Sport

FIFA-Präsident Gianni Infantino lädt die Welt ein. Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

Warum die WM die Kleinen einlädt und die Champions League sie aussperrt

An der WM 2026 werden 48 Teams teilnehmen. Der Entscheid des FIFA-Rats öffnet die WM-Tore für 16 weitere Nationen. Keine Frage: Die Kleinen werden profitieren. Damit geht die FIFA den umgekehrten Weg der UEFA, welche die Kleinen zusehends aus der Champions League ausschliesst. Beiden geht's allerdings um das Gleiche.

11.01.17, 16:10 12.01.17, 06:58

Noch nicht einmal zwölf Monate ist Gianni Infantino im Amt und schon hat der neue FIFA-Präsident sein grösstes Wahlversprechen eingelöst. 2026 werden an der WM 48 statt wie bislang 32 Nationen teilnehmen. Er schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Mehr WM-Plätze bedeuten höhere Teilnahme-Chancen für die Kleinen, die Infantino bei den nächsten Wahlen die entscheidenden Stimmen bringen sollen. Und dann ist da ja auch noch das Geld: Statt 64 Spiele werden ab 2026 80 Partien ausgetragen. Mehr Spiele heisst automatisch: mehr Einnahmen.

3,3 Milliarden Euro Gewinn machte die FIFA mit der WM 2014 in Brasilien. Nach Ausschüttung der Prämien für die Teilnehmer-Länder, die restlichen FIFA-Mitglieder und die Vereine, welche ihre Spieler abstellten, blieb dem Weltverband die Rekordsumme von 1,6 Milliarden Euro. Geld, das natürlich wieder in den Fussball investiert wird. Zumindest, wenn man der FIFA Glauben schenkt.

Kann die WM mit 48 Teams tatsächlich noch erfolgreicher werden als mit 32 Mannschaften? Bild: EPA/DPA

Dank der neuen Mammut-WM werden die Einnahmen also weiter nach oben steigen. Für 2026 wird mit einer Zunahme von rund einer Milliarde Euro gerechnet, der Gewinn soll um rund eine halbe Milliarde Euro höher ausfallen als zuletzt in Brasilien. Die negativen Aspekte des neuen 48er-Modus werden grosszügig ausgeblendet, aufkommende Kritik wird weggelächelt.

Dass Absprachen in der Gruppenphase möglich sind, die Qualität des Turniers leiden wird und das Interesse an der aufgeblähten WM mit 80 Spielen schwinden könnte, nimmt die FIFA in Kauf. Schliesslich gilt es die Cashcow zu melken, so lange sie noch ausreichend Milch gibt.

Alle Fussball-Weltmeister

UEFA gibt Druck der Topklubs nach

Dass der Schuss auch nach hinten gehen kann, hat die UEFA in den letzten Jahren schmerzlich erfahren. Ihr Vorzeigeprodukt Champions League, das 1993 die Kommerzialisierung des modernen Fussballs initiiert hat, ist ins Wanken geraten. Die Einschaltquoten sind zwar nach wie vor hoch, doch in der Gruppenphase geraten sie immer stärker unter Druck. Duelle wie Ludogorez Rasgrad gegen Basel oder Rostow gegen Eindhoven locken ausser in den Heimatländern der Klubs kaum Zuschauer vor den TV.

Dabei hat die UEFA seit der Gründung der Champions League alles daran gesetzt, die «Liga der Besten» optimal zu verkaufen und zu vermarkten. Von zunächst acht Teams ist das Teilnehmerfeld der Gruppenphase ständig vergrössert worden. Seit der Saison 1999/2000 kämpfen 32 Teams um den Titel, die Qualifikation eingerechnet sind es gar 78.

Alle Champions-League-Sieger

Doch die UEFA hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Durch die ständig steigende Kommerzialisierung hat sich der europäische Klubfussball in eine Zweiklassen-Gesellschaft entwickelt. Auf der einen Seite die Grossklubs wie Bayern München, Manchester United oder Real Madrid, auf der anderen die (international gesehen) Kleinen wie der FC Basel, Salzburg oder Ajax Amsterdam.

