Schweiz

Zoë Jenny leistete der Einladung Roger Schawinskis Folge: Zur Veröffentlichung der Memoiren der Flaacher Kindsmörderin Natalie K. reiste die Schriftstellerin von Wien nach Zürich. bild: srf screenshot

KESB-Kritikerin Zoë Jenny bei Schawinski: «Mit Narzissmus kennen Sie sich ja aus!»

Zoë Jenny hat die Memoiren der Flaacher Kindsmörderin Natalie K. herausgegeben. Aus diesem Anlass hat Talkmaster Roger Schawinski die wohl berühmteste KESB-Kritikerin in seine Sendung eingeladen – und in ein krudes Gespräch über Kindsmord, Erziehung und Narzissmus verwickelt.

31.01.17, 12:15 31.01.17, 21:43

Natalie K., die in der Silvesternacht 2015 ihre beiden Kinder tötete und sich Monate danach in ihrer Gefängniszelle selbst strangulierte, hat Memoiren hinterlassen, Memoiren, die erstmals, und gegebenermassen einseitig, die Sicht der Mutter auf ihre eigene Geschichte wiedergaben, und Memoiren, die den KESB-Kritikern als Vehikel im Kampf gegen die Behörde gerade gelegen kommen könnte. Ihre Initiative «Stopp der KESB» wartet auf den Startschuss für die Unterschriftensammlung.

Nun hat Roger Schawinski die berühmteste KESB-Kritikerin und Herausgeberin der Memoiren von Natalie K., Zoë Jenny, in seine Sendung eingeladen. Dabei platzierte Jenny bereits in den ersten Minuten ihre KESB-Kritik, die sie fortan gebetsmühlenartig wiederholen sollte. Die zentrale Frage in diesem Fall, so Jenny, sei, warum die Kinder von Natalie K. nicht bei den Grosseltern platziert wurden. Ihr wäre es lieber, das Buch würde nicht existieren. «Aber es existiert, weil massive Fehler gemacht wurden», sagte Jenny.

Das Buch sei eine einseitige Darstellung, entgegnete Schawinski, ohne zunächst auf die Behördenkritik einzugehen. Natalie K. gebe vor allem ihrem Ex-Mann die Schuld, sie habe niemand anderen zu Wort kommen lassen. Jennys Antwort darauf: Natalie K. sei ja im Gefängnis gesessen, wie hätte sie jemand anderen zu Wort kommen lassen wollen. «Er kann ja auch ein Buch schreiben.» Das sei die Geschichte von Natalie K., ihr Nachlass. Das Dokument einer Frau, die etwas Unglaubliches getan habe, das durch nichts zu entschuldigen sei. Dabei gab sich Jenny überraschenderweise relativ differenziert: Dass es das Buch gebe heisse nicht, «dass das die letzte Wahrheit ist.»

Schawinskis Versuche, die Tat aus einer psychologischen Sicht aufzurollen, wirkten hilflos. Es handle sich bei der Tat um einen Filizid, Schawinski solle das doch auf Wikipedia nachschauen, sagte Jenny. Schawinski versuchte es weiter: «Ist das eine altruistische Haltung oder eine narzisstische Haltung?» Jenny antwortete: «Das ist egal, es ist eine katastrophale Haltung. Eine tödliche.» Mehr wisse sie auch nicht, sie sei kein Psychologe. Aber er solle doch bitte nicht den Gutachter Frank Urbaniok fragen, der tippe irgendwas in seinen Computer und raus komme eine narzisstische Störung. Und mit Narzissmus kenne sich Schawinski ja wohl aus.

In diesem Stil ging es weiter, die beiden schenkten sich nichts und brachten nichts Erhellendes zustande. Als Schawinski Jenny in eine Erziehungsdiskussion verwickelte (ob jetzt ihr Partner als der Vater ihres Kindes gelten könne oder nicht) disqualifizierte sich der Talkmaster eher, als dass er Jennys Behördenwut entlarven hätte können. Sein «Tsunami falscher Anschuldigungen» (O-Ton Jenny) klatschte an eine Felswand. (dwi)

