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Der Leader lässt sich feiern: Die Spieler von RB Leipzig bei ihren Fans. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Der Leipziger Weg – und plötzlich winkt der ganz grosse Coup

So schnell kann es gehen. Innerhalb von nur sieben Jahren ist der von Red Bull finanzierte Klub RasenBallsport Leipzig aus der Fünftklassigkeit an die Tabellenspitze der deutschen Bundesliga gestürmt. Liegt gar der Titel drin?

Publiziert: 21.11.16, 10:04 Aktualisiert: 21.11.16, 10:42

Erster Bayern-Jäger? Von wegen! Aufsteiger RB Leipzig lässt sich ab sofort vom deutschen Rekordmeister jagen. Nach 39 Spielen und 425 Tagen schlossen die Münchner erstmals wieder eine Runde nicht als Spitzenreiter ab. Und weil Leipzig einen Tag vor dem 0:1 der Bayern bei Borussia Dortmund in Leverkusen 3:2 gewann, thront nun der Dosenklub auf dem Bundesliga-Thron.

«Das ist doch schön für die Liga, das haben sich doch alle gewünscht», sagte Bayern-Captain Philipp Lahm leicht sarkastisch. Den Retorten-Klub als Bundesliga-Leader haben sich freilich nicht alle gewünscht. Aber immerhin ist die Bundesliga endlich wieder mal so richtig spannend. Drei Punkte liegt Leipzig vor den Bayern, sechs vor den wiedererstarkten Dortmundern. 

Die Tabellenspitze

Und so mancher traut dem Aufsteiger nun den ganz grossen Coup zu. Zum Beispiel BVB-Trainer Thomas Tuchel: «Letztes Jahr hatten wir das Phänomen Leicester City. Leipzig kann exakt den gleichen Weg gehen. Das ist meine Überzeugung, wenn ich sie spielen sehe. Das ist keine Eintagsfliege.»

RB steht als erster ostdeutscher Klub seit Hansa Rostock 1991 ganz oben. «Es ist schön für die Liga, dass die Bayern seit vielen Jahren erstmals als Zweiter zu einem Auswärtsspiel reisen mussten, das tut der Liga sehr gut», sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

Ganz oben angekommen: Leipzig mit Trainer Ralph Hasenhüttl. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Sportdirektor Ralf Rangnick hingegen mahnt weiterhin zur Ruhe. Weil er aus Erfahrung weiss, was passieren kann. 2008 mischte er als Trainer mit Aufsteiger Hoffenheim bereits die Liga auf, wurde damals sogar Herbstmeister, ehe in der Rückrunde ein Negativlauf folgte. Kann Leipzig Hoffenheim übertrumpfen?

«Das würde bedeuten, dass wir an Weihnachten und darüber hinaus noch Tabellenführer sind», sagte Rangnick. Doch noch vor Weihnachten kommt es zum ultimativen Kräftemessen: RB tritt am 21. Dezember bei den Bayern an.

Trainer Hasenhüttl sagt: «Wir können nichts verlieren, sondern nur gewinnen.» Ob's für den ganz grossen Coup reicht, steht noch in den Sternen. Beim Tempo, das RB Leipzig seit seiner Gründung im Jahr 2009 bislang hingelegt hat, würde auch das nicht überraschen ...

Der Durchmarsch

2009/10:Gründung und 1. Saison in der Oberliga

RasenBallsport Leipzig wird am 19. Mai 2009 gegründet und übernimmt zur Saison 2009/2010 das Startrecht des SSV Markranstädt in der Oberliga Nordost. Der Nordostdeutsche Fussballverband stimmt der Übertragung des Spielrechts zu und genehmigt den Vereinsnamen. Dabei nimmt RB den Spielbetrieb ohne offizielles Vereinswappen auf, da es wegen der Ähnlichkeit zum Red-Bull-Unternehmenslogo vom Sächsischen Fussballverband abgelehnt wird – ein Novum im deutschen Profifussball. Das erste Jahr verläuft nach Plan: Die Leipziger sichern sich vorzeitig den Aufstieg in die Regionalliga.