Weil sich die Grossen dank ihrer wirtschaftlichen Anziehungskraft stets die besten Spieler leisten können, ist die Kluft zwischen ihnen und den Kleinen immer grösser geworden. Der letzte Champions-League-Sieger, der nicht stets im Konzert der Grossen mitspielt, war 2004 der FC Porto. Kantersiege der Topklubs sind in der Gruppenphase nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel geworden. Und spätestens ab den Achtelfinals spielen sie ohnehin unter sich, die Gruppenspiele drohen in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Kein Wunder, mucksten die Topklubs zuletzt auf. Weil auch ihnen nicht entging, dass sich Duelle mit den grossen Rivalen besser vermarkten lassen, drohten sie auszusteigen und eine eigene «Superliga» zu gründen. Die UEFA musste einlenken, denn eine Champions League ohne Topklubs würde nicht mehr genügend Gewinn abwerfen. Ab der Saison 2018/19 gibt es deshalb einen neuen Verteilschlüssel für die Startplätze der Gruppenphase.

16 – also genau die Hälfte – sind dann für die vier besten Teams der vier besten Ligen Europas (derzeit jene aus Spanien, Deutschland, England und Italien) reserviert, zwei gehen für den Titelverteidiger und den Europa-League-Sieger drauf; acht Plätze erhalten die Ligen, die in der Fünfjahreswertung die Positionen fünf bis zehn belegen (derzeit Frankreich, Portugal, Russland, die Ukraine, Belgien und die Türkei). Resteuropa kann die übrigen sechs Startplätze unter sich ausmachen.

So sieht das Teilnehmerfeld der Champions League ab der Saison 2018/19 aus. bild: screenshot uefa.com

Diktiert wurde die neue Champions-League-Reform von der European Club Association, der Interessenvertretung der europäischen Fussballvereine. Sie wurde seit ihrer Gründung im Jahr 2008 von Jahr zu Jahr mächtiger. In der Exekutive der ECA sitzen Vertreter von Bayern München, Real Madrid, Manchester United, dem FC Barcelona, Juventus Turin, Milan und Arsenal – dem «Who is Who» des europäischen Klubfussballs.

Auf Druck der ECA sperrt die UEFA die kleinen Klubs also kontinuierlich aus der Champions League aus. Der Grund ist klar: Die Topklubs sorgen für das Spektakel und generieren den Grossteil des Umsatzes. Im Gegenzug erhalten die Klubs mehr Planungssicherheit, weil selbst Rang 4 in der heimischen Liga für die Qualifikation für die Königsklasse reicht.

WM ≠ Champions League

Langweilige Gruppenspiele, sinkendes Interesse, Diktat der Grossen: Droht der FIFA mit der WM in ferner Zukunft das gleiche Schicksal wie der UEFA mit der Champions League, wenn die grosse Investitionsblase platzt? Davon ist momentan nicht auszugehen. Anders als die Champions League findet die WM nur alle vier Jahre statt. Alle Augen sind dann auf das FIFA-Turnier gerichtet. Ausserdem finden deutlich weniger Gruppenspiele statt als in der Champions League, wo ja Hin- und Rückspiele ausgetragen werden.

Infantino kann sich für seinen WM-Coup zu Recht feiern lassen. Bild: EPA/KEYSTONE

Auch fehlt der grosse Gegenspieler, wie ihn die UEFA in der ECA hat. Solange sich die grossen Fussball-Nationen und ihre Verbände nicht auf eine gemeinsame Position verständigen können, hat die FIFA bei Modusänderungen freie Hand. Die Aufstockung auf 48 Teams wird den Weltverband in absehbarer Zeit also nicht schwächen. Im Gegenteil: Indem die FIFA die kleinen Fussball-Nationen einlädt statt aussperrt, ist ihre Position stärker denn je.

