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Champions Hockey League, 1/16-Finals, Hinspiele

Eisbären Berlin – Zug 4:0 (1:0,2:0,1:0)

Salzburg – Bern 1:4 (0:2,0:0,1:2)

Wolfsburg – ZSC Lions 1:4 (0:2,1:1,0:1)

Davos – Linköping 4:7 (2:3,1:4,1:0)

Kosice – Fribourg 1:1 (1:0,0:0,0:1)

Lugano – Pilsen 4:1 (0:0,2:1,2:0)

(Rückspiele am Dienstag, 11. Oktober)

Luganos Hofmann (Bildmitte) bejubelt sein 1:0 beim Heimsieg gegen Pilsen. Bild: TI-PRESS

ZSC, Bern und Lugano siegen in der Champions League – Hohe Niederlagen für Zug und Davos

Leicht positive Schweizer Bilanz in den Hinspielen der Champions-League-Sechzehntelfinals: Die ZSC Lions, der SC Bern und der HC Lugano feiern Siege, Fribourg holt auswärts ein Remis, Davos und Zug kassieren Pleiten.

Publiziert: 04.10.16, 22:10 Aktualisiert: 05.10.16, 08:15

Wolfsburg – ZSC Lions 1:4

– In Niedersachsen erwischen die Gäste einen Traumstart. Roman Wick bricht am rechten Flügel durch, passt backhand vors Tor, wo Luca Cunti schon nach 80 Sekunden zur 1:0-Führung für die ZSC Lions trifft. Ins Mitteldrittel geht es gar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung: Patrick Bärtschi (18.) erzielt in Überzahl Zürichs das 2:0, das etwas schmeichelhaft ist. Die Grizzlys haben die Chancen, die Löwen machen sie.

So geht Powerplay: Bärtschi muss am Pfosten nur noch den Stock hinhalten. gif: chl

– Dass Brent Aubin die Wolfsburger in der 38. Minute im Powerplay auf 1:2 heran bringt, kümmert die Zürcher wenig. Denn nur 13 Sekunden später liegen die Lions wieder zwei Tore voraus: Robert Nilsson erobert sich in der gegnerischen Zone die Scheibe und erzielt mit einem trockenen Schuss das 3:1.

– Die endgültige Entscheidung in dieser Partie fällt in Überzahl in der 54. Minute: Bärtschi macht sich mit seinem Treffer zum 4:1 zum Doppeltorschützen. Zürich hat mit diesem deutlichen Auswärtssieg einen berechtigten Grund, um zuversichtlich ins Rückspiel zu gehen.

Salzburg – SC Bern 1:4

» Der Liveticker zum Nachlesen

– Durch einen Doppelschlag geht der Schweizer Meister beim österreichischen Champion schon früh in Führung. Maxim Noreau (9.) und Mark Arcobello (11.) heissen die Torschützen für den SCB, die in Salzburg von rund 50 Fans begleitet werden.

Noreau mit Berns 1:0. gif: chl

– Nach einem torlosen Mitteldrittel geht Bern in der 45. Minute vorentscheidend in Führung. In Überzahl erhält Eric Blum auf der linken Seite viel Platz und den nutzt der Nati-Verteidiger, um mit einem herrlichen Handgelenkschuss unters Lattenkreuz das 3:0 zu erzielen.

– Genau so sehenswert ist der vierte Treffer des Meisters durch Martin Plüss. Der Routinier tanzt sich zwischen die Salzburger Verteidiger und schlenzt den Puck nach einem Zuspiel Ryan Laschs ins Tor (51.). Zu mehr als Resultatkosmetik in Form des Ehrentreffers in der letzten Minute ist Salzburg nicht fähig. Berns deutlicher Auswärtssieg ist die halbe Miete für den Vorstoss in die Achtelfinals.

HC Davos – Linköping 4:7

– HCD-Keeper Joren van Pottelberghe freute sich auf das Duell mit dem schwedischen Klub, bei dem er als Junior war. Doch er muss sich schon nach 29 Sekunden erstmals bezwingen lassen, der 20-jährige Ungar Vilmos Gallo bringt Linköping in Front. Und als Niklas Fogström das 0:2 erzielt, sind bloss 88 Sekunden absolviert – Zeit für Arno Del Curto, sein Team mit einem der frühesten Time-Outs der Eishockey-Geschichte wach zu rütteln.

– Der HCD kann die Partie nach dem Fehlstart danach ausgeglichener gestalten und ihm gelingt durch Gregory Sciaroni (9.) der Anschlusstreffer – in Unterzahl! Nach 17 Minuten und Gallos zweitem Treffer führt Linköping aber erneut mit zwei Toren Vorsprung. Doch in diesem torreichen Startdrittel fällt noch ein Treffer; Andres Ambühl verkürzt 28 Sekunden vor der Sirene auf 2:3.

