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National League A, 7. Runde

Bern – ZSC Lions 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Biel – Ambri-Piotta 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

Fribourg-Gottéron – Lausanne 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)

Kloten Flyers – Davos 5:1 (0:1, 5:0, 0:0)

Zug – SCL Tigers 5:0 (4:0, 1:0, 0:0)

Sie haben gut lachen: Der EVZ gewinnt gegen die SCL Tigers zum fünften Mal in Serie.
Bild: KEYSTONE

Zug feiert gegen Tigers fünfter Sieg in Serie – Leader Fribourg lässt sich weiterhin nicht bezwingen

26.09.15, 22:05 27.09.15, 11:23

EV Zug – SCL Tigers 5:0

– Zug lässt dem Aufsteiger SCL Tigers keine Chance und feiert mit dem 5:0 den fünften Sieg in Folge. Nach 20 Minuten steht es bereits 4:0.

– Nachdem die Tigers am Tag zuvor gegen Lugano (3:4 n.P.) für eine starke Leistung nicht belohnt worden waren, hinterlassen sie diesmal im ersten Drittel in der Defensive einen desolaten Eindruck. Die Zuger können schalten und walten, wie sie wollen. Das 1:0 von Lino Martschini gegen stümperhaft verteidigende Emmentaler fällt bereits nach 35 Sekunden. Bis zur 19. Minute erhöhen der finnische Neuzugang Jarkko Immonen, Dominic Lammer und nochmals Immonen auf 4:0, wobei Pierre-Marc Bouchard bei allen drei Toren seinen Stock im Spiel hat. Der Kanadier punktet somit auch in der sechsten Meisterschaftspartie in dieser Saison und übernimmt mit vier Toren und acht Assists die Führung in der Skorerwertung.

– In der Folge spielen die Zentralschweizer nicht mehr mit voller Konzentration. Im zweiten Drittel lassen die Zuger nicht weniger als vier Zweiminuten-Strafen ungenutzt verstreichen. In der 38. Minute fällt durch den zweiten Treffer von Lammer dann doch noch das 5:0. Kurioserweise lautet das Schussverhältnis nach 40 Minuten 20:15 (total 27:25) zu Gunsten der SCL Tigers. Der Zuger Keeper Tobias Stephan feiert am Ende seinen zweiten Saison-Shutout nach dem 3:0 gegen Servette.

Tobias Stephan feiert heute seinen zweiten Shutout in dieser Saison. 
Bild: KEYSTONE

SC Bern – ZSC Lions 1:2

– Die ZSC Lions feiern in Bern nach schwachen Wochen wieder einmal einen Prestige-Erfolg. Zuletzt verloren die Zürcher fünf der letzten sechs Spiele (inklusive CHL). Jungstar Auston Matthews schiesst die Zürcher bereits im Mitteldrittel zum 2:1-Sieg.

– Genau vier Minuten vor dem Ende des Mitteldrittels stochert das 18-jährige amerikanische Supertalent Auston Matthews den Puck energisch über die Linie, während die Berner staunen. Es bleibt bis zum Ende das letzte Tor. Trotz grossem Aufwand gelingt den Bernern der Ausgleich, der nicht unverdient wäre, nicht mehr.

– Die Lions liegen bereits nach dem ersten Drittel in Führung. Pius Suter markiert in seinem siebten NLA-Spiel das erste Tor in der höchsten Spielklasse. Im mittleren Abschnitt braucht der SCB nur 32 Sekunden für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Ein Schuss von Justin Krueger im Powerplay wird abgelenkt. Ansonsten wird Urban Leimbacher, der angeschlagenen Lukas Flüeler im ZSC-Tor sehr gut vertrat, nicht mehr bezwungen. Er wehrt 24 Schüsse ab. 

Auston Matthews macht heute den Unterschied aus.
Bild: Urs Lindt/freshfocus

Kloten – Davos 5:1

– Die Kloten Flyers kommen langsam in Fahrt: Beim 5:1 gegen Schweizer Meister Davos gewinnen die Zürcher Unterländer erstmals in dieser Saison zwei Spiele hintereinander. Die neuen kanadischen Besitzer, die aktuell in der Schweiz zu Besuch sind, scheinen die Kloten Flyers zu einem lange nicht mehr gekannten Aufschwung zu beflügeln.

– Die Flyers brauchen ein Drittel Anlaufzeit, um in Fahrt zu kommen. Dann aber so richtig. In den ersten 20 Minuten trifft nur der nach Rückenproblemen zurückgekehrte Marcus Paulsson für die Davoser. Dann aber setzt der PostFinance-Topskorer auf der anderen Seite zur grossen Show an. Innerhalb von fünf Minuten und einer Sekunde erzielt Chad Kolarik einen Hattrick zum 1:1, 3:1 und 4:1. Der 29-jährige US-Amerikaner trifft nach 46 Sekunden im mittleren Abschnitt im Powerplay zum Ausgleich, dann zweimal nach Vorarbeit von Matthias Bieber. Dazwischen bucht Tommi Santala den Game-Winner zum 2:1.