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Pulo112, 20.12.2016
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  • asdf asdf 13.01.2017 10:31
    Highlight Momentan hat Europa 13 Startplätze an der WM mit 32 Teams. Umgerechnet auf eine WM mit 48 Teams bedeutet das 20 Startplätze für Europa. Demzufolge könnte man sagen z.B. die Top 8 aus Europa sind automatisch qualifiziert und der Rest spielt die restlichen Startplätze unter sich aus. Dies würde die Anzahl an unsäglichen Länderspielen, welche nur den Ligabetrieb stören, reduzieren können.
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  • asdf asdf 13.01.2017 10:23
    Highlight Einen Unterschied zwischen WM und CL sehe ich auch in folgendem Punkt. In der FIFA hat jede Nation eine Stimme, egal ob DE oder Burkina Faso. Naturgemäss gibt es viele Kleine und wenige Grosse. Infantino hat die WM aufgestockt um den kleinen Nationen zu gefallen. Sie bestimmen quasi was in der FIFA läuft. Geld verdient die FIFA aber mit diesen Ländern keines. Die finanziellen Zugpferde sind die Spitzennationen. Bei der CL haben die Clubs, welche den wirtschaftlichen und sportlichen Weg vorgeben mehr Druck ausgeübt und ihren Wünschen wurde stattgegeben.
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  • Raban T. Jolibois 11.01.2017 23:01
    Highlight CL wäre eh am coolsten wenn es von Anfang an ein KO System wäre.
    Und mehr Teams an der WM muss nicht schlecht sein (auch wenn mich die Motivation dazu aneckelt...).
    Was ist mir von der EM geblieben? Die Auftritte der Waliser und Isländer sowie die sich aufopfernden Albaner. Sonst sind mir nur die CH Spiele und Deutschland-Italien in starker Erinnerung geblieben.
    Und erst genannte Teams gehören ja zu diesen “Kleinen“
    12 4 Melden
    • zsalizäme 12.01.2017 14:30
      Highlight Musste kürzlich feststellen, dass ich nicht mehr wusste, welche beiden Teams an der EM im Final gegeneinander spielten. Der Sieg der Isländer gegen England im Achtelfinale hat sich bei mir viel mehr eingeprägt. Von dem her geb ich dir recht.
      2 2 Melden
    • asdf asdf 13.01.2017 10:16
      Highlight Ich gebe euch in Bezug auf den Auftritt der Isländer recht. Man muss aber bedenken, dass sie sich auch bei einer EM mit 16 Teams qualifiziert hätten.
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  • iFaasi 11.01.2017 21:02
    Highlight Freue mich schon auf Spiele wie: Nordkorea : Burkina Faso ._.
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    • zsalizäme 12.01.2017 14:33
      Highlight Auch an der letzten WM gab es Spiele wie:
      Iran : Nigeria... War ja auch nicht so der Knaller
      1 1 Melden
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  • Jol Bear 11.01.2017 19:47
    Highlight Solange es Nationalteams gibt und in einem solchen Team keine Ausländer spielen dürfen, wird die WM nicht das gleiche wie die Championsleague erleben. Einzelne reiche Klubteams können Topspieler verschiedenster Länder zusammenkaufen, entrücken deshalb den weniger Reichen. An einer WM wollen die Fans hingegen viele Topstars sehen, z.B. auch Uruguay mit Cavani, Chile mit Sanchez, Belgien mit Hazard usw., obwohl deren Länder kaum Titelchancen haben. Eine kleinere "Elite-WM" mit weniger Teams wäre sinnlos.
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  • Yes. 11.01.2017 19:06
    Highlight Im Falle der Champions League ist die Modusänderung reine Symptombekämpfung (die nicht funktioniert). Der 4./5. der Bundesliga z.B., wird in der Gruppenphase genau so von den Topclubs zerstört wie der Meister aus Holland, Griechenland, etc. Die einzige sinnvolle Massnahme, die ich sehe, wäre ein europaweiter Salarycap und eine gleichmässigere Verteilung der TV Gelder. Natürlich würde dies durch die Topclubs geblockt werden, aber so könnten auch die nationalen Ligen wieder attraktiver gemacht werden.
    36 0 Melden
    • Amboss 12.01.2017 00:18
      Highlight Nein, der Vierte aus England, Deutschland oder Italien ist Meilen besser als zB der FC Basel oder Zagreb oder Rostow.

