Sport

Schweizer Cup, Viertelfinals

Fribourg – Zug 1:2 (1:0,0:1,0:1)
Servette – Davos 6:3 (2:1,1:1,3:0)
Langnau – Lausanne 2:3 (1:2,1:0,0:1)

23.11.: Langenthal – Kloten

Jarkko Immonen (Mitte, im Zweikampf mit Yannick Rathgeb) entschied den Kampf zwischen Zug und Fribourg. Bild: KEYSTONE

Zug dank ultra-spätem Immonen-Tor im Cup-Halbfinal – Lausanne und Servette ebenfalls

Die ersten drei Cup-Halbfinalisten sind bekannt: Es sind die beiden NLA-Teams vom Genfersee, Servette und Lausanne, und dazu Zug, das sich dank einem Treffer Sekunden vor der Schlusssirene gegen Fribourg durchgesetzt hat.

Publiziert: 22.11.16, 22:16 Aktualisiert: 23.11.16, 07:10

Fribourg – Zug 1:2

Hier gibt's den Liveticker zum nachlesen.

Fribourg-Trainer Larry Huras nutzte aufgrund der zuletzt ungenügenden Leistungen in der Meisterschaft seine Freiheiten im Cup und schonte mit Cervenka, Birner, Fritsche, Sprunger, Stalder und Kienzle (letztere zwei noch verletzt) gleich eine ganze «Schwetti» von Leistungsträgern. Dies rächte sich zu Beginn nicht – im Gegenteil: Gottéron war eher besser und ging nach 9 Minuten durch Mattias Ritola in Führung.

Die Zuger konnten zwar in der 22. Minute ausgleichen –  Sandro Zangger war nach einer Flipperkasten-Aktion zur Stelle –, doch die Partie war weiterhin ausgeglichen. Es kam zu einem äusserst unterhaltsamen Schlussdrittel, das hin und her wogte. Die Freiburger kamen dem Sieg nahe, als sie vier Minuten vor Schluss in doppelter Überzahl spielen konnten, aber den Game-Winner nicht erzieten konnten.

Vor Ablauf der 60 Minuten kamen dann auch noch die Zuger in den Genuss, mit zwei Mann mehr zu spielen und die Zentralschweizer machten es tatsächlich besser: 6 Sekunden vor der Sirene lupfte Jarkko Immonen die Scheibe an Benjamin Conz vorbei und entschied so das Spiel.

Die mehrheitlich jungen Freiburger wehrten sich mit allen Mitteln. Bild: KEYSTONE

Langnau – Lausanne 2:3

Der Viertelfinal zwischen Langnau und Lausanne war für Tigers-Trainer Heinz Ehlers ein spezieller, da es gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ging. Und der Däne sah die Waadtländer bereits in der 4. Minute durch Alain Mieville in Führung gehen. Die nächste Spielphase wurde geprägt von Chris DiDomenico: Erst gelang dem Kanadier der Ausgleich (9.) und wenig später musste er wegen Stockschlags auf die Strafbank und das hatte prompt das 2:1 für Lausanne durch Dario Trutmann zur Folge.

Lausannes Etienne Froudevaux behauptet die Scheibe gegen den am Boden liegenden Nils Berger. Bild: KEYSTONE

Nach ziemlich genau einer halben Stunde konnte Eero Elo für die Emmentaler noch einmal ausgleichen, doch das 3:2 durch Per Ledin in der 43. Minute bedeute dann die Entscheidung zugunsten der Romands. Lausanne, das auf der Leistungen in der NLA favorisiert werden musste, liess kein Tor mehr zu und verdiente sich den Vorstoss in den Halbfinal.

Servette – Davos 6:3

Die Genfer erwischten gegen die Davoser den besseren Start und führten nach 10 Minuten schon 2:0, Nick Spaling (im Powerplay) und Cody Almond waren die Torschützen. Die Gäste aus dem Bündnerland erwiesen sich aber als zäher Gegner und verkürzten durch Samuel Walser (12.) und kamen nach dem dritten Tor der Genfer durch Damien Riat (28.) dank Tuomo Ruutu (39.) und Marc Wieser (45.) sogar noch zum 3:3-Ausgleich.

Ein Doppelschlag brach dem Team von Arno Del Curto dann aber das Genick. Arnaud Jacquemet und Kay Schweri trafen zehn Minuten vor Schluss innerhalb von 7 Sekunden (!) und besiegelten so das Weiterkommen der Genfer. Der Empty-Netter von Nathan Gerbe war dann noch Zugabe.

