Sport

Hakan Sükür hier im Duell mit dem ehemaligen Schweizer Nationalspieler Patrick Müller im November 2005. Bild: AP

Wegen Nähe zu Prediger Gülen? Galatasaray schliesst Klub-Legende Hakan Sükür aus

Der türkische Rekordmeister Galatasaray Istanbul hat die ehemaligen Spieler und Klub-Ikonen Hakan Sükür und Arif Erdem aus dem Verein ausgeschlossen. Beiden sei die Mitgliedschaft entzogen worden, teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

27.03.17, 19:15 28.03.17, 14:06

Arif Erdem, rechts im Bild. Bild: AP

Am Samstag war auf der Generalversammlung über den Ausschluss von Vereinsmitgliedern abgestimmt worden, die der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen nahestehen sollen. Gülen wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich gemacht. Bei dieser Abstimmung hatten sich die Mitglieder mehrheitlich gegen den Ausschluss von Sükür und Erdem entschieden.

«Sie haben richtig gehandelt. Diejenigen, die sich mit Verrätern unseres Volkes, unserer Heimat und unseres Staates identifizieren und das Land fluchtartig verlassen, haben in unseren Vereinen nichts zu suchen.»

Der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic

Einen Tag später teilte der Verein mit, dass der Ausschluss der zwei ehemaligen Internationalen bei einer Vorstandssitzung doch beschlossen worden sei. Begründet wurde der Entscheid offiziell nicht. Der Zeitung «Hürriyet» zufolge zog der Vorstand als Begründung die Tatsache heran, dass Sükür und Erdem seit Jahren keine Mitgliedsbeiträge gezahlt hätten.

«Sie haben richtig gehandelt. Diejenigen, die sich mit Verrätern unseres Volkes, unserer Heimat und unseres Staates identifizieren und das Land fluchtartig verlassen, haben in unseren Vereinen nichts zu suchen», wurde der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic von der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zitiert.

Sükür und Erdem gewannen mit Galatasaray von 1997 bis 2000 vier Meistertitel in Serie und holten im Jahr 2000 den UEFA-Cup. (sda)

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Brikne, 20.7.2017
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  • Töfflifahrer 29.03.2017 08:15
    Highlight Eine Bitte an alle Erdogan Jünger in der Schweiz, die die Allmachtsträume des Sultans unterstützen, geht bitte in die Türkei zurück. Ein solches Gedankengut hat hier nichts verloren.
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  • Töfflifahrer 29.03.2017 08:12
    Highlight Sorry aber bisher wurde der starke Verdacht, dass Erdogan den Putschversuch plante nicht widerlegt.
    Niemand glaubt, dass das Militär so stümperhaft vorgehen würde. Das war doch nur der Startschuss zu des Sultans Allmachtsträumen.
    Es gibt keine Beweise, ausser der Behauptung des Sultans, dass Gülen involviert war. Nur weil etwas immer wieder wiederholt wird muss es noch lange nicht stimmen.
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  • -woe- 28.03.2017 05:49
    Highlight War das ein Vorgeschmack, was die Türkei bei der Abstimmung im April erwartet?
    Die Versammlung lehnt den Ausschluss ab, der Vorstand ignoriert den demokratischen Entscheid und wirft die beiden Spieler doch raus.
    Wetten, dass es mit der Verfassungsänderung ähnlich ergehen wird. Sollte sich das Volk erdreisten, gegen die Einführung der Diktatur zu stimmen, wird dem selbsternannten Sultan schon etwas einfallen...
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  • Fabio74 27.03.2017 19:37
    Highlight Vorauseilender Gehorsam, war 1933 auch schon so im Norden unseres Landes und in anderen totalitären Regimes.
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    • ändu66 27.03.2017 21:37
      Highlight Ich hoffe, du meinst "nördlich unseres Landes" und nicht Basel, Schaffhausen oder ähnliches...
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    • Fabio74 28.03.2017 13:40
      Highlight Ja Ändu. Ein Verschreiber meinerseits
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  • Pasch 27.03.2017 19:34
    Highlight Und es geht weiter und weiter, die Braune macht, sie formiert sich und alle schauen zu... dann folgten 10 Jahre der Dunkelheit... wait what wir haben 2017!!!
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  • Namenloses Elend 27.03.2017 19:26
    Highlight "Sie haben richtig gehandelt. Diejenigen, die sich mit Verrätern unseres Volkes, unserer Heimat und unseres Staates identifizieren und das Land fluchtartig verlassen, haben in unseren Vereinen nichts zu suchen."

    Spricht er jetzt von Sükür oder der Regierung Erdogans?
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    • Ralph Steiner 27.03.2017 19:36
      Highlight Er spricht ja davon, dass die «in unseren Vereinen nichts zu suchen haben.» Man kann also davon ausgehen, dass er Sükür und Erdem meint.
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    • Namenloses Elend 27.03.2017 21:04
      Highlight Ist klar. 😊 Das war mehr ironisch gemeint ☺
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