Sport

Erst scherzte Fury über den Kokain-Verdacht – jetzt tritt der Box-Weltmeister zurück

03.10.16, 15:43 03.10.16, 17:20

Tyson Fury verkündet mit 28 Jahren das Ende seiner Boxkarriere. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Der britische Boxer Tyson Fury will zurücktreten: Der Schwergewichts-Weltmeister nach WBA- und WBO reagiert damit auf eine Trainingskontrolle in Lancaster am 22. September, bei der er positiv auf Kokain getestet worden war.

Zuvor hatte sich der 28-Jährige noch über die Anschuldigung lustig gemacht: Am Samstag twitterte er noch eine Fotomontage von sich, die ihn als Gangster Tony Montana (alias Al Pacino) aus dem Mafiafilm «Scarface» zeigt – mit kiloweise Kokain vor der Nase.

Al Pacino als Tony Montana in «Scarface».

Jetzt heisst es aber: fertig lustig! «Boxen ist das Traurigste, was ich je gemacht habe, alles ein Haufen Scheisse. Ich bin der Grösste und bin es auch im Ruhestand», ätzte er im neuesten Tweet und empfahl seinen Kritikern ... wie soll man sagen ... in etwa: den Mund nicht zu voll zu nehmen.

Fury hätte am 29. Oktober seinen Titel gegen Wladimir Klitschko verteidigen sollen, sagte den Kampf aber ab – angeblich wegen psychischer Probleme. Der Kokain-Vorwurf ist nicht sein erstes Doping-Delikt: Angeblich wurde Fury vor 20 Monaten – neun Monate vor seinem WM-Titelgewinn gegen Klitschko – positiv auf Nandrolon getestet. Im Urin soll damals das anabole Steroid nachgewiesen worden sein.

Fury nahm Wladimir Klitschko am 28. November in Düsseldorf seinen Weltmeistertitel ab. Bild: Kai Pfaffenbach/REUTERS

(phi/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig

Guck mal, was die Russen in einem ihrer stillgelegten Hangars verstecken

Was diese Frau treibt, ist so grossartig wie abstossend – und ich kann nicht wegsehen

Obamas geniale Antwort auf Rassisten schlägt alle Twitter-Rekorde

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in 7 Akten

Was ist der hohlste Traumjob der Welt? Influencer!

Zum 40. (angeblichen) Todestag: ELVIS LEBT! 20 handfeste Beweise dafür

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4Alle Kommentare anzeigen
4
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Berggurke 03.10.2016 16:21
    Highlight Heisst das, Klitschko ist jetzt wieder Weltmeister?
    4 0 Melden
    • Alf 03.10.2016 16:59
      Highlight Ne, das nicht direkt, aber er kanns jetzt wieder werden.
      Schade, Fury war genau die Portion kaltschnäuziger Arroganz und Show, die dem Boxsport heute fehlen - vor allem im Schwergewicht.
      4 2 Melden
    • Karl Müller 03.10.2016 17:16
      Highlight Ein wütender Tweet heisst erstmal noch überhaupt gar nichts.

      Fury hat noch etwas Zeit, bis endgültig entschieden ist, ob er antritt oder nicht. Falls er den Rückkampf nicht bestreiten kann, verliert er zwar den Titel, aber Klitschko muss dann mit jemand anderem darum kämpfen. Üblicherweise gegen denjenigen Boxer, der den besten Manager hat ...

      7 0 Melden
    • Heinz Nacht 03.10.2016 17:56
      Highlight Es gibt ein hartnäckiges Gerücht, dass Anthony Joshua demnächst einen Kampf um die dannzumal freien WM-Titel (WBA und WBO) gegen Klitschko austragen soll. Da muss sich dann aber Klitschko auch warm anziehen.
      4 0 Melden
    600

Thun vermöbelt die Young Boys im Derby – auch Luzern und Lugano holen drei Punkte

Nach drei Spielen und null Punkten zeigt Thun ausgerechnet im Derby eine Reaktion – und wie. Die Berner Oberländer zerpflücken YB im eigenen Stadion. Luzern manövriert sich dank dem Sieg in St.Gallen zwischenzeitlich auf Rang drei der Tabelle, Lugano holt bei Lausanne den ersten Saisonsieg.

– Schlusslicht FC Thun gewinnt erstmals seit fast vier Jahren wieder gegen die Young Boys und entzaubert den Leader auswärts in Bern gleich mit 4:0.

– Im Dezember 2013 gewann Thun letztmals gegen die Berner, seither hiess der Sieger in 14 Duellen 11 mal YB. Die Mannschaft von Adi Hütter, die so souverän in die Meisterschaft gestartet ist (3 Spiele, 3 Siege, 9:0-Tore) und in den Champions-League-Playoffs steht, war völlig von der Rolle.

– Zur Pause führte der Gast aus dem Berner Oberland bereits …

Artikel lesen