Sport

Ueli Schwarz ist froh über das Urteil. Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Eishockey-Liga-Direktor Ueli Schwarz entlastet: Er hat den Einzelrichter nicht beeinflusst

31.08.16, 11:07 31.08.16, 14:57

Der abtretende Liga-Direktor Ueli Schwarz verhielt sich nach den Ergebnissen einer umfassenden Untersuchung korrekt und nahm keinen Einfluss auf einen Disziplinar-Entscheid.

Ueli Schwarz hat den Einzelrichter nicht beeinflusst. Bild: Urs Lindt/freshfocus

So lautet das Urteil eines unabhängigen Sonderrichters. Schwarz nahm das Ergebnis zufrieden zur Kenntnis. «Die schweren und falschen Verdächtigungen hatten meine Integrität in Frage gestellt und insbesondere auch mein Umfeld stark belastet.»

Auch Steinmann entlastet

Unmittelbar vor dem Playoff-Final wurde in einer TV-Sendung der Vorwurf laut, Schwarz habe sich bei der Urteilsführung der (später vom Verbandssportgericht aufgehobenen) Spielsperre gegen Berns Stürmer Tristan Scherwey aktiv eingemischt. Der SCB mit dessen CEO Marc Lüthi beantragte danach ein Verfahren, um einer allfälligen Missachtung der Gewaltentrennung zwischen operativer Ligaführung und der Verbandsjustiz (Einzelrichter) generell auf den Grund zu gehen.

Die Szene im Video

Das Vergehen von Tristan Scherwey. Video: streamable

Die Rechtspflegekommission von Swiss Ice Hockey hat darauf den Rechtsanwalt Andreas Schwarz als unabhängigen Sonderrichter eingesetzt und mit der Untersuchung und Beurteilung des Sachverhalts betraut. Im Rahmen des Verfahrens wurde auch das reglementskonforme Verhalten des Einzelrichters Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann, überprüft. Es wurde kein unkorrektes Verhalten festgestellt.

Für Schwarz bestand zum Auftakt der Untersuchung «keine Basis mehr, die Arbeit als Ligadirektor weiter zu führen.» Er trat zurück, beteuerte aber stets seine Unschuld. Schwarz sagte damals: «Unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung ist meine Handlungsfähigkeit eingeschränkt und einer künftigen, geordneten Führungsarbeit die Basis entzogen. Ich möchte nicht, dass die Swiss Ice Hockey Federation deswegen belastet wird.»

Schwarz war 2011 als Nachfolger von Werner Augsburger zum Direktor der National League und damit in die Geschäftsleitung der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) gewählt worden. Seither führte er die Liga und war zwischenzeitlich auch für die Nationalteams verantwortlich. Vor gut einem Jahr gab er die Verantwortung für die Nationalteams wieder ab (an Raeto Raffainer).

Davor war Schwarz in verschiedenen Funktionen mit dem Eishockey verbunden, unter anderem als Trainer von Bern, Manager von Basel und Mitglied des WM-Organisationskomitees 2009. Erst kürzlich wurde Denis Vaucher zum Nachfolger von Schwarz als Ligadirektor ernannt. (jwe/sda)

Egal-Memes Schweizer Eishockey

Unvergessene Eishockey-Geschichten

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Mario le magnifique 31.08.2016 17:43
    Highlight Da bin ich mal auf die reaktion des eismeisters gespannt - er hat ja die offenbar unhaltbare behauptung in den raum gestellt...
    6 1 Melden

Fribourg beendet 139-minütige Torflaute – und ist wieder Leader

Im dritten Saisonduell gegen Servette setzt sich Fribourg-Gottéron zum dritten Mal durch. Die Freiburger übernahmen mit einem 5:2-Sieg wieder die Spitze – dank zwei Spielen mehr als Bern.

– 139 Minuten dauerte die Torflaute des überraschend stark in die Saison gestarteten Fribourg, doch gegen den aktuellen Lieblingsgegner fand das Team von Coach Mark French nach zwei Niederlagen zum Erfolg zurück. Die Vorentscheidung fiel in einem turbulenten Mitteldrittel.

– Nachdem der Schweizer Internationale Tanner Richard sein Team mit einem dummen Foul an Gottéron-Goalie Barry Brust in doppelte Unterzahl versetzt hatte, traf ausgerechnet der ehemalige Servettien Jim Slater zum 4:1. …

Artikel lesen