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Nicht nur Drew Shore hat in Kloten voll eingeschlagen ... Bild: KEYSTONE

Klotens doppelter Glücksgriff – Tops und Flops neuer NLA-Ausländer

Welche NLA-Teams haben eigentlich die besten, welche die schlechtesten Ausländer geholt? Das sind Top 5 und Flop 5 der neuen Hockey-Söldner.

Publiziert: 21.10.16, 09:39 Aktualisiert: 21.10.16, 10:46

marcel Kuchta / Aargauer Zeitung

Top 5

Drew Shore (EHC Kloten)

Der erste Glücksgriff von Klotens Sportchef Pascal Müller. Der Amerikaner, der ohne grossen Kredit in die Schweiz kam und sicher zu den billigeren Ausländern der Liga gehört, traf in 14 Spielen zehnmal ins Schwarze. Eine herausragende Ausbeute – zumal er dies ohne prominente Mitspieler schaffte.

Drew Shore kam aus der AHL zu den «Fliegern». Bild: KEYSTONE

Mark Arcobello (SC Bern)

Der Spielmacher hat die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt. Mit 19 Punkten aus 14 Spielen (10 Tore) steht er an der Spitze der NLA-Skorerliste. Bildet zusammen mit Simon Moser und dem neu verpflichteten Ryan Lasch eine brandgefährliche Sturmlinie.

Mit 19 Punkten liegt Arcobello hinter Denis Hollenstein auf Rang 2 der Skorerliste. Bild: KEYSTONE

Toni Rajala (EHC Biel)

Der Finne gehört zusammen mit Shore und Arcobello zu den besten NLA Torschützen. Zehnmal traf der schnelle Flügel bereits in die gegnerischen Tore und trug damit zum guten Saisonstart der Seeländer bei. Rajala gehört zu der Sorte Stürmer, die dank ihres Torriechers eben oft am richtigen Ort stehen.

Ist nach kurzer Anlaufzeit explodiert: Biels Rajala. Bild: KEYSTONE

Bobby Sanguinetti (EHC Kloten)

Der zweite Glücksgriff von Pascal Müller. Klotens Trainer Tirkkonen hat wegen des Defensivverhaltens des Amerikaners nicht immer Freude. Doch diese Schwächen macht der Verteidiger mit ausgeprägtem Offensivinstinkt mehr als wett. 14 Skorerpunkte in 14 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Offensiv-Verteidiger Sanguinetti lenkt das Kloten-Spiel wie erhofft. Bild: KEYSTONE

Jonas Junland (Lausanne HC)

Ähnlich wie Sanguinetti gehört auch Jonas Junland eher zu der offensiveren Sorte Verteidiger. Der Schwede ist das Schwungrad im System von Lausannes neuem Trainer Dan Ratushny. Auch er weist mit 14 Punkten aus 15 Spielen herausragende Skorerwerte auf.

Lausannes Jonas Junland kann auch ganz schön lästig werden. Bild: KEYSTONE

Flop 5

Daniel Rahimi (HC Davos)

HCD-Trainer Arno del Curto holte den schwedischen Abräumer mit der Absicht nach Davos, dass er die Defensive vor den beiden neuen, jungen Torhütern zusätzlich stabilisiert. Bisher ist er aber eher ein Unsicherheitsfaktor. Vor allem deshalb, weil er schon gesundheitlich angeschlagen in die Saison ging.

Sein Bart ist bisher das Auffälligste bei Rahimi. Bild: KEYSTONE

Carl Klingberg (EV Zug)

«Man soll Ausländer nicht immer nur nach ihrem offensiven Output bewerten.» Ein oft gehörter Satz aus den Mündern der Sportchefs, wenn sie die fehlende Produktivität eines Söldners erklären müssen. Zugs Reto Kläy musste ihn auch schon aufsagen. Zwei Tore und fünf Skorerpunkte in 14 Spielen sind für einen Stürmer zu wenig.

Klingberg ackert zwar, aber skort nicht. Bild: KEYSTONE

Mike Santorelli (Servette-Genève HC)

Der Kanadier hätte das Potenzial gehabt, ein Star in der NLA zu werden. Doch für einmal tätigte Servette-Zampano Chris McSorley einen seiner seltenen Fehlgriffe auf dem Ausländermarkt. Nach nur sechs Spielen (1 Tor/3 Assists) verabschiedete sich Santorelli wieder in Richtung Heimat – und beendete gleich noch seine Karriere.