      Salary Cap funktioniert nur in einem geschlossenen Ligasystem.

      Der einzige richtige Ausweg wäre ein europäisches Ligasystem die alles auf sich nimmt, was wir so hassen am Fussball (der Gigantismus, globale Vermarktung, Golfairlines als Sponsor etcc)

      Dahinter könnten die nationalen Meisterschaften vernünftig bestehen
      3 4 Melden
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  • Hoppla! 11.01.2017 18:51
    Highlight "Indem die FIFA die kleinen Fussball-Nationen einlädt statt aussperrt, ist ihre Position stärker denn je."

    Hat beim Sepp auch prächtig geklappt. Honig ums Maul schmieren, etwas springen lassen und schon hast du sie im Boot.

    Wo fängts eigentlich Bestechung an?
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  • Amboss 11.01.2017 16:31
    Highlight Sehr gute, treffende Analyse, danke.

    Was ich mich einfach immer Frage: Weshalb will die UEFA eigentlich die nationalen Meisterschaften "ums verrecke" beibehalten? Fast wie eine heilige Kuh .
    Zwei Stärkeklassen in einer Liga ist doch nicht witzig.

    Die Welt will doch die grossen europäischen Mannschaften sehen. Warum gibt man der Welt nicht, was sie will?
    Eine echte (geschlossene) Liga der besten Teams, die dann spielt, wenn die Leute es sehen können (am Weekend).

    Dahinter könnten die nationalen Meisterschaften problemlos etwas kleiner und vor allem sinnvoll, (dh spannend) weiterbestehen.
    17 38 Melden
    • Zipfelmütze 11.01.2017 17:34
      Highlight Für die nationalen Meisterschaften sind die Landesverbände zuständig und nicht die UEFA
      28 1 Melden
    • sidthekid 11.01.2017 17:36
      Highlight Man tut das nicht, weil dann z.B. ein Spiel Bayern - Barcelona "normal" würde. Das lässt sich dann beim 10te aufeinandertreffen in 3 Jahren nicht mehr verkaufen.
      Dieses Risiko ist bei einer Champions bedeutend kleiner. So einfach ist das. Die Kohle muss fliessen.
      30 1 Melden
    • Amboss 11.01.2017 17:59
      Highlight @zipfelmütze:
      Klar, aber die UEFA könnte doch so eine Liga organisieren statt des Europacups. Was spricht dagegen?

      @sid: ach komm. Sicher liesse sich dies vermarkten. Freiburg - Bayern findet auch zweimal pro Jahr statt, falls es im Pokal noch dazu kommt sind es auch dreimal. Wieso sollte Freiburg-Bayern gehen, Barcelona-Bayern aber nicht?? Unlogisch
      7 11 Melden
    • sidthekid 11.01.2017 18:22
      Highlight Freiburg - Bayern "zieht" in Deutschland. Das Spiel würde kaum TV-Zuschauer in ganz Europa generieren wie ein Spiel von Topteams, welches im CL Rahmen, vielleicht alle 4 Jahre stattfindet.
      Hier gehts um TV-Rechte, nicht um volle Stadien.
      13 0 Melden
    • ThePower 11.01.2017 18:35
      Highlight @Amboss
      Schon mal an die Fans gedacht? Du bist anscheinend keiner..
      11 1 Melden
    • Amboss 11.01.2017 21:19
      Highlight @sid: Hää. Das Spiel Bayern - Freiburg gäbe es dann gar nicht mehr, da die Bayern in der europäischen Liga spielen würde.

      Oder was meinst du? Klar, die TV-Rechte der BL wären etwas weniger wert wenn die Bayern nicht dabei sind, aber das könnte problemlos ausgeglichen werden.

