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National League A, 12. Runde

ZSC Lions – Davos 4:2 (0:1,3:0,1:1)

Biel – Lausanne 5:3 (3:1,0:0,1:2)

Servette – Zug 1:2 (1:1,0:1,0:0)

SCL Tigers – Fribourg 3:0 (2:0,0:0,1:0)

Ambri – Lugano 3:2 (1:1,1:1,0:0,1:0) n.V.

Die ZSC Lions besiegen Davos dank einer Tempoverschärfung im Mitteldrittel mit 4:2. Bild: KEYSTONE

Tigers geben rote Laterne an Fribourg ab – Ambri feiert Derbysieg in der Overtime

Der EV Zug und der ZSC thronen nach der 12. NLA-Runde weiter an der Tabellenspitze. Langnau gibt den letzten Tabellenplatz an Fribourg ab und auch Ambri überrascht weiter.

Publiziert: 08.10.16, 22:15 Aktualisiert: 08.10.16, 23:18

ZSC Lions – Davos 4:2

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

– Die ZSC Lions gewinnen gegen den HC Davos ein Duell zweier Verlierer vom Vorabend mit 4:2. Patrick Thoresen ist mit seinen NLA-Saisontoren Nummer 5 und 6 die herausragende Figur bei den Zürchern. Der Norweger erzielt das 1:1 und stellt mit einem Powerplaytreffer zum 4:2 den Endstand her.

– Ab der 25. Minute sind die Zürcher im Vergleich zu ihrem lethargischen Auftritt im Startdrittel nicht mehr wiederzuerkennen. Sie treten plötzlich dominant auf und gewannen die Mehrzahl Zweikämpfe. Pius Suter und Chris Baltisberger machen in dieser Phase innerhalb von 84 Sekunden aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung.

– Nando Eggenberger verkürzt für die Gäste sieben Minuten vor Spielende mit seinem ersten NLA-Tor auf 2:3. Doch am Ende fehlt den Bündner angesichts der Absenzen von mehreren Leistungsträgern auch die Routine, um gegen den Titelfavoriten zu einem Punktgewinn zu kommen. Folgerichtig kassieren die Bündner die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen.

Arno del Curto nimmt beim 1:3 die Coaches Challenge – ohne Erfolg. Bild: KEYSTONE

Biel – Lausanne 5:3

– Biel kommt mit einem 5:3 über Lausanne zum dritten Sieg aus den letzten vier Spielen. Der Finne Toni Rajala trifft als Matchwinner für Biel doppelt.

– Innerhalb von fünf Minuten des Startdrittels stellt Biel die Weichen mit einem 3:0 bis zur 18. Minute auf Sieg. Ein starkes Boxplay und ein überzeugender Goalie Jonas Hiller sichern anschliessend den Dreipunkte-Gewinn ab. Biels Valentin Lüthi kassiert zum Ende des Mitteldrittels eine Vierminuten-Strafen wegen eines hohen Stocks. Lausanne kann aus der Überzahl indessen kein Kapital schlagen.

– Der Bieler Thomas Wellinger bringt die Gäste im Schlussdrittel dennoch nochmals ins Spiel zurück. Jonas Junland bedankt sich für den Fehlpass in der neutralen Zone mit dem 2:4. 23 Sekunden später erzielt Etienne Froidevaux gar das 3:4. Doch Rajala stellt den Sieg mit einem Schuss ins leere Tor sicher.

Überraschung, Überraschung ... Biel setzt sich dank dem Sieg gegen Lausanne in der Spitzengruppe fest. Bild: KEYSTONE

Servette – Zug 1:2

 – Zug verteidigt seine Leaderposition mit einem 2:1-Sieg auswärts gegen Genève-Servette erfolgreich. Es ist für die Zentralschweizer gegen ein Servette aber ein glanzloser zweiter Auswärtssieg.

– So stark sich Zug bisher zu Hause präsentiert hat (sechs Siege in sechs Spielen), so schwach haben sie auswärts aufgespielt (nur ein Sieg in fünf Partien). In Genf polieren sie ihre schwache Auswärtsbilanz nun auf. Dominic Lammer (8.) und mit einem kuriosen Treffer David McIntyre (36.) schiessen die Zuger zum Sieg.

– Bei Servette fehlen gleich acht Spieler verletzungsbedingt, nachdem in Bern auch noch Cody Almond ausgefallen ist. Nach ausgeglichenen ersten 40 Minuten erspielen sich die Genfer im letzten Abschnitt kaum mehr Chancen. Mehr als den einen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Verteidiger Arnaud Jacquemet (18.) will den Genfern deshalb nicht gelingen.

Servette-Goalie Robert Mayer erwischt nicht seinen besten Tag. Bild: KEYSTONE

SCL Tigers – Fribourg 3:0

– Die SCL Tigers haben ein erfolgreiches Wochenende hinter sich. Auf den überraschenden 3:2-Sieg nach Verlängerung in Davos lassen die Emmentaler einen 3:0-Erfolg gegen Fribourg-Gottéron folgen. Langnau übergibt die rote Laterne damit an die Freiburger.