Juli 2009: RB Leipzig präsentiert die ersten acht Neuzugänge. Natürlich ist von diesen heute keiner mehr dabei. Bild: EPA

2010/2011:Regionalliga, 1. Saison

RB Leipzig besitzt nun ein Vereinslogo, der Sächsische Verband akzeptiert die modifizierte Version. RB trägt seine Heimspiele in der Red Bull Arena, dem ehemaligen Leipziger Zentralstadion, aus. Die erste Saison in der Regionalliga beendet das Team als Vierter und verpasst den anvisierten Aufstieg. Im Juni 2011 holen die Leipziger mit dem Sieg im Sachsenpokal den ersten Titel der Vereinsgeschichte.

2011/2012:Regionalliga, 2. Saison

Dritte Saison für RB Leipzig, dritter Coach: Der Österreicher Peter Pacult soll den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Nur drei Spieler aus dem Oberliga-Team der Premieren-Saison stehen noch im Kader. Trotz vieler namhafter Neuzugänge verpasst RB auch im zweiten Anlauf den Aufstieg in die 3. Liga und wird am Ende Dritter.

2012/2013:Regionalliga, 3. Saison

Die neue Saison in der Regionalliga Nordost beginnt mit zwei entscheidenden Personalien: Ralf Rangnick wird Sportdirektor und bringt Alexander Zorniger als neuen Trainer mit. Drei Tage vor Saisonende ist den Leipzigern die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. In der Aufstiegsrelegation setzt sich das Team gegen die Sportfreunde Lotte durch und schafft im dritten Anlauf den Aufstieg.

Seit 2010 die Heimat von RB: Die 42'959 Zuschauer fassende Red Bull Arena. Bild: X00493

2013/14:3. Liga, 1. Saison

Mit sieben Neuzugängen im Kader, unter ihnen der heutige Bayern-Spieler Joshua Kimmich, knüpft Trainer Zorniger auch in der 3. Liga an seine Erfolge an. RB entscheidet den Zweikampf an der Spitze mit Darmstadt 98 für sich und macht einen Spieltag vor Saisonende den Zweitliga-Aufstieg perfekt.

2014/2015:2. Bundesliga, 1. Saison

Bevor RB Leipzig in der 2. Liga starten darf, gibt es mit der Deutschen Fussball-Liga (DFL) ein Gerangel um die Lizenz. Die DFL fordert eine Modifizierung des Vereinslogos und Veränderungen im Führungsgremium, so dass in diesem nicht mehr nur direkt von Geldgeber Red Bull angestellte Vertreter sitzen. Zudem hatte sich der Verein bei der DFL dazu verpflichtet, seine Satzung zu ändern, um sich neuen Mitgliedern weiter zu öffnen.

Auch sportlich läuft es nicht. Nachdem in der Rückrunde der Kontakt zu den Aufstiegsplätzen verloren geht, entscheidet der Verein, sich nach der Saison von Coach Zorniger zu trennen. Der Schwabe zieht im Februar 2015 selbst die Konsequenzen und tritt zurück. Bis Saisonende betreut der bisherige U17-Coach Achim Beierlorzer interimsweise die Profimannschaft und wird am Ende Fünfter.

Seit 2012 für Red Bull tätig: Sportdirektor Ralf Rangnick. Bild: Expa/freshfocus

2015/2016:2. Bundesliga, 2. Saison

Neuer Cheftrainer wird in Personalunion Sportdirektor Rangnick, nachdem zuvor Wunschkandidaten wie Thomas Tuchel abgesagt haben. Leipzig verpflichtet unter anderem den Bremer Angreifer Davie Selke für acht Millionen Euro und gibt insgesamt fast 19 Millionen Euro für neue Spieler aus. Am 8. Mai 2016 feiert RB den Bundesliga-Aufstieg.

