Schweiz

Bei über 1000 Schweizer Haushalten stellt die Post keine Briefe mehr zu

13.06.16, 10:51 13.06.16, 11:31

Die Post hat im letzten Jahr schweizweit fast hundert Poststellen geschlossen. Im Gegenzug schuf sie 75 neue Postagenturen. Das geht aus dem Jahresbericht der Eidg. Postkommission (PostCom) hervor.

Die Umwandlung des Poststellennetzes sei 2015 etwa im gleichen Tempo weitergegangen wie bisher, teilte die PostCom am Montag mit. Schweizweit betrieb die Post letztes Jahr 1464 Poststellen, 98 weniger als im Vorjahr.

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Bild: KEYSTONE

Die Gemeinden machten dabei selten von ihrem Recht Gebrauch, die PostCom anzurufen – nur jeder zehnte Fall gelangte an die PostCom. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass Agenturen viele Dienstleistungen bei langen Öffnungszeiten anbieten, schreibt die PostCom.

Die Zahl der Postagenturen – beispielsweise Dorfläden, die im Auftrag der Post das Postgeschäft betreiben – wuchs letztes Jahr auf 735 an. Zusätzlich erbrachte die Post in 1295 Gebieten mit Hausservice-Lösungen ihre Leistungen.

Nach Angaben der Post wurde damit bei 1005 Haushalten keine reguläre Hauszustellung erbracht, stattdessen wurden Briefe beispielsweise in Postfächern zugestellt. Im Vorjahr waren noch unter 900 Haushalte betroffen gewesen. Die Zahl sei angesichts der Gesamtzahl der versorgten Häuser aber gering, hält die PostCom fest.

Roger Federer auf Briefmarken in aller Welt

Regionale Kriterien gefordert

Die Erreichbarkeit der Poststellen und -agenturen hat sich 2015 indes verbessert. 94,3 Prozent der Haushalte erreichten innerhalb von 20 Minuten zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Poststelle oder eine Postagentur.

Der Anstieg um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr hat die Post laut PostCom jedoch vor allem den Umständen zu verdanken: Bewohner aus ländlichen Regionen zogen in dichter besiedelte Gebiete und der öffentliche Verkehr wurde weiter optimiert, was den Wert steigen liess. Aussagekräftiger als ein nationaler Durchschnitt wären aus Sicht der PostCom daher regionale Erreichbarkeitswerte.

Probleme bei der Zustellung machten auch letztes Jahr den Grossteil der Beschwerden aus, die bei der PostCom eingingen. 21 Personen beschwerten sich deswegen mit einem sogenannten Bürgerbrief. Insgesamt erhielt die PostCom 36 Briefe von Bürgerinnen und Bürgern, die Reklamationen gegenüber der Post betrafen; das sind acht weniger als im Vorjahr.

(sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Gelöschter Benutzer 13.06.2016 14:14
    Highlight Warum Jamern, man hat es ja gewusst - aber ja stimmen bei der Service Public Initiative wollte man nicht.
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  • Gabe 13.06.2016 13:11
    Highlight Ja aber die Service Public Initiative war ja Schwachsinn. Ist klar :/ :/ Warum ? Kann man sich da nur noch fragen.

    Der Service Public in der Schweiz wird mehr und mehr zum überteuerten, schlechten Witz.
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  • ramonke 13.06.2016 11:31
    Highlight ist doch super👍🏼 was soll denn der kritische titel?
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  • TheMan 13.06.2016 11:11
    Highlight Das gesamte Nennt man Service Puplic und hat sich nur Verbessert. Bei uns kommt die Post zum Teil auch erst um 14 Uhr. Wen es nur einzelne Briefe sind auch erst am Folgetag.
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