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Bei den Bayern läuft nicht mehr alles wie gewünscht. Bild: RONALD WITTEK/EPA/KEYSTONE

Das Bayern-Lazarett – und plötzlich ist die Zuversicht wie weggewischt

Vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid plagen den FC Bayern München Personalsorgen. Manuel Neuer und Robert Lewandowski sind angeschlagen, Mats Hummels fällt aus.

12.04.17, 15:12 12.04.17, 17:38

Bis vor wenigen Tagen waren sie bei Bayern München richtig zuversichtlich. Nachdem der deutsche Rekordmeister unter Pep Guardiola drei Mal in Folge in den Halbfinals (an Spaniern) gescheitert war, schien diesmal der Fahrplan in Richtung Titelgewinn in der Champions League zu stimmen.

Gewisse Bayern-Fans sind nervös.

Carlo Ancelotti sorgte für den perfekten Formaufbau und Verletzungen blieben aus. Nach einer Reihe spektakulärer Auftritte in allen drei Wettbewerben schien Bayern bereit für den Showdown gegen Titelverteidiger Real Madrid.

«Wir fokussieren uns auf unsere eigenen Qualitäten.»

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti

Doch es kam anders. Erst verletzte sich Manuel Neuer am Fuss, dann Topskorer Robert Lewandowski an der Schulter und schliesslich vor zwei Tagen Abwehrchef Mats Hummels am Sprunggelenk. Zwar ist nur der Ausfall von Hummels gewiss, doch in welcher Verfassung die anderen beiden sind, ist unklar.

Neuer wird spielen...

... bei Lewandowski ist es noch nicht sicher.

Dabei sollten ausgerechnet Neuer und Lewandowski so etwas wie die Maskottchen der Bayern sein, wenn es darum geht, sich für die Schmach der 0:4-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel von 2014 – damals mit Ancelotti auf der Real-Bank – zu revanchieren.

Philipp Lahm ist zuversichtlich.

Neuer war 2012 Bayerns Held, als die Münchner sich in Madrid im Penaltyschiessen durchsetzten und den «Heim-Final» erreichten. Ein Jahr später scheiterte Real Madrid erneut in den Halbfinals an einem heutigen Bayern-Superstar. Robert Lewandowski, damals noch bei Borussia Dortmund, schoss im Hinspiel gegen Real vier Tore – das reichte letztlich für die Final-Qualifikation.

Zuversicht bei Real

«Ich fürchte Bayern München nicht.»

Zinedine Zidane

Real Madrid reiste mit viel Selbstvertrauen nach Deutschland, obwohl es dem Team um Cristiano Ronaldo zuletzt spielerisch nicht nach Wunsch lief. In einigen Partien, so zum Beispiel auch im Achtelfinal-Rückspiel gegen Napoli, tat sich Real schwerer als es das Resultat vermuten liess. «Wir waren bis jetzt sehr solide, ich glaube aber nicht, dass wir unsere beste Form schon haben. Wir werden üblicherweise von Runde zu Runde besser», sagte Stürmer Gareth Bale.

Er selbst hat in dieser Saison in Pflichtspielen erst neun Tore erzielt. Er hat genauso Steigerungspotenzial wie Sturmpartner Cristiano Ronaldo (26 Tore). Der Weltfussballer aus Portugal hat in der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt mehr als 50 Prozent mehr Tore erzielt.

Die Highlights aus dem Abschlusstraining von Real

Marschiert Leicester weiter?

Reals Stadtrivale Atletico Madrid strebt gegen Leicester City die dritte Halbfinal-Qualifikation der letzten vier Saisons an. Die Form beim Team von Diego Simeone stimmt; Atletico hatte in der Meisterschaft fünf Mal in Folge gewonnen und holte dann am letzten Samstag gegen Real Madrid nach Rückstand ein Remis.

Wird Diego Simeone mit seinen eigenen Waffen geschlagen? Bild: EPA/EFE

Leicester wird versuchen in Madrid den Schaden in Grenzen zu halten, um dann im Rückspiel in England zum entscheidenden Gegenschlag auszuholen. Diese Taktik des Kampfs, des Konterspiels und der Effizienz ist in den Achtelfinals gegen den FC Sevilla mit viel Glück aufgegangen. Die Frage lautet vor dem Duell zwischen Atletico und Leicester deshalb: Wird Simeones Team für einmal mit seinen eigenen Waffen geschlagen? (abu/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Boniek 12.04.2017 20:16
    Highlight Lewandowski ist selbst schuld. Hätte er sich gegen Bürki nicht so theatralisch fallen lassen, wäre er heute fit.
    3 2 Melden

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