Der Kampf gegen die KESB

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Chregulink 01.02.2017 13:09
    Highlight Nach der Sendung gestern bin ich geschockt, dass es Personen gibt, die Jenny unterstützen...
    Diese Frau konnte gestern nichts, als einfach widersprechn und reinreden und hatte überhaupt keine glaubwürdigen Argumente parat, obwohl sie sich ja eigentlich mit der eigentlichen Materie richtig befassen müsste...
    Sie argumentierte immer nur mit "Nei" oder "das stimmt nicht" obwohl Schawinski z.B. Zitate von Ihr selber vorgelesen hat:) Jenny - >Glaubwürdigkeit = 0
    Versucht mal mit so einer Person zu diskutieren ;)
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  • Spooky 01.02.2017 11:03
    Highlight Wieso unterstützt ihr Linken eine intelligente, mutige Frau wie Zoë Jenny nicht? Ich begreife das nicht.

    Ich habe es schon bei Jolanda Spiess nicht begriffen.

    Seid ihr Linken eigentlich von allen guten Geistern verlassen?
    5 7 Melden
    • Chregulink 01.02.2017 13:01
      Highlight Was hast du für argumente, sie zu unterstützen nach dieser Diskussionsrunde von gestern? ;)
      4 0 Melden
    • Fabio74 01.02.2017 15:31
      Highlight Was ist dein Problem mit dem Verallgemeinern "die Linken"? Im Gegensatz zu den SVPlern denkt der Rest selbstständig.
      Warum soll man diese Dame unterstützen und worin??
      3 0 Melden
    • Spooky 01.02.2017 17:39
      Highlight @Fabio74
      "Warum soll man diese Dame unterstützen..."

      Weil Zoë Jenny zu verstehen sucht, warum eine Mutter unter Druck ihre eigenen Kinder umgebracht hat.
      2 2 Melden
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  • gehtgarnicht 01.02.2017 02:30
    Highlight Habe die Sendung gesehen. Herr Schawinski ist emotional mit seiner eigenen Erfahrung ( Kindesentzug) verbunden. Daraus kann nichts Objektives erfolgen. Er hat nur seinen eigenen Schmerz und Hass weiterverbreitet. Möge er seinen Frieden mit der damaligen Situation finden :-)
    7 16 Melden
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  • Spooky 31.01.2017 23:13
    Highlight Zoë Jenny ist eine mutige Person.
    10 35 Melden
    • Raembe 01.02.2017 05:35
      Highlight Naja, sie macht Kohle mit fremden Memoiren einer 2 fachen Kindsmörderin. Stimmt das ist mutig, aber auch abstossend.
      32 4 Melden
    • Spooky 01.02.2017 06:45
      Highlight @Raembe

      Vergiss es! Mit ernsthaften Büchern macht niemand Kohle.
      3 20 Melden
    • Hierundjetzt 01.02.2017 07:52
      Highlight Spooky, nö. Ein Lautsprecher wie Schwaller, der ein fremdes Kind entführte, weil aus Gründen.

      Die Mutter wollte das Kind nicht einschulen...
      8 3 Melden
    • Raembe 01.02.2017 08:27
      Highlight Dann sag das bitte mal allen Prominenten die eine Autobiografie geschrieben haben. Nichts ist ernster als das wahre Leben...
      1 2 Melden
    • Spooky 01.02.2017 09:06
      Highlight Ich frage mich, wieso ihr Linken gegen starke Frauen seid.

      Ich habe mich das schon bei Jolanda Spiess gefragt.

      2 6 Melden
    • Spooky 01.02.2017 09:10
      Highlight @Raembe
      Stimmt auch wieder.
      0 2 Melden
    • Spooky 01.02.2017 10:26
      Highlight @Raembe

      Diese Prominenten lügen alle, was das Zeug hält. Und genau darum machen sie Kohle.

      Im Gegensatz zu Zoë Jenny. Diese Frau sagt die Wahrheit, und genau darum wird sie von den WatsonUsern beschimpft.


      3 4 Melden
    • Hierundjetzt 01.02.2017 10:49
      Highlight spooky: Das sind alternative Fakten. Spiess wurde rechtskräftig verurteilt. Jenny gibt einfach eine Geschichte gem. Hören-Sagen weiter.

