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Roman Josi ist eines von drei Schweizer Puzzlestücken bei Nashville. Bild: Mark Humphrey/AP/KEYSTONE

Drei Schweizer für ein Hallelujah – Josi, Fiala, Weber und der Erfolg von Nashville 

Die Nashville Predators werfen Titelkandidat Chicago sensationell aus den Stanley-Cup-Playoffs. Mittendrin stehen drei Schweizer. Und alle drei haben ihren Teil zur Erfolgsgeschichte beigetragen.

21.04.17, 10:31 21.04.17, 14:41
Adrian Bürgler
Adrian Bürgler

Die Nashville Predators haben die Sensation geschafft. Sie schlagen die Chicago Blackhawks mit 4:1 und gewinnen die NHL-Playoff-Serie mit 4:0. Chicago – Anwärter auf den Stanley Cup und eigentlich haushoher Favorit – verabschiedet sich ohne Sieg aus der Postseason. Gerade mal drei Tore haben die Blackhawks zustande gebracht. Damit hätte niemand gerechnet.

«Es ist definitiv ein grossartiges Gefühl. Ich denke, wir haben eine starke Serie gespielt.»

Roman Josi

Und mittendrin in dieser verrückten Eishockeygeschichte stehen drei Schweizer – in durchaus wichtigen Rollen. Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber haben alle ihren Teil zum Erfolg beigetragen.

Josi trifft in Spiel 4 zum 1:0 für Nashville.  Video: streamable

Roman Josi ist der klare Leader dieser Nasvhille Predators. Der Berner erhält in der Serie gegen die Blackhawks durchschnittlich mehr als 27 Minuten Eiszeit pro Spiel. Mehr als jeder andere im Team und auch rund zwei Minuten mehr als der andere Starverteidiger, P.K. Subban. Josi ist zudem der Spieler Nashvilles, der in den Playoffs die meisten Schüsse aufs Tor bringt. Im vierten Spiel wird er dafür mit zwei Toren belohnt. 

Josi erzielt nach einem Konter seinen zweiten Treffer des Abends. Video: streamable

Der 26-Jährige spielt so gut wie noch nie. Er hat bewiesen, dass er auch ohne Shea Weber als Verteidigungspartner das Spiel prägen kann. «Es ist definitiv ein grossartiges Gefühl. Ich denke, wir haben eine starke Serie gespielt», sagt Josi nach dem vierten Sieg. Eine starke Serie, deren Fundament Josi war.

Die Schweizer sind in Nashville angekommen und aufgenommen worden.

Das nächste Schweizer Puzzleteil des Predators-Erfolgs heisst Kevin Fiala. Der 20-jährige Schweizer hat sich in dieser Saison in der NHL etabliert.

Auf 58 Einsätze für Nasvhille kommt Fiala in dieser Spielzeit mittlerweile, er kann 13 Tore und fünf Assists vorweisen. Zwei Treffer schoss er in der Serie gegen Chicago – unter anderem den wegweisenden Siegtreffer in der Verlängerung des dritten Spiels.

Kevin Fiala trifft in der Overtime und in Nashville ist die Hölle los. Video: streamable

Fiala kann sich in den Angriffslinien der Predators behaupten. Mit durchschnittlich rund 17 Minuten Eiszeit pro Spiel schenkt ihm Coach Peter Laviolette viel Vertrauen. Und der Schweizer Flügel zahlt es ihm zurück. Pro Spiel bringt er rund drei Schüsse aufs Tor und hat dabei eine Erfolgsquote von über 18 Prozent – ein Spitzenwert.

«Diese Mannschaft hat Charakter. Wir wussten, dass wir es schaffen können. Jeder hat daran geglaubt.»

Kevin Fiala über den Sieg in Spiel 3

Fialas Leistungssteigerung auf die Playoffs hin verleiht der Nashville-Offensive mehr Tiefe. Einer der Schlüssel zum Erfolg gegen die Blackhawks.

Und dann gibt es noch Yannick Weber. Über ihn wird nicht viel geschrieben, weil es wenig Spektakuläres zu berichten gibt. Das ist als Spieler im dritten Verteidigerpaar ein gutes Zeichen. Der Berner kam auf diese Saison hin von Vancouver, wo er oft auf der Tribüne sass, nach Nashville. Zu seinem guten Kollegen und Jugendfreund Roman Josi. Unbestätigte Gerüchte sagten gar, es war Josi der den Transfer Webers vorgeschlagen habe.

In der Hauptstadt der Countrymusik hat er gleich seine Rolle gefunden: als dankbarer Arbeiter in der Defensive. Weber muss keine offensiven Glanzpunkte setzen. Er kommt nicht im Powerplay zum Einsatz und steht pro Spiel nur etwas mehr als elf Minuten auf dem Eis. Stattdessen arbeitet der 28-Jährige in der eigenen Zone. Er teilt Checks aus, blockt Schüsse und opfert sich so für das Team auf. Das funktioniert. Weber hat gegen Chicago kein einziges Gegentor zugelassen.

Alle drei Schweizer wissen in den Playoffs zu überzeugen. Eine grosse Hürde haben sie bereits gemeistert. Die nächste heisst entweder St.Louis oder Minnesota. Aber wer die Blackhawks mit einem «Sweep» in die Ferien schickt, der muss sich vor keinem Gegner fürchten.

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  • Wisegoat 21.04.2017 13:02
    Highlight So sehr ich es Smashville gönnen möchte und Josi und Fiala einen guten Teil zum Erfolg beigetragen haben, wäre es schon geil wenn der Lord Stanley wieder mal in Kanada landen würde. Ob Edmonton, Montreal, Ottawa oder Tornto ist egal. Die Leute würden durchdrehen.
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    • Züzi31 22.04.2017 11:30
      Highlight Es würde mich sehr überraschen wenn der SC in den nächsten 10 Jahren nicht mindestens 1x nach Edmonton oder Toronto gehen würde. Da ist so viel Talent in beiden Teams, viel brauchen beide nicht mehr um zu den Top3 Anwärter zu gehören. Von daher lieber die Preds machen es dieses Jahr 😀
      4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 11:43
    Highlight Also wer das vorausgesehen hat war schon ein Hellseher. Ausser die Pens schaffen den Repeat oder die Bruins verbessern sich massiv heisst das wohl dass erstmals seit 2008 ein anderes Team den Cup holt.
    22 0 Melden

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