Schweiz

Kalte Duschen und Schläge – so brutal züchtigten religiöse Zürcher Eltern ihre Kinder 

Publiziert: 22.11.16, 14:08 Aktualisiert: 22.11.16, 16:51

Die Staatsanwaltschaft fordert höhere Strafen, die Verteidigung teilweise Freisprüche: Das Zürcher Obergericht hat sich am Dienstag mit einem Ehepaar beschäftigt, das seine Kinder systematisch – beispielsweise mit Schlägen oder eiskalten Duschen – züchtigte. Eines der Kinder starb dabei. Am Abend wurde ein Urteil gefällt. Für den Vater wurde das Strafmass erhöht. 

In erster Instanz verurteilte das Bezirksgericht Zürich den Ehemann im September 2015 unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren wegen eventualvorsätzlicher Tötung. Das war für die Staatsanwaltschaft zu wenig, und sie ging – wie auch das Ehepaar – in die Berufung.

Das Bezirksgericht in Zürich. Bild: KEYSTONE

Acht Wochen alte Tochter stirbt 

Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag vor dem Zürcher Obergericht eine Erhöhung der Freiheitsstrafe auf 14 Jahre. Das sei angesichts der Gefühllosigkeit des Beschuldigten, den egoistischen Beweggründen sowie fehlender Einsicht und Reue angemessen.

Das Obergericht in Zürich. Bild: KEYSTONE

Der Mann hatte seine acht Wochen alte Tochter im Februar 2013 unter Sofakissen und Decken begraben, um sie ruhigzustellen. Dabei erlitt sie einen Kreislaufstillstand, ausgelöst durch Sauerstoffmangel und Überhitzung und verstarb.

Der Vater ging mehrmals ähnlich vor

Der Verteidiger verlangte hingegen, dass sein Mandant «von jedem Tötungsvorwurf freizusprechen ist». Er habe für Luftschlitze gesorgt. Zudem habe er die Tochter, als sie stark schwitzte, kalt abgeduscht. «Er dachte, er hätte alle Risiken beseitigt», sagte der Verteidiger. Er habe zudem das Zudecken schon mehrfach angewandt und deshalb gedacht, dass die Methode funktioniere.

Symbolbild eine Holzkelle. Damit schlugen die Eltern ihre Kinder. Bild: KEYSTONE

Ausserdem leide sein Mandant an einer narzisstischen Störung. Er habe seine Handlung aufgrund fehlender Empathiefähigkeit nicht als Problem wahrgenommen. Die Tat wäre ohne diese Persönlichkeitsstörung nicht denkbar gewesen, zeigte sich der Verteidiger überzeugt.

«Die Strafe der Erstinstanz ist zu tief»

Die Schuldfähigkeit seines Mandanten sei erheblich beeinträchtigt. Er forderte deshalb, dass der Angeklagte aus dem vorzeitigen Strafvollzug, in dem er sich schon über 800 Tage befindet, zu entlassen sei.

Auch die bedingte Freiheitsstrafe der Ehefrau will der Staatsanwalt erhöht sehen: Er beantragte statt 14 nun 24 Monate. «Die Strafe der Erstinstanz ist zu tief», sagte er. «Die sadistischen Beweggründe der Beschuldigten müssen zu einer deutlichen Erhöhung der Strafe führen.»

Mutter zeigt sich reuig 

Die Verteidigerin der Frau, die in erster Instanz wegen Verletzung der Fürsorgepflicht, mehrfacher Körperverletzung durch Unterlassung sowie wegen mehrfacher Tätlichkeit verurteilt worden ist, forderte hingegen teilweise einen Freispruch. Vom Vorwurf der Verletzung der Fürsorgepflicht sei sie freizusprechen.

