Sport

Stanley-Cup-Final, 2. Spiel 

Pittsburgh (ohne Streit) – Nashville (mit Josi und Weber, ohne Fiala) 4:1; SERIE: 2:0

Vollgas auch in Spiel 2: Roman Josi (rechts) checkt seinen Gegenspieler vor dem Tor weg.  Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

1:4 gegen Pittsburgh! Josi und Weber gehen mit Nashville im Stanley-Cup-Final unter 

Pittsburgh fehlen im Stanley-Cup-Final noch zwei Siege zur Titelverteidigung. Die Penguins bezwangen die Nashville Predators mit 4:1 auch im zweiten Heimspiel und führen in der Best-of-7-Serie 2:0.

01.06.17, 05:39 01.06.17, 08:13

Die Tore vom 1:1 (17.) zum 4:1 (44.) erzielte Pittsburgh innert 198 Sekunden. Das 2:1 schoss Jake Guentzel nach nur zehn Sekunden im letzten Drittel, nachdem Nashvilles Goalie Pekka Rinne einen Schuss von Bryan Rust nach vorne hatte abprallen lassen. In der Folge bauten Scott Wilson und Jewgeni Malkin den Vorsprung innert 15 Sekunden auf drei Tore aus.

Beim 1:3 bekundete Nashville grosses Pech, lenkte doch der zurückgeeilte Vernon Fiddler den Puck mit dem Schlittschuh ins eigene Tor. Auch vor dem 1:4 liessen die Gäste eine 1:2-Situation zu. Der Berner Verteidiger Roman Josi warf sich zwar zu Boden, dennoch traf Malkin.

Die Partie hätte für die Predators auch anders verlaufen können. Der Schwede Pontus Arberg brachte das Team aus dem Bundesstaat Tennessee in der 13. Minute mit einer feinen Einzelleistung in Führung. Eine Minute später vergab Calle Jarnkrok eine Topchance zum 2:0. Stattdessen gelang Guentzel im Powerplay der Ausgleich, wobei Rinne nicht die beste Figur machte.

Pekka Rinne macht im Final bisher nicht die beste Figur. Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Überhaupt ist der finnische Keeper im Final bisher nicht derjenige Rückhalt, den Nashville für den ersten Stanley-Cup-Triumph benötigen würde. Im ersten Spiel hatte er bloss sieben von elf Schüssen pariert, diesmal betrug seine Abwehrquote bis zur Auswechslung in der 44. Minute ungenügende 84 Prozent. In den ersten drei Serien war Rinne noch überragend gewesen.

Ein Rookie auf Rekordjagd

Der 22-jährige Guentzel, der seine erste Saison in der NHL bestreitet, erzielte derweil seine Playoff-Tore 11 und 12. Damit ist er die Nummer 1 in dieser Statistik ist. Beim 5:3-Sieg im ersten Finalspiel war ihm das entscheidende 4:3 gelungen. Einzig Dino Ciccarelli sind vor 36 Jahren als Rookie mehr Treffer in der entscheidenden Meisterschaftsphase gelungen (14).

Nashville verzeichnete wie im ersten Spiel mehr Torschüsse, diesmal lautete das Schussverhältnis 38:27. Josi war mit 27:27 Minuten einmal mehr der Schwerstarbeiter in seinem Team, er verzeichnete aber eine Minus-2-Bilanz. Josi schoss fünfmal aufs Tor. Dem Treffer am Nächsten kam er in der 29. Minute mit einem Direktschuss. Dabei gelang Matt Murray die Parade des Spiels.

Roman Josi war bei Nashville einmal mehr am längsten im Einsatz. Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Yannick Weber kam bei den Predators während achteinhalb Minuten zum Einsatz (-1). Bei Pittsburgh war Streit zum 18. Mal in diesen Playoffs überzählig; der 39-jährige Verteidiger erhielt bisher erst dreimal das Vertrauen.

