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Jesus Vallejo (l.) im Synchrontanz Zweikampf mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang. Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Jesus, der Heilsbringer: Frankfurter Erfolg auch dank Abwehr-Juwel Vallejo

Der 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund war ein Paukenschlag, aber bei Eintracht Frankfurt läuft es entgegen den Erwartungen schon länger prächtig. Beim Fast-Absteiger der letzten Saison überzeugt vor allem ein Neuzugang: Jesus Vallejo.

Publiziert: 28.11.16, 18:46 Aktualisiert: 29.11.16, 08:16
Donat Roduner
Donat Roduner

Wer die Frankfurter Eintracht im Mai in der Relegation hat spielen sehen, der kann ob der momentanen Klassierung des Teams in der Bundesliga-Tabelle nur ungläubig staunen – zumindest geht mir das so. Das Häufchen Fussball-Elend, das damals gegen Nürnberg nur ganz knapp und dank einem Seferovic-Tor den Ligaerhalt schaffte, grüsst nach zwölf Spieltagen vom 4. Platz –vom 4. Platz!

«Ziemlich geil» trifft's für die Frankfurter ziemlich gut.

Klar sieht die Story von Red Bull Leipzig auf dem Papier noch krasser aus – der Aufsteiger ganz an der Spitze, das kann ja gar nicht getoppt werden –, aber der Wandel bei den Frankfurtern ist nicht minder beeindruckend. Vor allem weil man sich denken muss, dass im Sommer wohl kein Stein auf dem anderen geblieben ist, was so aber nicht stimmt.

Zwar ist mit Heribert Bruchhagen eine wichtige Figur zurückgetreten und neu Fredi Bobic Leiter der sportlichen Geschicke im Verein, doch dieser ist mit umsichtigen Entscheiden positiv aufgefallen. Zusammen mit Trainer Nico Kovac, wie er 45-jährig, hat er das Grundgerüst des Teams beibehalten, aber jeden Mannschaftsteil gezielt verstärkt.

Frankfurts Sportchef Fredi Bobic. Bild: EPA/dpa

Ein Glücksgriff sticht dabei heraus: Jesus Vallejo. Die 19-jährige Leihgabe von Real Madrid besticht in der Abwehr mit seiner Zweikampfstärke, Spielübersicht und Ruhe am Ball. Ohne den technisch starken Spanier hätte die Eintracht wohl kaum den Vereinsrekord von nur 10 Gegentoren in den ersten 12 Spielen aus der Saison 1990/91, als der Verein zur Bundesligaspitze gehörte, eingestellt.

Hier stoppt Jesus Vallejo keinen geringeren als Thomas Müller. Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

«Eklige» Spielweise

Kovac, der in der vergangenen Saison erst spät Armin Veh an der Seitenlinie ersetzt hat, schwärmt vom Youngster. «Solch einen Spieler habe ich als Aktiver und als Trainer noch nicht erlebt. Jesus ist der Wahnsinn. Ich muss wirklich in Superlativen sprechen», sagte er gegenüber der Welt. Er sei so klar im Kopf, wie man eigentlich erst mit Anfang 30 sei. 

Ganz schön abgeklärt: Vallejo im Spiel gegen die Bayern, inklusive Tunnel gegen Robben. ;) Video: YouTube/Football Hunting

Und Vallejo gibt dem Trainer das Lob zurück:

«Ich glaube, der Trainer hat einen entscheidenden Anteil daran, dass es so gut läuft bei uns im Moment. Er hat der Mannschaft schon in der Vorbereitung das Vertrauen geschenkt. Er bereitet uns immer sehr gut auf die Spiele vor und gibt uns immer wichtige Tipps mit. Wir werfen immer alles in die Waagschale und haben auch gegen Dortmund wieder bis zur letzten Sekunde gekämpft. Bei der Jubeltraube der ganzen Mannschaft nach dem Siegtreffer von Haris Seferovic hat man gesehen, wie gut der Teamgeist in der Truppe ist.»

Jesus Vallejo. quelle: Bundesliga.de

Seferovics 2:1 gegen Dortmund. Video: streamable

Mit Fitness, Willensstärke und Disziplin holt Kovac wirklich viel aus dem Team mit den beiden Schweizern Haris Seferovic und Shani Tarashaj, der aktuell wegen einer Mandelentzündung ausfällt, heraus. Dortmunds Innenverteidiger Matthias Ginter nannte es beispielsweise «eklig», gegen die SGE zu spielen.

Wie weit der Erfolg die Frankfurter tragen wird, ist nicht abzuschätzen. Die Fans träumen auf jeden Fall schon von den internationalen Plätzen. Das ist dem Verein zuletzt 2013 gelungen, nach einer überraschend starken Aufstiegssaison.

Vallejo hat auch bereits vier Spiele für die U21. 

Vallejo meint dazu passenderweise bodenständig: «Ich denke, wir haben es nicht nötig, uns Grenzen zu setzen – weder nach oben, noch nach unten.» Für den Leihspieler gilt es vor allem, sich weiter mit guten Leistungen zu empfehlen.

Der Youngster spielte auch gegen Dortmund stark.

Macht er so weiter, wird er Frankfurt wohl zum Ende der Ausleihe im Sommer 2017 wieder verlassen – und bei den «Königlichen» gross auftrumpfen? 

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  • Hellaos 30.11.2016 10:10
    Highlight ab 0:35 bitte das Footwork von Barkok geniessen :)
    1 0 Melden
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