Ihre Mandantin sei damals überzeugt gewesen, dass die angewendeten Massnahmen die Kinder «in die richtige Richtung führen werden». Inzwischen zeige sie Reue und wisse, dass die körperliche Züchtigung nie hätte passieren dürfen. Ausserdem attestiere ihr aktueller Psychotherapeut, dass sie nicht schuldfähig sei.

Höhere Strafe für den Vater

Am Dienstagabend hat das Zürcher Obergericht entschieden: Es hat die Freiheitsstrafe für den Mann, der seine Kinder systematisch züchtigte, leicht erhöht. Es verurteilte ihn wegen eventualvorsätzlicher Tötung seiner zehn Wochen alten Tochter zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren. Das Bezirksgericht hatte ihn mit 9 Jahren bestraft. Das Obergericht hat noch nicht entschieden, ob auch dessen Ehefrau verurteilt werden soll. Das Gericht will zunächst ein neues psychiatrisches Gutachten einholen. Dieses soll abklären, ob die Frau überhaupt schuldfähig ist. In erster Instanz war sie vom Bezirksgericht Zürich unter anderem wegen Verletzung der Fürsorgepflicht zu einer bedingten Strafe von 14 Monaten verurteilt worden.

Es herrschte ein Klima der Angst 

Das streng religiöse Ehepaar wandte harte Methoden bei der Erziehung ihrer zwei Kinder an. Eiskalte Duschen gehörten ebenso dazu wie Ohrfeigen, heftige Schläge mit Holzkellen und Teppichklopfer. In der Familie herrschte gemäss Gericht «ein Klima der Angst», da man brave und ruhige Kinder haben wollte.

Als ihr Mann in Haft war, gebar sie noch ein drittes Kind. Es lebt, wie seine Schwester, bei einer Pflegefamilie. (sda)

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65 Kommentare anzeigen
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600
  • Morph 28.11.2016 17:12
    Highlight Hier muss auch ich sagen... Psychisch chrank ist psychisch chrank. Wie beim Islamistischen Terrorismus oder bei solchen Geschichten hat das eine mit dem anderen nix zu tun. Das problemder Religionen ist jedoch, dass sie solchen psychopatischen Menschen Erbarmen bieten und sie bei sich aufnehmen. Oft kommt dadurch professionelle Hilfe zu kurz...
    0 0 Melden
    600
  • pamayer 22.11.2016 22:10
    Highlight Im Namen Gottes. Amen.










    Alles im alten Testament der Bibel nachzulesen: Züchtigung von Kinder und Frauen.
    6 2 Melden
    600
  • lilie 22.11.2016 21:29
    Highlight Bitte nehmt entweder das Wort "religiös" aus dem Titel oder erklärt im Artikel, inwiefern die Religion der Eltern etwas mit ihrer Straftat zu tun hatte.

    So ist es reisserisch und fördert Vorurteile, Intoleranz und Hass. Und davon haben wir nun wirklich schon genug auf dieser Welt!
    30 12 Melden
    • Der Beukelark 22.11.2016 22:32
      Highlight absolut! sehr schwache hintergrundinfos.
      4 1 Melden
    • rYtastiscH 23.11.2016 09:49
      Highlight @lilie
      Der Artikel wurde von der sda kopiert und eingefügt. Er steht 1:1 auch auf anderen Online-Portalen.

      Es ist mir neu, dass Christen in der Schweiz Hass und Vorurteile entgegen kommen. Hier in der Schweiz, wo der Säkularismus immer noch nicht vollständig eingekehrt ist...

      - Juristische Person müssen immer Kirchensteuern zahlen
      - Vorwort der BV: "Im Namen Gottes dem Allmächtigen[...]"
      - Die Hymne

      u.v.m.

      3 2 Melden
    • lilie 23.11.2016 16:22
      Highlight @rYtastiscH: Kannst du mir die Schlagzeilen zeigen, in denen die Religion der Eltern erwähnt werden? Ich habe keine gefunden.

