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Luxus-WG in London an bester Lage: Wer möchte Oma-Sitter werden? sceenshot: spareroom

Ungewöhnliche Anzeige: Suche Oma-Sitter – biete Luxus-WG

Mehrgenerationen-WG im Edel-Loft: Ein Londoner Unternehmer will mit Freundin und Grossmutter zusammenziehen. Damit sich die 93-Jährige nicht langweilt, sucht das Paar einen Omasitter. Bedingung: ein grosses Herz.

Publiziert: 02.10.16, 02:47 Aktualisiert: 02.10.16, 08:53

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Es ist eine ungewöhnliche Anzeige bei SpareRoom, dem britischen Vermittlungsdienst für Wohnraum: «Mitbewohner/Grossmutter-Sitter gesucht – Miete frei», heisst es in der Annonce, in der eine elegante Holzterrasse mit Blick aufs Wasser zu sehen ist.

Ähnlich ungewöhnlich ist auch die WG, die entstehen soll: Ross Elder, 40, will mit seiner Freundin Sofi, 32, in das rund 180 Quadratmeter grosse Luxusloft in der South Bank an der Londoner Themse ziehen. Mit von der Partie wird Ross' Grossmutter Margaret, 93, sein. Weil sie sich in ihrem Seniorenwohnheim einsam fühlt, hat Ross die grosse Wohnung mit dem gigantischen Flussblick gemietet.

Ein Mensch mit Herz für Oma

Ross, Sofi und Margaret suchen jetzt noch einen weiteren Mitbewohner, der sich um Oma Margaret kümmern soll. «Wir brauchen rund 30 Stunden Grandma-Sitting pro Woche, zwei Nächte pro Woche sollten zu Hause verbracht werden», schreibt Ross Elder. Zur Arbeit sollen Hilfeleistungen beim Anziehen und Duschen ebenso zählen wie Gespräche und Spaziergänge mit der alten Dame.

«Wir suchen nach einer fürsorglichen Seele, jemand, der lustig ist, geduldig, etwas frech, aber mit einem grossen Herz.» Im Gegenzug bietet Elder die kostenlose Unterkunft in einem der drei Schlafräume des Edel-Lofts.

«Wir sind alle aufgeregt, was uns dieses neue Kapitel in unserem Leben bringen wird», so Elder. «Und wir sind nervös wegen der Verantwortung, die diese Veränderung mit sich bringt, und wollen so wenig Fehler wie möglich machen.»

Geheimes Abenteuer?

Denn Oma Margaret leidet, schreibt Elder, immer wieder unter Gedächtnislücken, die sowohl auf ihr Alter als auch auf eine Demenz zurückzuführen seien. Ansonsten habe die alte Dame eine Vorliebe für Kreuzworträtsel und Puzzles und liebe Musik – vor allem alte Trinklieder. Sie gehe gern spazieren, geniesse regelmässig ihre Tea-Time und vermisse insbesondere das Backen.

«Ich will viel Zeit mit meiner Grossmutter verbringen», schreibt Elder. Daher werde es voraussichtlich viele Überschneidungen mit dem Mitbewohner geben. Aber er wolle «extra-sicher» sein, dass immer jemand für seine «Nan» da sei, damit sie sich nicht langweile und auch nicht verloren gehe, falls sie sich auf einen geheimen Abenteuerausflug begebe.

Bislang haben Ross Elder und seine Freundin Sofi über 200 E-Mails auf ihre Anzeige erhalten. Der britischen BBC sagte Elder: «Es waren sogar Anfragen von Menschen dabei, die sich für einen Kuchen von meiner Grossmutter einfach nur mit ihr treffen und musizieren wollten.» Er fühle sich jetzt positiv darin bestärkt, dass das Projekt tatsächlich klappen könnte.

Jamsession mit Margaret

Der Gedanke für die WG mit der Grossmutter und die Suche nach einem zusätzlichen Aufpasser kam Ross Elder in den Niederlanden. Dort gibt es bereits Angebote für Studenten, die kostenfrei in Altenheimen wohnen können, wenn sie sich mehrere Stunden pro Woche um die Einwohner kümmern.

«Diese Idee hat sich bei mir festgesetzt», so Elder zur BBC. Er habe dann die Annonce ins Internet gestellt. Ihm sei durchaus bewusst, dass er sich in einer besonderen Situation befinde: Eigenen Angaben zufolge arbeitet Elder nach einem gewinnbringenden Verkauf einer Website nur noch in Teilzeit an eigenen Projekten.

Inzwischen hat das Paar die ersten Bewerber eingeladen, um sich kennenzulernen. Die vielen E-Mails haben Elder zu einem Nachtrag bei SpareRoom inspiriert.

Auch gesucht:

– Musiker, die zu uns kommen und für sie proben, jammen, spielen,

– Grosseltern, die mit meiner Nan Zeit verbringen oder z.B. eine neue Singgruppe starten,

– Jeder, dem wir mit einem Kuchen helfen können (meine Nan hat 50 Jahre als Freiwillige bei Meals on Wheels für ältere Menschen gearbeitet).

So mies können die Bewertungen bei Amazon und Tripadvisor sein

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
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7 Kommentare anzeigen
7
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  • Mayadino 02.10.2016 11:57
    Highlight Nun auch wenn der student keine miete zahlen muss, bekommt er keinen lohn und muss so auch noch woanders arbeiten, das wird dann mit studium und oma sitten sehr knapp. Zudem ist bei solchen wohn situationen das risiko hoch, ausgenutzt zu werden. Kannst du nicht noch etwas bleiben? Kannst du noch schnell putzen? Etc etc und wenn man nicht mitmacht wird man aus der wohnung geworfen.
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  • Big ol'joe 02.10.2016 11:05
    Highlight Hmmm aber 30 Stunden aufpassen tönt dann doch eher nach einem full-time job... Und das ohne Lohn.
    Früher hat man doch die Bediensteten immer im Haus wohnen lassen? Und entlohnt wurde man ja auch? Was ist also hier anders? Ich verstehs nicht...
    15 1 Melden
    • Littlepage 02.10.2016 20:05
      Highlight 30 Stunden im Monat. Full-time job?
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    • esmereldat 02.10.2016 21:40
      Highlight Pro Woche steht da...
      2 0 Melden
    • Littlepage 03.10.2016 05:51
      Highlight Stimmt, das ist zuviel. Aber die Studenten, die kostenlos im Seniorenheim in den Niederlanden wohnen können, leisten 30 pro Monat. Da kann man locker daneben studieren und verdienen.
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  • Matrixx 02.10.2016 09:59
    Highlight Ob da wohl auch Mitt-Zwanziger aus der Schweiz erwünscht sind?
    Sie suchen jemanden, der auf ihre Grossmutter aufpasst und ich suche eine Grossmutter, da meine verstorben sind, als ich noch ein Kind war.
    11 2 Melden
    • sib_ylle 02.10.2016 12:02
      Highlight Vielleicht wäre das Projekt "Wohnen für Hilfe" was für dich! Wir haben das Projekt dieses Frühjahr lanciert. Dort bin ich eine der Koordinationsstellen. "Wohnen für Hilfe" gibt es auch in Zürich.
      4 0 Melden
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HA! Erwischt! Ich darf dich jetzt hauen. Gruess, Picdump 😒👊

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– In der watson-App (iPhone/Android) aufs Menü (3 farbige Strichli rechts oben) klicken– Ganz unten Push-Einstellungen antippen (je nach Handy musst du bitzli runterscrollen) und bei PICDUMP (und was dich sonst noch interessiert) auf «ein» stellen, FERTIG. 

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