Schweiz

Kurden demonstrieren in Zürich gegen «Erdogan-Diktatur»

05.11.16, 15:44 05.11.16, 20:00

Demo auf dem Zürcher Helvetiaplatz gegen Erdogan. Bild: KEYSTONE

Weit über 1000 Kurden und Sympathisanten haben in Zürich beim Helvetiaplatz gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstriert. Dass dieser führende Politiker der prokurdischen Partei HDP verhaften liess, sei «eine undemokratische Handlung».

Video: telem1

Die Kundgebungsteilnehmer forderten «ein Ende der Erdogan-Diktatur».

Zur Demonstration am Samstagnachmittag hatten unter anderem der Beritan Frauenverein und das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurden (Dem-Kurd) aufgerufen. Weitere Gruppierungen - etwa die «Revolutionäre Jugend Gruppe» - unterstützten den Aufruf im Internet.

Weit über 1000 Personen fanden sich trotz leichtem Regen auf dem Zürcher Helvetiaplatz ein. Viele von ihnen waren mit Fahnen und Plakaten ausgerüstet, auf denen etwa Sprüche wie «Stoppt den Erdowahn» standen. Auf anderen wurde gefordert: «Hände weg von unseren Abgeordneten.»

Die Teilnehmer der Demonstration marschierten eine Runde durch die Zürcher Innenstadt, um für ihre Schlusskundgebung wieder auf dem Helvetiaplatz einzutreffen. Mehrere Tramlinien der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) mussten zwischenzeitlich umgeleitet werden.

Bereits am frühen Freitagabend war es in Zürich zu einer Demonstration gekommen. Mehrere Dutzend Kurden hatten sich beim Zürcher Rathaus versammelt und waren anschliessend vor das türkische Generalkonsulat gezogen. Auch in Bern war es zu einer spontanen Versammlung gekommen. (sda)

Putsch in der Türkei

Erdogan attackiert die Schweiz

Wegen «Terrorismus»: Türkei zensiert weitere kritische Sender

Jetzt schlägt Gülen zurück: «Erdogan hat Putschversuch selbst inszeniert»

Türkische Regierung setzt 28 gewählte Bürgermeister ab

Türkei schafft Platz für Putschisten und entlässt fast 36'000 Verurteilte aus Gefängnissen

Schweiz muss die Menschenrechte in der Türkei überprüfen – wir sind gespannt auf das Resultat

Eklat in der Türkei: Minister lässt nach Interview mit deutschem TV-Sender den Film beschlagnahmen

Erdogan droht Rom: «Italien sollte sich um die Mafia kümmern, nicht um meinen Sohn»

Türkei fordert von den USA offiziell die Verhaftung Gülens

Putschversuch mit Ansage: «Es war nur eine Frage der Zeit»

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Staatsfeind Nummer eins: Zu Besuch bei Erdogan-Gegner Gülen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

«Mein Feminismus setzt sich gegen jegliche Form von Unterdrückung ein»

Virginia Koepfli ist Mitglied der Juso, war selbst auf dem BH-Verbrennungs-Bild und hat den Zürcher Women's March mitorganisiert. Wieso es mit der Aktion aber nicht getan ist, erklärt sie im Interview.

Frau Koepfli, Sie haben den Women's March in Zürich mitorganisiert. Ihr Fazit?Virginia Koepfli: Die Voraussetzungen für die Veranstaltung waren nicht ideal. Wir hatten nur knapp einen Monat, um das Ganze zu realisieren. Ich habe zuvor noch nie eine Demo organisiert und es war kompliziert, dem breiten Bündnis gerecht zu werden. Kurz vor dem Women's March war es dann vor allem das Wetter, das mir Sorgen bereitete.

Waren Sie überrascht, dass so viele Menschen teilnahmen?Um ehrlich zu sein, habe …

Artikel lesen