      Schon vor einem Jahr hat Watson als einzige das Wort "strenggläubig" in die Schlagzeile gesetzt, als es um den gleichen Fall ging:

      http://www.watson.ch/Z%C3%BCrich/Justiz/522473422-Strenggl%C3%A4ubiger-Vater-aus-Z%C3%BCrich-soll-Baby-unter-Kissen-und-Decken-erstickt-haben
      3 1 Melden
    • rYtastiscH 23.11.2016 20:21
      Highlight @lilie
      Hmm... am PC hatte ich vorhin noch eine Schlagzeile gesehen mit dem religös drin... vllt wurde sie bereits geändert.

      Beim nochmaligen Suchen ist mir aufgefallen, was Sie meinen.

      Zwar schreibt auch NZZ und bluewin in der Vorschau "streng religiös", aber der Watson-Titel ist schon eine Wucht... Da haben Sie absolut recht!

      Trotzdem bleibt meine Kritik betreffend der nicht vollständigen Trennung von Kirche und Staat in der Schweiz bestehen.

      Der Staat stellt sich damit hinter eine spezifische Religion als die "richtige".
      3 0 Melden
    • lilie 23.11.2016 20:34
      Highlight @rYstatiscH: Die Diskussion über die Trennung von Staat und Religion ist richtig und wichtig - aber im Zusammenhang mit diesem Familiendrama doch völlig fehl am Platz.

      Genau genommen steht nicht einmal, welcher Religion die Eltern denn überhaupt angehörten!
      1 2 Melden
    600
  • Der Beukelark 22.11.2016 21:13
    Highlight Krasse Story. Welche Religion leben die Eltern? Wie kommt ihr drauf, dass sie streng religiös sind? Nationalität?
    11 10 Melden
    • pachnota 23.11.2016 08:29
      Highlight Für solche Informationen müsste man eben etwas
      Recherchieren...:)
      2 1 Melden
    • Der Beukelark 23.11.2016 21:10
      Highlight ich glaube das wurde eher kopiert anstatt recherchiert. ansonsten würden keine solchen losen behauptungen ohne hintergrundinfos im artikel stehen.
      1 0 Melden
    600
  • dmark 22.11.2016 20:27
    Highlight Für alles braucht's eine Genehmigung - aber nicht für Kinder zu erziehen.
    Man sollte unter einem gewissen IQ keine bekommen können. Da hat wohl die Natur irgend wie voll versagt...
    16 9 Melden
    • lilie 22.11.2016 21:31
      Highlight @dmark: Der IQ hat doch hier keinen Einfluss! Empathiefähigkeit ist nicht an die Intelligenz gebunden.
      25 1 Melden
    600
  • Milli Vanilli 22.11.2016 19:47
    Highlight Religion... Wer nichts weiss, muss glauben. Einbuchten und zwar lange. Alle beide.
    21 7 Melden
    600
  • blobb 22.11.2016 18:54
    Highlight 1) Kalte Duschen und Schläge – so brutal züchtigen religiöse ihre Kinder
    2) Kalte Duschen und Schläge – so brutal züchtigen religiöse "Zürcher Eltern" ihre Kinder
    3) Kalte Duschen und Schläge – so brutal "züchtigten" religiöse Zürcher Eltern ihre Kinder

    Nach der zweiten Änderung kann man den Titel jetzt so stehen lassen. Warum nicht gleich so?

