Sport

Die Resega von oben. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Gärtner, Hockeygott, Hexenmeister – wie steht es eigentlich um die 12 NLA-Teams?

Alle NLA-Mannschaften haben mindestens 25 Runden gespielt. In der Qualifikation ist also Halbzeit. 12 Teams, 12 wichtige Fragen und 12 Versuche einer Antwort.

Publiziert: 29.11.16, 11:15 Aktualisiert: 29.11.16, 17:10

Marcel Kuchta / Nordwestschweiz

ZSC Lions

Haben die ZSC Lions einen Gärtner und genügend Rollen?
ZSC-Captain Mathias Seger zeigte sich kürzlich in einer Kolumne besorgt über das Innenleben seiner Mannschaft. Es habe zu viele Spieler für zu wenige Rollen. In Zürich ist trotz Leaderposition Konfliktpotenzial vorhanden. Trainer Hans Wallson ist als «Gärtner» gefordert und muss seine empfindlichen Pflänzchen hegen und pflegen.

Der Gärtner: Hans Wallson von den ZSC Lions. Bild: KEYSTONE

SC Bern

Bleibt SC-Bern-Trainer Kari Jalonen auch im Fall einer Krise cool?
Der Meistermotor brummt geschmeidig vor sich hin. Der SC Bern kam bisher kaum in Nöte. Nicht mal eine 1:8-Heimniederlage gegen Kloten erhitzte die Gemüter. Und so fragt man sich: Was passiert, sollten die Berner doch noch mal in die Bredouille kommen? Und vor allem: Wie geht der coole Trainer Kari Jalonen mit Gegenwind um?

Cool: Kari Jalonen vom SC Bern. Bild: KEYSTONE

EV Zug

Wie reagiert der EV Zug, wenn die Verletzungshexe zuschlägt?
Der EV Zug kam bisher fast sorgenfrei durch die erste Hälfte der Qualifikation. Was vor allem damit zusammenhängt, dass die Verletzungshexe einen grossen Bogen um die Innerschweizer machte. Trainer Harold Kreis war selten zu gewichtigen Umstellungen gezwungen. Ist die Mannschaft auch stabil, wenn mal wichtige Säulen fehlen?

Sorgenfrei: Harold Kreis vom EV Zug. Bild: KEYSTONE

Lausanne HC

Wann erfolgt der Einbruch des Überraschungsteams Lausanne?
Der neue Trainer Dan Ratushny hat frischen Wind in die Waadtländer Hauptstadt gebracht. Die Lausanner Ex-Defensivkünstler haben die zweitmeisten Tore der ganzen Liga erzielt. Die Konkurrenz am Strich wartet gebannt auf einen Einbruch des Überraschungsteams. Die Chancen sind gross, dass sie vergeblich darauf wartet.

Überraschend: Dan Ratushny vom Lausanne HC. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

EHC Kloten

Ist der EHC Kloten so gut, wie er momentan klassiert ist?
Ohne Erwartungsdruck stiegen die Klotener in die Saison und schufen sich mit starken Leistungen ein Punktepolster. Zuletzt geriet der EHC allerdings etwas in Schräglage. Gut möglich, dass die Mannschaft von Trainer Tirkkonen über Wert klassiert ist und nun eine Korrektur gegen unten erfolgt.

Sinkend: Pekka Tirkkonen vom EHC Kloten. Bild: KEYSTONE

HC Davos

Ist der HC Davos auch mit seinen jungen Goalies ein Meisterkandidat?
Für Gilles Senn und Joren van Pottelberghe war der Saisonstart erwartet schwierig. Doch zuletzt stellten die jungen HCD-Goalies ihr Talent regelmässig unter Beweis. Jetzt müssen nur noch ihre Vorderleute zeigen, dass sie gut genug sind, um aus Arno Del Curtos HCD einen Meisteranwärter zu machen.

Lauernd: Arno Del Curto vom HC Davos. Bild: KEYSTONE

HC Lugano

Wann wird «Final-Trainer» Doug Shedden in Lugano entlassen?

