Sport

National League A, 4. Runde

Kloten – ZSC Lions 0:2

Lugano – Bern 3:2 n.P.

Ambri – Davos 3:4 n.P.

Biel – Lakers 3:4 n.V.

Fribourg – Servette 3:4

Zug – Lausanne 5:0

ZSC-Topskorer Roman Wick hat mal wieder zugeschlagen. Er lenkt zum 2:0 ab. Bild: KEYSTONE

National League A, 4. Runde

Flyers kassieren im Derby die vierte Pleite in Serie – Lugano schlägt Bern nach Penaltys

Die Kloten Flyers verlieren das 188. Zürcher Derby gegen die ZSC Lions mit 0:2 und bleiben damit punktelos am Tabellenende. Lugano bleibt der erste Verfolger der Lions.

19.09.14, 21:58 20.09.14, 08:31

Kloten – ZSC: Alles läuft gegen die Flyers

– Aus dem erhofften ersten Saisonsieg für die Kloten Flyers ist auch im 188. Zürcher Derby nichts geworden. Nach torlosem ersten Drittel eröffnete Dan Fritsche kurz nach Spielhälfte in Unterzahl nach einem bösen Schnitzer von Micki DuPont das Skore für die Lions. 

–  Nur 17 Sekunden später der nächste Schock für die Flyers: Ein Treffer von Cyrill Bühler wurde nicht gegeben, weil die Unparteiischen bei der Video-Konsultation eine Kickbewegung des Kloteners gesehen haben wollen. Kurz darauf erzielt Roman Wick nach herrlicher Vorarbeit von Luca Cunti das 2:0 für die Stadtzürcher.

–  Es war wirklich kein Klotener Abend: Kurz vor Ende des Mitteldrittels schafften es die Flyers auch bei doppelter Überzahl nicht, Lukas Flüeler zu bezwingen. Auch im Schlussdrittel liessen die Lions nichts zu und so stehen die Flyers auch nach vier Spielen noch ohne Punkt da. Die Krise beim letztjährigen Playoff-Finalist ist endgültig perfekt.

→ Hier geht's zum Liveticker des Zürcher Derbys

An Lukas Flüeler gab es kein Vorbeikommen. Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Lugano – Bern: HCL bleibt ungeschlagen

– Lugano hat auch das vierte Saisonspiel gewonnen und ist weiter als einziges NLA-Team in dieser Saison ungeschlagen. Die Bianconeri bezwangen Bern vor heimischem Publikum 3:2 nach Penaltyschiessen.

– Das 2:2 nach 60 Minuten war in einer guten Partie mit hohem Tempo absolut in Ordnung gegangen, die 5451 Zuschauer in der Resega wurden bestens unterhalten. Nachdem der neue Kanadier Chuck Kobasew und Rückkehrer Marc Reichert für die Berner in der 34. Minute innerhalb von 16 Sekunden ein 0:1 in ein 2:1 gewendet hatten, gelang Ilari Filppula in der 48. Minute mit dem zweiten Powerplay-Tor der Tessiner an diesem Abend der Ausgleich.

– Das Spiel hätte keinen Verlierer verdient. So war es nicht erstaunlich, dass auch das Shootout dramatisch verlief und erst mit dem 18. Penalty entschieden wurde. Zum Matchwinner Luganos avancierte Fredrik Pettersson, der bereits im Penaltyschiessen gegen Genève-Servette für die Entscheidung gesorgt hatte.

Bern brachte Lugano zwar ins Wanken, doch der erste Verfolger von Leader ZSC fiel nicht. Bild: Michela Locatelli/freshfocus

Ambri – Davos: Jörg und Du Bois sichern HCD-Sieg

– Verteidiger Félicien Du Bois sicherte dem HC Davos in Ambri nach einem 3:3 im Penaltyschiessen den zweiten Punkt. Zuvor hatten die Tessiner einen 1:3-Rückstand aufgeholt.

– Der HC Davos kam am 77. Geburtstag des HC Ambri-Piotta ohne Gastgeschenk in die Leventina. Im Penaltyschiessen entführte er den Sieg aus dem Tessin. Während keiner der fünf Penaltyschützen von Ambri an Davos-Goalie Leonardo Genoni vorbeikam, verwertete der von Kloten gekommene Félicien Du Bois den vierten Versuch des Teams von Trainer Arno Del Curto.