      Das hat rein gar nichts mit "stark" zu tun. tolle starke Frauen gibts sehr wohl. Rechtskräftig verurteilte Frauen wie Jenny und Spiess gehören nicht dazu.
      4 1 Melden
    • Fabio74 01.02.2017 15:33
      Highlight Sie sagt die Wahrheit? Welche Wahrheit? Sie redet im Namen einer 2fachen Kindsmörderin und gibt deren Ansichten zum besten. Das ist aber nur eine Meinung. Und nicht mehr
      2 0 Melden
    • Spooky 01.02.2017 17:45
      Highlight @Fabio74

      "Sie redet im Namen einer 2fachen Kindsmörderin"

      Nein, Zoë Jenny redet im Namen aller Mütter, die durch die KESB unter Druck geraten sind.
      0 2 Melden
    • Raembe 01.02.2017 18:05
      Highlight @Spooky, Ihr Ex Mann scheint da anderer Meinung zu sein: https://familiefamilienrecht.wordpress.com/2015/08/30/streit-mit-der-kesb-ex‑mann-wi­der­spricht-zoe-jen­ny/
      3 0 Melden
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  • supermario1 31.01.2017 22:04
    Highlight Herrlich, eure Kommentare! :-) :-D
    Schawinski der Narzisst, und die Dame die Wutbürgerin, herrliche Kombination. Vielleicht schaue ich mir das “Format“ ja mal an!:)
    11 2 Melden
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  • Ceci 31.01.2017 18:14
    Highlight Mein Bauchgefühl sagt, diese Frau ist nicht gut.
    85 14 Melden
    • Chregulink 01.02.2017 13:00
      Highlight DITO!
      2 0 Melden
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  • koks 31.01.2017 15:45
    Highlight Wer Jennys eigene Story nachliest, sieht, wie Frau sich verhalten muss, um ihrem Ex-Mann die Kinder vorzuenthalten, um die Gerichte und die Rechtssprechung auszubremsen. Leider kein Einzelfall, sondern Rechtsstaat Schweiz 2016 in Sachen Sorgerecht.
    https://familiefamilienrecht.wordpress.com/2015/08/30/streit-mit-der-kesb-ex%E2%80%91mann-wi%C2%ADder%C2%ADspricht-zoe-jen%C2%ADny/
    106 4 Melden
    • CASSIO 01.02.2017 05:46
      Highlight Wenn ich dies lese, bestätigt es meine Meinung, welche ich von dieser Frau hatte: die ist nichts wert! Es geht einzig und allein um sie selbst, die Tochter ist ihr alles in allem sch***egal.
      22 1 Melden
    • niklausb 01.02.2017 06:28
      Highlight Zum glück vieler Väter haben nicht alle solche Mütter das Budget von Frau Jenny
      16 1 Melden
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  • Meinungsvielfalt 31.01.2017 15:29
    Highlight Auch wenn das Buch ein Flop wird, braucht sich Frau Wutbürgerin Jenny keine Sorgen um ihre journalistische Zukunft zu machen.

    Mit ihrer verbissenen und verbitterten Art über staatliche Organe zu schreiben, werden sich sämtliche rechtsgerichteten Postillen um sie reissen.
    111 23 Melden
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  • Benot 31.01.2017 14:30
    Highlight Und weiss man jetzt, wieso die Kinder nicht bei den Grosseltern unterkommen durften?
    33 9 Melden
    • xlt 31.01.2017 15:29
      Highlight Eventuell weil dadurch die Kinder zu Nahe an der Mutter gewesen wären?
      23 11 Melden
    • fandustic 31.01.2017 16:02
      Highlight Man sah wohl das Umfeld als nicht wirklich ideal an....somit würde sich wenig ändern, wenn man die Kinder einfach den Grosseltern übergibt. Die Mutter hätte dann wohl immer noch Kontakt zu den Kindern. Mach aus meiner Sicht schon Sinn, wenn man es denn als nötig erachtete.
      50 4 Melden
    • Benot 31.01.2017 17:55
      Highlight O.k. Man weiss es also nicht.
      Komisch, dass diese Hintergrundinformation geheim bleibt, denn der Aspekt würde die KESB eventuell vom Vorwurf entlasten. ...
      ... Ist wohl offenbar leider nicht der Fall.

