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Hand auf der Brust bei der Hymne: Von den 14 katarischen Olympia-Handballern sind nur drei in Katar geboren. Bild: MARKO DJURICA/REUTERS

Eingekaufte Olympioniken: Wenn Europäer für Katar spielen und Afrikaner für Bahrain laufen

Katar ist mit der grössten Delegation seiner Olympia-Geschichte nach Rio gereist. Von den 39 Athleten stammen allerdings nur gerade 16 aus dem Wüstenstaat. Der Rest wurde aus 17 Ländern von allen fünf Kontinenten rekrutiert. Das Modell hat am Golf schnell Schule gemacht.

12.08.16, 11:10 12.08.16, 12:21

Kroatiens Handballer wurden zwei Mal Olympiasieger (1996 und 2004) und Weltmeister (2003). Vor vier Jahren holten sie in London Bronze und auch jetzt in Rio gehören sie wieder zum erweiterten Anwärterkreis auf eine Medaille. Doch gleich zum Auftakt des olympischen Turniers gab es eine böse Klatsche: Gegen Katar verloren die Kroaten mit 23:30.

Gegen Katar? Wirklich? Nun ja, das Emirat am Persischen Golf, das 2022 die Fussball-WM ausrichtet, ist im Handball längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. 2015 im eigenen Land gewann der Asienmeister von 2014 und 2016 mit Silber seine erste WM-Medaille.

Ist da etwa eine goldene Handball-Generation in Katar herangewachsen? Mitnichten. Handball hat im Wüstenstaat keine Tradition, der Coup gelang nur dank einem ebenso fragwürdigen wie tiefen Griff in die staatliche Schatzkammer. Mit hohem finanziellen Aufwand engagierte man den spanischen Weltmeistertrainer Valero Rivera und überzeugte mehrere Starspieler wie Eldar Memisevic (Bosnien), Bertrand Roiné (Frankreich), Rafael Capote (Kuba), Goran Stojanovic oder Zarko Markovic (beide Montenegro) zu einem Nationenwechsel.

Der Kroate Marko Bagaric (rechts) freut sich über den Sieg gegen Kroatien. Bild: Ben Curtis/AP/KEYSTONE

Möglich war dies, weil im Gegensatz zum Fussball Handballspieler nach einer dreijährigen Wartefrist für die Nationalmannschaft eines neuen Verbandes auflaufen dürfen. So sind vom 14-köpfigen Olympia-Team, das in Rio eine Medaille im Visier hat, elf Spieler nicht in Katar geboren. 

Ganz schwierig hatte es im Auftaktspiel Marko Bagaric. Der gebürtige Kroate musste während der Hymne seines Heimatlandes schweigen und danach spielte er gegen ehemalige Teamkollegen, ja sogar Zimmergenossen aus den U-Nationalmannschaften. «Was soll ich tun?», fragte Bagaric nach der Partie etwas wehmütig. «Katar gab mir die Möglichkeit, bei den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das ist der Traum eines jeden Sportlers.»

In der Heimat keine Chance auf Olympia

Doch nicht nur im Handball setzt der Wüstenstaat, der bei Sommerspielen seit 1984 vier Bronzemedaillen gewonnen hat, auf ausländisches Know-How. 23 von insgesamt 39 Athleten stammen gemäss der «Washington Post» ursprünglich nicht von der 11'437 Quadartkilometer grossen Halbinsel mit 2,5 Millionen Einwohnern, sondern aus 17 Staaten von allen fünf Kontinenten. Von den 25 Nicht-Handballern ist also ebenfalls rund die Hälfte der Athleten teils im Eiltempo eingebürgert worden.

Einer von ihnen ist der Tischtennisspieler Li Ping. Der heute 30-Jährige begann mit fünf Jahren mit dem Tischtennissport und wurde mit 15 ins chinesische Nationalkader aufgenommen. 2009 wurde er im Mixed Weltmeister, doch die Konkurrenz im Reich der Mitte war riesig. «In China war es sehr schwierig für mich, einen Platz bei internationalen Turnieren zu ergattern, geschweige denn bei Olympischen Spielen», erklärte Ping zu Beginn dieses Jahres. Deshalb war er mehr als dankbar, als 2015 der katarische Verband anklopfte und ihm einen Nationenwechsel anbot. Eine Medaille verpasste Ping in Rio aber klar. In der 3. Runde scheiterte er am Deutschen Dimitrij Ovtcharov.

