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Jedes Jahr ein Grand-Slam-Titel. Logisch, was 2017 passiert, oder?

Kann Wawrinka auch Wimbledon gewinnen? Klar! Stan, hol dir den #StanSlam

Er hat es wieder getan! Stan Wawrinka sichert sich seinen dritten Grand-Slam-Titel. Und wie bei den zwei vorhergehenden konnte niemand damit rechnen. Damit steht der Romand noch einen Sieg vom Karriere-Slam weg. Wimbledon fehlt noch. Aber kann er in Südwestlondon gewinnen?

12.09.16, 09:03 12.09.16, 09:22

Stan Wawrinka knackt Novak Djokovic am US Open und sichert sich mit 6:7, 6:4, 7:5, 6:3 seinen dritten Grand-Slam-Titel. Der Titel kommt überraschend. Wawrinka galt hinter Andy Murray und Novak Djokovic höchstens als dritter Anwärter. Der Titel 2014 in Australien war eine Sensation, der Coup 2015 beim French Open eine faustdicke Überraschung und jetzt folgt sowas wie die endgültige Bestätigung, wenn es die denn noch gebraucht hat.

Alle Turniersiege von Stan Wawrinka

Während Wawrinka in New York seinen Triumph noch feiert, kommt bei uns natürlich unweigerlich die Frage auf: Kann er auch Wimbledon gewinnen? Kann Stan Wawrinka tatsächlich den Karriere-Slam, den #StanSlam komplettieren?

Ja, er kann. 

Stan the (big-match) Man!

Der 31-Jährige hat alles, was es braucht, auch wenn es bisher gar nicht den Anschein machte. Denn Wawrinka hat sich in den letzten Monaten die allerwichtigste Eigenschaft für grosse Siege erarbeitet: Die Stärke bei den Big Points.

Für zwischendurch: Eindrückliche Zahlen zu Wawrinkas US-Open-Triumph

Seine drei Major-Finals? Alle gewonnen. Seine letzten elf Endspiele? Allesamt gewonnen. 17 Breakbälle gegen Djokovic? 14 davon abgewehrt. 14! Gegen Djokovic! Dabei galt der Serbe in den letzten Jahren als genau der Mann, der die wichtigen Punkte bucht. Genauso wie Federer zu seinen besten Zeiten. 

Die zweite ganz wichtige Eigenschaft für grosse (unerwartete) Erfolge: Wawrinka kann leiden. Eigentlich ist er sogar sowas wie das personifizierte Stehaufmännchen. Symbolisch dafür steht sein Tattoo auf dem linken Unterarm: 

«Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better.»

Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Versuch es weiter. Scheitere wieder. Scheitere besser.

Wawrinkas Lebensmotto auf seinem Unterarm. Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Auch nach dem Finalsieg in Flushing Meadows sagte er: «Es gibt kein Geheimnis. Wenn du die Nummer 1 schlagen willst, musst du alles geben. Du musst akzeptieren, dass du leiden wirst, und du musst es fast geniessen zu leiden.»

Tippt der Finger an die Schläfe, wissen alle, was es geschlagen hat

Die dritte Eigenschaft: Die Rückhand. Seit Jahren die beste der Welt. Auch gegen Djokovic wieder. Da flogen dem Serben die Bälle nur so um die Ohren. Dieser Paradeschlag ist auch in Wimbledon wichtig.

So geht das: Herrlicher Rückhand-Passierschlag von Stan Wawrinka. Video: streamable

Und die vierte Eigenschaft: Alle wissen, dass Wawrinka alle schlagen kann. Überall und jederzeit. Was geht den Gegnern wohl durch den Kopf, wenn sie den berühmten Finger Wawrinkas an dessen Schläfe tippen sehen? Sie dürften genauso erstarren vor Ehrfurcht wie früher, wenn sie gegen Federer oder bis vor wenigen Wochen noch gegen Djokovic antreten mussten und eigentlich schon vorher wussten: Heute verliere ich.

Na, zittert ihr schon bei diesem Anblick? Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Die mit Abstand grösste Herausforderung

Aber so schön sich das alles liest: Wimbledon ist mit Abstand die schwierigste Aufgabe für den Romand. Wawrinka hat keinen überragenden Service. Auf Rasen ist sein Spiel deutlich am schwächsten. Zudem sind auf dem heiligen Rasen Spieler wie Milos Raonic, Nick Kyrgios, Tomas Berdych, Jo-Wilfried Tsonga oder vermutlich auch wieder Juan Martin Del Potro fähig den Schweizer mit ihrem Aufschlag wegzuballern. Eigentlich scheint es unmöglich für Stan in «SW19» zu triumphieren.