Die Finalteilnahme im April hat die Erwartungshaltung nach oben schiessen lassen. Jetzt ist der Strich bedrohlich nah, die Verletzungshexe Dauergast und die Nerven liegen blank. Trainer Shedden läuft Gefahr, vom Helden zum Versager gestempelt zu werden.

Unter Druck: Doug Shedden vom HC Lugano. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

HC Genève-Servette

Muss man sich um Servette Sorgen machen – sportlich und finanziell?
Niemand weiss so richtig, was in Genf läuft. Gerüchte von finanziellen Schwierigkeiten machen die Runde. Und auch sportlich läuft es nicht. Die Verletzung von Schlüsselspieler Kevin Romy macht alles noch komplizierter. Servette-Boss McSorley ist an vielen Fronten als Feuerwehrmann gefragt.

Rätselhaft: Chris McSorley von Servette. Bild: KEYSTONE

EHC Biel

Kann der EHC Biel die Saison ohne Trainer Kevin Schläpfer retten?
Der EHC Biel ohne «Hockeygott» Kevin Schläpfer? Lange Zeit kaum vorstellbar. Und doch muss man sich an den Gedanken gewöhnen. Bleibt die Frage, ob Schläpfers Abgang das Team wie gewünscht auf Touren bringt. Zweifel an der Qualität der Mannschaft bleiben. Zu viel lastet auf den Schultern von Stargoalie Jonas Hiller.

Hockeygott: Kevin Schläpfer vom EHC Biel ist weg. Bild: KEYSTONE

SCL Tigers

Coacht Hexenmeister Heinz Ehlers Langnau in die Playoffs?
Dass ein Trainerwechsel manchmal durchaus nützen kann, zeigen die SCL Tigers. Nach dem massiven Irrtum mit der Verpflichtung von Scott Beattie konnte es im Emmental allerdings nur besser werden. Es ist dem taktischen Hexenmeister Heinz Ehlers sogar zuzutrauen, dass er den Aussenseiter noch in die Playoffs coacht.

Hexenmeister: Heinz Ehlers von den SCL Tigers. Bild: KEYSTONE

HC Fribourg-Gottéron

Findet Trainer Huras in Fribourg Antworten auf viele Fragen?
Larry Huras kam, sah – und sucht immer noch nach Antworten, wie er das Rätsel Fribourg lösen kann. Die Saanestädter sind inkonstant wie eh und je. Und vermutlich auch zu leichtgewichtig, um die Playoffs zu schaffen.

Suchend: Larry Huras von Fribourg-Gottéron. Bild: KEYSTONE

HC Ambri-Piotta

Wann übernimmt Lars Leuenberger in Ambri das Traineramt?
Ambri-Trainer Hans Kossmann hangelt sich von Spiel zu Spiel. Hinter seinem Rücken lauert aber Berns Meistertrainer Lars Leuenberger, mit dem die Ambri-Verantwortlichen offenbar schon Kontakt aufgenommen haben. Es bleibt spannend in der Leventina.

Meistertrainer: Lars Leuenberger bald bei Ambri-Piotta? Bild: KEYSTONE

Die Stadien der 12 NLA-Klubs

Hol dir die App!

User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
11 Kommentare anzeigen
11
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Tubel500 30.11.2016 12:14
    Highlight OK, ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Pseudo-PDO-Werte ausgerechnet (Pseudo, eigentlich nur 5v5, reingehören würde, was nicht gezählt/wird in der CH).

    Statistisch normal ist ca. 100, ab 98.5 resp. 102.5 kann von Glück/Pech ausgegangen werden.

    Kloten, der SCB (und Lausanne) sind demnach am überperformen, ebenfalls eher auffällig ist der hohe Wert von Tobias Stephan beim EVZ. Der HCD kompensiert eine schwache Save% (noch) mit hoher Schuss%.

