Schweiz

Gemischte Teams: Schweizer und Deutsche Grenzwächter jagen neuerdings im Heli gemeinsam Ganoven 

13.10.15, 17:22

Schweizer Grenzwächter und deutsche Bundespolizisten gehen neuerdings gemeinsam in die Luft: Gemischte Teams gehen mit einem deutschen Helikopter auf Ganovenjagd. Die «Helikopter-Sprungfahndung» ermöglicht überraschende mobile Kontrollen beidseits der Landesgrenze.

Grenzübergreifende Ganovenjagd per Helikopter.
Bild: KEYSTONE

Teams aus je acht Beamten bauen überfallartig mobile Kontrollstellen etwa an Verkehrsknotenpunkten auf, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Grenzwache Basel und der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein (D) vom Dienstag hervorgeht. Die gesamte Ausrüstung samt Fahndungscomputer beider Seiten fliege mit.

Nach spätestens einer Stunde sei der Fahndungs-Spuk jeweils wieder vorbei, und der Heli nehme den nächsten Zielort ins Visier – immer nach Territorien alternierend. Am Montag beispielsweise sei der Super-Puma-Heli der Sprungfahnder in Eiken AG, Riedern (D), Nenzlingen BL, Neuhaus (D) und Kaiserstuhl AG gelandet.

Als Erfolgsbilanz wird zu diesem Flugdatum vermeldet, dass 120 Fahrzeuge und 160 Personen kontrolliert worden seien. Unter anderem wurde in Eiken ein gesuchter Einbrecher verhaftet, in Nenzligen ein Verstoss gegen das Waffengesetz festgestellt und in Kaiserstuhl ein weiterer Haftbefehl vollstreckt.

(sda)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1Kommentar anzeigen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Flint 13.10.2015 18:37
    Highlight Es gibt dazu übrigens mindestens eine Folge "Achtung Kontrolle" bei Kabel1 im Netz, wo im Bodenseeraum so per Superpuna gefahndet wird.
    0 0 Melden

Gesundheit gegen Empfang: So erbittert tobt der Kampf um Handyantennen 

Wird in der Schweiz eine Handyantenne gebaut, ist mit Widerstand zu rechnen. Hunderte von Einsprachen gegen ein einziges Baugesuch sind keine Seltenheit. Sind das Ortsbild und die Gesundheit wieder wichtiger als permanenter Empfang? Eine Suche nach Signal.

Es sind Sonnenstrahlen, die einen wärmen an diesem Oktobernachmittag im aargauischen Ammerswil, wenn man im Schooren draussen steht und auf das Dorf hinüberblickt. Und es sind Funkstrahlen, die die Gemüter erhitzen, wenn man in diesem Herbst die Leute fragt, hier im Walddorf, drei Kilometer südöstlich von Schloss Lenzburg, zwischen Bünz- und Seetal. Ammerswil ist ein Idyll.

Und ein Funkloch.

Die Salt Mobile SA, Rue du Caudray 4, 1020 Renens, hat das erkannt und ein Baugesuch für eine neue …

Artikel lesen