Schweiz

Wenn ich das gewusst hätte: Diese 30 Schweizer Gemeinden verschwinden Ende Jahr

17.12.15, 15:26 18.12.15, 09:34

Den ganzen Sommer über strampelte ich während vier Monaten die Schweiz ab. Jede der 2324 Gemeinden besuchte ich auf den fast 11’000 Kilometern. Würde ich die Tour 2016 machen, ich müsste einige Schleifen weniger einlegen und könnte mir so manchen Höhenmeter sparen.

44 Gemeinden schliessen sich per 1. Januar 2016 zu 14 grösseren Kommunen zusammen. Damit bleiben noch 2294 Gemeinden. Auf das laufende Jahr hin war der Gemeindebestand unter dem Strich um 28 Einheiten zurückgegangen, auf 2014 um 56.

Besonders viele Fusionen gibt's im Kanton Freiburg. Und da kann ich nur sagen: Das macht unfassbar viel Sinn. Genauso wie beispielsweise die Fusion von Bangerten und Rapperswil im Kanton Bern. Denn Bangerten sind diese paar Häuschen da auf dem Hügel.

Bangerten.
Bild: watson

Die grösste Fusion gibts im Oberhalbstein (Surses) im Kanton Graubünden. Die neun Gemeinden im Tal von Tiefencastel hoch zum Julierpass werden zur Kommune Surses. Speziell ist dabei Marmorera. Der Ort war bisher eine von drei Schweizer Gemeinden, die kein Ortschild besass (das alte Schild vom Dorf, das jetzt im Stausee verschwunden ist, ist an dieser Scheune montiert):

Das alte Ortsschild von Marmorera.
Bild: watson

Damit bleiben Villarsel-sur-Marly FR und Seehof BE die einzigen zwei Schweizer Gemeinden ohne Ortstafel.

Jedes Jahr 40 Gemeinden weniger

Seit 1860, als die Schweiz noch über 3200 Gemeinden zählte, sinkt die Zahl dieser Verwaltungseinheiten stetig. In den letzten 20 Jahren hat sich der Trend noch beschleunigt. Nachdem der Bestand von 1990 bis 2000 bereits um 122 Einheiten zurückgegangen war, verschwanden seither über 600 weitere Gemeinden, also fast 40 pro Jahr.

Überdurchschnittlich viele Gemeinden entschieden sich in den Kantonen Tessin, Freiburg und Graubünden zu Zusammenlegungen. Anteilsmässig die grösste Gemeindereform gab es Anfang 2011 im Kanton Glarus, als 25 Gemeinden zu 3 verschmolzen. (sda/fox)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Schneider Alex 18.12.2015 06:13
    Highlight
    Nachteile von Gemeindefusionen

    Wenn eine Agglomerationsgemeinde besondere Qualitäten zu verteidigen hat und sich die Selbständigkeit finanziell leisten kann, ist sie gut beraten selbständig zu bleiben. Besondere Qualitäten sind zum Beispiel eine auf die Bürgerschaft abgestimmte Orts- und Verkehrsplanung, Einrichtungen der Wahlinfrastruktur (z. B. Sportinfrastruktur) oder eine eigenständige Sicherheitspolitik. Mit einer Fusion geht eine Agglomerationsgemeinde das Risiko ein, für den Wahlbedarf der Stadt (z. B. Fussballstadion) einstehen zu müssen.
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    • LaPaillade #BringBackHansi 18.12.2015 06:53
      Highlight Da hast du sicherlich einen guten Punkt erwähnt, mann muss jedoch auch sehen, dass aber auch mit der aktuellen Situation das Kongruensprinzip unbefriedigend ist.
      Bsp. Luzern: Die Stadt trägt einen Grossteil der Kosten des KKLs, viele Anwohner der umliegenden Agglomerationen benutzen dies jedoch auch, diese Gemeinden zahlen jedoch keine (höchstens minime) Beiträge zur Finanzierung.
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    • Schneider Alex 19.12.2015 09:34
      Highlight Die Stadt hat aber auch Einnahmen, welche die Vorortgemeinden nicht haben, z.B. viel höhere Steuern von juristischen Personen. Die Pendler und Konsumenten der Vorortsgemeinden tragen viel zum hohen Steuerstubstrat der Kernstädte bei. Vielleicht ist auch auf dem Verhandlungsweg ein besserer Ausgleich zu erreichen. Vielleicht hat sich die Stadt Luzern aber auch bei der Infrastruktur übernommen.
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  • michu 17.12.2015 20:52
    Highlight Die Ortschaften, die mit Ersigen fusionieren, heissen Oberoesch und Niederoesch, wie auch auf den Ortschildern. In der Bildlegende ist da irgendwie ein B reingerutscht...?
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    • Reto Fehr 17.12.2015 23:20
      Highlight Ja, da hat sich ein b reingeschlichen. Habs korrigiert. Merci
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  • Gelöschter Benutzer 17.12.2015 20:38
    Highlight Finde die Fotos der Tour Dur dschwiz machen den Artikel sehr Sympatisch. Und Bangerten muss ich mal Besuchen :D Ist das die kleinste Gemeinde der Schweiz oder gibt es noch kleinere?
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    • Reto Fehr 17.12.2015 23:24
      Highlight Bangerten. Ja, das waren schöne 25 sekunden😂
      Gibt aber schon noch kleinere. Viiiiel kleinere. Mir fällt immer kammersrohr ein, da merkte ich nicht, dass ich in einem ort war, bis am anderen "ende" auf der wiese das ortsschild stand😁
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  • LaTschuberlinca 17.12.2015 16:52
    Highlight Haha! super Überschrift!
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  • bokl 17.12.2015 16:39
    Highlight Damit hast du die Gewissheit, dass niemand je so viele Gemeinden wie du erradeln kann. Deine Leistung bleibt somit unerreichbar. Und legendäre Aufstiege wie nach Kyburg hast du doch aus purer Freude und nicht (nur) wegen dem Ortsschild bewältigt 😁
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    • Reto Fehr 17.12.2015 18:08
      Highlight das stimmt. naja, pure freude ist im fall von st. antönien und obersaxen passend. hoch nach kyburg fuhr ich schon zu oft. allerdings meist von der flacheren seite (fehraltorf) her. von winterthur hinauf nach kyburg, ist freude sehr relativ;-)
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    • bokl 17.12.2015 20:42
      Highlight Die flache Seite ist für Weicheier :). Wahre Cracks rollen via Tösstal an. Und wenn du den Aufstieg über Sennhof schon nur als relativ erfreulich empfunden hast, probier mal die Variante von Kollege Meile. Da hat es micht fast vom Rad gehauen ...
      4 0 Melden
    • Ralf Meile 17.12.2015 22:39
      Highlight Ich bin diese "Abkürzung" nach Brünggen auch nur ein Mal gefahren ;-) Die Hauptstrasse von Kollbrunn nach Brünggen und dann weiter nach Kyburg ist jedoch zu empfehlen, weil es etwas weniger steil ist.
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    • Reto Fehr 17.12.2015 23:26
      Highlight Der meile, der fährt auch die tortour. der muss da die harte variante wählen😀
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