    19 4 Melden
    600
  • Imfall 22.11.2016 18:14
    Highlight bizzeli irreführend, diese überschrift...
    23 2 Melden
    600
  • Linus Luchs 22.11.2016 16:53
    Highlight Die Verteidigungsstrategie mit der narzisstischen Störung resp. der Empathieunfähigkeit ist höchst fragwürdig. Jeder Mensch, der Kinder quält, hat eine Störung, sonst könnte er nicht Kinder quälen. Wenn dann mit dieser Störung eine Schuldunfähigkeit begründet wird, kann das Quälen von Kindern gar nicht mehr bestraft werden. Ich hoffe, die Verteidigung scheitert.
    91 2 Melden
    • Rendel 22.11.2016 17:27
      Highlight Doch man könnte die Leute lebenslang verwahren. Menschen ohn jegliche Empathiefähigkeit sind ja höchst gefährlich.
      30 4 Melden
    • Lord_ICO 22.11.2016 18:24
      Highlight Der schlimmste Satz des Verteidigers ist: Er hat für genügend Luftschlitze gesorgt. Ist an Zynismus kaum zu überbieten.
      64 1 Melden
    • Rendel 22.11.2016 19:22
      Highlight Verteidiger haben die Aufgabe so etwas zu sagen. Soll bedeuten, es war kein vorsätzlicher Mord. Mit Zynismus hat das nichts zu tun.
      9 5 Melden
    • Lichtblau 22.11.2016 22:17
      Highlight Ist denn mit "narzisstischer Störung" Empathieunfähigkeit verbunden? Ersteres ist ja wohl keine wirklich seltene Diagnose. Es gibt sogar Lifestyle-Narzissten, die sich gerne dazu bekennen. Hm.
      2 0 Melden
    • Aareschwumm 22.11.2016 22:45
      Highlight Wie kann man so ein Mensch verteidigen? Da muss man schon ein ziemlich kalter Mensch sein, wenn man so ein Mandat annimmt.
      0 6 Melden
    • Rendel 23.11.2016 00:52
      Highlight Wir wissen nicht ob es sich um einen Pflichtverteidiger handelt. Man erfährt ja meist nicht viel aus solchen Kurzmeldungen. Aber empören geht dabei sehr gut. Und jeder Mensch hat das Recht auf einen fairen Prozess und verteidigt zu werden, damit er nicht gelyncht wird.
      5 0 Melden
    • Aareschwumm 23.11.2016 06:05
      Highlight Pflichtverteidiger hin oder her. Solche Aussagen, wie die mit den Lüftungsschlitzen, kann doch kein normaler Mensch mit gutem gewissen anbringen. Auch nicht wenn er Pflichtverteidiger ist.
      1 4 Melden
    600
  • Follower 22.11.2016 15:45
    Highlight Das hat nicht sehr viel mit religiöser Züchtigung zu tun: beide Eltern sind laut Bericht stark psychisch krank. Die Mutter ist nicht schuldfähig, der Vater Narzist...
    31 45 Melden
    • Rendel 22.11.2016 16:13
      Highlight Es stand auch nicht, dass die Eltern aus religiöser Überzeugung züchtigten. Nur dass sie religiös sind. Warum man das erwähnt? Gibt viele Leserkommentare und Klicks.
      57 28 Melden
    • Marbek 22.11.2016 16:21
      Highlight Solange sich Menschen auf die Züchtigungsanweisungen aus der Bibel berufen, hat es eben sehr wohl damit zu tun.

      Ausserdem: Narzissmus ist keine psychische Krankheit. Und die Schuldunfähigkeit wurde der Mutter nur durch den eigenen Therapeuten attestiert.

      Solche Menschen gehören weggesperrt und therapiert und es sollte dafür gesorgt werden, dass sie nie wieder Verantwortung für Kinder tragen dürfen.
      77 15 Melden
    • Rendel 22.11.2016 16:40
      Highlight Ich weiss nicht ob sich diese Eltern auf die Bibel berufen haben. Sie wissen mehr als ich.

      Eine narzisstische Störung, ist zumindest im ICD oder DSM verzeichnet. Der Vater weist die narzisstische Störung auf, nicht die Mutter. Lesen sie genauer. Ob die Eltern zurechnungsfähig waren oder nicht, wird das Gericht entscheiden.

