Schweiz

Tatort Hotel Dolder in Zürich. Bild: KEYSTONE

Mordanklage: Tote Prostituierte im Koffer aus dem Hotel Dolder getragen 

Publiziert: 17.11.16, 09:23 Aktualisiert: 17.11.16, 10:01

Der Mann, der im September 2014 im Zürcher Luxushotel Dolder eine Prostituierte getötet und in einem Koffer versteckt hat, wird wegen Mordes angeklagt. Er ist geständig und wird sich vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten müssen.

Der mittlerweile 49-jährige Schweizer hatte die 25-jährige Polin in seinem Hotelzimmer erstickt. Die Leiche steckte er in einen grossen Koffer, schaffte sie unbemerkt aus dem Hotel und fuhr sie mit dem Auto zu sich nach Hause in den Bezirk Meilen.

Im Weinklimaschrank versteckt

Dort versteckte er die tote Frau in seinem Weinklimaschrank, wie die Oberstaatsanwaltschaft in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Am 24. September, zehn Tage nach der Tat, durchsuchte die Polizei die Wohnung und stiess im Keller auf die Leiche.

Der Schweizer, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung aufhielt, wurde verhaftet und sitzt seither im Gefängnis. Wann der Prozess stattfindet, ist noch unklar.

Die Frau wurde als vermisst gemeldet, weil sie ihren Rückflug nach Polen nicht antrat. Der Meldeschein des Hotels führte die Ermittler schliesslich auf die richtige Spur. Auf dem Dokument war vermerkt, dass die Frau dort kurz vor ihrem Verschwinden übernachtet hatte, mit dem Beschuldigten. (whr/sda)

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  • pamayer 17.11.2016 13:34
    Highlight Selten brutal und selten dumm.
    Häufig anzutreffen.
    Vorzugsweise in Führungspositionen.
    Oder wichtigen Ämtern.
    Meist männlich. Allermeist Weichei.
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  • Jovan 17.11.2016 13:09
    Highlight die Schweizer wieder, wann hört das ganze auf. Unsere Kuscheljustiz..
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  • selfrabia 17.11.2016 12:49
    Highlight bei mir sah es eben so aus, als ob unser tennisprofi was mit dem fall zu tun hätte :D
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  • Nicolas93 17.11.2016 11:56
    Highlight Das ist ja schrecklich.. Ich hoffe, dass die Justiz bei dieser schrecklichen Tat durchgreift!

    Kann Watson bestätigen, dass es sich dabei um einen 47-jähriger Ex-Banker der Credit Suisse handelt? So schreibt es die Konkurrenz.
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  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 17.11.2016 10:22
    Highlight Interessanter Fall. Ich meine wegen des vernunftlosen Verhaltens nach der Tat, was ein Indiz dafür ist, das die Tat weder vorbereitet noch geplant war.
    Ich staune immer wieder, wie den Menschen der Verstand aussetzt, wegen irgendeines Hormonüberschusses. Ich kann das nicht nachvollziehen.
    Der Mann hatte nur eine Option: Sich unmittelbar nach der Tat der Polizei stellen, weil er wissen musste, dass die letzte Spur des Opfers direkt zu ihm führt. Und weil er wissen musste, dass er Skrupel hat, die Leiche spurlos verschwinden zu lassen.
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    • BigE 17.11.2016 12:22
      Highlight Sie unterschätzen die psychologischen und physiologischen Auswirkungen einer solchen Tat - gerade auf Ersttäter! Da kann im Vorfeld noch so viel geplant und nachgedacht worden sein..... 1. ist es körperlich sehr anstrengend, einen Menschen zu ersticken, 2. reagiert der Körper ähnlich, wie im Panikmodus mit Herzrasen, rasenden Gedanken und der Unfähigkeit, logisch zu handeln und zu denken!
      Und nein: ich habe definitiv selber keine entsprechende Erfahrung, bin in dem Thema aber durchaus bewandert! ;)
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    • Special K 17.11.2016 12:54
      Highlight

      Vorsatz ist nicht zwingend für eine Mordanklage.

      Art. 11211. Tötung. / Mord

      Mord

      Handelt der Täter besonders skrupellos, sind namentlich sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders verwerflich, so ist die Strafe lebenslängliche Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.
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