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Training zum GP von Singapur

Hamilton der Schnellste – Alonso die Überraschung – Sauber die Konstante

Lewis Hamilton fährt im Mercedes am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Singapur die beste Rundenzeit. Der Engländer ist vor Fernando Alonso im Ferrari der Schnellste. Die Sauber enttäuschen.

19.09.14, 17:30 20.09.14, 14:28

Dass einer der beiden Mercedes-Fahrer das Klassement auch nach den ersten Vergleichen auf dem Stadtkurs in Singapur anführen würde, war erwartet worden. Eher überraschend kamen die starken Auftritte von Alonso. Der Spanier, der in der zweiten Session lediglich 13 Hundertstel auf Hamilton einbüsste, war zum Auftakt des Nachtspektakels im Stadtstaat sogar einen Tick schneller gewesen als Hamilton und dessen Teamkollege Nico Rosberg.

Lewis Hamilton unterstrich die Favoritenrolle von Mercedes auch in Singapur. Bild: RUNGROJ YONGRIT/EPA/KEYSTONE

Alonso war mit besten Erinnerungen nach Südostasien gereist. Der Asturier wurde in Singapur schon zweimal als Sieger abgewinkt - bei der Premiere 2008 und 2010. Dem ersten Triumph hatte der Makel angehaftet, dass Alonso von einem Selbstunfall seines damaligen Teamkollegen bei Renault, Nelson Piquet, profitiert hatte. Der Brasilianer hatte den Zwischenfall auf Geheiss von Teamchef Flavio Briatore inszeniert.

Ecclestone für drei Fahrer pro Formel-1-Team

Bernie Ecclestone will das Starterfeld in der Formel 1 verändern. Der Engländer hat sich für einen dritten Fahrer pro Team ausgesprochen. Die Neuerung soll schon für die kommende WM-Saison gelten.

Ecclestones Gedanken liegen primär die akuten finanziellen Probleme einiger kleinerer Equipen zugrunde. «Es ist schon immer denkbar gewesen, dass die anderen Teams mit drei Fahrern antreten, sollte in Zukunft der eine oder andere Rennstall nicht mehr mit dabei sein.»

Der bald 84-Jährige sieht in seinem Ansinnen aber auch eine Aufwertung des sportlichen Gehalts. «Ich würde lieber Ferrari oder andere Top-Teams mit drei Autos am Start sehen als solche, die mit Geldproblemen zu kämpfen haben.» (si)

Den Beweis, dass die Streckencharakteristik in Singapur dem Red Bull besser fügt als Kurse, auf denen vor allem die Kraft des Antriebs zum Tragen kommt, erbrachten Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel gleichermassen. Der Australier belegte die Plätze 5 und 3, der Weltmeister die Plätze 4 und 5.

Wieder ein Motorschaden bei Vettel

Dass Vettel im zweiten Training überhaupt mit dabei sein konnte, verdankte er einem Sondereffort seiner Crew. Ein Motorschaden am Ende der ersten Session hatte einen Wechsel des Aggregats erfordert. Normalerweise nehmen diese Arbeiten rund vier Stunden in Anspruch. Die Red-Bull-Leute schafften dies in gut dreieinhalb Stunden.

Sebastian Vettel und seine «Suzie»: Das wird keine Liebesbeziehung mehr. Bild: EDGAR SU/REUTERS

Vettel, der die letzten drei Grands Prix von Singapur gewonnen hatte, musste zwar bis in die letzte Phase des zweiten Trainings zuwarten. Doch weiterer Ärger blieb ihm erspart. Im Red Bull mit dem Deutschen, der in den Grands Prix mit dem fünften Motor unterwegs ist, war ein Aggregat eingebaut, das in den Rennen nicht eingesetzt wird.

Vettel wird also auch in Singapur mit Motor Nummer 5 an den Start gehen. Die Verwendung eines sechsten Antriebs hätte in der Startaufstellung die Rückversetzung um zehn Plätze zur Folge gehabt.  

Sauber verpasst erhofften Exploit

Die Fahrer des Teams Sauber, die für das Rennen in Singapur aufgrund der Streckencharakteristik verbesserte Perspektiven sehen, fanden sich nach beiden Trainings in den hinteren Regionen der Rangliste wieder. Esteban Gutierrez, der in der ersten Einheit wegen eines Elektronik-Problems im Hybrid-Bereich den Grossteil der zur Verfügung stehenden Zeit nicht nutzen konnte, belegte zweimal Platz 16, Adrian Sutil die Plätze 17 und 15. (pre/si)

GP von Singapur, Freies Training

1. Hamilton 1:47,490

2. Alonso 0,133.

3. Ricciardo 0,300.

4. Räikkönen 0,541.

5. Vettel 0,551.

13. Rosberg 1,585.

15. Sutil 1,680.

16. Gutierrez 1,800.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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