– Davos versucht in der Folge vehement, zum Ausgleich zu kommen. Aber das gelingt nicht, ganz im Gegenteil. Die Schweden nutzen ihre Gelegenheiten eiskalt und so steht es nach 40 Minuten 3:7 aus Bündner Sicht. Enzo Corvi gelingt zwar noch das 4:7 (46.), dennoch wiegt diese Hypothek im Hinblick auf das Rückspiel in Linköping schwer. Der HCD benötigt ein kleines Eishockeywunder, wenn er noch weiterkommen will.

Eisbären Berlin – EV Zug 4:0

– In der deutschen Hauptstadt erwischt das Heimteam den besseren Start. Berlins Topskorer Nicholas Petersen lenkt vor dem Tor den Schuss eines Teamkollegen zum 1:0 ab (9.).

Stephan sieht beim 0:1 unglücklich aus. gif: chl

– Schwungvoll macht sich der EV Zug im Mitteldrittel daran, den Spielstand auszugleichen. Doch die Zentralschweizer werden kalt geduscht: Petersen passt zu Barry Tallackson, der für die Eisbären auf 2:0 erhöht (25.).

Berlins zweiter Streich. gif: chl

– Weil André Rankel 29 Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnitts trifft, liegt Zug nach 40 Minuten bereits mit 0:3 zurück. Damit ist das Spiel entschieden.

Morant prügelt wieder mal, Berlins Machacek wirft den Zuger aufs Eis. Bild: DPA

HC Lugano – Pilsen 4:1

– In der Resega dauert es bis zur 23. Minute, ehe die Fans das erste Tor sehen – es ist eines ihrer Lieblinge. Damien Brunner passt die Scheibe vor das Tor, wo Gregory Hofmann unbedrängt Luganos 1:0 erzielen kann.

Sehenswert: Das 1:0 der Tessiner. gif: chl

– Der HC Lugano doppelt nach und geht schon drei Minuten später mit 2:0 in Führung. Es ist eine Kombination zweier Schweden, die Linus Klasen nach Tony Martenssons Pass abschliesst. Doch Pilsen gelingt der Anschlusstreffer durch Jakub Lev (36.), wodurch Luganos Sieg vor 4763 Zuschauern noch einmal in Frage gestellt wird.

– Doch im Schlussabschnitt sorgt der HCL dafür, dass Fragen in diese Richtung sich erübrigen. Luca Fazzini und Ryan Gardner (48./50.) sorgen für das Skore von 4:1, das für das Rückspiel ein beruhigendes Polster darstellt.

Fazzini jubelt mit Kollegen über sein 3:1. Bild: TI-PRESS

Kosice – Fribourg 1:1

– In der Slowakei holt sich Fribourg-Gottéron ein Unentschieden, das für das Rückspiel alles offen lässt. Kosice geht durch Ladislav Nagy in Front, bei diesem 1:0 für das Heimteam bleibt es lange Zeit.

– Topskorer Roman Cervenka gelingt sieben Minuten vor dem Ende der Ausgleich für die Schweizer. Am Pfosten drückt er die Scheibe freistehend zum 1:1 in den Kasten.

Cervenkas Treffer in Kosice. gif: chl

(ram)

Die Telegramme

Salzburg - Bern 1:4 (0:2, 0:0, 1:2)
1814 Zuschauer. - SR Piechaczek/Piragic (GER/CRO), Seewald/Rakovic (AUT/SLO).
Tore: 9. Noreau (Lasch, Arcobello) 0:1. 11. Arcobello (Beat Gerber, Noreau) 0:2. 45. Blum (Arcobello, Luca Hischier/Ausschluss Flood) 0:3. 51. Martin Plüss (Lasch, Tristan Scherwey) 0:4. 60. (59:21) Thomas (Raymond) 1:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Salzburg, 5mal 2 Minuten gegen Bern.

Lugano - Pilsen 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
4763 Zuschauer. - SR Brüggemann/Wiegand (GER/SUI), Bürgi/Kovacs (SUI).
Tore: 23. Hofmann (Brunner, Hirschi) 1:0. 26. Klasen (Martensson, Zackrisson) 2:0. 36. Lev (Indrak) 2:1. 48. (47:35) Fazzini (Bürgler, Hofmann/Ausschluss Kodytek). 50. (59:04) Gardner (Bertaggia) 4:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Pilsen.

Eisbären Berlin - Zug 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
4722 Zuschauer. - SR Linde/Iwert (SWE/GER), Höfer/Salewski (GER).
Tore: 9. Petersen (Macqueen, Braun) 1:0. 25. Tallackson (Petersen, Olver) 2:0. 40. (39:31) Rankel (Wilson, Tallackson) 3:0. 42. Macqueen (Ziegler, Olver) 4:0.
Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Machacek) plus Spieldauer (Machacek) gegen Eisbären Berlin, 10mal 2 plus 2mal 5 Minuten (Lammer, Morant) plus 2mal Spieldauer (Lammer, Morant) gegen Zug.