Die nächsten beiden Partien finden in Nashville statt, die erste in der Nacht auf Sonntag. Zu Hause verloren die Predators in den Playoffs bloss eine von acht Begegnungen. (sda)

Die Tore

Es hat so gut begonnen: Die 1:0-Führung für Nashville durch Arberg. Video: streamable

Der 1:1-Ausgleich durch Guentzel. Video: streamable

Die Wende: Jake Guentzel bringt Pittsburgh mit seinem zweiten Tor 2:1 in Führung. Video: streamable

Das ziemlich glückliche 3:1 durch Scott Wilson.  Video: streamable

Der Schlusspunkt durch Jewgeni Malkin.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Gelöschter Benutzer 01.06.2017 10:59
    Highlight Rinne hat in seiner Karriere als Starter 7 von 8 Spielen gegen die Pens verloren, und der einzige Sieg ist auch schon 8 Jahre her. Die Pens dominieren Rinne, würde mich nicht überraschen wenn nächstes Spiel Saros im Tor steht, denn wenn Rinne nochmal so spielt ist die Serie gelaufen.
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  • BeatBox 01.06.2017 08:09
    Highlight Da war auch teilweise wieder viel Pech dabei und Rinne muss nun beweisen, dass er ein ganz grosser Goalie ist. Ein ganz grosser kommt mit einer Bombenleistung zurück und macht die Türe dicht.

    Allerdings hat Nashville mit den Ausfällen schon weniger Substanz als die Pens. Mal das nächste Spiel gewinnen, jetzt kommen ja zwei Heimspiele und zuhause ist Nashville sehr stark.
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    • Connor McSavior 01.06.2017 08:27
      Highlight Ich denke nicht, dass man an diesem Punkt in den Playoffs die Ausfälle für Siege und Niederlagen verantwortlich machen kann. Jeder Spieler hat zum jetzigen Zeitpunkt irgendwelche kleinere oder grössere "Wehwehchen". Pittsburgh spielt die ganzen Playoffs schon ohne ihren Top-Verteidiger, Nashville hat deren 4.
      Es kommt zum jetzigen Zeitpunkt nur noch darauf an, welche Spieler im Entscheidenden Moment noch einen drauflegen können. Sei das Guentzel bei den Pens oder z.B. Aberg bei Nashville.
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    • BeatBox 01.06.2017 16:25
      Highlight Ich hoffe Du hast recht!

      Mein Gefühl sagt mir halt, dass Johansen schon sehr stark fehlt und die offensive Durchschlagskraft von Nashville dadurch eingeschränkt ist. Einen Johansen kann wie bei Pittsburgh ein Crosby, nicht einfach ersetzt werden.

      Aber es muss auch von den Verteidigern mehr Scoring kommen.
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  • Tom Foolish 01.06.2017 07:10
    Highlight Nashville's Chancen auf den Cupsieg sind somit auf noch 13% gesunken. Historisch haben 87% der Teams, die in der Finalserie 2-0 geführt hatten, den Stanley Cup geholt.

    87. Prozent. Es ist ein Zeichen. 😂🙌🏼

    Let's go Pens!

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  • ksayu45 01.06.2017 07:06
    Highlight Kann man nicht alle fünf Tore chronologisch bringen anstatt nur 3 davon und durcheinander? Wäre übersichtlicher und vollständig
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    • Sandro Zappella 01.06.2017 07:50
      Highlight Da hast du absolut recht. Ich habe den Aufbau des Artikels etwas angepasst und die fehlenden Tore ergänzt.
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    • ksayu45 01.06.2017 08:43
      Highlight Super, merci!
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  • DeineMudda 01.06.2017 05:57
    Highlight schade, denn nsh war die ersten zwei drittel eigtl. die ton angebende mannschaft. im letzten drittel fehlte irgendwie die kraft
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«Für mich natürlich eine Riesenehre»: Roman Josi neuer Captain der Nashville Predators

Roman Josi wird als zweiter Schweizer nach Mark Streit bei den New York Islanders Captain eines NHL-Teams. Die Nashville Predators ernennen den Verteidiger zwei Wochen vor dem Saisonstart zum Captain.

Josis Ernennung ist keine Überraschung. Seit Anfang August und dem Abgang von Mike Fisher, der vor einem Jahr das «C» von Shea Weber (2010 bis 2016) übernommen hatte, galt der Berner als Kronfavorit für das Ehrenamt. Josi ist der achte Captain der Nashville Predators, die 1998 in die NHL …

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