Dabei sein ist alles: Das olympische Motto gilt für niemanden mehr als für Li Ping. Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Auch die beiden Beachvolleyballer, die sensationell den Achtelfinal erreicht haben, sind keine Ur-Katarer. Jefferson Santos Pereira stammt aus Brasilien und spielt wegen der grossen Konkurrenz in der Heimat seit 2013 für die Araber, sein Teamkollege Cherif Younousse Samba ist Senegalese und steht seit 2015 in fremden Diensten.

Die katarischen Beachvolleyballer stehen im Achtelfinal. Bild: EPA/EFE

Die beiden Boxer Hakan Erseker und Thulasi Tharumalingam sind in Deutschland geboren. Und auch in der Leichtathletik wurde grosszügig eingebürgert: Die Läufer stammen aus dem Sudan, Marokko und Nigeria, der Hammerwerfer aus Ägpyten. 

Und die Schweiz?

Mit Tadesse Abraham, Kariem Hussein und Mujinga Kambundji haben drei prominente Athleten im Schweizer Olympia-Kader afrikanische Wurzeln. Kambundji und Hussein sind allerdings in der Schweiz geboren, haben einen ägyptischen (Hussein) bzw. kongolesischen (Kambundji) Vater. Der gebürtige Eritreer Abraham wurde 2014 eingebürgert, nachdem er zuvor mehr als 10 Jahre in der Schweiz gewohnt hatte. Seit über fünf Jahren ist er mit einer Schweizerin verheiratet.

Zu den Medaillenkandidaten gehören aber ausgerechnet die waschechten Katarer: der Hochspringer Mutaz Essa Barshim sowie Wurfscheibenschütze Nasser Al-Attiyah, der 2011 und 2015 übrigens auch schon die Rallye Dakar gewann.

31 Afrikaner für Bahrain

Wie Katar haben auch andere Golfstaaten längst entdeckt, dass die Chancen auf olympisches Edelmetall mit ausländischen Fachkräften steigen. Die zwei Frauen im dreiköpfigen Olympia-Team der Vereinigten Arabischen Emirate sind gebürtige Äthiopierinnen.

Noch extremer ist es in Bahrain: 18 Leichtathleten und 13 Leichtathletinnen hat das Insel-Königreich nach Rio geschickt, in Bahrain geboren ist allerdings niemand. Sie stammen ursprünglich aus Kenia, Äthiopien und Marokko und wurden teils schon im Teenager-Alter nach Bahrain geholt. Anfangs mussten die Athleten nach dem Nationenwechsel ihren Namen ihrem neuen sportlichen Heimatland anpassen (1500-m-Läufer Belal Mansoor Ali hiess früher John Yego), mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall.

Die gebürtige Äthiopierin Maryam Yusuf Jamal ist die bislang einzige Olympia-Medaillengewinnerin Bahrains. 2012 holte sie in London über 1500 m Bronze. Bild: KEYSTONE

Die Konkurrenz beobachtet die Einbürgerungen in den Golfstaaten längst mit Argusaugen, ist aber machtlos. Katar, Bahrain und die VAE spielen innerhalb des sportlichen Regelwerks. Was bleibt, ist Frustration: «Wir spielen aus Liebe zum Sport, sie spielen für Geld», ärgerte sich der französische Handballer Valentin Porte über den Medaillen-Konkurrenten aus dem Nichts.

