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Ein Bild aus besseren Tagen: Sebastian Vettel hat für Red Bull vier WM-Titel in Serie gewonnen. Bild: Sutton/freshfocus

«Es ist nicht gesagt, dass wir das ewig weitermachen»: Red Bull denkt über Formel-1-Ausstieg nach

Eine Formel 1 ohne Red Bull? Geht es nach Motorsportchef Marko und Rennstallbesitzer Mateschitz, ist ein Ausstieg nicht unwahrscheinlich. Wenn man nicht wettbewerbsfähig sei, ziehe man sich zurück.

09.04.15, 15:55 09.04.15, 18:26

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Selten war die Zukunft von Red Bull in der Formel 1 so ungewiss wie zu Beginn der aktuellen Saison. Nur mit einer wettbewerbsfähigen Antriebseinheit macht ein Verbleib in der populärsten Motorsport-Rennklasse Sinn. «Wenn wir diese nicht haben, haben wir auch mit dem besten Auto und den besten Fahrern keine Chance, um den Sieg mitzufahren», sagte Rennstallbesitzer Dietrich Mateschitz in einem Interview der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Die Entwicklung eines eigenen Motors schloss der Österreicher aus, «ganz einfach weil wir kein Automobilhersteller sind, der diese Investitionen rechtfertigen könnte». Auch Motorsportchef Helmut Marko sicherte einen Verbleib von Red Bull in der Formel 1 nicht zu. «Wir schauen uns immer den Einsatz und Output an. Sollte die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr stimmen, ist nicht gesagt, dass wir das ewig weitermachen», so der 71-Jährige.

Sinnbildlich für die bisherige Red-Bull-Saison: Der kaputte Wagen von Daniel Ricciardo. Bild: Sutton/freshfocus

Die vier Vettel-Triumphe in Serie sind Geschichte

Die offenen Bedenken von Mateschitz die Leistung des Antriebs betreffend sind auch eine Kritik an Motorenlieferant Renault. Red Bull bekommt seit Jahren seine Antriebseinheiten von den Franzosen. Mit dem Hersteller feierte das Team von 2010 bis 2013 vier Fahrertitel in Serie durch Sebastian Vettel und vier WM-Triumphe in derselben Zeit in der Konstrukteurswertung. Seit dem Umstieg von Saug- auf Turbomotoren zur vergangenen Saison, fährt Red Bull nicht mehr um den Titel mit.

Bis 2016 läuft der aktuelle Vertrag noch. «Ein sogenannter Kundenmotor ist – wie jeder weiss – auch nicht die Lösung. Also muss es uns mit Renault gelingen, an die Leistung von Ferrari und vor allem Mercedes näher heranzukommen», betonte Mateschitz und stellte klar: «In der Formel 1 werden wir nur bleiben, wenn wir ein wettbewerbsfähiges Team haben, dafür ist eine wettbewerbsfähige Antriebseinheit Voraussetzung.»

In den ersten beiden Rennen der Saison waren die Red-Bull-Piloten chancenlos. Während Daniel Riccirado zum Auftakt in Australien auf Platz sechs ins Ziel kam, konnte sein neuer Teamkollege Daniil Kwjat gar nicht erst starten. In Malaysia landeten die Red Bulls auf den Plätzen neun und zehn, in der Gesamtwertung steht Kwjat auf Rang 13, Ricciardo ist Achter. (asi/sid)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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