Sport

Trotz vielen Emotionen in der Resega gab man sich am Schluss sportlich die Hand. Bild: TI-PRESS

Lugano gewinnt zum dritten Mal in Folge – für den ZSC beginnen die Ferien

Zum zweiten Mal in Folge scheitern die ZSC Lions in den NLA-Play-offs frühzeitig. Gegen Lugano verliert der Titelanwärter das sechste Spiel 2:1 und die Best-of-7-Serie mit 2:4.

16.03.17, 22:44 17.03.17, 10:46

Die Play-off-Halbfinals:

Bern (1.) – Lugano (7.)
Zug (3.) – Davos (5.)
Beide Serien ab Dienstag, 21. März.

Lugano – ZSC 2:1

» Hier gibt es den Liveticker zur Partie zum Nachlesen.

Ein Doppelschlag von Dario Bürgler (in Überzahl) und Julien Vauclair innert 38 Sekunden brachte die Luganesi auf die Siegerstrasse. Die beiden Tore in der 13. Minute fielen nach einem regelrechten Zürcher Startfurioso und völlig entgegen dem Spielverlauf. Im Halbfinal kommt es damit zur Neuauflage des letztjährigen Finals zwischen dem SC Bern und Lugano.

Das 1:0 durch Bürgler. Video: streamable

Die Stimmung in der mit 7373 nicht restlos ausverkauften Resega kochte über. Dazu trug auch bei, dass sich bei den Zürchern im Vorfeld der Partie Ärger breit machte, dass der HC Lugano am Donnerstagmorgen in einem Ablehnungsbegehren die Absetzung der beiden Einzelrichter Oliver Krüger und Victor Stancescu gefordert hat. Stancescu legte nur wenige Stunden später sein Amt nieder. Der Anwalt und frühere Spieler des EHC Kloten zog damit die Konsequenzen, dass ihm Befangenheit (Nähe zu diversen Spielern, u. a. zu Roman Wick) vorgeworfen wurde. Dieses Vorgehen der Tessiner goutierte man auf Seiten des ZSC überhaupt nicht.

Dementsprechend motiviert traten die Lions im Tessin auf, um ihren ersten Play-off-Sieg auf fremdem Terrain nach zuletzt sechs Auswärtsniederlagen zu realisieren. Bereits nach sieben Sekunden prüfte Roman Wick Elvis Merzlikins ein erstes Mal. Der Lugano-Keeper war ein wichtiger Faktor, dass die Tessiner die Druckphase der Gäste zu Beginn schadlos überstanden und schliesslich den Vorsprung über die Runden brachten. Mehr als den 1:2-Anschlusstreffer durch Patrick Thoresen, der nach zwei abgesessenen Sperren zurückkehrte, liess Merzlikins nicht zu. Mit 37 Paraden wurde er zum Matchwinner.

Luganos Torhüter Elvis Merzlikins musste sich nur einmal bezwingen lassen. Bild: TI-PRESS

Trotz einer temporären 2:1-Führung in der Serie scheiterte der ZSC zum zweiten Mal in Folge in den Play-offs frühzeitig. Anders als noch im Vorjahr, als die Lions im Viertelfinal gegen einen überzeugend aufspielenden SCB 0:4 untergegangen waren, stand ihnen diesmal aber kein übermächtiger Gegner gegenüber. Lugano spielte zwar defensiv solid und taktisch clever, das Team von Greg Ireland offenbarte aber auch Schwächen, die der ZSC allerdings zu selten auszunutzen vermochte.

Im Gegensatz zu den Zürchern bewies Lugano in der Offensive Effizienz. Mit dem Glück des Tüchtigen erkämpften sich die Bianconeri zum zweiten Mal nacheinander die Halbfinal-Qualifikation. (sda/drd)