2016/2017:1. Bundesliga, 1. Saison

Der Neuling stellt mit dem neu verpflichteten Trainer Ralph Hasenhüttl gleich einen Rekord auf. Nie zuvor in der Erstliga-Historie ist ein Aufsteiger elf Spieltage lang ungeschlagen geblieben. Mit dem 3:2 bei Bayer Leverkusen verdrängte RB Leipzig zudem den FC Bayern, der im Topspiel bei Borussia Dortmund patzte (0:1), erstmals seit über einem Jahr von der Tabellenspitze. (pre/sda)

Dreimal Leipzig ... Diese Klubs wurden schon deutscher Meister

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34 Kommentare anzeigen
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  • Paul_Partisan 21.11.2016 14:16
    Highlight Es gibt in Leipzig übrigens auch gute alternativen zum komerziellen Dosenverein: Mit Roter Stern Leipzig und der BSG Chemie Leipzig hat es zwei von Fans geführten Fussballclubs, die seit Jahren tolle Arbeit leisten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/BSG_Chemie_Leipzig_(1997)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Stern_Leipzig
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    • hoi123 21.11.2016 14:59
      Highlight In Leipzig nur LOK
      5 4 Melden
    • Paul_Partisan 21.11.2016 16:00
      Highlight Nein danke, auf diese Nazischweine kann getrost verzichtet werden!
      7 1 Melden
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  • JonathanFrakes 21.11.2016 12:57
    Highlight Es ist mir ein Rätsel, wie ein richtiger Fussballfan so etwas unterstützen kann. Die kaufen sich die Lizenz eines Oberligisten, dann werden ordentlich Dosenmillionen reingesteckt. Der vorhergehende Verein ist somit ausgelöscht worden. Dann wird mit aller Macht der Aufstieg bis ganz nach oben forciert. Klar sind heute Millioneninvestitionen im Fussball normal, aber bei den Traditionsvereinen wird nicht das Logo oder die Farben geändert. Stell euch mal vor, es würde nicht mehr der FC Chelsea, sondern der FC Abramowitsch spielen. RB Leipzig ist einzig eine Werbemaschine für RedBull. Echt traurig!
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    • Amboss 21.11.2016 13:49
      Highlight Bei RB ist alles transparent. Es steckt RedBull dahinter. Punkt
      Bei anderen Vereinen leuchtet zwar schön das alte Wappen, aber sonst... Woher kommt das Geld? Wieviel? Wie steckt der Staat Katar dahinter wenn in der Allianz Arena Werbung für Hamad International Airport vorhanden ist?? Niemand weiss... Ist das besser?
      Und: All diese Traditionsvereine wurden mal gegründet. Von Idealisten, Arbeitern, Kumpel, um mit ihrem Verein Freude für Fussball und Freundschaft zu pflegen. Findest du nicht, es ist beschämender Verrat an diesen Gründern, wenn die Vereine zB an einen Scheich verscherbelt werden?
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    • JonathanFrakes 21.11.2016 14:49
      Highlight Ja, RB ist transparent. Trotzdem wurde der Verein einzig mit dem Ziel gegründet, Werbung für Red Bull zu machen. Vereine werden umbenannt, ausgelöscht (siehe Austria Salzburg). Find ich scheisse. Punkt.

      Klar wird auch in die anderen Vereine Geld reingebuttert, aber trotzdem behalten sie ihre Geschichte, ihre Tradition. Für die Clubbesitzer sind das Spielzeuge, völlig klar. Aber für die Fans sind die Clubs ihr Leben, ihre Passion. Ich finds auch unglaublich, dass die Clubs ihre Stadionnamen verkaufen. Leider ist das der moderne Fussball. Trotzdem kein Vergleich zu einem Retortenverein wie RB!
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    • Amboss 21.11.2016 15:23
      Highlight Ich weiss nicht recht... Bergbau- oder Hafenarbeiterlieder singen, aber der Verein gehört einem russischen Ölkonzern und die Spiele finden in einer Arena statt, die den Namen einer Nahost-Fluglinie trägt...

      Das ist für mich eher Folklore und nicht weit weg vom Red-Bull Plastik.

      Oder anders gesagt: Ist für mich schon okay, wenn man seiner Leidenschaft nachgeht, seinen Verein anfeuert und dabei beide Augen zumacht, wer wirklich hinter dem Verein steckt - aber dann soll man auch nicht auf RB einhauen, denn man ist selbst keinen Deut besser.
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  • Bongalicius 21.11.2016 12:33
    Highlight Versteh die Kritik von einige Kommentaren nicht. Wo ist der Unterschied ob jetzt ein Miliardär einen Verein aus der Topliga kauft oder einen Verein gründet und im Schnellzugtempo in die Topliga treibt.