Wolfsburg - ZSC Lions 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)
1697 Zuschauer. - SR Pesina/Krawinkel (CZE/GER), Müller/Merten (GER).
Tore: 2. Cunti (Wick, Nilsson) 0:1. 18. Bärtschi (Blindenbacher, Shannon/Ausschluss Wurm) 0:2. 38. (37:24) Aubin (Mulock, Likens/Ausschluss Blindenbacher) 1:2. 38. (37:37) Nilsson (Wick) 1:3. 54. Bärtschi (Shannon, Blindenbacher/Ausschluss Haskins) 1:4.
Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Pfohl) gegen Wolfsburg, 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.

Davos - Linköping 4:7 (2:3, 1:4, 1:0)
3087 Zuschauer. - SR Heikkinen/Koch (FIN/SUI), Espinoza/Wüst (SUI).
Tore: 1. (0:29) Gallo (Sylvegard, Persson) 0:1. 2. (1:28) Fogström (Little) 0:2. 9. Sciaroni (Walser/Ausschluss Jung!) 1:2. 17. Gallo (Sylvegard) 1:3. 20. (19:32) Ambühl (Marc Wieser, Forster) 2:3. 23. Karterud (Tornqvist) 2:4. 33. (32:35) Lundgren (Gallo, Sylvegard/Strafe angezeigt) 2:5. 34. (33:37) Gordon (Little, Fogström) 2:6. 35. (34:07) Lindgren (Ambühl, Forster) 3:6. 35. (34:48) Bergfors (Roe, Little/Ausschluss Rahimi) 3:7. 46. Corvi (Walser/Ausschluss Carlsson) 4:7.
Strafen: je 6mal 2 Minuten.
Bemerkungen: Pfostenschüsse: 11. Walser, 50. Egli.

Kosice - Fribourg-Gottéron 1:1 (1:0, 0:0, 0:1)
3883 Zuschauer. - SR Hradil/Novak (CZE/SVK), Korba/Smrek (SVK).
Tore: 16. Nagy (Smach) 1:0. 54. Cervenka (Rathgeb) 1:1.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kosice, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

Schweizer Trikots in der Champions Hockey League

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

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11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

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  • Hayek1902 05.10.2016 00:35
    Highlight Wer hätte das gedacht, der EVZ superpeinlich. Setzt sich nicht einmal gegen so eine Schiessbude aus der DEL durch. Verliert zu 0! Das wird auch mit Diaz dieses Mal nichts. Fribourg wird dieses Turnier eh nichts gewinnen wie immer, aber wenigstens haben sie es nicht jetzt schon verhauen. Der HCD hat zumindest die Torhüter Ausrede. Gratulation an die Titanten Lugano, Zürich und Bern. Der Rest hat wieder mal gezeigt, wieso sie nur 2. Reihe sind.
    26 35 Melden
    • maljian 05.10.2016 06:15
      Highlight Was heisst denn hier Schiessbude aus der DEL.
      Etwas gekränkt, das die Eisbären den EVZ geschlagen haben?

      Ich freu mich aufs Rückspiel und vor allem darauf, dass ich die Eisbären endlich mal wieder live spielen sehen werde 🎉🎉🎉
      2 10 Melden
    • Hayek1902 05.10.2016 09:11
      Highlight Wie man vielleicht bemerkt hat, bin ich kein evz fan. Aber gegen DEL Teams haben Schweizer "Titelanwärter" gefälligst zu gewinnen oder wenigstens nicht 4:0 zu verlieren
      17 2 Melden
    • Thomas J. aus B. 05.10.2016 12:54
      Highlight Du unterschätzt die DEL oder überschätzt die NLA. Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass auch NLA-Kellerkinder in der DEL im oberen Drittel mitspielen würden. Dem ist nicht so. So gross - dass ein NLA-Titelanwärter eine DEL-Mannschaft zu schlagen hat - ist die Differenz zwischen den Ligen nicht. Auch wenn vom einen oder anderen Journalisten gerne anderes erzählt wird.
      Habe die letzten Jahre regelmässig am Glotzophon DEL gekuckt und so leid es mir tut, da tun sich zwischen NLA- und DEL-Normalbetrieb keine Abgründe auf. Nur schnell "seckle" wie in der NLA ist per se kein Qualitätsmerkmal.
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  • Darkside 04.10.2016 23:02
    Highlight Warum dieser Morant immer noch Eiszeit bekommt weiss wohl nur Kreis. Ausser dumme Strafen holen und prügeln kann der ja gar nichts. Und nicht mal damit ist er hilfreich für die Emotionen im Team.
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Hofmann-Transfer ausgeplaudert

Er hat's wieder mal getan: Es gibt einfach keine besseren Interviews als mit Arno Del Curto

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