Sport

Vor dem Rennen strahlt Daniel Ricciardo noch neben den beiden Mercedes-Piloten – jetzt herrscht dicke Luft zwischen den beiden Rennställen. Bild: JASON REED/REUTERS

Nicht nur Sauber hat Probleme: Red Bull befürchtet Langweile und droht mit einem Ausstieg

Sauber hat das Australien-Wochenende mit einer Glanzleistung versöhnlich abgeschlossen. Bei den grossen Teams rumort es dagegen gewaltig. Nach dem Alleingang von Mercedes bringt Red Bull einen Ausstieg aus der Formel 1 ins Gespräch.

16.03.15, 10:36 16.03.15, 12:11

Ein Artikel von

Der Rennstall Red Bull droht mit einem Ausstieg aus der Formel 1. «Wir sind unzufrieden damit, wie die Formel 1 regiert und geführt wird», sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko «Auto Motor und Sport»: «Deshalb wird bei uns auch über ein Ausstiegsszenario nachgedacht, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr aufgeht.»

Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo: Chancenlos gegen Mercedes. Bild: JASON REED/REUTERS

Nach vier Titeln für Sebastian Vettel in der Fahrer-WM von 2010 bis 2013 ist Red Bull einer der Verlierer des neuen Motorenreglements. Seit Einführung der Hybridaggregate dominiert Mercedes die Formel 1 fast nach Belieben, Red-Bull-Lieferant Renault konnte ebenso wie Ferrari in der vergangenen Saison nicht mithalten. Während Red Bull beim Saisonauftakt in Australien erneut chancenlos war, konnten die Italiener mit Rang drei für Vettel zufrieden sein. Ferrari hält weitere Regelanpassungen deshalb für unnötig.

Nach Ansicht von Red Bull führen die Veränderungen jedoch nur zu Langeweile. «Vorne fahren einsam zwei Autos, und dahinter wird nicht überholt», sagte Marko mit Blick auf Weltmeister Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg, die auch in Melbourne ungefährdet auf die Plätze eins und zwei fuhren.

Gelten für Mercedes andere Richtlinien?

Zudem beklagt der österreichische Rennstall nicht zum ersten Mal, dass die vom Automobil-Weltverband FIA angeschobenen Regeländerungen vorsätzlich die Red-Bull-Dominanz brechen sollten.

Die Formel-1-Fahrer in der Saison 2015

«Laufend wurden Ideen von uns verboten, um uns einzubremsen. Zum Beispiel der angeblasene Diffusor und die Motorsteuerung», sagte Adrian Newey, der jahrelang das überlegene Chassis für Vettel entworfen hatte: «Bei Mercedes sagt keiner etwas.»

Im ersten Rennen nach dem Abgang Vettels zu Ferrari hatte Red Bull enttäuscht. Der Australier Daniel Ricciardo wurde überrundet und am Ende Sechster, Teamkollege Daniil Kwjat (Russland) scheiterte schon vor seinem ersten Rennen an technischen Problemen auf dem Weg zur Startaufstellung. (krä/sid)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
3Alle Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Mia_san_mia 16.03.2015 17:12
    Highlight Als sie selbst jahrelang dominiert haben war natürlich alles OK... Schlechte Verlierer kann ich da nur sagen!
    1 0 Melden
    600
  • saukaibli 16.03.2015 16:33
    Highlight Na komisch, als Red Bull vier Saisons lang dominierte war es nicht langweilig? Vettel hat nochmal wieviele Siege am Stück rausgefahren? Das war noch langweiliger, weil es nicht mal einen Kampf zwischen den Teamkollegen gab. Ausserdem haben drei andere Teams ebenfalls Mercedes-Motoren, sind also nicht "benachteiligt", und sind trotzdem nicht annähernd so schnell wie Mercedes. Und Ferrari hat es scheinbar geschafft ihre Antriebseinheit massiv zu verbessern, Renault nicht. Und dass das Kosten/Nutzen-Verhältnis nicht stimmt, ist wohl bei den meisten Teams so.
    5 0 Melden
    600
  • ramooon 16.03.2015 13:02
    Highlight ooooh armes red bull gewinnen sie mal nicht wollen sie gleich aussteigen. wie kleine kinder. Aber sie haben schon recht. Ecclestone gehört entsorgt.
    8 0 Melden
    600

Roger Federer steht im Halbfinal von Montreal und rückt näher zur Weltnummer 1

Roger Federer erreicht beim Masters-1000-Turnier in Montreal mit einem 6:4, 6:4-Sieg gegen den Spanier Roberto Bautista Agut die Halbfinals.

Der 36-jährige Schweizer zeigte sich gegen die Nummer 16 der Welt deutlich besser als am Donnerstag beim hart erkämpften Dreisatz-Erfolg gegen Bautista Aguts Landsmann David Ferrer. Obwohl die Bedingungen mit mehr Wind schwieriger waren als am Vortag, fand er von Anfang einen guten Rhythmus und schlug sehr gut auf.

Als er beim Stand von 4:4 im ersten Satz zu seinen ersten Breakbällen kam, half der Spanier zudem mit einem Doppelfehler. Im gesamten ersten Satz gab Federer bei eigenem Service nur …

Artikel lesen