    Die gekauften Topvereine werden nie dermassen durch den Dreck gezogen obwohl im Grundgedanken bei beiden Varianten Unmengen an Geld in einen Verein gepumpt werden.
    19 10 Melden
    • Paul_Partisan 21.11.2016 14:06
      Highlight Der Unterschied ist riesig! Red Bull zerstört die Identität eines Vereins (siehe Austria Salzburg) und löscht die Vergangenheit aus. Das ist wie wenn Red Bull bei YB einsteigen würde, den Verein zu Red Bull Bern umtaufen, die Vereinsfarben zu Rot/Blau/Weiss wechseln würde und das neue Gründungsjahr 2017 wäre - eine grauenhafte Vorstellung.
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    • Hoppla! 21.11.2016 15:02
      Highlight Na ja, Austria Salzburg war kurz vor dem Kollaps bzw. de facto pleite. Logisch hat RB nicht mehr viel mit der Austria zu tun, aber ganz objektiv betrachtet ist es doch egal wer den Startplatz übernimmt. Als Fan ist dein Klub so oder so verschwunden.
      5 2 Melden
    • Bash Burelli 21.11.2016 15:09
      Highlight Nur hat Leipzig keinen Bundesligisten "hergeben" müssen. Ich verstehe nicht, wieso immer und immer und immer wieder das Beispiel mit Salzburg kommt. Ist ja nicht so, dass ein FC Leipzig, den es seit 1896 gibt, jetzt RB Leipzig heisst. Die Rahmenbedingungen sind schon ein wenig anders als bei Salzburg. Und ja, klar geht es um Werbung! Das geht es aber überall. Im Stadion auf der Homepage, auf den Trikots. UND, was fast alle ausnahmlos vergessen: Leipzig spielt derzeit einfach richtig geilen Fussball! Das macht irre Laune auf mehr!
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  • maxi 21.11.2016 12:28
    Highlight was bezahlt euch red bull für die leipzig lobdudelei?...
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  • Dummbatz Immerklug 21.11.2016 12:27
    Highlight Heult doch alle rum, ihr Leipzig-Hater. Nur weil alle weinen, muss ich nicht mitmachen. Immerhin steht ein passables Förderkonzept dahinter. Erfolg bringt halt auch Neid mit sich... Von wegen kommerziell. Das sind Bayern und Dortmund ja überhaupt nicht 😂
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    • satyros 21.11.2016 15:22
      Highlight Ich habe nichts gegen Leipzig. Hat mit der BSG Chemie einen ganz ordentlichen Fussballklub mit einer spannenden Geschichte. Das "Fussballprojekt" von Red Bull hat mit Leizpig allerdings ziemlich wenig zu tun. Die sind eher zufällig dort.
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  • Amboss 21.11.2016 12:23
    Highlight Die aktuelle Tabellenspitze der BL (Leipzig, Bayern, Hoffenheim, Dortmund) ist kein Zufall. Alles Vereine mit modernen Strukturen
    - Die Bayern, sind einfach top geführt
    - Hoffenheim und RB, welche keinen Ballast aus der Vergangenheit mit sich tragen.
    - Dortmund war 2005 fast pleite und musste sich komplett neu organisieren.

    Leider haben viele Traditionsvereine nicht gemerkt, wie sehr sich der Fussball in den letzten 5, 10, 15 Jahren geändert hat. Oder sie sind immer in internen Machtkämpfe verstrikt, was es heute einfach nicht leiden mag.
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    • Duscholux 21.11.2016 12:54
      Highlight Hoffenheim und Leipzig sind Werkclubs mit ordentlich Zaster, darum sind die so weit oben.
      3 10 Melden
    • Amboss 21.11.2016 13:25
      Highlight Nein, die sind nicht nicht wegen dem Geld so weit oben. Die sind so weit oben, weil sie Geld haben und damit gut arbeiten (dazu gehören auch die richtigen Strukturen)

      Viele andere Vereine haben auch Geld. Anhand von dem, was der HSV ausgegeben hat, müsste der auch an der Spitze mittun.
      Und ManUnited die PL anführen.


