Sport

Wer bringt endlich wieder den Erfolg zu den Young Boys? Bild: freshfocus

Wer wird neuer YB-Boss? Drei Namen werden heiss gehandelt

Die Absetzungen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler sind typisch YB – nämlich konfus. Die Frage ist jetzt: Wer wird neuer Sportchef. 

Publiziert: 14.09.16, 09:56

F. Schmid-Bechtel und S. Wendel / Nordwestschweiz

Nun also wird Bickel nach 2003 zum zweiten Mal bei YB geschasst. Gehen muss auch der 2014 zum CEO beförderte Alain Kappeler. YB schreibt zwar, die Trennungen seien im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt – aber vergessen Sie das!

Neu steigt der bisherige Marketing-Leiter Wanja Greuel (38) zum CEO auf. Die Wechsel werden mit Restrukturierung begründet. Die Bereiche Sport und Kommerz, die man 2013 getrennt hatte, werden nun wieder zusammengelegt. Heisst: Greuel wird auf den YB-Thron katapultiert. Gleichwohl wird ein Nachfolger für Bickel installiert. Gefunden hat man den Leiter Sport bereits. Vorgestellt wird er erst irgendwann im Oktober. Quasi heiteres Rätselraten.

Umfrage

Wer soll Sportchef bei YB werden?

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1'234 Votes zu:Wer soll Sportchef bei YB werden?

  • 6%Peter Knäbel
  • 2%Oliver Kreuzer
  • 10%Alex Frei
  • 74%Mickey Mouse
  • 8%Ein anderer

Wenn uns YB schon den Steilpass für Spekulationen liefert …

Peter Knäbel, im Oktober 50, ist seit der Entlassung im Mai als «Direktor Profifussball» beim Hamburger SV ohne Job. Der Deutsche kennt den Schweizer Fussball. Er war Technischer Direktor und später Nachwuchschef beim FC Basel. Danach, von 2009 bis 2014 Technischer Direktor beim Schweizer Fussballverband. Gemäss unseren Informationen ist Knäbel Kandidat Nummer 1. Zwei weitere Namen sollen die Kandidaten-Liste komplettieren.

Der heisseste Kandidat: Peter Knäbel. Bild: EPA/DPA FILE

Oliver Kreuzer, 50, früherer Bundesliga- und FCB-Profi. Bei Basel hatte er sich einst mit Gigi Oeri und Christian Gross verkracht und 2005 als Teammanager demissioniert. Der Deutsche war zuletzt Sportchef bei 1860 München.

Oliver Kreuzer: Erst als Spieler, bald als Sportchef in der Schweiz? Bild: Bongarts

Oder Alex Frei, 37, Stürmer mit eingebauter Torgarantie. Er hat 2013 unmittelbar vom Fussballplatz ins Büro gewechselt und liess sich als Sportchef in Luzern vom dortigen Intrigantenstadl entmutigen. Hat nun seinen Frieden fern vom Rampenlicht als U15-Trainer beim FCB gefunden.

Alex Frei: Wechselt er vom FCB zu YB? Bild: KEYSTONE

Die Verbindungen zum FC Basel

Interessant an der Auflistung: Alle haben eine Verbindung zum FC Basel. Alle haben eine Vergangenheit in der Bundesliga. Es gibt neuerdings einen Mann bei YB, der den Bogen sowohl zum FCB als auch in die Bundesliga spannt: Urs Siegenthaler. Als Spieler fünfmal Meister mit dem FC Basel, später drei Jahre Trainer und seit 2005 Spielerbeobachter für die deutsche Nationalelf.

Urs Siegenthaler: Starke Verbindungen zum FC Basel und in die Bundesliga. Bild: Bongarts

Im März wurde der 68-Jährige in den YB-Verwaltungsrat gewählt. Als sportlicher Berater der Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs. Und wie es für Berater üblich ist, hat auch er den Ehrgeiz, Veränderungen zu initiieren. Schliesslich werden Berater unter anderem genau dafür bezahlt. Bickel musste klar sein, dass mit Siegenthalers Engagement die Luft für ihn oder den Trainer dünn würde. Offenbar geniesst Adi Hütter in der YB-Führung mehr Support als der volksnahe Bickel. Natürlich spricht niemand von einem Machtkampf zwischen den beiden.

Gibt es den Richtigen überhaupt?

Bickel hat die Titel-Sehnsucht in Bern nicht gestillt. Und als Basel die Chance auf Abwechslung bot, war YB nicht bereit. Dies in der Saison 2013/14, der chaotischsten der jüngeren FCB-Geschichte. Die Mannschaft war gespalten, Trainer Murat Yakin angezählt. Doch YB hatte weder den Trainer (Uli Forte) noch die Mannschaft, um Meister zu werden.