Auch bei den Leichtathleten ist die Stimmung gedrückt. Für Europäerinnen und Asiatinnen wird die ohnehin schon überlegene afrikanische Konkurrenz in den Lauf-Disziplinen noch erdrückender. Was an den Olympischen Spielen ärgerlich ist, weitet sich an den asiatischen Kontinentalmeisterschaften zum Riesenfrust aus. Statt Japaner, Chinesen oder Koreaner räumen die eingebürgerten Katarer und Bahrainer die Medaillen ab. Bei den Asian Athletics Championships 2015 in Wuhan gingen die Goldmedaillen bei den Männern – Frauen-Sport fristet in den Golfstaaten noch immer ein Schattendasein – in sämtlichen Einzelbewerben der Laufdisziplinen ohne Hürden an Athleten aus Katar und Bahrain.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • winglet55 13.08.2016 03:09
    Highlight Als ob die Schweiz da nicht mitmischen würde, und Talente ( Fussball ), auch mit Geld, überzeugt, für die Schweiz zu spielen. Wenn denn nur noch eingeborene Schweizer mitmachen könnten, wäre die Olympia-Delegation nur halb so gross!
    8 31 Melden
  • freddy.k 12.08.2016 18:42
    Highlight Da muss man das sportliche und moralische trennen. Sportlich ist es eine grossartige leistung von den spieler katars. Die meisten spieler von katar haben in "ihrer" nation nicht die möglichkeiten bekommen, die sie in katar kriegen, und sie überzeugen.
    Aber es verfälscht den gedanken, dass sich nationen aneinander messen können.
    18 3 Melden
  • Ignorans 12.08.2016 15:14
    Highlight Hoffe, dass Katar eine Handball Medaille holt. Haben eine tolle Mannschaft!
    Sehe es positiv, wenn Nationen mit genügend finanziellen Mitteln, Sportler fördern.
    7 40 Melden
  • Bluetooth 12.08.2016 14:37
    Highlight Europäisches "Mimimi" auf höchsten Niveau!

    1. Das tut jeder. Watson hat doch selbst ein Artikel geschrieben, wie an dieser Olympia so ziemlich jede Nation durch eine Chinesen als Tischtennisspieler schickt.

    2. Fehlen die wichtigsten Infos. Wie sieht die Bevölkerung in diese Golfstaaten eigentlich aus?
    Katar: 85% Ausländer
    VAE: 80% Ausländer
    Bahrain: 50% Ausländer
    Verglichen damit sind Kataris an der Olympia fast schon überrepräsentiert.
    Diese Golfstaaten sind "junge" Migrationsländer, vergleichbar mit der Amerika oder Australien damals, als die Europäer dorthin einwanderten.
    17 25 Melden
    • Jol Bear 12.08.2016 16:52
      Highlight Die kritische Frage zu dieser Argumentation: wohnen diese Sportler tatsächlich auch in diesen Golfstaaten und haben dort ihren "mehrheitlichen Lebens-Mittelpunkt"? Habe mal gelesen, dass die Handballer von Katar höchst selten im Land sind, sich der Bezug zu Katar auf die Einsätze im Nationalteam beschränkt.
      22 1 Melden
    • Bluetooth 12.08.2016 17:45
      Highlight Spielt das wirklich eine Rolle? Gerade Sportler sind doch die grössten Wandervögel;
      Messi hat Argentinien mit 13 verlassen. Seitdem lebt er in Spanien. Federer hat ein Haus in Dubai und Djokovic wohnt in Monaco. Dass Rakitic wohl wahrscheinlich nie länger als 3 Monate in Kroatien war, interessiert auch keinem.
      Olympia ist der Kampf der Nationalitäten. Das einzige was nun eine Nationalität ausmacht, ist der Pass.
      Je nach Land sind Kriterien (Kultur, ethnische Herkunft, "Lebens-Mittelpunkt", Nutzen für Nation) für den Pass anders. Davon profitieren wir Europäer genauso wie die Golfstaaten.
      13 5 Melden
    • Pisti 12.08.2016 17:56
      Highlight Die meisten dieser Migranten sind total unterbezahlte Gastarbeiter aus Süd-Ost Asien, Indien, Bangladesch etc... ohne jegliche Rechte. Früher nannte man diese Sklaven.
      16 3 Melden
    • Bluetooth 12.08.2016 20:02
      Highlight @Pisti
      Die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte aus Asien ist aber ein anderes Thema, wo man sich auch fragen dürfte, wieso überhaupt ein Inder lieber als moderner "Sklave" im Golf arbeitet, als in zuhause zu bleiben.