Nathan Gerbe (r.) schiebt ein zum 6:3. Bild: KEYSTONE

(drd)

Die Telegramme

Fribourg-Gottéron - Zug 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
3139 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy.
Tore: 9. Ritola (Mottet, Bykow) 1:0. 22. Zangger (McIntyre, Lammer) 1:1. 60. (59:54) Immonen (Martschini/Ausschlüsse Picard, Leeger) 1:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7mal 2 Minuten gegen Zug.
Fribourg-Gottéron: Conz; Picard, Glauser; Maret, Abplanalp; Rathgeb, Leeger; Schilt, Chavaillaz; Mottet, Bykow, Ritola; Neuenschwander, Rivera, Neukom; Mauldin, Gustafsson, Schmutz; Fuchs, Chiquet, Nathan Marchon.
Zug: Stephan; Diaz, Geisser; Helbling, Grossmann; Schlumpf, Erni; Lüthi; Martschini, Holden, Schnyder; Klingberg, Immonen, Senteler; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Marc Marchon, Haberstich.
Bemerkungen: Fribourg ohne Fritsche, Kienzle (beide verletzt), Sprunger, Cervenka, Birner und Stalder (alle geschont), Zug ohne Morant (gesperrt), Alatalo, Diem und Suri (alle verletzt). Fribourg von 39:56 bis 40:00 ohne Goalie. Timeout Fribourg (56.). (sda)

SCL Tigers - Lausanne 2:3 (1:2, 1:0, 0:1)
5185 Zuschauer. - SR Fischer/Koch, Castelli/Küng.
Tore: 4. Miéville (Schelling, Déruns) 0:1. 10. DiDomenico 1:1. 15. Trutmann (Junland, Jeffrey/Ausschluss DiDomenico) 1:2. 31. Elo (Schremp) 2:2. 44. Ledin (Froidevaux, Herren) 2:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen den SCL, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne.
SCL Tigers: Punnenovs; Seydoux, Koistinen; Zryd, Randegger; Weisskopf, Currit; Elo, Schremp, Nils Berger; DiDomenico, Albrecht, Lindemann; Kuonen, Schirjajew, Wyss; Roland Gerber, Adrian Gerber, Moggi; Rüegsegger.
Lausanne: Caminada; Lardi, Borlat; Nodari, Genazzi; Trutmann, Junland; Gobbi, Fischer; Schelling, Miéville, Déruns; Danielsson, Jeffrey, Ryser; Herren, Froidevaux, Ledin; Antonietti, Kneubühler, In-Albon.
Bemerkungen: SCL ohne Nüssli, Haas, Stettler, Müller, Pascal Berger (alle verletzt) und Shinnimin (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Huet (geschont), Pesonen (überzähliger Ausländer) und Walsky (verletzt). Pfostenschüsse: Schremp (36.); Jeffrey (48.). Timeout SCL (59.), von 58:26 bis 58:35 ohne Goalie. (sda)

Genève-Servette - Davos 6:3 (2:1, 1:1, 3:1)
5058 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Kaderli/Obwegeser.
Tore: 8. Spaling (Almond, Loeffel/Ausschluss Samuel Walser) 1:0. 10. Almond (Simek/Ausschlüsse Corvi; Rubin) 2:0. 12. Samuel Walser (Marc Wieser/Ausschluss Corvi!) 2:1. 28. Riat (Jeremy Wick) 3:1. 39. Ruutu (Kousal/Ausschluss Jeremy Wick) 3:2. 45. Marc Wieser (Samuel Walser) 3:3. 50. (49:25) Jacquemet (Fransson) 4:3. 50. (49:32) Schweri (Mercier) 5:3. 60. (59:46) Gerbe (Traber, Mercier/Ausschluss Almond!) 6:3 (ins leere Tor).
Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Almond) plus Spieldauer (Almond) gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Davos.
Genève-Servette: Robert Mayer; Loeffel, Kast; Jacquemet, Fransson; Mercier, Petschnig; Vukovic; Simek, Almond, Spaling; Schweri, Romy, Gerbe; Jeremy Wick, Slater, Riat; Traber, Rubin, Impose; Massimino.
Davos: van Pottelberghe (31. Senn); Kindschi, Félicien Du Bois; Schneeberger, Paschoud; Forrer, Jung; Pascal Blaser, Rampazzo; Sciaroni, Kousal, Ruutu; Marc Wieser, Samuel Walser, Eggenberger; Simion, Corvi, Egli; Kessler, Jäger, Frehner.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays (krank), Ehrhardt (überzähliger Ausländer), Eliot Antonietti, Douay, Détraz und Rod, Davos ohne Aeschlimann, Heldner, Axelsson, Jörg, Rahimi, Dino Wieser (alle verletzt), Forster (persönliche Gründe/Vater geworden), Ambühl und Lindgren (beide geschont). - Simion scheitert mit Penalty an Robert Mayer (20.). - Pfostenschuss Félicien Du Bois (58.). - Timeout Davos (58.). (sda)

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
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  • Normi 22.11.2016 22:19
    Highlight Die finnen 🙃
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