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Lars Stindl haut das Ding aus elf Metern an die Latte. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

10 Bundesliga-Penaltys, 5 davon verschossen – wie wäre es mit Penaltys wie beim Hockey?

«Ist ein Penalty wirklich gut geschossen, hat kein Torwart der Welt eine Chance», sagt Nati-Goalietrainer Patrick Foletti über Elfmeter. Doch an diesem Wochenende scheiterten gleich mehrere Spieler vom Punkt. Es gäbe da eine spannende Alternative ...

Publiziert: 17.10.16, 13:52 Aktualisiert: 17.10.16, 15:33
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald

Am schlimmsten hat es am Samstag sicher Borussia Mönchengladbach erwischt. Im Heimspiel gegen den Hamburger SV werden den Gladbachern gleich zwei Elfmeter zugesprochen – das Schlussresultat lautet aber 0:0. Zuerst scheitert André Hahn an HSV-Keeper René Adler, den zweiten Penalty drischt Lars Stindl an die Latte.

Hahn scheitert an Adler. Video: streamable

Wumms! Stindl trifft nur die Latte. Video: streamable

Die beiden sind aber an diesem Wochenende nicht allein mit ihren verschossenen Elfmeter. In der Bundesliga scheitern drei weitere Schützen und in der Premier League versieben die Stars von Manchester City (1:1 gegen Everton) ebenfalls zwei Elfer gegen Everton-Goalie Maarten Stekelenburg.

Stekelenburg hält gegen De Bruyne ... Video: streamable

...und gegen Agüero. Video: streamable

Was ist nur los? 

Manch ein Amateurfussballer mag sich fragen: Was ist nur los mit diesen Profis? Die fünf Fehlversuche an einem Spieltag sind in der Bundesliga Negativrekord. War das einfach Zufall, oder zeichnet sich ein Trend ab? watson hat bei Patrick Foletti, Goalietrainer der Schweizer Nationalmannschaft, nachgefragt:

Wird das Verhalten bei einem Elfmeter konkreter als früher mit den Goalies trainiert?
Nein, da läuft eigentlich das normale Programm ab. Die Torhüter werden mit allen Informationen und Analysen zu den Schützen ausgestattet. Kommt es aber dann tatsächlich zu einem Penalty, vertraut der Goalie auch oft auf seinen Instinkt. 

Nati-Goalitrainer Patrick Foletti (rechts) mit Yann Sommer. Bild: Alain Grosclaude/freshfocus

Ist es heute schwieriger für den Schützen, ein Penalty-Tor zu erzielen?
Ich glaube, die Zahlen würden da keine grosse Veränderung in diese Richtung zeigen. Der Glücksfaktor spielt immer noch sehr stark mit und ist ein Penalty wirklich gut geschossen, hat kein Torwart der Welt eine Chance.

Fazit: Da kam an diesem Wochenende einfach alles zusammen, einen Trend in eine Richtung wird es wohl nie geben. Trotzdem möchten wir zeigen, wie das Penaltyschiessen in den USA früher geregelt war:  

5-Sekunden-Penalty

Vielleicht hätten Stindl, Agüero und Co. das Tor erzielt, wenn man heute noch die Elfmeter nach den guten alten US-Regeln ausführen könnte. Du hast keine Ahnung, was damit gemeint ist? Kein Problem, wir nehmen dich mit in die 90er-Jahre der Major Soccer League (MLS) in Amerika. Da sah ein Penaltyschiessen so aus: 

Wichtig ist der Lob zu Begin. Video: streamable

oder so ...

Der gute alte Schlenzer. Video: streamable

Nach dem nordamerikanischen Vorbild aus den 70er- und 80er-Jahren führte die MLS für drei Jahre (1996-99) eine etwas andere Art des Penaltyschiessens ein. Es gab damals kein Spiel, das Unentschieden endete. Bei einem Remis nach der vollen Spielzeit folgte die Entscheidung mit diesem speziellen Vorgehen: Der Spieler startet 32 Meter vom Tor entfernt und hat ab der ersten Ballberührung genau fünf Sekunden Zeit, das Tor zu erzielen. 

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Richtig lustig ist es hier abgelaufen. Wir präsentieren dir das Video mit dem Titel: «Der Penalty im Penaltyschiessen und eiskalte Goalies»

Sehr lustig. Video: streamable

Das Prozedere würde heute wohl etwas anders aussehen, interessant wäre es aber bestimmt. Wir spielen den Ball mal weiter zur UEFA oder FIFA

Entschuldigung, wie sehen Sie denn aus? Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

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4 Kommentare anzeigen
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  • Singam 18.10.2016 01:43
    Highlight Nur weil die Stürmer nicht treffen, heisst es nicht, dass man es ihnen noch einfacher machen muss. Der Vergleich mit dem Hockey macht keinen Sinn, wenn die beiden Tore vergleicht. Ein Strafstoss ist, wie der Name schon sagt, Strafe genug für den Torwart. Sorry, wer nicht aus 11Metern auf eine Fläche von mehr als 20Quadratmetern trifft, die von einem Torwart(+- 1.90m) gehütet wird, ist einfach selber Schuld. Man muss auch den Torhüter für seinen Instinkt loben, wenn er einen Penalty hält.
    Penalty hat mit Glück, gutem Timing und Antizipation zu tun.
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  • 8004 Zürich 17.10.2016 18:39
    Highlight Wenn es um Penaltyschützen geht, liebe ich diese Statistik:

    http://www.transfermarkt.de/fc-paris-saint-germain/elfmeterstatistik/verein/583/plus/0?reldata=FR1%26

    Erstaunlich für einen Gott... Also ich hätte ihn nicht mehr schiessen lassen... Leider gibt es diese Statistik nur pro Verein... ;-)

    Herr Redaktor, was meined Sie?
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  • hiob 17.10.2016 16:39
    Highlight was passierte, wenn man bei solch einem penalty von früher im strafraum gefoult wurde, so wie es im letzten video zu sehen ist? gab es nochmals einen "penalty" oder einen penalty? konnte der goali dadurch auch gelb, oder sogar rot sehen?
    3 0 Melden
    • Mia_san_mia 17.10.2016 18:23
      Highlight Gute Frage 😊
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