Egal ob Stefan Niedermaier, Iljia Kaenzig, Christian Gross, Fredy Bickel oder Uli Forte – sie wurden als Heilsbringer verpflichtet und unehrenhaft entlassen. Also Management by Herodes: Intensiv nach dem geeignetesten Nachfolger suchen und dann feuern.

Fredy Bickel konnte aus YB auch kein Siegerteam formen. Bild: freshfocus

Und vielleicht besteht ja zwischen dem möglichen Verkauf der Young Boys und der Entlassung Bickels ein Zusammenhang. Quasi unpopuläre Aufräumarbeit für die neuen Besitzer.

Der neue Hoffnungsträger heisst nun Wanja Greuel. Der studierte Betriebswirtschafter kommt aus der Ecke der Sport-Vermarkter. Ein ehemaliger Mitarbeiter sagt über den 38-jährigen Deutschen: «Ein netter Typ. Doch sein Netzwerk ist beschränkt. Ob er der richtige Mann für diesen Job ist? Ich weiss es nicht. Gibt es denn überhaupt jemanden, der in diesem schwierigen Konstrukt bestehen kann?»

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14 Kommentare anzeigen
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  • Sagitarius 14.09.2016 15:13
    Highlight Wo ist eigentlich Andi Egli engagiert?! 😉
    1 1 Melden
    600
  • Sugarbaby 14.09.2016 13:29
    Highlight Forte forza 😂😂😂⚽️
    0 2 Melden
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  • manu9989 14.09.2016 12:18
    Highlight Wie wäre es mit Cillo Canepa als Sportchef bei YB ?
    16 4 Melden
    600
  • 90er 14.09.2016 11:47
    Highlight Ähm hallo, wo ist der Bezug von Mickey Mouse zum FC Basel?!

    Tzz schlecht recherchiert
    9 6 Melden
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  • Mädi24 14.09.2016 11:05
    Highlight andreas gerber
    4 6 Melden
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  • dave1771 14.09.2016 11:00
    Highlight Schlecht geschrieben...da sieht man das der Autor nicht viel Ahnung hat von YB und sehr wenig, bis gar kein Hintergrundwissen. Ein bisschen beim Blick und bei der BZ abgeschaut und bei beiden das schlechtere genommen.
    12 21 Melden
    • Switch_On 15.09.2016 14:48
      Highlight Dann sag uns doch bitte was daran so falsch war?
      0 0 Melden
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  • gupa 14.09.2016 10:54
    Highlight Das YB in der Saison 13/14 nicht bereit war Bickel anhängen zu wollen ist ja wohl ein Witz, zur Erinnerung YB war in der vorherigen Saison 7ter mit einem Riesenkader aus Durchschnittsfussballern aus der "Phase3" (Känzig/Gross)
    13 3 Melden
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  • Hayek1902 14.09.2016 10:35
    Highlight Alex Frei wäre ein Idiot oder pleite, wenn er von einem Haibecken ins Pirhana-Becken wechseln würde.
    18 3 Melden
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  • Torobravo 14.09.2016 10:22
    Highlight Holt doch Adrian Eugster ins Boot. Der hat Ideen und Power de Karren zu ziehen.
    2 2 Melden
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  • Devante 14.09.2016 10:18
    Highlight Knäbel ist/war doch auch als Mitglied der neu geschaffenen "Sportkommission" beim FCZ....das wird spannend. Wanja wiederum ist ein guter Typ....und wie viel Macht der CEO in diesem Konstrukt überhaupt haben wird ist die Frage? :) Die Rihs Brothers werden da wohl weiterhin die Fäden ziehen wollen
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Der Schweiz kann die EU egal sein? Von wegen! Schau dir mal diese 4 Grafiken an 

Man mag zu den Bilateralen Verträgen stehen, wie man will, aber an einem lässt sich nicht rütteln: Wenn's um die Exporte geht, dann ist die EU definitiv der wichtigste Partner der Schweiz. Das belegen die folgenden Grafiken. 

Die Schweiz importierte 2015 Waren im Wert von 166 Milliarden Franken, 120 Milliarden aus der EU. Am meisten importierten wir aus Deutschland, nämlich 28 Prozent. Darauf folgen Italien (10 Prozent), Frankreich (8 Prozent) und Österreich (4 Prozent).

Aus Überseestaaten wie zum Beispiel China oder den USA kommen lediglich 7,4 beziehungsweise 7 Prozent unserer Importe.

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