Sport

In der NHL geben die Banden bereits nach, in der NLA müssen sie dies ab nächster Saison. Bild: AP The Canadian Press

«Flexible Banden» erneut getestet – Risiko für Hirnerschütterungen noch nicht reduziert

29.11.16, 14:30 29.11.16, 15:36

Swiss Ice Hockey, die Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Pat-Schafhauser-Stiftung haben verschiedene belastungsreduzierende und flexible Bandensysteme getestet. Die Testergebnisse sollen den Klubs als Entscheidungshilfe für den Umrüstungsprozess dienen. Denn ab der Saison 2018/2019 sind auch in der Schweiz flexible Banden obligatorisch. In Nordamerika und an Weltmeisterschaften sind bewegliche Bandenkonstruktionen längst die Regel – ebenso auch in den nordeuropäischen Ligen.

Bei den Tests in der Schweiz wurde ein herkömmliches System verwendet, wie jenes, das in Bern demontiert wurde. Unter den getesteten Banden waren auch die in Lugano, Lausanne, Biel und Bern bereits eingesetzten neueren Systeme. Die Tests wurden im «Dynamic Test Center» in Vauffelin BE mittels Pendel-Versuchen sowie Dummy-Versuchen (Anprall in aufrechter und geneigter Position) durchgeführt.

Bandentests mit Dummy-Hockeyanern werden bereits seit über drei Jahren gemacht. bild: srf

Geprüft wurden dabei Parameter wie Auslenkung, Steifigkeit oder Energieabsorption. Zudem wurden die biomechanischen Belastungen am Dummy gemessen (Kopf, Hals, Schulter, Oberkörper, Bauch und Becken). Hinsichtlich der biomechanischen Belastung wurden die Zahlen anschliessend in Relation zu Grenzwerten aus der Unfallforschung (vor allem Strassenverkehr und Sport) gesetzt und mit der Referenzbande verglichen.

Insgesamt schnitt das belastungsreduzierende Banden-System deutlich besser ab als die bisherige Referenzbande. In Bezug auf Kopfverletzungen wird indes festgehalten, «dass die aktuell getesteten Bandensysteme das Risiko für Hirnerschütterungen noch wenig reduzieren». (pre/sda)

Die Stadien der 12 NLA-Klubs

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • TheDan 29.11.2016 16:03
    Highlight "Insgesamt schnitt das belastungsreduzierende Banden-System deutlich besser ab als die bisherige Referenzbande."
    Gibts hierzu auch Zahlen, damit man sich eine Vorstellung von "deutlicher Reduzierung" machen kann? Reduktion von 3% oder eher 90%?
    4 0 Melden
    • Pingu80 29.11.2016 17:23
      Highlight Das engo PPS Bandensystem welches in Bern steht absorbiert mit Acrylglas 87% und mit Sicherheitsglas 80%. Das System in Lugano, Lausanne und Biel deutlich weniger.
      1 1 Melden

Eine der grössten Hockey-Karrieren ist zu Ende: Martin Gerber hört auf

Stell dir vor, einer der grössten Schweizer Spieler aller Zeiten beendet seine Karriere und niemand merkt es. Genau das ist passiert. Martin Gerber verlässt Kloten definitiv und beendet seine Karriere.

Er quält sich gerade durch einen Verkehrsstau in der Stadt Zürich und sagt, er rufe zurück, wenn er da endlich rausgekommen sei. Eine Momentaufnahme mit Symbolcharakter. Martin Gerber verlässt Kloten, verlässt den Grossraum Zürich. Der Hockey-Weltreisende hat genug vom Verkehrsdichte-Stress.

Er gibt auch seinen Zweitwohnsitz in Zug auf zieht sich in seine Heimat Langnau zurück. Dort hat er an bester Lage beim idyllischen «Äntelipark» (Park der Enten) im Dorf längst ein wunderbares altes …

Artikel lesen