Das Telegramm

Lugano – ZSC Lions 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)
7373 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Castelli/Wüst.
Tore: 13. (12:02) Bürgler (Zackrisson, Furrer/Ausschluss Schäppi) 1:0. 13. Vauclair (Bertaggia) 2:0. 23. Thoresen (Wick, Geering/Ausschluss Hirschi, Chiesa) 2:1.
Strafen: je 7-mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Klasen, Thoresen.
Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Hirschi, Wilson; Ronchetti; Fazzini, Lapierre, Romanenghi; Bürgler, Zackrisson, Klasen; Bertaggia, Sannitz, Hofmann; Walker, Gardner, Reuille; Morini.
ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Phil Baltisberger; Wick, Suter, Thoresen; Herzog, Sjögren, Kenins; Künzle, Trachsler, Schäppi; Chris Baltisberger, Shannon, Pestoni; Bachofner.
Bemerkungen: Lugano ohne Brunner und Kparghai (beide verletzt), Sartori (überzählig) und Martensson (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Nilsson (verletzt), sowie Guerra (überzählig). Lattenschuss Hirschi (48.). Timeout ZSC Lions (59:54). ZSC Lions von 58:09 bis 59:01 und ab 59:12 ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler. (sda)

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User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
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23 Kommentare anzeigen
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  • Clark Kent 17.03.2017 06:58
    Highlight das ewige schiri-gejammer der playoff-loser nervt. zuerst die bieler, jetzt die zürcher. akzeptiert eine niederlage wie männer oder geht fussball schauen.
    27 6 Melden
    • SeKu 17.03.2017 07:46
      Highlight Qualitätskommentar!
      8 1 Melden
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  • Likkanen (f.k.a. Hayek1902) 17.03.2017 01:32
    Highlight Das mimimi der Zützis erfreut mich noch mehr als die aussicht auf min. 4 weitere spiele in richtigen hockeypalästen. Der fattoni / psusbacken-pestoni / salami-pesto hat jetzt gut zeit zum trainieren
    17 7 Melden
    600
  • Likkanen (f.k.a. Hayek1902) 17.03.2017 01:22
    Highlight Mein Gruss an die Kätzchen
    11 2 Melden
    600
  • hcl 17.03.2017 00:07
    Highlight Mit der Arroganz gewinnt man keine Serie, ausgleichende Gerechtigkeit, trotz Blindenbacher und Thorensen an einem kämpfenden Lugano ausgeschieden.

    Herzliche Gratulation an Lugano

    Der Löwe ist out und jetzt kommt dee Bär an die Reihe.
    38 10 Melden
    • MARC AUREL 17.03.2017 10:04
      Highlight Ihr seid ausgeschossen. Kein Pulver mehr und ihr überschätzt euch. Der Z hat einfach viellll zu wenig geboten und klar unter Wert gespielt... das werdet ihr schnell mal gegen grande Bern feststellen den sie spielen im vergleich zu der Z solide und gradlinig.
      5 4 Melden
    600
  • Einer Wie Alle 16.03.2017 23:51
    Highlight Skandal!!!

    Wallson darf auf keinen Fall weiter Trainer sein!
    8 17 Melden
    • Chloote 17.03.2017 06:42
      Highlight Ja bin ganz Deiner Meinung...

      Kevin Schläpfer ( die Mini Ausgabe von Arno del Curto ) wäre genau der Richtige Nachfolger!
      5 4 Melden
    • Einer Wie Alle 17.03.2017 07:46
      Highlight Jetzt noch mit weniger Bier intus :-)