      Hier geht's aber um den Erfolg der Golfstaaten an der Olympia, der kritisiert wird, weil dieser hauptsächlich ihren Ausländer zu verdanken ist. Prozentual gesehen zur Bevölkerung ist der hohe Ausländeranteil der Athleten völlig legitim. Das sind einfach Fakten.
      Das Geblitze soll mal einer ganz objektiv erklären.
      5 9 Melden
  • geilesiech7000 12.08.2016 13:13
    Highlight Ich nehme mal an die haben jetzt alle den katarischen Pass richtig? Bekommt man den so einfach oder ist das nur so weil die Athleten dann für Katar starten? Ein leichteres Einbürgerungsverfahren?
    8 3 Melden
    • AdiB 12.08.2016 15:49
      Highlight Leichteres einbürgerungsverfahren weil sie für katar spielen. Macht jedes land. Hat die schweiz ja mit embolo auch gemacht.
      18 8 Melden
    • Jaing 12.08.2016 17:54
      Highlight Embolo ist hier aufgewachsen. Die Neu-Katari haben null Bezug zum Land.
      15 2 Melden
  • Luca Brasi 12.08.2016 13:09
    Highlight Die Chinesen gehen da anders vor. Sie holen zwar ausländisches Knowhow in ihr Land, aber damit die Einheimischen auf ein höheres Niveau kommen und nicht durch Einbürgerungen.
    PS: Der Chinese, der zu Katar gewechselt hat, heisst übrigens mit Familienname Li. Ping ist sein Vorname. ;)
    25 0 Melden
  • Scott 12.08.2016 12:23
    Highlight So funktioniert halt Multikulti. Das wollen heute doch alle oder doch nicht?
    31 48 Melden
  • Duweisches 12.08.2016 12:19
    Highlight Da soll jetzt keiner mehr über unsere Nati motzen... ^^
    38 4 Melden
  • maxi 12.08.2016 12:16
    Highlight Bei balkan united äh schwiizer nati ist es okee....aber hier ist es schlecht, wieso?


    15 95 Melden
    • Jaing 12.08.2016 12:35
      Highlight Der Unterschied ist, dass wir diese Spieler nicht aus Erfolgsgründen eingekauft haben und sie hier aufgewachsen sind. Ist eine ziemlich grosse Differenz zum katarischen Verhalten.
      74 1 Melden
    • Raembe 12.08.2016 12:39
      Highlight Was hat das Eine bitte mit dem Anderen zu tun?
      34 3 Melden
    • TanookiStormtrooper 12.08.2016 12:44
      Highlight Shaqiri und Co. sind hier geboren/aufgewachsen, zur Schule gegangen und Sprechen besser Deutsch als die Sprache ihres Herkunftslandes. Sie wurden auch von unserem System ausgebildet (Jugendmannschaften usw.) und geben uns dafür in der Nati etwas zurück, was ich anständig finde. Katar und Co. reisen durch die Welt und ködern Talente mit ihrem Geld, etwas dass sich die Verbände in den jeweiligen Ländern nicht leisten können. Dann wird im Eilverfahren eingebürgert, was in diesen Ländern sonst kein normaler Mensch kann. Es ist ein schmutziger Deal, der Nationalmannschaften ad absurdum führt.
      55 3 Melden
    • Bluetooth 12.08.2016 15:08
      Highlight @TanookiStormtrooper
      Das ist kein schmutziger Deal. Das ist klar gezielte Migrationspolitik, wie die USA, Kanada oder Australien zumindest früher taten.
      Die "Inländer" in diesen Golfstaaten sind eine klare Minderheit. Damit ihr Land wächst und sich entwickelt sind sie auf (Arbeits-)Migranten angewiesen. Darum werden diese auch gelockt (nicht nur im Sport). Dass Leute mit besonderen Qualitäten mehr erwünscht sind, ist überall so.
      Dieses gezielte "Ködern" ist in der Geschichte völlig normal. Nur, dass es in unserer Zeit stattfindet, wo nun auch Sportler ein Nutzen für ein Land hat, ist neu.
      8 7 Melden
    • maxi 12.08.2016 16:06
      Highlight Jaing, glaube ich nicht. Sie spielen hier weil sie hier mehr erreichen--> marktwertsteigerung....

