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Jack Eichel sorgt mit einer fragwürdigen Aktion für Aufsehen. Bild: AP/FR171450 AP

Hockey-Jungstar erpresst sein eigenes Team und hat Erfolg damit

20.04.17, 17:25 20.04.17, 22:25

Jack Eichel gilt als eines der grössten amerikanischen Hockeytalente. Der Nummer-2-Draft von 2015 (wo er nur Connor «McJesus» McDavid vor sich lassen musste) spielt für die Buffalo Sabres in der NHL und hat in dieser Saison in 61 Spielen 57 Mal gepunktet. 

Dass Eichel derzeit ein grosses Thema ist, liegt aber nicht an seinen Leistungen auf dem Eis. Nein, über den 20-Jährigen wird gesprochen und geschrieben, weil er sein Team richtiggehend erpresst hat. Am Mittwoch kam aus, dass der Center bei General Manager Tim Murray drohte, seinen Vertrag bei den Sabres nicht zu verlängern, wenn Dan Bylsma Coach bei Buffalo bleibt.

«Meine Quellen berichten, dass Jack Eichel neuer Bürgermeister von Buffalo wird.»

«Hey Jack, ich bin's, Terry.» (Terry Pegula, Besitzer der Sabres) 
«Oh hallo Sir, schön von Ihnen ...»
«Du bist jetzt GM und Spielertrainer. Los geht's!»

Schon die ganze Saison hinweg gab es Berichte über Unstimmigkeiten zwischen Bylsma und seinem talentiertesten Schützling. Eichels Agent dementierte die Erpressungsmeldung zwar schnellstmöglich, aber da war der Schaden schon angerichtet.

Buffalo braucht Eichel

Die Sabres haben auch in dieser Saison die Playoffs nicht erreicht und waren das fünftschlechteste Team der NHL. Seit 2011 hat das Team aus dem Staat New York die Playoffs immer verpasst. Sie können es sich schlicht nicht leisten, auf einen Spieler von Eichels Format zu verzichten. Das weiss auch Eichel selbst.

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Heute folgt die logische Konsequenz: Dan Bylsma wurde als Headcoach der Sabres offiziell freigestellt. Mit ihm verlässt auch GM Tim Murray den Klub. Der Besitzer des Teams, Terry Pegula, sagt in einem Statement, der Entscheid sei nach einer Analyse der Saison gefallen. Eichel bereitet sich derweil mit dem Team USA auf die Weltmeisterschaften in Köln und Paris vor. In Nordamerika dürfte er sich mit dieser Aktion einige Sympathiepunkte verspielt haben. (abu)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Kraftklub 20.04.2017 22:10
    Highlight Hat der Autor dieses Artikels gestern auch das Interview von JackE bei 'TBN' gelesen? http://buffalonews.com/2017/04/19/sabres-eichel-gives-thoughts-coaching-perception-stories/
    Zudem war es Paul Hamilton, der bei WGR 550 dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat und der ist absolut kein verlässlicher Journi.Wer sich mit den Sabres befasst,weiss, dass Jack mit dem System von Bylsma nicht einverstanden war, jedoch immer ein Teamplayer war, der offen seine Meinung sagt. Die Entlassung von TM kommt überraschend, aber ein Artikel mit dem Titel 'Star erpresst Team erfolgreich' ist völlig unangebracht!
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  • Martinov 20.04.2017 19:53
    Highlight Jack eichel so....
    16 3 Melden
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  • TheMan 20.04.2017 18:59
    Highlight Bei Amorana.ch gibts den Eichelschmeichler. Vielleicht sollte Sabreschef Pegula, Eichel so einen kaufen. Vielleicht ist er dan Geschmeichelt 😂😂😂😂
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  • Tikkanen 20.04.2017 18:09
    Highlight ...unglaublich und früher absolut undenkbar. Bestes Beispiel Ambris Indianer McCourt. Der war 1st Overall, Captain der Red Wings und sollte nach LA getradet werden. Er wollte das nicht, ging vor Gericht und gewann den Prozess, aber seine NHL Karriere war beendet😳In der guten alten Zeit setzten sich die Teams immer gegen aufmüpfige Spieler durch, ausser beim frechen Lindros der nicht zum French Frog werden wollte😂Aber Big E war definitiv ein anderes Kaliber als der Eichel🤡...
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  • Hugo Wottaupott 20.04.2017 18:09
    Highlight Das aussergewöhnliche daran ist lediglich dass es an die Medien durchgesickert ist.
    14 0 Melden
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  • Phlory 20.04.2017 18:02
    Highlight Dass Eichel derzeit in aller Munde ist, liegt aber nicht an seinen Leistungen ^^

    😂😂😂
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  • Coliander 20.04.2017 18:00
    Highlight Lasst den Eichel in Ruhe, war selbst erst kürzlich in Buffalo für die Leute dort der Jack ein Hoffnungsträger.
    12 24 Melden
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