      Ich finde, wenn es ein Trainer wie Wallson nicht schafft aus einem solchem Team ein Finalteam zu machen, sollte er gehen. Jedoch würde ich es nicht ganz so schlimm finden, wenn man ihm nochmals eine Chance geben würde.
      Immerhin ist Lugano auch nochmals verdammt viel besser geworden als in der Qualifikation.
      10 0 Melden
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  • Brucho 16.03.2017 23:46
    Highlight Es soll nicht als Ausrede gelten denn wer so wenig aus seiner Überlegenheit in 6 Spielen macht ist selber Schuld auszuscheiden. Doch trotzdem, heute beim 2:0 für Lugabo liegt Siegenthaler am Boden und der Schiri lässt weiter laufen und das Tor zählt. Beim vermeindlichen Zürcher Ausgleich liegt Bürgler am Boden und der Schiri pfeift ab und das Tor zählt nicht. Schade ich hätte mich auf ein siebtes Spiel gefreut doch dann sollte es leider nicht so sein und die Saison ist viel zu früh zu Ende. Ich bin enttäuscht und traurig.
    11 39 Melden
    • LebeauFortier 17.03.2017 02:01
      Highlight Merci. Kann denn hier jemand erklären, was der Unterschied zwischen diesen zwei Szenen war? Da ich im Stadion - und somit ziemlich blau - war, kann ich es selber nicht. :-(
      13 2 Melden
    • samy4me 17.03.2017 05:58
      Highlight Ganz einfach: Liegt ein Spieler (verletzt) am Boden, wird erst abgepfiffen wenn sein Team in Scheibenbesitz ist. Bei der besagten Szene mit dem vermeintlichen Ausgleich waren jeweils gegen Lugano und den ZSC Strafen angezeigt, ergo wird das Spiel unterbrochen.
      20 0 Melden
    • Mighty 17.03.2017 06:12
      Highlight @Brucho es wurde nicht abgepfiffen wegen Bürgler sondern wegen der Schläglerei. Nicht traurig sein ☺️
      20 0 Melden
    • Jekyll & Hyde 17.03.2017 13:50
      Highlight Yep, hab mir das Spiel vorhin nochmal angesehen. (Musste gestern Abend Arbeiten...). Der Schiri hat erst unterbrochen als Baltisberger wie von der Tarantel gestochen auf Zackrisson losging und eine kleine Prügelei gestartet hat. Der Pfiff des Schiris hörte man, wenn man ganz genau hinhört noch vor der ersten Schuss-abgabe, dessen Rebound zum Tor führte. Man könnte höchstens darüber Diskutieren ob ein Spiel abgepfiffen werden muss wenn sich 2 ausserhalb des Spielgeschehens "Lieb" haben.
      1 0 Melden
    600
  • LebeauFortier 16.03.2017 23:35
    Highlight Der Herr Zaugg hätte sich die Hände gerieben, wenn der Blindi alle vier Schieris auf einmal attackiert hätte.
    Aber nein, er hat die Hand gegeben.
    Ts.
    13 21 Melden
    • MARC AUREL 17.03.2017 00:03
      Highlight Machst du auf Zaugg jetzt? Diese Geschichte ist ausgelutscht! Musst dich jetzt auch nicht mehr aufregen da ihr ausgeschieden seid.
      16 7 Melden
    • LebeauFortier 17.03.2017 02:03
      Highlight Aja, oke. Du kommst nicht drauf, aber doch, genau drum reg ich mich auf. Und so soll's sein!
      Trotzdem Gratulation an Luciano.
      6 1 Melden
    • LebeauFortier 17.03.2017 02:05
      Highlight Ah, jetzt seh ich's: Watson hat Kommentare zusammengewürfelt. Nimm's easy, ich mach nicht auf Zaugg.
      5 2 Melden
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  • c_meier 16.03.2017 23:28
    Highlight Ui Stancescu zurückgetreten... Nach mir hätte ein Rückzug aus diesem Verwaltungsrat genügt im Hinblick auf die nächste Saison... Aber ja, gibt der Liga die Möglichkeit komplett neu anzufangen besonders auch was diesen Herrn Auger ennet dem Teich betrifft
    17 3 Melden
    • Bruno Paskier 17.03.2017 00:48
      Highlight Den Kommentar habe ich auch anderswo gelesen. Aber vielleicht will er einfach nicht aus dem Verwaltungsrat zurücktreten? Der Job als Ersatz-Einzelrichter ist ja nur eine Nebenbeschäftigung, über die vor allem in den Playoffs viel berichtet wird.
      8 0 Melden
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  • LebeauFortier 16.03.2017 23:26
    Highlight Ich gratuliere Herrn Zaugg zum doppelten HF-Einzug.
    Bin heute meinem Hallenstadion-Sitznachbarn von 2001 begegnet.
    Meister der Herzen!
    7 31 Melden
    600
  • exeswiss 16.03.2017 23:16
    Highlight tja herr salis, es wurde wie gewünscht auf dem feld entschieden, bravo lugano.
    47 5 Melden
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  • banda69 16.03.2017 22:53
    Highlight Und alle Jahre wieder: "Z - wie zerzaust".
    44 12 Melden
    600

Der «Hockey-Rockstar» in seiner Lieblingsrolle – Davos kann Meister werden

Er hat bei einem hochriskanten Goalie-Poker alles riskiert – und nun kann er alles gewinnen. HCD-Trainer Arno Del Curto in seiner besten Rolle.

Es kommt auch im Eishockey meistens anders als erwartet. Vor der Saison hat ein Kumpel HCD-Trainer Arno Del Curto per SMS wissen lassen, dass es nicht gut komme und die Playoff-Qualifikation, ja der Liga-Erhalt in Gefahr sei. Weil Torhüter Gilles Senn an Nando Wieser mahne.

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