Aber das war es beim Australian Open 2014 auch.

Und beim French Open 2015. 

Und beim US Open traute man es ihm auch nicht zu. 

Er ist halt noch immer irgendwie nur der Sidekick von Roger Federer

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In diesem Jahr scheiterte Wawrinka in Wimbledon in der 2. Runde an Juan Martin Del Potro. Zuvor war sein Bestergebnis der Viertelfinal 2013 und 2014. Beim ersten Versuch scheiterte er im Schweizer Duell an Roger Federer. Der Match war eng, 2014 schied er mit 9:11 im entscheidenden fünften Satz gegen Richard Gasquet aus. Kurz: Es fehlte zweimal sehr wenig für die Halbfinalqualifikation.

Und wenn er sich dann an die Schläfe tippt? Viel Glück für alle Gegner!

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  • Gsnosn. 12.09.2016 16:36
    Highlight Ich hab auf Sieg gewettet aber leider nur mit 9 Franken Einsatz.
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  • Toerpe Zwerg 12.09.2016 15:21
    Highlight Halte es für wahrscheinlicher (aber auch für extrem unwahrscheinlich), dass er die Finals 16 und das Australian Open 17 gewinnen kann und der no1 damit verdammt nahe kommen würde.

    Wimbledon ist ihm zu wenig wichtig.
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  • Johnny Guinness 12.09.2016 12:51
    Highlight Stan ist großartig und könnte Wimbledon sicher gewinnen, wenn er einen Lauf hat, aber viel mehr würde ich es dem King gönnen. Er spielt immer wieder fantastische turniere, nur um dann im Final zu verlieren, es schmerzt, das mit anzusehen. Ich hoffe Federer gewinnt noch mal Wimbledon oder Australia, danach darf The Man so viele Slams gewinnen, wie er will. Ein Schweizer Finale wäre was.
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  • Luca Brasi 12.09.2016 12:42
    Highlight Wenn man bedenkt, dass ein gewisser Eismeister noch in Rio von Fahnenflucht gesprochen hat, weil Wawrinka seine Verletzung auskurieren wollte, dann ist er nun ein stolzer "Fahnenflüchtiger". Weiter so Monsieur Wawrinka. Sie bringen der Schweiz mit diesem Sieg Ruhm und Ehre und wir wissen ja, dass Sie das Land lieben. Zumindest die meisten von uns. 😆
    10 1 Melden
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  • lilie 12.09.2016 10:54
    Highlight Stan ist mit seinem dritten GS-Sieg endgültig aus Rogers Schatten herausgetreten und bei den ganz Grossen angekommen! Respekt, was er sich erarbeitet hat!

    Noch Wimbledon zu gewinnen wäre die ultimative Krönung. Ob er das schafft? Da müssten vermutlich einige Faktoren aus der Sparte "Glück" mitspielen...

    Aber hey, ein grosser Champion hat eben auch öfters mal das Glück auf seiner Seite!

    Vorerst aber über den tollen Erfolg freuen und einfach das nächste Ziel ins Auge fassen. So wie das Stan immer tut.

    Allez! 😀👈
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  • Typu 12.09.2016 10:43
    Highlight Stan kann wimbledon nicht gewinnen. Muss er aber auch nicht. Bitte aufhören zu spinnen.
    7 22 Melden
    • JonathanFrakes 12.09.2016 11:07
      Highlight Meines Wissens nach, könnte er Wimbledon gewinnen, wenn er 7 Spiele in Folge dort gewinnt. Sie liegen also falsch.
      24 1 Melden
    • Martinov 12.09.2016 11:17
      Highlight Ich glaube jonathan hat recht.
      7 0 Melden
    • lilie 12.09.2016 12:47
      Highlight @Jonathan: Das würde ihn nur gerade eine Satzführung geben. ;)

      Er müsste wenn schon dann sieben Matches in Folge gewinnen...
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    • JonathanFrakes 12.09.2016 13:28
      Highlight @lilie "ihm", nicht ihn ;)

      Wenn er 7 Games in Folge gewinnt, hat er schon mehr als einen Satz gewonnen.

