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Schweizer Cup, 1/8-Final

Langenthal – Lugano 5:1 (1:0,2:1,2:0)

Biel – Kloten 3:4 n.V. (1:0,1:1,1:2)

Rapperswil-Jona – Lausanne 1:2 n.V. (0:1,1:0,0:0,0:1)

GCK Lions – Davos 1:3 (1:1,0:0,0:2)

Ticino Rockets – SCL Tigers 2:5 (0:0,1:2,1:3)

La Chaux-de-Fonds – Servette abgebrochen

Der SC Langenthal stellt dem grossen Favoriten aus dem Tessin ein Bein. Bild: KEYSTONE

Lugano blamiert sich im Cup bei Langenthal – Davos und Kloten wursteln sich durch

Lugano blamiert sich im Cup-Achtelfinal in Langenthal mit einem 1:5 bis auf die Knochen. Kloten gewinnt das NLA-Duell in Biel dank einer Einzelleistung von Drew Shore in der Verlängerung 4:3.

Publiziert: 25.10.16, 22:18 Aktualisiert: 31.10.16, 12:48

» Hier gibt's den Konferenz-Ticker der heutigen Achtelfinals zum Nachlesen.

Für die grosse Überraschung der Cup-Achtelfinals ist Langenthal besorgt. Zwei Drittel lang agiert der Dritte der NLB deutlich engagierter und zielstrebiger als der HC Lugano. Nach einer halben Stunde führen die Oberaargauer durch Pierrick Pivron, Dario Kummer und Stefan Tschannen 3:0 und stehen dem 4:0 näher als die Tessiner einer Ehrenmeldung.

Auch eine Leistungssteigerung kann die Blamage des Playoff-Finalisten nicht mehr abwenden, mehr als das 1:3 durch Grégory Hofmann liegt nicht drin. Viereinhalb Minuten vor Schluss räumt Brent Kelly mit seinem 10. Tor im 13. Saisonspiel vor 3364 Zuschauern in der Langenthaler Schoren-Halle die letzten Zweifel beiseite. Mit dem 5:1 durch Jeffrey Füglister macht Langenthal das Debakel für Lugano perfekt.

Im Duell zweier NLA-Klubs liefern sich Biel und Kloten ein Duell auf Messers Schneide. Im dritten Aufeinandertreffen innerhalb von elf Tagen scheinen die Seeländer lange auf dem Weg zur Revanche für die beiden Niederlagen in der Meisterschaft, am Ende behält Kloten aber dank einer Einzelleistung von Drew Shore in der Verlängerung die Oberhand.

Dank den beiden Legionären Robbie Earl und Toni Rajala führt Biel bis zur 39. Minute 2:0, doch nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge fehlt die Stabilität. Bobby Sanguinetti, Tommi Santala und Robin Leone mit dem ersten Schweizer Tor des Abends schiessen die Zürcher Unterländer bis zwölf Minuten vor Schluss in Führung. Biel zeigt jedoch Moral und glich dank Rajala nochmals aus, am Ende steht aber eine weitere Enttäuschung.

Spielabbruch in der Romandie

Kurioses ereignet sich in La Chaux-de-Fonds: Kurz nach dem Start ins zweite Drittel bricht das Schiedsrichter-Duo die Partie gegen Genève-Servette ab, weil sich das Eis über den speziell verlegten Cup-Werbeflächen an einigen Stellen zu gefährlich für die Spieler präsentiert.

Zu schlechtes Eis: In Chaux-de-Fonds kann nicht zu Ende gespielt werden. Bild: KEYSTONE

Lausanne begnügt sich in Rapperswil-Jona mit einer Minimalleistung, wird  aber durch das 2:1 des Kanadiers Dustin Jeffrey nach gut drei Minuten der Verlängerung belohnt. Die Waadtländer gehen mit dem ersten Schuss der Partie durch Federico Lardi in Führung. Die Lakers verdienen sich aber den Ausgleich mit viel Einsatz. In der Overtime mit drei gegen drei Feldspieler agiert der NLA-Klub aber cleverer.

Die Biasca Ticino Rockets verstärken sich im Vergleich zur 2:13-Klatsche am Wochenende gegen Ajoie mit fünf Spielern ihrer Partnerteams Ambri (Goalie Descloux, Collenberg und Jelovac) und Lugano (Rocnhetti und Morini) – und sind damit gegen die SCL Tigers ein lange Zeit ebenbürtiger Gegner. Der HC Davos schafft die entscheidende Differenz bei den GCK Lions erst im Schlussabschnitt mit den Toren vom 1:1 zum 3:1. Dick Axelsson zeichnete sich als Doppel-Torschütze aus.

Telegramme

Langenthal - Lugano 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)
3364 Zuschauer. - SR Massy/Müller, Altmann/Kaderli.
Tore: 17. Pivron (Montandon) 1:0. 25. (24:54) Kummer (Füglister/Ausschluss Bertaggia) 2:0. 26. (25:49) Tschannen (Kelly, Montandon) 3:0. 36. Hofmann 3:1. 56. Kelly (Cadonau) 4:1. 59. Füglister (Montandon) 5:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Langenthal, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.