      Ich will hier nicht die Eltern verteidigen!
      24 6 Melden
    • Hölzig 22.11.2016 16:41
      Highlight @Marbek die Bibel sagt einzig un allein; man solle seine Kinder mit Härte erziehen, das bedeutet doch nicht dass man sie gleich umbringen soll...
      16 25 Melden
    • demokrit 22.11.2016 17:32
      Highlight Es ist auch nicht anzunehmen, dass er das Kind umbringen wollte.
      8 4 Melden
    • rYtastiscH 22.11.2016 17:39
      Highlight @Waitingforpicdump Von welchem Teil sprechen wir?

      (5. Mose 21,18-21)

      "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, ..."
      31 6 Melden
    • Too Scoop 22.11.2016 19:08
      Highlight @rYtastiscH: Sie zitieren die Bibel ohne richtigen Zusammenhang. Sie suchten einfach eine, für Sie, passende Zeile und posteten ein damals geltendes Gesetz aus dem antiken Israel was Jüdisch war. Es soll keine Empfehlung an die Leser sein. Ich weiss nicht was Sie damit bezwecken wollen.
      5 16 Melden
    • Babalu 22.11.2016 19:36
      Highlight Der Wahn namens "Glaube an Gott" bringt Menschen dazu so schreckliche Dinge zu machen. Hab gestern Abend den Dokumentarfilm: Camp Jesus auf Netflix geschaut, da wurden evangelikale Christen (die 25% der amerikanischen Bevölkerung ausmachen) gezeigt und wie sie im Namen Jesu ihre Kinder psychisch misshandeln. Evangelikale Eltern sind ein Fall für die KESB.
      18 4 Melden
    • kleiner_Schurke 22.11.2016 19:39
      Highlight In streng religiösen Kreisen ist es eben gerade oft der Fall , das selbst Kleinkinder geschlagen werden denn “wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald“ Sprüche 13:24, Denn welchen der HERR liebt, den straft er, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn. Sprüche 3:12, Züchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist; aber laß deine Seele nicht bewegt werden, ihn zu töten Sprüche 19:18, Glücklich wird der sein, der deine Kinder ergreift. Und wirklich an dem zerklüfteten Felsen zerschmettert Psalm 137, 9.
      14 4 Melden
    • Too Scoop 22.11.2016 23:23
      Highlight Gut ist, kümmern sich heutzutage in den deutschsprachigen Ländern die meisten Christen nur noch wenig um die Bibel.
      Es gibt aber eine radikale Minderheit unter ihnen, die sich noch stark an ihr orientiert und einen perversen Begriff von Liebe hat.
      Diese Menschen prügeln ihre Kinder aus „Liebe“ und „christlicher Verantwortung.

      http://www.sueddeutsche.de/kultur/erziehung-mit-der-rute-liebe-geht-durch-den-stock-1.1004443

      Diese Menschen sind 2000 Jahre zu spät und gestört. Nun gilt dies nicht gleich für alle anderen.
      6 0 Melden
    • rYtastiscH 23.11.2016 09:23
      Highlight @Too Scoop
      Falsch. Aus dem Kontext gerissen wäre das:
      (Psalm 137,9)
      "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!"

      Der Sachverhalt wird bei meinem Zitat jedoch ganz klar beschrieben.Welches ich übrigens schon länger kannte und nur hervorholen musste. Also lassen Sie bitte solche Unterstellungen!

      Es ist aus dem Buch Mose, welches als altes Testament ein Teil der Bibel ausmacht!

      Es ging lediglich darum aufzuzeigen, dass es auch in der Bibel Passagen gibt, welche von fanatischen Menschen, missverstanden oder eben aus dem Kontext gerissen werden können.

      2 1 Melden
    • Marbek 23.11.2016 14:05
      Highlight @Rendel: "lesen Sie genauer" - meinen Sie damit mich oder sich selbst? Lesen Sie mein Posting nochmals durch; ich habe nicht geschrieben, dass die Mutter narzisstisch sei:

      "Ausserdem: Narzissmus ist keine psychische Krankheit. Und die Schuldunfähigkeit wurde der Mutter nur durch den eigenen Therapeuten attestiert."