      Tanooki, ein teil von ihnen spricht nicht wirklich gut deutsch!
      2 11 Melden
    • Raembe 12.08.2016 17:04
      Highlight Maxi, die Eltern dieser Spieler haben geholfen unseren Wohlstand zu sichern. Sie sind alle hier aufgewachsen, haben auch alle einen CH Pass. Wieso unterscheidest Du zwischen Eidgenoss und Schweizer? Ist Ihr Blut nicht auch rot wie deins? Hat ihr Stuhlgang nicht die gleichen Farben wie Deiner? Wir sind alles Menschen, egal der Herkunft und des Aussehens. Oder unterscheidest Du zwischen Menschen erster und zweiter Klasse? Wenn das der Fall ist, tust Du mir einfach nur leid.
      7 1 Melden
    • Raembe 12.08.2016 17:46
      Highlight Mit dem "Sie", im zweiten Satz mein ich die Spieler
      1 0 Melden
  • SJ_California 12.08.2016 11:50
    Highlight 3 Jahre Wartefrist ist schon extrem wenig. Es sollte weitere Kriterien geben, z.B. dass man mind. X Jahre in diesem Land gewohnt hat, die Landessprache beherrscht, etc.

    Ping sollte im Doppel antreten - mit Pong 😉
    64 2 Melden
  • Jaing 12.08.2016 11:40
    Highlight Das kann man nichts machen solange diese Staaten ihre Pässe grosszügig an Sportler verteilen. Beim Handball hingegen hätte es der Verband in der Hand, Nationenwechsel zu verbieten.
    36 2 Melden
    • Amboss 12.08.2016 13:08
      Highlight Sehe ich auch so. Was will man machen.
      Das gehört halt zum Sport dazu.
      Über Donghua Li haben wir uns auch gefreut
      8 2 Melden
    • Bluetooth 12.08.2016 14:53
      Highlight Was im diesem Artikel nicht erwähnt wird, ist dass es nicht nur im Sport so ist. Diese ganze Golfstaaten, bestehen hauptsächlich aus Arbeitsmigranten aus dem Ausland.
      Es ist so, als würde man damals in Australien oder Amerika nach einem Ureinwohner suchen.
      Die Ausländer bilden eine Mehrheit. Da viele Ausländer aus Südasien und dem Nahen Osten kommen, unterscheiden wir sie kaum von Inländer, die ausgewanderten Europäer und Afrikaner fallen umso mehr auf.
      7 4 Melden
    • Ketchum 13.08.2016 08:04
      Highlight Wenn die Kinder dieser Migranten vulgo modernen Sklaven für Katar Handball spielten, würden sich nur ein paar Ewiggestrige darüber aufregen. Hier sind aber Sportler verpflichtet worden ohne Bezug zum Land. Genauso, wie es, sagen wir, Real Madrid macht. Mit dem Unterschied, dass diese Sportler dann in Madrid leben.
      1 0 Melden
    • Bluetooth 13.08.2016 13:57
      Highlight @Ketchum
      Der Punkt ist, kaum ein Ausländer dort hat ein Bezug zum Land, sei es die modernen Sklaven, die Businessmänner oder eben diese Sportler.
      Auf die nächste Generation musst man sich halt noch gedulden.
      Und bei den Sportler handelt es sich nicht um geldgeile Wandervögeln, sondern vor allem um die aussichtlose und weggeworfene B-Mannschaft. Sagen wir, sie sind eher wie Juventus, übernehmen den jungen Pogba, der für ManUtd als unnötig eingestuft wurde. Dieser entwickelt sich aber nun zum Topspieler.
      0 1 Melden

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