      Es gibt auch Vereine mit wenig Geld, die gut arbeiten (Augsburg, Freiburg). Aber für die ist halt irgendwo um Platz 8 herum Ende Fahnenstange)
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    • Hashtag 21.11.2016 14:28
      Highlight @Amboss

      Erstens ist das gerade eine Momentaufnahme, Hoffenheim wäre in den letzten Jahren beinahe abgestiegen.

      Was die gute Arbeit angeht, naja es ist auch nicht so schwierig, sich mit Geld das Know-How zu kaufen.

      Schlussendlich ist doch jedem klar, was den längerfristigen Erfolg sicher und das ist Geld, sorry aber wieso sind Vereine wie Chelsea und ManCity nach der Übernahme von Geldgebern von der Mittelmässigkeit zur Spitze aufgestiegen.

      Fussball wird viel zu viel über Erfolg definiert, Werte und Emotionen gehen dabei verloren rsp. der einzige Wert ist Erfolg.

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    • Amboss 21.11.2016 17:04
      Highlight @Hashtag: Klar, es ist eine Momentaufnahme - passt aber dennoch.
      Und nein, nein, nein: Gute Arbeit kann man sich eben nicht kaufen. Siehe Hamburg. Siehe ManUnited.

      Sieh es ein. Die haben in Leipzig a) moderne Strukturen, die haben b) einen Plan und ja, die haben c) die Mittel, die es benötigt.
      Aber wenn du a) und b) nicht hast, bringt alles Geld der Welt nichts.


      Und sieh es ein: Fussball ist ein Milliarden-Business. Und es gibt viele geldgeile Typen, die da dabei sein wollen.

      Wenn du echten Fussball, Werte und Emotionen möchtest, muss du eine, zwei Ligen runter gehen
      3 0 Melden
    • Hashtag 21.11.2016 18:13
      Highlight @Amboss

      Das mit dem Millarden-Business sehe ich ein, darum schaue ich nicht mehr viel Fussball auf diesem Niveau.

      Was Leipzig angeht, durchschaue ich noch nicht so ganz was deine bedingungslose Liebe auslöst. Fakt ist doch, dass sie in der Regionalliga einen Mann wie Ragnick geholt haben. Warum denkst du ist der in die Regionalliga? Aus Liebe zu Leipzig vermutlich nicht.

      Hamburg ist ganz ein schlechtes Beispiel, bei dem Chaos wären die schon lange in Liga 2 wenn sie nicht noch wenigstens Geld hätten.

      Chelsea ist zur Zeit Leader in England, erklär mir mal den Plan von denen?



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    • Amboss 21.11.2016 19:35
      Highlight @hashtag: Nein, nein, bedingungslose Liebe ist das nicht.
      Eher Hoffnung, dass Traditionsvereine wie Stuttgart oder Hamburg doch noch die Kurve kriegen.

      Und Rangnick haben sie eben geholt, weil sie einen Plan haben. Einen Aufstiegsplan . Ist ja klar, dass sie an die Honigtöpfe der 1. BL wollen. Sie haben ja auch viel in den Nachwuchs investiert und nicht Stars gekauft.

      Aber es gibt x Beispiele, wo Geld vorhanden war.

      Chelsea? Wie kommst du auf die? Offenbar funktioniert deren Plan, zumindest im Moment
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    • Hashtag 21.11.2016 23:32
      Highlight @Amboss

      Ja nur ist es doch keine Leistung einen Plan mit Rangnick zu haben, der hat schon Hoffenheim nach oben geführt, auf diesen Plan würden noch 50 Vereine aus der Regionalliga kommen, nur haben die das Geld nicht.

      Sorry du kannst es drehen und wenden wie du willst am Anfang ist das Geld. Sie haben durchaus Stars geholt, junge Stars.

      Chelsea kauft wahllos Spieler ein und ein paar funktionieren dann. Grosser Plan ist da nicht erkennbar, einfach sehr viel Geld.


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    • Amboss 22.11.2016 08:05
      Highlight @Hashtag: Ich hab ja nie gesagt, Geld sei nicht nötig.

      Aber es ist nicht so, dass Geld einfach Erfolg kauft. Um Erfolg zu haben, braucht es mehr, nämlich sportliche Kompetenz.
      Und die haben andere Vereine einfach nicht.