      Tssss...
      0 1 Melden
    • Rendel 23.11.2016 14:27
      Highlight Sorry, mir war das nicht klar, genau gelesen hab ich. Mir wärs bei erneutem Lesen immer noch nicht klar.

      (Wenigstens kenn ich den Unterschied zwischen Narzissmus und einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.)
      0 0 Melden
    600
  • Rendel 22.11.2016 15:45
    Highlight Der Titel wurde inzwischen angepasst. Es gibt religiöse Gruppen, die Züchtigung als probates Erziehungsmittel sehen, wie z.B. die Zeugen Jehovas.

    Sicher gibt es auch Eltern, die nicht religiös sind, die dasselbe tun.

    Denken wir an die Kinder, statt nun über Religion zu streiten und wie man helfen kann, als Mitmensch. Es gibt noch zu viele Eltern, die Gewalt als Erziehungsmittel gutheissen, wenn auch nicht immer in dieses schrecklichen Ausmass.

    32 7 Melden
    600
  • pachnota 22.11.2016 15:14
    Highlight Zum x-ten Mal.
    Religion ist nichts gutes.
    Von Religiösen ist nichts gutes zu erwarten.
    Wann kapieren das unsere mainstream Journalisten, Politiker, Meinungsmacher endlich.
    Christentum, Judentum, Islam..egal,
    bitte nicht auf verständnissvollen Schmusekurs gehen.
    Entschieden Distanz halten!
    65 46 Melden
    • Rendel 22.11.2016 16:08
      Highlight Hass auf die Religion könnte man auch schon wieder als eine Art Religion bezeichnen. Ihr Post klingt für mich sehr fanatisch.
      51 55 Melden
    • pachnota 22.11.2016 16:15
      Highlight ...keinen Hass.
      Nur eine Haltung. ; )
      37 26 Melden
    • Dopamin 22.11.2016 17:31
      Highlight Inwiefern ist das Glauben an Gott bitte "nichts gutes"?
      Meine Grosseltern sind sehr religiös und haben weder gezüchtigt noch jemanden umgebracht. Religion gibt vielen Menschen Kraft und Bedeutung in ihrem Leben und ist etwas durch und durch Positives.

      Glaubst du, Kinder von nicht religiösen Eltern werden nicht geschlagen?!

      Ausserdem gibt es unzählige Atheisten die Menschen vorsätzlich töten. Ist deshalb Atheismus auch etwas "nicht gutes"?

      32 9 Melden
    • phreko 22.11.2016 17:33
      Highlight Ablehnung von Religion führt jedenfalls nicht zum Kinderschlagen....
      19 8 Melden
    • Sille 22.11.2016 17:40
      Highlight Ihre Haltung... es verprügeln nicht alle Menschen welche an "was weiss ich" glauben ihre Kinder.Ich frage mich langsam welche Vorwände man noch braucht um Brutalität und Empathilosigkeit zu entschuldigen.

