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Kuss für die Coupe des Mousquetaires: Federer gewinnt 2009 in Paris und schafft den Karriere-Grand-Slam. Bild: EPA

Roger Federers Verzicht auf die French Open ist klug und weitsichtig

Roger Federer verzichtet auf die Teilnahme für die French Open. Der Entscheid kommt etwas überraschend. Und doch ist er klug.

16.05.17, 07:58 16.05.17, 08:08

Etienne Wuillemin / aargauer zeitung

Roger Federer und Sand, das wird keine Liebe mehr. In etwas weniger als zwei Wochen beginnen die French Open – ohne Federer. Am Montagabend sagt der Schweizer seine Teilnahme am zweiten Grand-Slam-Turnier 2017 ab. Der Entscheid kommt in seiner Konsequenz etwas überraschend. Und doch ist er klug.

Federer hat die Welt verzückt mit seinem Comeback. Sein grossartiger Triumph in Australien, auch seine Siege später in Key Biscayne und Indian Wells haben ihm aber auch die Augen geöffnet. Er weiss, dass er die Besten der Welt nur mit einem komplett gesunden Körper besiegen kann.

Highlight des Jahres: Federer kehrt mit dem Pokal der Australian Open in die Heimat zurück. Bild: EPA/KEYSTONE

Fokus auf Rasenturniere

Federer, bald 36 Jahre alt, ist in einem Alter angekommen, in dem er nur noch dann antritt, wenn er glaubt, ein Turnier gewinnen zu können. Diese Chance sieht er offensichtlich in Paris nicht. Deshalb lässt er die Sandsaison komplett aus. Seine grosse Liebe ist und bleibt Wimbledon. Der erneute Titel auf dem heiligen Rasen, es wäre sein achter, soll seine märchenhafte Karriere krönen. Er wird, dank des Verzichts auf Paris, fitter sein als die Konkurrenz.

Einen grossen Einfluss auf den Entscheid dürften Federers Erinnerungen ans vergangene Jahr gehabt haben. Damals musste er seine Saison nach Wimbledon vorzeitig beenden. Er war nicht ganz gesund, das verletzte Knie liess keine andere Wahl mehr. So ein Risiko geht er nicht noch einmal ein.

In Paris müssen wir also auf nächste zauberhafte Wochen von Roger Federer verzichten. Und vielleicht schauen wir Ende Saison etwas ernüchtert zurück, wenn ihm nur wenige Punkte zur Rückeroberung der Weltnummer 1 fehlen. Aber dafür dürfen wir uns vor Wimbledon so viele Hoffnungen wie schon lange nicht mehr machen.

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06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

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  • Starfox 17.05.2017 11:32
    Highlight Ist das wirklich so klug? Man könnte es auch als unsportliches Forfait bezeichnen. Aber es hat auch was gutes, wir bleiben bis auf weiteres von Roger Federer- Artikeln verschont. Hoffentlich.
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  • kupus@kombajn 16.05.2017 11:22
    Highlight Er wird sich seinen Entscheid wohl gründlich überlegt haben, und vermutlich liegt er damit auch richtig. Schade ist es trotzdem. Ich habe die Hoffnung, dass er irgendwann den Grand Slam schafft, nicht aufgegeben, bzw. nach seinem fulminanten Comeback ist die Hoffnung wieder aufgekeimt.
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  • Luca Brasi 16.05.2017 10:36
    Highlight Dann holt halt "Stanimal" den Roland Garros-Titel in die Schweiz (wobei bei der derzeitigen Form von Nadal auf dessen Lieblingsbelag ist Roland Garros schon fast langweilig und extrem vorhersehbar).
    Wird Federer eigentlich je wieder bei den French Open antreten (oder allgemein bei den Sandturnieren)?
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Zverev nach Federer-Gala begeistert: «Was du machst, werden wir wohl nie wieder sehen»

Roger Federer gewinnt zum 9. Mal das ATP-500-Turnier von Halle. Er schlägt im Final Youngster Alexander Zverev (ATP 12) nach einer glänzenden Leistung 6:1, 6:3. Der Deutsche machte danach gar etwas, was man so nicht erwarten konnte.

>>> Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen!

Jungstar Alexander Zverev hatte nach der Lehrstunde nur lobende Worte übrig: «Glückwunsch an Roger, du spielst wirklich Wahnsinns-Tennis im Alter von 35 Jahren. Was du auf dem Tennis-Platz machst, werden wir wahrscheinlich nie wieder sehen.»

Doch damit nicht genug. Der junge Deutsche lobte unentwegt weiter: «Es ist immer eine Freude, gegen dich zu spielen, auf dem Platz zu stehen. Natürlich: Heute war es keine Freude, aber das ist …

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