– Die grosse HCD-Figur in der regulären Spielzeit war Mauro Jörg. Der 24-jährige Churer traf zweimal mit trockenen Handgelenkschüssen zum 1:0 (10.) und zum 3:1 (26.), als er von der Tessiner Abwehr viel zu wenig energisch gestört wurde. Es waren bereits seine Saisontore drei und vier, im Dress der Rapperswil-Jona Lakers hatte Jörg vergangene Saison in 49 Partien nur fünf Mal ins Schwarze getroffen.

Davos kriegte in der Valascia keine Geschenke, hatte aber für den Jubilar auch keines dabei. Bild: KEYSTONE

Fribourg – Servette: Genf gewinnt intensives Derby

– Die löchrigste Abwehr der Liga reichte Fribourg-Gottéron auch gegen Servette nicht: Durch ein Tor von Tom Pyatt fünf Minuten vor Schluss gewannen die Genfer ein intensives Romand-Derby in Freiburg 4:3.

– Nicht zum ersten Mal in dieser Saison brachte sich Fribourg-Gottéron durch seine defensiven Schwächen um die Früchte seiner offensiven Bemühungen. In keinem der ersten vier Meisterschaftsspiele blieben die Freiburger unter drei Gegentoren – auch am Freitagabend gegen Servette nicht. 

– Gut fünf Minuten vor Schluss traf der Kanadier Tom Pyatt zum nicht unverdienten 4:3-Siegtreffer der Genfer. Das vermeintliche Spitzenteam Fribourg hingegen liegt nach drei Niederlagen in vier Spielen und bereits 19 Gegentreffern unter dem Strich.

Servette hatte im hartumkämpften Romand-Derby den längeren Atem. Bild: KEYSTONE

Zug – Lausanne: Solide und effiziente Zuger

– Der EV Zug feierte im vierten Saisonspiel den dritten Sieg. Die Zentralschweizer setzten sich gegen Lausanne 5:0 durch. Nachdem die Zuger am Dienstag bei den ZSC Lions ein 4:0 aus der Hand gegeben und noch 4:6 verloren hatten, agierte der EVZ in der Defensive wieder während 60 Minuten solid und konnte sich zudem auf Goalie Tobias Stephan verlassen. 

– Die ersten vier Tore erzielten die Zuger kurz vor sowie kurz nach den Pausen. Bei den ersten drei Treffern hatte Josh Holden seinen Stock im Spiel, wobei er das 2:0 selbst erzielte. Dann reüssierte zweimal Pierre-Marc Bouchard, der schon gegen die Lions zweimal getroffen hatte.

– In der vergangenen Saison hatte Zug in den sechs Duellen gegen Lausanne trotz drei Siegen nie mehr als zwei Treffer geschossen. Diesmal waren die Gastgeber deutlich effizienter. Sie profitierten auch davon, dass der Lausanner Keeper Cristobal Huet nicht den besten Abend erwischte. 

Josh Holden klatscht mit der Bank ab. Bild: Patrick Straub/freshfocus

Biel – Lakers: Rapi siegt dank Persson

– Obwohl Rapperswil-Jona in Biel ein 3:0 aus der Hand gab, feierten die Lakers mit 4:3 nach Verlängerung den zweiten Sieg in Serie. Für die Gastgeber war es die dritte Niederlage in Serie.

– Überragender Spieler der Lakers war der schwedische Center Niklas Persson, der je zwei Tore und Assists erzielte. Auch für die anderen beiden Treffer der St.Galler zeichneten mit Derrick Walser (3.) und Nicklas Danielsson (63.) Ausländer verantwortlich. Überhaupt stellt sich die Frage, was Rapperswil-Jona ohne ihre starken Söldner machen würde, haben diese nun doch neun der elf Saisontore der Lakers geschossen.

– Für die Bieler war das 0:3 nach 20 Minuten ein Déjà-vu, hatten sie doch schon am Dienstag im Auswärtsspiel gegen Genève-Servette (3:4 n.P.) zur ersten Pause 0:3 zurückgelegen. Auch diesmal gelang den Seeländern eine Reaktion: Captain Mathieu Tschantré (26.), Ahren Spylo im Powerplay und die schwedische Neuverpflichtung Pär Arlbrandt retteten 75 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das Heimteam erneut in die Verlängerung. Erneut wurde es aber nichts mit dem zweiten Punkt. Stattdessen erlitt Biel die fünfte Niederlage in den letzten sechs Duellen gegen die Lakers. 

Die Lakers müssen sich an der eigenen Nase nehmen, dass sie aus Biel nur zwei statt drei Punkte entführen konnten. Bild: KEYSTONE

(pre/si)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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