      8 6 Melden
    • Walter Sahli 22.11.2016 18:31
      Highlight "Mainstream Journalisten"... *triplefacepalm*
      7 4 Melden
    • _kokolorix 22.11.2016 18:55
      Highlight @Dopamin
      Wo bitte sind die 'unzähligen Atheisten die Menschen vorsätzlich töten'?
      Es gibt garantiert mehr religiöse Fanatiker welche vorsätzlich töten!
      Und das hat sehr wohl mit dem Glauben an Gott zu tun
      20 7 Melden
    • kleiner_Schurke 22.11.2016 19:46
      Highlight @Dopamin
      Ihre sanftmütigem tollen gläubigen Grosseltern haben ein Weltbild in dem SIE im Himmel und im Paradies enden werden Ich als Atheist, der auch keinen Schlägt und niemanden umbringt, der das beste nur denkbare Lebe leben kann, werde in der Hölle schmoren (heulen und mit den Zähnen klappern siehe Bibel). Ich ende dort, nur weil ich Jesus nicht als meinen Erlöser anerkenne. Nur genau darum. Wer ein solches Weltbild pflegt und gar noch Respekt einfordert, der ist geistig irgendwie retardiert und der IQ nicht so ganz auf der Höhe.
      17 9 Melden
    • Too Scoop 22.11.2016 23:31
      Highlight Auffällig ist, wie sich die meisten gegen Gläubige genau so negativ verhalten, wie sie dies den Gläubigen vorwerfen. Klar ist, ob gläubig oder nicht, man ist aus dem gleichen Holz geschnitzt. Es ist krank wenn man Ideologien missbraucht, wie im Bericht erwähnt. Wer auch immer, es steckt nur der Mensch in der Schuld. Ich glaube auch an die Gläubigen die der Welt Gutes tun, die soll es auch geben liebe community.
      3 3 Melden
    • _kokolorix 23.11.2016 06:49
      Highlight @Too Scoop
      In einem bin ich mit dir einig: Es ist der Mensch, der die Verantwortung trägt, im Guten wie im Schlechten.
      Daraus resultiert aber eben auch, dass die Gläubigen anständig sind unabhängig ihres Glaubens.
      Hingegen ist Religion immer ein Machtmittel, welches weniger Anständige benutzen um die Anständigen zu missbrauchen und das mit grossem Erfolg, wie mir scheint
      1 1 Melden
    • Dopamin 23.11.2016 17:14
      Highlight @_kokolorix
      Nicht jeder religiöse Mensch ist Fanatiker und darauf wollte ich hinaus..