Nach 70 NHL-Partien mit Anaheim hat man sich in Genf von Santorelli mehr erhofft. Bild: PPR

Mike Lundin (EHC Biel)

Biels Trainer Kevin Schläpfer hätte lieber einen vierten ausländischen Stürmer im Team gehabt. Doch Sportchef Martin Steinegger setzte lieber auf einen Verteidiger und holte den Amerikaner Lundin ins Seeland. Die Rechnung ist bisher nicht aufgegangen. Weder offensiv noch defensiv hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Nur dabei, statt mittendrin: Lundin beim EHC Biel. Bild: KEYSTONE

Patrick Zackrisson (HC Lugano)

Der Schwede kam mit viel Kredit aus Skelleftea ins Tessin. Dort schaffte er es nicht, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Inzwischen muss Zackrisson sogar um einen Stammplatz kämpfen.

Zackrisson ist in Lugano bislang nur selten aufgefallen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Alle Topskorer der NLA-Quali seit 2002/2003

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User-Review:
naja, mir - 16.4.2016
Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
10 Kommentare anzeigen
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  • fan-crack2 22.10.2016 11:18
    Highlight Icg sage, dass die Nhl mal schlechter wird als die NLA und die KHL
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  • Blackhawk 21.10.2016 18:00
    Highlight Die bessere Bildunterschrift wäre ja: Drew Shore kam aus der AHL zum EHC Kloten. Ist natürlich kleinlich, mir aber persönlich wichtig. =)
    3 1 Melden
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  • Connor McSavior 21.10.2016 11:41
    Highlight Da sieht man genau, dass die NHL der NLA eben doch noch weit voraus ist, obwohl man zum Teil bei der Berichterstattung ja meinen könnte, die beiden Ligen seien gleichauf. Shore, Sanguinetti und Arcobello sind alles ehemalige Bottom 6 Stürmer, bzw. Top 6 Verteidiger, und in der Schweiz kommen sie rein und dominieren von Anfang an.
    11 31 Melden
    • Martinov 21.10.2016 17:29
      Highlight Sorry wer sagt das? 😂
      4 1 Melden
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  • sansibar 21.10.2016 11:04
    Highlight Für mich kommt man bei den Top 5 nicht um Cervenka rum!
    37 10 Melden
    • Schoff 21.10.2016 11:39
      Highlight seh ich auch so. aber war halt auch noch verletzt. der wird noch richtig wertvoll über die ganze saison!
      10 2 Melden
    • deleted_827928651 21.10.2016 12:17
      Highlight Und wen willst du dafür rausstreichen?
      23 3 Melden
    • sansibar 21.10.2016 14:33
      Highlight Für mich gehören zu den unbestrittenen Tops: Shore, Junland, Arobello/Lasch und Cervenka. Aber eben, die Saison ist noch lang. Als Zusammenfassung nach 15 Runden sind die 10 genannten Spieler ganz gut gewählt. Sondell könnte man noch erwähnen, der wurde vermutlich übergangen weil es nur um Ausländer geht die neu in der Liga (und nicht neu im Team) sind.
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    • RedWing19 21.10.2016 15:05
      Highlight Sondell meinst du aber sicher bei den Flops, oder?
      9 0 Melden
    • sansibar 21.10.2016 17:36
      Highlight Oh ja klar Sondell gehört zu den Flops ;-)
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Anstand will gelernt sein

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

19. Oktober 1996: Arno Del Curto hat in seiner Karriere schon die unglaublichsten Szenen erlebt. Doch dass er bei seiner ersten Saison in Davos den Spielern gar erklären muss, dass man dem Schiedsrichter nicht mehr «Fuck you» sagen dürfe, übertrifft wohl alles. 

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Del Curto kam im Sommer 1996 als Cheftrainer zum HC Davos. In der neunten Runde empfängt sein Team an diesem Oktobertag den SC Bern. Der HCD hat mit einem Sieg die Chance, erstmals seit elf Jahren wieder die Tabellenspitze der Nationalliga A zu übernehmen.

Doch Del Curto muss seine Spieler dabei in ungewöhnlichen Dingen coachen. …

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