      @power: Hamburg und München ist auch weit, Nizza und Lens auch. Las Palmas ist 1.5 Flugstunden von Madrid entfernt.
      das alles ist kein Problem. Dank Billigflieger und ICE ist es nirgendwo hin richtig weit
      4 8 Melden
    • ThePower 12.01.2017 02:25
      Highlight @Amboss

      Ja, ja, alles voll günstig und schnell. Transfers von und zu den Flughäfen sind gratis, Übernachtungen auch. 11-stündige Carreisen oder 5-stündige Flüge mit Billigairlines machen auch riesigen Spass, vor allem auf dem Heimweg nach einer Niederlage. Ich sehe, hier spricht der Fachmann👏🏻👍🏻😂Nebenbei würde mit dieser Supidupi-Europa-Liga (btw wie willst du Auf-/Abstieg regeln? Nach dem Klang des Namens?) der sportliche Wert und das Zuschauerinteresse bei den nationalen Ligen stark sinken. Das bedeutet weniger Geld für den Grossteil der Clubs. Also, bloss nicht. Dagegen!
      4 3 Melden
    • Amboss 12.01.2017 08:09
      Highlight @Power:
      Die Vereine könnten auch Flieger chartern und den Fans so ein faires Angebot machen.
      Und es sind ja nicht alle Spielorte tausend von Kilometern entfernt.

      Und sonst macht man halt als Fan nicht alle Auswärtsreisen mit, sondern nur ein Teil.

      Diese Liga wäre eine geschlossene Liga. Die erfolgreichsten Ligen der Welt sind geschlossene Ligen

      Und dass der Wert der nationalen Ligen sinkt, glaube ich nicht, im Gegenteil.
      Dadurch, dass die Grossen, die alles platt machen, weg sind, haben auch kleine (die sich nicht weltweit vermarkten können) wieder eine Chance und die Liga wird spannend
      3 5 Melden
    • Tubel500 12.01.2017 09:05
      Highlight +1 zu Amboss' geschlossener Liga. Inkl. Salary Cap und Draft-System!
      2 3 Melden
    • JonathanFrakes 12.01.2017 09:19
      Highlight @Amboss: "Die erfolgreichsten Ligen der Welt sind geschlossene Ligen" Das mag vielleicht in den USA bei anderen Sportarten der Fall sein. Im Fussball jedoch sicher nicht! Schau mal in die Premier League, das ist es jede Saison unglaublich spannend. Und es kann immer Überraschungen geben, siehe Leicester oder damals in Deutschland Kaiserslautern!
      6 1 Melden
    • Amboss 12.01.2017 10:09
      Highlight @Jonathan: Dass du gerade die PL erwähnst, bestätigt mich. Die PL ist zwar keine geschlossene Liga, hat aber viele Merkmale einer solchen. ZB dass die Liga durch gleichmässige Verteilung der TV-Gelder regulierend eingreift. Oder dass Vereine Besitzer haben.

      BL? Bayern, ev. BVB, der Rest: graue Mäuse mit Ziel Ligaerhalt. Kaiserslautern: Das war eine andere Zeit.
      SP/POR: Immer die gleichen drei, vier Vereine vorne, der Rest chancenlos.
      FR/IT: PSG und Juve sonst nix

      In all diesen Ligen gibt es Teams, die sich weltweit vermarkten können und die der Konkurrenz um Meilen davonziehen.
      2 4 Melden
    • ThePower 12.01.2017 12:52
      Highlight @Amboss

      Also wenn für dich ausser Bayern und Dortmund Graue Mäuse sind (auch das sehe ich anders), wie soll dann diese "Graue-Mäuse-Bundesliga" attraktiv sein? Und wie willst du bestimmen, wer in dieser Superliga mitspielt und wer nur national? Was passiert mit CL und EL? Fragen über Fragen..
      3 1 Melden
    • JonathanFrakes 12.01.2017 13:07
      Highlight @Amboss: Durch gleichmässige Verteilung regulierend eingreift? Sorry, aber das ist Quatsch. Die TV-Gelder sind sicherlich fair verteilt in England, aber regulierend eingreifen ist wohl etwas anderes. Welche Merkmale hat denn die PL noch? Und das selbst Leicester City Meister werden kann, zeigt doch genau, dass das Konzept funktioniert. Geschlossene Ligen sind doch gegen den sportlichen Wettbewerb! Wer bestimmt denn, welche Clubs in dieser Liga spielen dürfen? Was wäre beispielsweise mit Darmstadt oder Ingolstadt? Müssten die dann zwangsrelegiert werden?
      4 1 Melden
    • Amboss 12.01.2017 13:38
      Highlight @Power: Ja schon ein bisschen. Ausser Bayern und BVB schafft es irgendwie niemand, Anschluss an die Spitze zu finden. Allzu viele sind einfach zB mit der CL oder EL-Quali zufrieden. Das nenne ich graue Mäuse.