      @ xlt und fandustic mit 15 Herzli:
      Was ihr da schreibt sind reine Vermutungen. Wieso vermuten und werweisen ... wenn doch die KESB diese Frage selber klarstellen könnte?

      fandustic: Lies Deinen Kommentar doch nochmal durch.
      Ist die Mutter ungeeignet, sind es die Grosseltern bestimmt auch?
      Es ging um die Obhut. Wieso aber gar keinen Kontakt mehr zur Mutter? Das ist doch schlimm für ein Kind.
      12 15 Melden
    • ElendesPack 31.01.2017 18:31
      Highlight Benot: Die KESB DARF hier nichts richtigstellen. Sie ist äusserst strengen Datenschutzbestimmungen unterworfen.
      31 3 Melden
    • Schnurri 31.01.2017 18:46
      Highlight Weils die KESB aus Datenschutz oder anderen Gründen nicht bekannt geben darf? Es geht ja auch nur die Angehörigen etwas an warum die KESB was entscheidet...
      23 0 Melden
    • Hierundjetzt 31.01.2017 18:55
      Highlight Grosseltern haben im Fall Flaach keinen Anspruch auf den Enkeln.

      so lest :)

      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/oma-und-opa-haben-keinen-anspruch-auf-die-enkel/story/23913485
      7 2 Melden
    • Charlie Brown 31.01.2017 19:26
      Highlight @Benot: Ich finde nicht, dass sich die KESB vor dem Mob rechtfertigen muss.

      Der Fall wurde professionell und unabhängig untersucht. Die KESB hat demnach korrekt gehandelt.
      29 9 Melden
    600
  • Oly 31.01.2017 13:34
    Highlight Das Format wird immer noch geschaut?
    88 8 Melden
    • Meinungsvielfalt 31.01.2017 17:13
      Highlight Oly@ich wusste gar nicht, dass hier von Format gesprochen werden darf?🤥
      25 2 Melden
    600
  • Swarup 31.01.2017 13:04
    Highlight Schawinski 🖓🖓
    16 25 Melden
    600
  • Hierundjetzt 31.01.2017 12:50
    Highlight Schawinski hat Jenny demaskiert, aber sowas von.

    Gross über das Kindswohl innerhalb des engeren sozialen Umfeldes schwadronieren, das eigene aber mittels Umzügen und Gerichtsbeschlüssen vom leiblichen Vater fernhalten und dann zusätzlich (als Gipfel der Unverfrorenheit) dem Kind weismachen, dass der heutige (!) Freund der Vater sei.

    Nö Jenny, seit gestern Glaubwürdigkeit = 0.
    210 19 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.01.2017 13:54
      Highlight Haha
      Umgekehrt wird ein Schuh draus!

      Wieder einmal wurde überdeutlich, dass die Welt, in der sich die Sonne um Roger dreht, mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Das nennt man Narzismus - genau wie Jenny gesagt hat.

      Es war auch deutlich, dass Jenny nicht wegen Schawinski dort war, sondern einzig und allein um das Buch zu promoten.
      69 24 Melden
    • Fabio74 31.01.2017 14:43
      Highlight Ein Buch einer 2fachen Kindsmörderin. Wie man da noch Geld dran verdienen... eklig
      90 14 Melden
    • Hierundjetzt 31.01.2017 14:54
      Highlight Ja das stimmt, sie war wegem Buch dort.

      Es ist dennoch eine Tatsache, dass der Grundtenor des Buches (wie auch des Gespräches) lautete: wären die Kindern bei den Grosseltern gewesen, wäre alles bestens (was natürlich Quark ist, sonst hätte die KESB dies auch so verfügt)

      Es ist die Diskrepanz: "Aussagen - eigenes Verhalten Jenny" das extrem stört.
      83 5 Melden
    • schiterli 31.01.2017 16:07
      Highlight Ich kann dem Geschriebenen nur beipflichten. Jenny hat für mich jede Glaubwürdigkeit verloren. Zu bedauern ist in erster Linie das Kind, welches für die Egomanin wohl nur Mittel zum Zweck ist.
      91 3 Melden
    • Chregulink 01.02.2017 12:59
      Highlight Sorry, aber die Aussagen von Jenny sind weder Glaubwürdig noch Aussagekräftig, meist sogar widersprüchlichlich. Sie sind rein emotionaler Art oder auf Grund Marketing Ihres Buches...

      Ich bin kein Schawinski Fan, aber er hat sich auf das Gespräch vorbereitet und machte einen sachlicheren und professionellerern Eindruck... Jenny hingegen konnte vorallem 2 Wörter: "Nein" und "nicht"...
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