0 Melden
    600

Insekten fressen unseren Müll – so wollen Schweizer Forscher das Abfallproblem lösen

In einem Schweizer Labor verspeisen Insektenlarven organische Abfälle. Die Forscher wollen damit gleich zwei Probleme lösen: Die weltweiten Müllberge reduzieren und neues Tierfutter züchten.

4500 Larven und ein Hamburger: Das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag hat kürzlich ein Video auf Youtube hochgeladen, das eine Fressorgie hungriger Geschöpfe im Zeitraffer dokumentiert:

Zu sehen ist der Nachwuchs der Schwarzen Soldatenfliege, der innert vier Stunden Teile eines Hamburgers frisst. Die Larven haben auch schon Forellen vorgesetzt bekommen: Nach 24 Stunden war nichts mehr übrig ausser den Gräten.

Die Forscher veranstalten die tierischen Festessen nicht aus Spass: Sie testen die …

Artikel lesen