      Hat Chelsea wahllos Spieler gekauft? Weiss nicht, vielleicht schon. Jedenfalls funktioniert es bei denen (im Moment), bei anderen Vereinen (zB ManUnited) hingegen nicht. Weshalb?

      Die PL ist sowieso speziell. Da kaufen auch die "kleinen" Vereine wahllos ein (Shaqiri zu Stoke...)
      Man hat das Geld, also MUSS man es auch ausgeben; sonst tun es die anderen
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  • Admiraal Michiel Adrianszoon de Ruyter 21.11.2016 11:14
    Highlight Ich bleibe bei meinem Standpunkt: Scheiss Leipzig
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    • Roaming212 21.11.2016 11:53
      Highlight mhm
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  • Paul_Partisan 21.11.2016 11:10
    Highlight Dachte nie dass ich das sagen würde aber... lieber werden die Bayern Meister als dieser Dosen Müll!
    40 42 Melden
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  • c_meier 21.11.2016 10:53
    Highlight "Natürlich ist von diesen heute keiner mehr dabei." Im Vergleich zu 2009 sind aber auch alle anderen Teams von Traditionsklubs wie zum Beispiel FC Basel, YB, Dortmund usw anders (vielleicht mit Ausnahme von Marco Wölfli bei YB ;)
    Kürzlich wurde ja eine Studie publik dass innerhalb von 2 Jahren immer das halbe Kader getauscht wird...
    29 3 Melden
    • Hayek1902 21.11.2016 13:07
      Highlight Bayern: Philipp Lahm, Badstuber, Robben, Ribery, Alaba, Müller. (ohne Garantie auf Vollständigkeit)
      BVB: Roman Weidenfeller, Götze, Schmelzer, Bender, Subotić, Şahin. (Ebenfalls keine Garantie)
      FCB: Taulant Xhaka
      YB: Wölfli, Sutter
      5 1 Melden
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  • Duscholux 21.11.2016 10:19
    Highlight Ja die lieben Leipziger. Sind ja so ein super Klub! Setzen voll auf die Jungen und kaufen nicht teure Superstars! Ja man muss sie ja fast mögen!

    Nein. Denn die Leipziger "klauen" den weniger flüssigen Vereinen die Jungen mit grossen Löhnen.
    25 29 Melden
    • Roaming212 21.11.2016 11:52
      Highlight Ah und Bayern,Dortmund sowie alle grossen Vereine machen das drum ja nicht...
      44 6 Melden
    • Tubel500 21.11.2016 12:15
      Highlight Na ja, Embolo hat Schalke zum Beispiel Leipzig wegge"klaut"..
      21 2 Melden
    • Duscholux 21.11.2016 12:53
      Highlight Es geht mehr um Junioren. Embolo zähle ich mit so einer grossen Ablösesumme zu den "Superstars"
      2 4 Melden
    • Tubel500 21.11.2016 13:16
      Highlight Aha, ok. Du meinst mehr so was wie minderjährige aus anderen Kontinenten transferieren? So Dinge halt, die die Traditions-Vereine nicht machen? Oder wie soll ich das verstehen?
      14 1 Melden
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  • Erarehumanumest 21.11.2016 10:19
    Highlight und das alles nur dank Coltorti, sonst wären sie noch in der Oberliga...
    49 3 Melden
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Darum hat sich RB Leipzig gegen meinen Willen in mein Herz geschlichen

Aufsteiger RB Leipzig ist in der Bundesliga immer noch ungeschlagen und damit punktgleich mit den «Über-Bayern». Endlich ist die Bundesliga wieder spannend. Das grosse Dilemma: Ansteckender Spass-Fussball vs. skrupellose Kommerz-Führung.

Ich mag den FC Chelsea nicht. Im Juli 2003 kaufte der russische Milliardär Roman Abramowitsch den englischen Traditionsklub. Rund zwei Milliarden hat er seither in die «Blues» gesteckt – und Geld schiesst Tore. Abramowitschs Kohle hat dem FC Chelsea vier Meister-, ein Europa-League- und ein Champions-League-Titel beschert. Dafür ist die Seele des Vereins, die Tradition, auf der Strecke geblieben. 

Deshalb mag ich auch die anderen neureichen Klubs, die mit Geld nur so um sich schmeissen, …

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