      just saying
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    • lilie 12.09.2016 14:13
      Highlight @Jonathan: OK, aber ich habe trotzdem sechsmal mehr recht (minus 1 m und ohne Berücksichtigung von Tiebreaks). 😉
      0 4 Melden
    • rYtastiscH 12.09.2016 15:04
      Highlight Hahaha, der weiss nicht mal was ein Spiel bedeutet xD hahahahah!!!!1!
      1 0 Melden
    • JonathanFrakes 12.09.2016 15:53
      Highlight jaja rYtastiscH, mit Dir will ich auch nicht arbeiten müssen :)
      2 0 Melden
    • rYtastiscH 12.09.2016 16:01
      Highlight hahaha pech gehabt xD
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  • Bruno Wüthrich 12.09.2016 10:31
    Highlight Stan Wawrinka ist einer der grössten Schweizer Sportler der Geschichte. Er gewinnt in der Weltsportart Tennis (bisher) fünf grosse Titel. 3 x Grand-Slam, 1x Davis Cup und zudem Olympiagold im Doppel. Die Schweiz hat wahrlich nicht viele Sportler wie ihn. Roger Federer steht ihm sportlich längst längst nicht mehr vor der Sonne, denn Stan ist spätestens seit dem Sieg an den French Open aus dessen Schatten getreten.

    Wer hätte vor drei Jahren drei Jahren gedacht, dass Wawrinka im (vermeintlichen) Herbst seiner Karriere noch so durchstartet. Unglaublich! Sensationell! Einzigartig! Einfach geil!
    41 1 Melden
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  • NumeIch 12.09.2016 10:02
    Highlight Andre Agassi hatte auch keinen überragenden Service und er gewann in Wimbledon und das in einer Zeit in der dort noch mehr Serve and Volley gespielt wurde.
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    • smoenybfan 12.09.2016 12:18
      Highlight Das Problem ist ja auch weniger der Service als der Return, der gerade auf der Vorhandseite ein Schwachpunkt ist im Vergleich zum restlichen Spiel. Aber wie er ja auch sagt sind solche Gedankenspiele eigentlich unnötig. Jetzt gilt es, den Moment zu geniessen :)
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  • Floh Einstein 12.09.2016 09:30
    Highlight Ist der einzige Weg gegen Sport-Push das Deinstallieren der Watson-App? Der Schalter in den Einstellungen ist offenbar wirkungslos
    5 13 Melden
    • Reto Fehr 12.09.2016 09:44
      Highlight Hallo Herr Einstein
      Hmm, das wäre sehr schade. Einige ganz wenige Ereignisse sind selbst im Sport so wichtig, dass wir sie auch der Allgemeinheit nicht vorenthalten wollen. Im Tennis dürfte dies frühestens im Januar 2017 wieder der Fall sein.
      Und stell dir mal vor: Plötzlich wirst du bei einem Strassenquiz was über Sport gefragt, dann wirst du dir wünschen, du hättest den Sport-Push längst abonniert😉
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    • Floh Einstein 12.09.2016 10:30
      Highlight Hoi Reto
      Ich verstehe es, wenn "einige wenige Ereignisse" gepostet werden, aber es hätte doch eine Nachricht über den GrandSlam-Sieg gereicht? Nicht schon Halbfinal und dann auch noch für den Kommentar? Leider wird die Messlatte für als "Breaking News" erachtete Nachrichten immer tiefer gelegt.
      Der Gedanke, dass 9/11, ein Tsunami, das nächste Fukushima oder ein grosses Unglück vor unserer Haustür die gleiche Wichtigkeitsstufe haben (werden) wie ein Sportereignis ist für mich schwer zu verstehen.
      17 5 Melden
    • Reto Fehr 12.09.2016 12:51
      Highlight Lass mich bitte Bill Shankly († 1981), einem der legendärsten Trainern der Welt bei Liverpool zitieren: «Einige Leute halten Fussball für eine Frage von Leben und Tod. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht. Ich versichere Ihnen, dass es viel viel wichtiger als das ist.»😉

      Und jetzt im ernst: Manchmal lassen uns Sportredaktoren die Erfolge unserer Sportler alles vergessen, dann pushen wir einmal zu viel und wollen diese Freude mit der ganzen Welt teilen😱. Wir versuchen uns zu bessern (was schwierig wird😊). Und ich gebe deinen Input gerne dem grossen watson-Push-Meister-Koordinator.
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  • Fountain Pen 12.09.2016 09:17
    Highlight 3-facher Grand-Slam-Sieger, Olympia-Sieger, Davis-Cup-Sieger, mehrfacher Turniersieger. Beeindruckend!
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«Es fühlt sich magisch an, hier mit dem Pokal in der Hand stehen zu dürfen»

Roger Federer triumphiert in Wimbledon zum achten Mal! Der Maestro gewinnt den Final gegen den Kroaten Marin Cilic mit 6:3, 6:1, 6:4. Den 19. Grand-Slam-Triumph bewerkstelligt er in bloss 101 Minuten.

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