    Auffällig tief der PDO bei Fribourg, allerdings mit durchschnittlicher Schussgenauigkeit, was auf Goalie-Pech oder ein Goalie-Problem hinweist.
    1 0 Melden
    • Tubel500 30.11.2016 16:04
      Highlight und jetzt noch mit Bild, auch wenn hier scheinbar niemand mehr liest ;)
      0 0 Melden
    • PRE 30.11.2016 16:10
      Highlight Schöne Statistik. Danke fürs Zusammentragen.
      0 0 Melden
    • Tubel500 30.11.2016 17:17
      Highlight Hier noch die letztjährige Analyse zu Bern und Lugano von emptynet.ch, auf die ich gerade gestossen bin. Warum Doug Shedden nie "Held" war, sondern Glück hatte:
      http://www.emptynet.ch/2016/04/01/lugano-vs-bern-an-analytical-view/

      So als Input für zukünftige Analysen ;)
      0 0 Melden
    600
  • Amboss 29.11.2016 23:05
    Highlight Dass Leuenberger im Gespräch sein soll, bedeutet wohl im Klartext: Kossmann bleibt. Denn Leuenberger ist irgendwie die ganze Saison irgendwo im Gespräch - und es wird dann doch nix.

    Im Falle von Anbei finde ich es richtig, an kossmann festzuhalten. Denn er ist ein sehr guter Trainer
    2 0 Melden
    600
  • Tikkanen 29.11.2016 18:26
    Highlight ..umso schöner wird's im Frühling. Da wirkt dann der Käru mit den beiden🏆🏆noch cooler❄️😂
    3 11 Melden
    • Der müde Joe 29.11.2016 21:06
      Highlight Es wird langsam langweilig Tikkanen, leg mal eine andere Schallplatte auf.
      12 1 Melden
    600
  • Tubel500 29.11.2016 14:08
    Highlight Analysen wie diese zeigen, was in unserem Hockey noch falsch läuft. Natürlich sind das interessante Fragen, aber die Performance jedes zweiten Teams mit "Hexer" und ähnlichen Erklärungen darstellen zu müssen, zeigt, wie weit zurück und amateurhaft die Liga und Berichterstattung noch ist hier.

    Ist Kloten am überperformen? Vermutlich. Haben wir entsprechende Zahlen (wie PDO) dazu? Nein.

    Wie sind die Corsi-Verhältnisse der Spitzenteams? Bö.

    Ein Armutszeugnis. So werden wir wohl noch lange lesen, ein Team sei "zu leicht" für die Playoffs oder die "Aura" des Trainers sei alleine entscheidend
    7 1 Melden
    600
  • René Gruber 29.11.2016 13:49
    Highlight In der Bildstrecke mit den Stadien der Clubs gibt es einen Fehler. Die Bossard Arena in Zug hat eine Kapazität von 7015 Zuschauern (2352 Stehplätze, 4327 Sitzplätze, 186 Logenplätze, 90 Dine&View-Plätze und 60 Medienplätze)
    0 7 Melden
    600
  • Der müde Joe 29.11.2016 12:59
    Highlight Wenn man bedenkt wie dünn das Kader bei Kloten ist und dann auch noch Verletzungspech dazu kam, kann man eigentlich bis jetzt von einer "Meisterleistung" sprechen. Es wird schwierig für Kloten die Playoffs zu erreichen, aber nicht unmöglich.
    5 1 Melden
    600
  • Rheinpfeil 29.11.2016 11:41
    Highlight Bittschön, noch einmal durchs Lektorat...

    "Die Finalteilnahme im April haben die Erwartungshaltung nach oben schiessen lassen"
    0 1 Melden
    600

Doppelpack-Fiala führt überragende NHL-Schweizer an

Sven Bärtschi und Luca Sbisa tragen in der NHL massgeblich zum 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen der Vancouver Canucks gegen die Toronto Maple Leafs bei. Nashville verliert trotz drei Schweizer Toren.

Vancouver verspielte gegen Toronto eine 2:0-Führung. Zum 1:0 von Daniel Sedin (14.) gab Sbisa den Pass, das 2:0 erzielte Bärtschi (23.). Für Sbisa war es der sechste Assist der Saison, der dritte in den letzten sechs Partien. Der Zuger Verteidiger hat sich in der internen Hierarchie nach oben gearbeitet. Er wurde während mehr als 24 Minuten eingesetzt – einzig Ben Hutton erhielt mehr Vertrauen.

Auch Bärtschi unterstrich mit seinem dritten Tor in den letzten vier Spielen insgesamt seine gute …

Artikel lesen