– Eero Elo im Powerplay mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz und Verteidiger Ville Koistinen mit einem Shorthander bringen ihr Team in einem der besten Langnauer Drittel dieser Spielzeit bis zur 11. Minute 2:0 in Führung. In der Folge verteidigen die SCL Tigers den Vorsprung geschickt «à la Ehlers». Den Schlusspunkt setzt Chris DiDomenico fünf Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins verlassene Freiburger Tor.

– Der Einfluss von Heinz Ehlers, dem neuen Trainer der SCL Tigers, ist bereits sichtbar. Der für seine defensive Spielweise bekannte Däne trichtert seinem Team innert kürzester Zeit sein System ein. Langnau, das seinen ersten Heimsieg überhaupt realisiert, tritt im Vergleich zur Ära Scott Beattie deutlich strukturierter auf und spielt ohne grosses Risiko.

Fribourg-Trainer Larry Huras nimmt früh sein Timeout, doch es nützt alles nichts. Bild: KEYSTONE

Ambri – Lugano 3:2 n.V.

– Auch Ambri-Piotta verblüfft weiter und feiert mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Lugano den sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen. Thibaut Monnet erzielt den Gamewinner in der 64. Minute.

– Ambri-Keeper Sandro Zurkirchen zeigt einmal mehr eine starke Leistung. Er wehrt in der Verlängerung eine Minute vor dem Siegtreffer von Monnet mit einem Reflex den Matchpuck von Luganos Linus Klasen ab, der bei drei gegen drei völlig freistehend aus kürzester Distanz zum Abschluss gekommen ist.

– Ambri verdient sich den Sieg in einer ausgeglichenen Partie einmal mehr mit seiner Kampfkraft. Matt D'Agostini gleicht im Mitteldrittel für Ambri zum 2:2 aus und ermöglicht damit das Nachsitzen. Das Heimteam nutzt dort schliesslich einen Scheibenverlust von Luganos Routinier Ryan Gardner eiskalt aus.

Julian Walker feiert sein Derby-Tor. Bild: TI-PRESS

Die Telegramme

ZSC Lions - Davos 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)
9726 Zuschauer. - SR Koch/Wiegand, Küng/Stuber.
Tore: 7. Kessler (Forster, Rahimi) 0:1. 25. Thoresen (Karrer) 1:1. 26. Suter (Rundblad) 2:1. 25. Chris Baltisberger (Geering) 3:1. 53. Eggenberger (Rahimi) 3:2. 57. Thoresen (Suter/Ausschluss Lindgren) 4:2.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Roman Wick; Lindgren.
ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Marti; Rundblad, Seger; Karrer, Geering; Hächler, Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Shannon, Thoresen; Nilsson, Cunti, Roman Wick; Suter, Schäppi, Herzog; Patrik Bärtschi, Trachsler, Kenins.
Davos: Van Pottelberghe; Heldner, Forster; Jung, Rahimi; Schneeberger, Paschoud; Kindschi; Sciaroni, Kousal, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Egli; Simion, Corvi, Jörg; Kessler, Walser, Portmann; Eggenberger.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Sjögren, Samuel Guerra (beide verletzt) sowie Künzle und Pestoni (beide verordnetes Aufbautraining), Davos ohne Axelsson, Du Bois, Aeschlimann und Dino Wieser (alle verletzt). - 4. Schäppi verletzt ausgeschieden.