– Der HCD wird in dieser Phase regelrecht überfahren. Auch ein Timeout Arno Del Curtos nach dem 2:1 bewirkt nichts. Spätestens nach Santalas zweitem Tor in der 36. Minute zum 5:1 gibt es kaum noch Zweifel am Sieger. Die ersatzgeschwächten Davoser geben sich zwar nie auf, aber sie bringen auch nicht die nötige Energie für einen Umschwung auf und müssen zum dritten Mal in Folge als Verlierer vom Eis.

Chad Kolarik erzielt gegen Davos einen Hattrick. 
Bild: Patrick Straub/freshfocus

Fribourg – Lausanne 2:0

Fribourg-Gottéron steht auch nach sieben Spielen ohne Niederlage an der Tabellenspitze. Beim hart erkämpften und emotionalen 2:0 gegen Lausanne macht das Powerplay den Unterschied.

Julien Sprunger schiesst das 1:0 in der 13. Minute mit einem Mann mehr. Es hätten auch Playoffs sein können, so aggressiv und engagiert gehen die beiden Kontrahenten im Romandie-Derby aufeinander los. Tore gibt es wenige, dafür umso mehr Emotionen. Bis zum 2:0 ins leere Tor sechs Sekunden vor Schluss (Ngoy) ist Sprungers früher Treffer das einzig Zählbare. Er verwertet im Powerplay einen feinen Pass von Sakkari Salminen. Sprunger steht auch in einer anderen Szene im Mittelpunkt, als er Lausanne Janniks Fischer in der Mitte des Eises hart gegen den Kopf checkt – und ungestraft davon kommt. Für den Moment. Die Szene dürfte noch ein Nachspiel haben.

– Im Schlussdrittel muss Sebastian Schilt dann für einen weiteren (zu) harten Check in die Kabine. Die Fünfminuten-Strafe bringt Lausanne allerdings nichts ein. Es wartet schon die gesamte Saison auf ein Tor im Powerplay. Fribourg hingegen profitiert aktuell vom Selbstvertrauen des Leaders. Wenn's läuft, dann läuft's – und dann hilft in den entscheidenden Momenten auch das Glück. Die beste Ausgleichschance vergibt der PostFinanance-Topskorer der Waadtländer, Nicklas Danielsson, ohne viel falsch zu machen. In der 26. Minute prallt sein Abschluss an die Unterkante der Latte und auf die Linie. Ein symptomatisches Bild für diesen Meisterschaftsauftakt. 

Sprunger hätte heute frühzeitig unter die Dusche geschickt werden müssen. Sein fieser Check gegen den Kopf von Fischer wird noch ein Nachspiel haben.
Bild: KEYSTONE

Biel – Ambri-Piotta 0:5

– Einen Tag nach der ersten Saisonniederlage verlassen die Bieler erneut das Eis als Verlierer. Die Seeländer unterliegen Ambri-Piotta vor heimischem Publikum gleich mit 0:5.

– Am Vortag in Genf hatten die Bieler in den letzten drei Minuten eine 2:1-Führung aus der Hand gegeben und 2:3 verloren. Die ärgerliche Niederlage zeigte Wirkung. Zwar erspielen sich die Gastgeber heute in den ersten sieben Minuten drei gute Chancen, in der Folge passt aber praktisch nichts mehr zusammen. Ambri dagegen zeigt eine starke Leistung auf das 1:3 gegen Fribourg-Gottéron. Dass die Leventiner nach 20 Minuten 2:0 führen, haben sie dem neuen finnischen Offensivverteidiger Mikko Mäenpää zu verdanken. Das 1:0 von Alexandre Giroux (15.) leitet er mit einem herrlichen Pass ein, das 2:0 (19.) erzielt er in doppelter Überzahl nach einem Gestocher vor dem Gehäuse der Bieler gleich selber. Mäenpää hat nun bereits neun Skorerpunkte auf dem Konto (zwei Tore).

– Eine Befreiung erlebt Inti Pestoni. Der von diversen Vereinen umworbene Flügelstürmer schiesst beim 4:0 (48.) seinen ersten Saisontreffer und bereitet das 5:0 von Benjamin Chavaillaz (52.) vor. Der stark spielende Keeper Sandro Zurkirchen wehrt für seinen Shutout 48 Schüsse ab. (si)

Inti Pestoni und Topscorer Cory Emmerton jubeln nach dem 2:0.
Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

Diese Spieler schnuppern zum ersten Mal NLA-Luft

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • länzu 27.09.2015 02:46
    Highlight Toll. Noch keine volle Runde ist gespielt und der SCB ist schon wieder mitten im Strichkampf. Bei dieser zahlosen Equipe, welche gegen den ZSC spielte und verlor, ist das auch kein Wunder. Vor dem tor so etwas von umständlich und hinten mit haarsträubenden Fehlern. Wieso man vier ausländische Stürmer engagiert und nun ein Riesentalent wie Hischier wieder auf dei Tribüne schickt und auf einen guten ausländischen Verteidiger verzichtet hat, wird wohl ewig das Geheimnis von Sven Leuenberger bleiben. Den Randeggers spreche ich die NLA-Tauglichkeit sowieso ab.
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