      Nun, wer mitspielen will, stellt einen Antrag und wird aufgenommen, wenn er gewisse Voraussetzungen erfüllt.

      CL würde durch diese Superliga abgelöst.
      EL fände wie bisher statt.

      Ich weiss: Fragen über Fragen. Aber ich finde, es würde sich lohnen, diese anzugehen. Es macht einfach keinen Sinn, Ligen zu spielen, wenn die Hälfte der Teams einfach chancenlos ist.
      1 3 Melden
    • Amboss 12.01.2017 13:47
      Highlight @Jonathan:
      (1)Weiteres Merkmal: Die Klubs haben finanzstarke Eigentümer, die dem Klub den Fortbestand in der PL sichern können.
      Nicht wie in der BL, wo massig Clubs in die 2. und 3. Liga abtauchen und Konstrukten wie Hoffenheim oder RB Platz machen müssen.

      Nein, geschlossene Ligen fördern den sportlichen Wettbewerb, da man ausgleichen kann und weil keine Panik vor dem Abstieg besteht, kann auch etwas längerfristiges aufgebaut werden.

      Die Teams, die genug stark sind, gewisse Anforderungen erfüllen, können in die Superliga wechseln. ZB Bayern oder BVB.
      0 3 Melden
    • Amboss 12.01.2017 13:52
      Highlight (2)
      Nein, für Darmstadt oder Ingolstadt ändert sich nichts. Sie verbleiben einfach in der BL.
      Da Bayern und BVB in die Superliga wechseln, steigen einfach zwei zusätzliche Teams aus der 2. Liga auf.


      Und bitte hör doch mit dem Märchen vom achwie kleinen Underdog Leicester City auf. Leicester hatte die Finanzen und ein Kader, mit dem man Meister werden kann, wenn alles optimal läuft.
      0 2 Melden
    • JonathanFrakes 12.01.2017 14:32
      Highlight @Amboss: Es steigen massig Clubs ab? Jedes Jahr 2, höchstens 3.

      "Nein, geschlossene Ligen fördern den sportlichen Wettbewerb, da man ausgleichen kann..."

      was ausgleichen?

      "Nein, für Darmstadt oder Ingolstadt ändert sich nichts. Sie verbleiben einfach in der BL."

      Und die Clubs, die jetzt in der 2. BL sind? Die haben halt Pech gehabt, dass dieser neue Modus zu diesem Zeitpunkt eingeführt wird?

      Und was ist die Motivation für den Meister, bzw. den 2. und der 3. der zweiten Bundesliga? Ein schöner Pokal und nie die Chance, europäisch spielen zu können?

      Quote auf Leicester war 5000:1...

      3 1 Melden
    • Amboss 12.01.2017 15:06
      Highlight @Jonathan: Hast du wirklich kapiert, wie diese Superliga aussähe?
      BVB, Bayern, verlassen die Bundesliga und spielen zusammen mit Barce, Milan, ManUnited, ManCity etc.. eine echte Liga

      Für die übrigen Vereine in der Bundesliga bleibt alles gleich, Abstieg in die zweite Bundesliga bliebe bestehen, auch ein Europacup könnte gespielt werden.