Biel - Lausanne 5:3 (3:1, 0:0, 2:2)
5381 Zuschauer. - SR Kurmann/Oggier, Bürgi/Kovacs.
Tore: 13. Earl (Maurer) 1:0. 16. Maurer (Schmutz) 2:0. 18. Fey (Dave Sutter/Ausschluss Ryser) 3:0. 20. Jeffrey (Herren, Ledin) 3:1. 53. Rajala (Gäetan Haas/Ausschluss Ledin) 4:1. 58. (57:35) Junland 4:2. 58. (57:58) Froidevaux (Genazzi) 4:3. 59. (58:34) Rajala 5:3 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Earl; Herren.
Biel: Hiller; Lundin, Maurer; Nicholas Steiner, Valentin Lüthi; Dave Sutter, Fey; Jecker, Wellinger; Micflikier, Earl, Schmutz; Rossi, Fabian Sutter, Fabian Lüthi; Pedretti, Gaëtan Haas, Rajala; Huguenin, Jan Neuenschwander, Horansky.
Lausanne: Huet; Gobbi, Jannik Fischer; Genazzi, Nodari; Junland, Schelling; Lardi; Ledin, Jeffrey, Herren; Walsky, Froidevaux, Harri Pesonen; Benjamin Antonietti, Conz, Ryser; Déruns, Miéville, Kneubühler; Augsburger.
Bemerkungen: Biel ohne Joggi, Dufner, Wetzel und Tschantré (alle verletzt), Lausanne ohne Savary, Borlat und Trutmann (alle verletzt). - Lausanne von 58:12 bis 58:34 und ab 58:52 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Fribourg-Gottéron 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mandioni/Massy, Abegglen/Progin.
Tore: 7. Elo (Koistinen, Schremp/Ausschluss Rathgeb) 1:0. 11. Koistinen (DiDomenico/Ausschluss Seydoux!) 2:0. 60. (59:55) DiDomenico (Ausschluss Nüssli!) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Nüssli; Sprunger.
SCL Tigers: Ciaccio; Seydoux, Koistinen; Weisskopf, Randegger; Currit, Müller; Zryd; Elo, Schremp, Kuonen; DiDomenico, Albrecht, Nüssli; Lindemann, Berger, Roland Gerber; Haas, Adrian Gerber, Schirjajew; Tom Gerber.
Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard; Schilt, Stalder; Kienzle, Abplanalp; Chavaillaz; Neukom, Rivera, Neuenschwander; Sprunger, Cervenka, Ritola; Pihlström, Gustafsson, Mottet; Vauclair, Chiquet, Loichat.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Stettler, Moggi, Murray, Shinnimin, Blaser (alle verletzt) und Wyss (überzählig), Fribourg-Gottéron ohne Leeger, Fritsche, Mauldin, Schmutz, Maret, Bykow und Marchand (alle verletzt). Timeouts Fribourg-Gottéron (11.) und SCL Tigers (57.). Fribourg-Gottéron von 58:18 bis 59:55 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Zug 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)
6257 Zuschauer. - SR Mollard/Prugger, Fluri/Kaderli.
Tore: 8. Lammer (McIntyre, Zangger) 0:1. 18. Jacquemet (Slater, Douay) 1:1. 36. McIntyre 1:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Wick; Martschini.
Genève-Servette: Mayer; Loeffel, Ehrhardt; Fransson, Kast; Petschenig, Jacquemet; Chuard; Wick, Slater, Douay; Simek, Romy, Spaling; Traber, Heinimann, Riat; Massimino, Maillard, Kyparissis; Schweri.
Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Alatalo; Schlumpf, Erni; Fohrler, Lüthi; Schnyder, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Diem, Marchon.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Almond, Mercier, Rubin, Antonietti, Rod, Vukovic, Impose und Détraz (alle verletzt), Zug ohne Klingberg (gesperrt), Morant und Geisser (beide verletzt). NLA-Debüts von Guillaume Maillard (17) und Neil Kyparissis (18). Petschenig (47.) mit Kopfverletzung ausgefallen. Timeout Genève-Servette (59:17). Genève-Servette ab 58:40 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lugano 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Vinnerborg, Borga/Wüst.
Tore: 6. Walker (Gardner) 0:1. 15. Zgraggen (Bianchi) 1:1. 34. Sannitz (Bertaggia) 1:2. 38. D'Agostini (Lauper) 2:2. 64. (63:34) Monnet (Lhotak) 3:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Guggisberg; Klasen.
Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Gautschi; Ngoy, Jelovac; Trunz, Collenberg; Sven Berger, Zgraggen; Guggisberg, Emmerton, Janne Pesonen; Lhotak, Bastl, Bianchi; D'Agostini, Hall, Lauper; Duca, Fuchs, Monnet.
Lugano: Merzlikins; Ulmer, Furrer; Sartori, Wilson; Hirschi, Sannitz; Ronchetti; Zackrisson, Martensson, Klasen; Walker, Gardner, Bertaggia; Bürgler, Hofmann, Damien Brunner; Fazzzini, Morini, Reuille.
Bemerkungen: Ambri ohne Mäenpää und Kostner (beide verletzt), Lugano ohne Julien Vauclair, Chiesa, Sondell und Kparghai (alle verletzt). - Trauerminute für den vor fünf Jahren verstorbenen Peter Jaks (ehemaliger Spieler und Sportchef Ambri-Piotta). - 11. Lattenschuss Janne Pesonen. - 59:54 Timeout Lugano. (pre/sda)

Die Tabelle

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16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

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02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

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Del Curto klärt auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

19. Oktober 1996: Arno Del Curto hat in seiner Karriere schon die unglaublichsten Szenen erlebt. Doch dass er in seiner ersten Saison in Davos den Spielern gar erklären muss, dass man dem Schiedsrichter nicht mehr «Fuck you» sagen dürfe, übertrifft wohl alles. 

Was Arno Del Curto schon alles mitmachen musste, kann man teilweise kaum glauben. Aber in über 20 Jahren als Trainer läppert sich da einiges zusammen. So auch diese Anekdote:

Del Curto kam im Sommer 1996 als Cheftrainer zum HC Davos. In der neunten Runde empfängt sein Team den SC Bern. Der HCD hat mit einem Sieg die Chance, erstmals seit elf Jahren wieder die Tabellenspitze der Nationalliga A zu übernehmen.

Doch Del Curto muss seine Spieler dabei in ungewöhnlichen Dingen coachen. So auch …

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