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Axel Thoma: Kaum da, schon wieder weg. Bild: Andy Mueller/freshfocus

GC kommt einfach nicht zur Ruhe: Die Hoppers schmeissen Sportchef Axel Thoma raus

Im Herbst wurde er mit viel Vorschusslorbeeren geholt – nun ist Axel Thomas Zeit in Niederhasli schon abgelaufen. Der Sportchef muss GC verlassen, wegen «unterschiedlicher Auffassungen».

08.05.15, 19:18 08.05.15, 20:08

Die Grasshoppers sorgen ein weiteres Mal abseits des Spielfeldes für Schlagzeilen. Die Zürcher haben per sofort ihren erst im Oktober engagierten Sportchef Axel Thoma freigestellt. Der Verwaltungsrat der Neue Grasshopper Fussball AG begründet den Entscheid mit der unterschiedlichen Auffassung in Bezug auf die Planung und die Führung des sportlichen Bereichs für die laufende Saison.

Die Vereinsverantwortlichen sahen zudem für die unmittelbare Zukunft keine Besserung. Thoma wurden insbesondere die «mangelnden Fortschritte im Management im Hinblick auf die kommende Meisterschaft» zum Verhängnis. Der Deutsche war im letzten Herbst vom Challenge-League-Verein Wil, bei dem er Trainer und Sportchef in Personalunion tätig war, zu den Zürchern gestossen. Interimsmässig übernimmt Geschäftsführer Manuel Huber die Aufgaben des Sportchefs.

CEO Manuel Huber, Präsident Stephan Anliker und Vizepräsident Martin Keller auf der Tribüne des Letzigrund-Stadions Bild: KEYSTONE

Wechsel ohne Ende

Die Entlassung Thomas ist der neueste Fall der sich in der jüngsten Vergangenheit häufenden Fluktuationen bei den Grasshoppers. Seit dem vorletzten Sommer blieb kaum ein Stein auf dem anderen. In dieser Zeit wurden Verwaltungsrats-Präsident André Dosé, Nachwuchschef Marco Otero, Medienchef Adrian Fetscherin und Dragan Rapic, als Sportchef Thomas Vorgänger, freigestellt. Aus freien Stücken verliess zudem Vizepräsident Reinhard Fromm den Klub. Danach legte auch Heinz Spross, der wichtigste Geldgeber, sein Mandat im Verwaltungsrat nieder, blieb den Grasshoppers aber immerhin in anderen Funktionen erhalten.

Auf sportlicher Seite hatten die Grasshoppers die Abgänge der Trainer Uli Forte und Michael Skibbe zur Kenntnis zu nehmen. Skibbes Rücktritt hatte seinen Ursprung im wochenlangen Konflikt und Machtkampf mit Spieler Veroljub Salatic. Der während mehr als zwei Monaten suspendierte Captain seinerseits zog im Februar mit einem für dreieinhalb Jahre gültigen Vertrag zu Liga-Konkurrent Sion. (ram/si)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • pbs64 08.05.2015 20:53
    Highlight Im VR kommen neue Kasperlis rein, andere Kasperlis müssen leider gehen,oder gehen von selbst.

    Der alte und zuverlässigste Geldgeber ist weg. Neue kommen.

    Ich erinnere mich an die Klotener Rettungsaktion.... Geld versprochen, aber nur mir Druck eingelöstes Verspechen auch letztendlich umgesetzt (Neue um VR des GC's)!!
    Tja. GC....s'chunt scho guet :-)
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  • Mett-Koch 08.05.2015 20:03
    Highlight Es wäre nun definitiv an der Zeit, dass Anliker sein Amt einem Fähigen überlässt, welcher etwas vom Business versteht. Echt nur noch peinlich!
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