      @kleiner_schurke
      Nein, auch ich würde wohl in die Hölle kommen, aber darum geht es nicht.
      Es geht darum, dass es jedem Menschen frei steht, das zu glauben, was er will und wenn Sie als Atheist nicht an Himmel und Hölle glauben, ist das doch auch ihr gutes Recht. Woher nehmen Sie sich die Freiheit zu behaupten, dass ihre Weltansicht stimmt und die der gläubigen Christen nicht?
      Das hat für mich auch gewisse fanatische Züge und Gläubige so zu betiteln ist imho recht beschränkt.
      1 1 Melden
    600
  • pascalmontana 22.11.2016 14:27
    Highlight Schade, dass ihr so verantwortungslos mit eurer Macht als Medium umgeht.
    Die Schlagzeile ist einfach nur reisserisch und steckt alle "Religiösen" in einen Topf.
    Ich bin nicht religiös. Finde es aber unnötig, gerade eine solche traurige Angelegenheit, noch in die Religions-Kiste zu schieben.
    Wünsche den Kindern, dass sie die Chance auf ein besseres Leben bekommen!
    71 75 Melden
    • GeorgOrwell 1984 22.11.2016 14:58
      Highlight @pascal, würde Ihnen zustimmen, wenn es für alle Religionen gelten würde... Aber wenn es um die bösen Muslime oder die bösen Juden etc. geht, sind alle dabei und wollen den Koran verbieten usw... sprich, wenn gegen die Religionen, denn gegen alle und nicht nur gegen die "Minderheiten". "wer unschuldig ist, werfe den ersten Stein"... Böse Menschen sollten bestraft werden, nicht die "Religionen" und Gläubiger... Und böse Menschen gibt es halt, so traurig es ist, überall, das kennt weder Religion noch Hauftfarbe oder Herkunft.. Jeder Gewalttat im Namen von einer Religion ist minderwertig.. MFG
      60 9 Melden
    • karl_e 22.11.2016 15:02
      Highlight Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.“ (Sprüche 23,13-14)
      Noch Fragen?
      44 29 Melden
    • Sunny92 22.11.2016 15:25
      Highlight Muss Dir zu 100% recht geben wenn man nur nach dem Titel gehen würde klingt es als würden "alle" religiösen Eltern in Zürich sowas machen.
      Diese wiederlichen taten rutschen dadurch in den Hintergrund.
      9 21 Melden
    • pascalmontana 22.11.2016 15:25
      Highlight Ha! Auf den habe ich gewartet! Ging etwas länger, als gedacht!
      Wie gesagt; bin nicht religiös und sehe mich daher auch nicht gezwungen, hier eigene Überzeugungen verteidigen zu müssen.
      In Zeiten, in denen die breite Masse mit Ängsten bei der Stange gehalten wird, finde ich so eine schubladisierte Aufmache problematisch.
      Alles ist mit Vorsicht und einem gesunden Menschenverstand zu geniessen. So auch das oben erwähnte Bibel-Zitat. Dem grossteil der Menschheit traue ich dies zu!
      19 6 Melden
    • pascalmontana 22.11.2016 15:28
      Highlight @Georg: Da stimme ich Ihnen zu!
      5 0 Melden
    • pachnota 22.11.2016 15:30
      Highlight @ orwell
      Interesant, ich erlebe es genau seitenverkehrt. Wenn es um,s Christentum geht, sind viele (meist Agnostiker od. Atheisten) voller herablassender Ablehnung. Gehts jedoch um den islam, sind die gleichen Leute voller toleranter Offenheit.
      Wieso erleben wir das so unteschiedlich?
      Vieleicht weil ich in der Stadt wohne?
      18 43 Melden
    • Against all odds 22.11.2016 15:34
      Highlight karl_e: ja, ich hätte da noch eine Frage: Was wollen Sie uns mit Ihren Kommentar mitteilen? Wenn man seine Kinder schlägt, diese dann nicht ins Totenreich kommen?
      2 1 Melden
    • Ylene 22.11.2016 15:56
      Highlight Es steht nirgends, was für einer Religion diese Leute angehören, aber das ist ja auch egal. Als Agnostiker bin ich immer perplex. Da hat man eine religiöse Figur wie Jesus (Nächstenliebe, Vergebung, etc.), aber nein, christliche Fundis orientieren sich lieber am alten Testament. Mohammed hat nach Überlieferung seine Frauen und Tochter sehr liebe- und respektvoll behandelt, aber ja... Wieso ignorieren religiöse Fundis überall die grössten Vorbilder ihrer Religion? Gandhi:“I like your Christ, I do not like your Christians. Your Christians are so unlike your Christ.” Ich schliesse mich an...
      38 2 Melden
    • Ylene 22.11.2016 16:40
      Highlight Apropos 'Christus' und Fundi-Christen... :-)
      22 1 Melden
    • karl_e 22.11.2016 18:08
      Highlight @gainst.... Frage nicht. Ich zitiere nur das Hl. Buch dieser Kinderquäler.
      7 0 Melden
    • _kokolorix 22.11.2016 18:58
      Highlight @Ylene
      Na ja, Ghandi hat seine Frau und seine Töchter auch nicht eben respektvoll behandelt. Nur so nebenbei...
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    • Ylene 22.11.2016 19:18
      Highlight @ kokolorix: Ja, gegenüber Frauen war Gandhi ein Schwein. S. bspw. https://www.theguardian.com/commentisfree/2010/jan/27/mohandas-gandhi-women-india
      Er war auch ein totaler Rassist... s. bspw. http://www.minoritiesofindia.org/gandhi-spreads-racial-hatred-of-africans/ Trotzdem finde ich seine Aussage zu Jesus und (Fundi-)Christen sehr zutreffend.
      5 0 Melden
    • blobb 22.11.2016 20:24
      Highlight Ghandi ist eh ein schlechtes Beispiel. Er war extremer Nationalist und glaubte die Inder seien die Herrenrasse, zusammen mit den "Ariern".
      Eine Ikone der Geschichte, die auf ein Podest gehoben wird, auf das sie nicht gehört. Mutter-Theresa-Effekt...
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