Sport

Macht in Russland schwere Zeiten durch: Emmanuel Frimpong. Bild: Getty Images Europe

Affenlaute gegen Frimpong – aber nicht die Zuschauer büssen dafür, sondern der Spieler!

Der Ghanaer Emmanuel Frimpong ist für zwei Spiele gesperrt worden. Der Mittelfeldspieler von Ufa sah die Rote Karte, weil er den Fans von Spartak Moskau den Mittelfinger gezeigt hat. Affenlaute der Zuschauer will beim Verband niemand gehört haben.

23.07.15, 11:39 23.07.15, 12:44

Die Beweislast ist erdrückend. Man muss nicht einmal besonders gut hinhören, um die Affenlaute gegen Emmanuel Frimpong zu registrieren:

Beim russischen Verband sind die greisen Funktionäre offenbar taub. Die nächsten Bestechungsgelder sollten sie jedenfalls anstatt für Kaviar und Wodka für ein Hörgerät verwenden. Denn beim Verband zweifelt man an Frimpongs Aussage, er sei von Affenlauten provoziert worden und er habe den Zuschauern deshalb den Mittelfinger gezeigt und sie beschimpft. «Unser Inspizient und der Match-Delegierte haben kein Fehlverhalten von Spartak-Fans festgestellt», sagte der Vorsitzende des Disziplinarkomitees, Artur Grigoryants.

Frimpong: «Das ist ein Witz!»

Der 23-jährige Ex-Arsenal-Spieler findet dies absurd. Mit den beiden Spielsperren könne er leben, twittert Frimpong, sein Verhalten sei nicht gut gewesen. «Aber dass der Verband sagt, man habe rassistische Provokationen weder gesehen noch gehört, ist ein Witz!» 

Gut erhält Frimpong wenigstens Rückendeckung von seinem Klub. Ufas Sportdirektor Shamil Gazizov kritisierte seinen Spieler nach dem Platzverweis. «Was Frimpong gemacht hat, war falsch. Manchmal muss man die Tränen zurückhalten und einfach mit einem Umstand leben», sagte Gazizov laut dem Guardian. In Russland findet in drei Jahren die Fussball-Weltmeisterschaft statt. Nach diesem Vorfall und der Reaktion darauf erscheint die WM 2022 in Katar plötzlich fast als das geringere Übel.

Die Affenlaute und der Platzverweis gegen Frimpong. YouTube/Football24

Der Kampf für die gute Sache: Diese 11 Kampagnen werden dich nachdenklich stimmen

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5Alle Kommentare anzeigen
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Gelöschter Benutzer 23.07.2015 12:27
    Highlight geld und gier und sepp & co. lassen grüssen
    18 3 Melden
  • Lagovai 23.07.2015 11:56
    Highlight Hach die UEFA sollte solche Länder einfach mal ein paar Jahre vom europäischen Fussball auschliessen. Aber die haben dafür einfach keine Eier oder erfreuen sich lieben an den Gazprom-Millionen.
    23 3 Melden
  • HabbyHab 23.07.2015 11:43
    Highlight "Nach diesem Vorfall und der Reaktion darauf erscheint die WM 2022 in Katar plötzlich fast als das geringere Übel." Also das ist schon leicht übetrieben. Beides sind nicht sehr.. ruhmreiche Austragungsorte.
    36 3 Melden
    • saukaibli 23.07.2015 12:58
      Highlight Da hast du recht. Nur schade ist der Sepp bald weg, sonst hätten auch noch Nordkorea und Eritrea ihre WM bekommen.
      12 3 Melden
    • Donaldo Perez 23.07.2015 13:18
      Highlight Stimmt schon, der rassistische Vorfall in Russland ist einiges schlimmer, als die bis zu 1200 (geschätzten) toten Sklaven in Qatar. Überlegt doch, bevor ihr schreibt, Watson.
      12 2 Melden

Heute wird der Barrage-Gegner der Nati auf dem Weg zur WM bekannt

Heute Nachmittag klärt sich in Zürich, gegen wen sich das Schweizer Nationalteam Mitte November in zwei Spielen durchsetzen muss, um sich über die Playoff-Zusatzschlaufe das Ticket für die WM-Endrunde im kommenden Jahr in Russland zu sichern. Das Heimspiel steigt in Basel.

Die Playoff-Paarungen der europäischen WM-Qualifikation werden ab 14 Uhr in einem rund 30-minütigen Prozedere (im watson-Liveticker) am FIFA-Hauptsitz auf dem Sonnenberg in Zürich ausgelost. Die besten acht zweitplatzierten Teams der neun Qualifikationsgruppen, darunter die Schweiz, kämpfen um die vier verbleibenden Tickets für die Endrunde im kommenden Jahr in Russland. Die Hinspiele werden zwischen dem 9. und 11. November ausgetragen, die Rückspiele zwischen dem 12. und 14. November.

Die …

Artikel lesen