Biel - Kloten 3:4 (1:0, 1:1, 1:2, 0:1) n. V.
1647 Zuschauer. - SR Dipietro/Wiegand, Abegglen/Huguet.
Tore: 8. Earl 1:0. 33. Rajala (Wellinger) 2:0. 40. (39:29) Sanguinetti (Praplan, Lemm) 2:1. 48. (47:04) Santala (Praplan/Ausschluss Fabian Sutter) 2:2. 49. (48:28) Leone (Praplan, Santala/Ausschluss Earl) 2:3. 53. Rajala (Haas) 3:3. 64. Shore 3:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Kloten.
Bemerkung: Biel u. a. ohne Hiller (Ersatz) und Micflikier (verletzt), Kloten u. a. ohne Gerber (Ersatz) und Hollenstein (geschont).

GCK Lions - Davos 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)
1454 Zuschauer. - SR Clément/Koch, Gnemmi/Progin.
Tore: 14. Axelsson (Kindschi) 0:1. 17. Högger (Liniger, Hinterkircher) 1:1. 47. Axelsson (Kousal, Du Bois) 1:2. 59. Walser (Kessler) 1:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die GCK Lions, 1mal 2 Minuten gegen Davos.
Bemerkungen: Davos ohne Ambühl, Lindgren und Rahimi (alle geschont).

Biasca Ticino Rockets - SCL Tigers 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)
700 Zuschauer. - SR Mandioni/Prugger, Castelli/Wüst.
Tore: 25. Morini (Dal Pian) 1:0. 36. (35:19) Elo (Claudio Moggi, Schremp) 1:1. 37. (36:10) Kuonen (Berger, Lindemann) 1:2. 41. (40:58) Seydoux (Ero) 1:3. 46. Randegger (Berger) 1:4. 57. Lindemann (Kuonen, Berger) 1:5. 60. (59:56) Morini (Ausschlüsse Trisconi, Juri!) 2:5 (ins leere Tor!).
Strafen: je 5mal 2 Minuten. - Bemerkung: SCL Tigers ohne Koistinen (geschont).

RJ Lakers - Lausanne 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V.
2763 Zuschauer. - SR Fischer/Vinnerborg, Fuchs/Obwegeser.
Tore: 2. Lardi (Froidevaux) 0:1. 32. Mason (Geyer, Aulin/Ausschluss Antonietti) 1:1. 64. Jeffrey 1:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne.
Bemerkungen: Lausanne ohne Huet und Junland. (pre/sda)

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6 Kommentare anzeigen
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  • Hoppla! 26.10.2016 08:01
    Highlight Die Idee mit den Partnerteams und dem Hin und Her ist irgendwie doch sehr... ähm... speziell.
    2 1 Melden
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  • Der müde Joe 25.10.2016 23:32
    Highlight Was heisst hier durchwursteln bei Kloten? In Anbetracht dessen, dass bei Kloten Spieler wie Hollenstein, Von Gunten, Ramholt, Bieber und Boltshauser fehlten, würde ich das eher als starke Teamleistung betrachten.
    12 9 Melden
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  • Jaing 25.10.2016 22:31
    Highlight Wahnsinn, wie der Cup die Massen in die Stadien lockt.
    24 10 Melden
    • Amboss 25.10.2016 23:17
      Highlight Bemerkenswert: Die GCK Lions hatten richtig viele Zuschauer. Aber die meisten davon wohl HCD-Fans
      14 3 Melden
    • Pana 25.10.2016 23:49
      Highlight Sarkastisch gemeint? Bei 3 von 5 Spielen gab es Saisonrekord, ja. Selbe Story wie im Fussball.
      14 0 Melden
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  • fan-crack2 25.10.2016 22:26
    Highlight nicht gerade die beste Leistung vom HCL
    16 14 Melden
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Anstand will gelernt sein

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

19. Oktober 1996: Arno Del Curto hat in seiner Karriere schon die unglaublichsten Szenen erlebt. Doch dass er bei seiner ersten Saison in Davos den Spielern gar erklären muss, dass man dem Schiedsrichter nicht mehr «Fuck you» sagen dürfe, übertrifft wohl alles. 

Was Del Curto schon alles mitmachen musste, kann man teilweise kaum glauben. Aber in über 20 Jahren als Trainer läppert sich da einiges zusammen. So auch diese Anekdote:

Del Curto kam im Sommer 1996 als Cheftrainer zum HC Davos. In der neunten Runde empfängt sein Team an diesem Oktobertag den SC Bern. Der HCD hat mit einem Sieg die Chance, erstmals seit elf Jahren wieder die Tabellenspitze der Nationalliga A zu übernehmen.

Doch Del Curto muss seine Spieler dabei in ungewöhnlichen Dingen coachen. …

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