      Ja schau doch mal, was für Mannschaften sich in der 2. und 3. Liga befinden
      Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Kaiserslautern, KSC, Paderborn, Rostock, Duisburg, Bielefeld, 1860, Braunschweig...
      1 1 Melden
    • ThePower 12.01.2017 15:52
      Highlight @Amboss

      Ich finde nicht, dass in der EL nur graue Mäuse spielen, im Gegenteil: Ich finde diesen Wettbewerb mittlerweile fast geiler als die CL: Weniger Event-Publikum, mehr Fankultur. Okay, bin als YB Fan ein wenig befangen, aber trotzdem😄Und die CL abschaffen? Das nimmt den Teams hinter der Spitze ja jegliche Chance, die Topteams herauszufordern und eventuell aufzuschliessen. Deshalb finde ich es besser, beim heutigen System zu bleiben. Für etwas mehr Ausgeglichenheit wäre eine Gehalts-und Budgetobergrenze wahrscheinlich der bessere Weg. Dazu gleichmässigere Verteilung der TV Gelder.
      5 0 Melden
    • JonathanFrakes 12.01.2017 16:13
      Highlight @Amboss: Eine echte Liga? Das heisst, die Bundesliga, Premier League usw. sind für dich keine echten Ligen? Da werden dir aber Millionen von Fussballfans widersprechen;)

      Okay, das wäre eine Möglichkeit, wenn auch eine sehr schlechte meiner Meinung nach. Denn so hat keine Mannschaft ausserhalb dieser Top-Liga die Chance, die beste Mannschaft Europas zu werden. Ist einfach eine Wettbewerbsverzerrung.

      Ja, und? Diese Mannschaften haben es verdient, abzusteigen, weil sie weniger Punkte geholt haben, als die Mannschaften die jetzt noch oben sind. So läuft Sport nun mal! :)
      2 0 Melden
    • Amboss 12.01.2017 16:30
      Highlight @Power: Natürlich ist die EL geiler als die CL. Spannende Clubs, ehrlicher Fussball.

      In den letzten jahren hat es ein extremes Gefälle gegeben. All die 5:0 oder höher in der CL.
      Oder FC Basel: vor kurzem noch Favoritenschreck, jetzt chancenlos. Macht einfach keinen Sinn so. Oder: Bayern dümpelt durch die Vorrunde, liegt aber 9 Pkte vorne (okay, da ist noch RB, aber denen traue ich nicht viel zu)

      Deshalb: Sollen doch die Grossclubs ihre Liga machen, Glamour, Kohle und Vermarktung in Asien mitnehmen und im Geld ertrinken.

      Dahinter hat es wunderbar Platz für guten, ehrlichen Fussball.
      1 1 Melden
    • Amboss 12.01.2017 16:40
      Highlight @Jonathan: Mit "echte Liga" meine das, was ich sage. Ein Ligasystem. Nicht sechs Spiele, dann KO. Sondern eben: Ligabetrieb. Da ist nix wertendes dabei.

      "so hat keine Mannschaft ausserhalb dieser Top-Liga die Chance, die beste Mannschaft Europas zu werden".

      Das ist so. Schlimm? Es können auch nur NHL-Teams den Stanley Cup holen.
      Zudem wäre ein Europa Cup ja immer noch möglich, man könnte also immer noch Bestes Team ausserhalb der Superliga werden.

      Klar haben sie es verdient, abzusteigen. Aber ich finde nicht wirklich toll, dass sie durch RB, Ingolstadt oder Hoffenheim ersetzt werden.
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    • JonathanFrakes 12.01.2017 17:04
      Highlight @Amboss: Ach so, du spielst auf die CL an. Nee, halt ich nichts davon.

      Ja, ist es. Der sportliche Gedanke, dass der beste gewinnt, ist eben nicht mehr gegeben.

      Find ich auch nicht toll. Das man für RB sogar extra die Statuten angepasst hat, find ich ziemlich bedenklich. Trotzdem würden diese Vereine laut deinem Vorschlag ja trotzdem nicht automatisch wieder aufsteigen, oder?
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Ach, Afrika! Danke für den besten Anlass der Welt

Der Afrika-Cup 2017 ist Geschichte. Es war einmal mehr ein unberechenbares Turnier, bei dem Besucher oft auf die Probe gestellt werden. Aber das macht den Event aus. Eine Liebeserklärung.

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