Sport

SVP-Nationalrat Jürg Stahl tritt bei Swiss Olympic die Nachfolge von Jörg Schild an. Bild: KEYSTONE

Jürg Stahl zum neuen Präsidenten von Swiss Olympic gewählt

Jürg Stahl ist neuer Präsident von Swiss Olympic. Er setzt sich klar gegen seine Mitbewerber Werner Augsburger und Martin Landolt durch.

25.11.16, 18:54 25.11.16, 19:05

Jürg Stahl wurde an der 20. Versammlung des Sportparlaments in Ittigen BE zum neuen Präsidenten von Swiss Olympic gewählt. Der 48-jährige Winterthurer tritt die Nachfolge des ehemaligen Basler Regierungsrats Jörg Schild an.

Jörg Schild gibt nach elf Jahren das Präsidium von Swiss Olympic ab. Bild: KEYSTONE

Stahl setzte sich im ersten Wahlgang mit 240 Stimmen gegen Werner Augsburger (149 Stimmen ) und Martin Landolt (55 Stimmen) durch. Schild hat heuer das 70. Altersjahr erreicht und konnte deshalb nach elf Jahren im Amt aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl antreten. 

Die drei Kandidaten vor der Wahl.

Wenige Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten von Swiss Olympic wird Stahl am Montag im Nationalratssaal auf politischem Parkett grösste Ehre zuteil werden. Seine Wahl zum Nationalratspräsidenten zu Beginn der Wintersession gilt nach zwei Jahren als Vizepräsident als so gut wie sicher. Beide Ämter unter einen Hut zu bringen, erachtet der SVP-Politiker als lösbare Herausforderung. Er, der seit 2004 der Parlamentarischen Gruppe Sport vorsteht, sieht darin «eine gute Möglichkeit, die Politik und den Sport noch besser zu vernetzen».

Vor acht Jahren wurde Stahl in den Exekutivrat von Swiss Olympic gewählt, nun wird er ab Januar dessen Präsident sein. 2004 hatte er seine eigene Drogerie in Winterthur aufgegeben, seither ist er beruflich als Direktionsmitglied beim grössten Westschweizer Krankenversicherer Groupe Mutuel tätig.

Jürg Stahl stellt seine praxisnähe im FC Nationalrat unter Beweis. Bild: KEYSTONE

Stahl gehörte wie sein Nationalratskollege Landolt zu jenen Kandidaten, die von einer von Swiss Olympic eingesetzten Findungskommission im Sommer als «besonders geeignet» bezeichnet worden waren, um das Amt des Präsidenten des Exekutivrats auszuüben. Bereits die vierköpfige Kommission machte mit ihrer Empfehlung deutlich, dass sie die politische und wirtschaftliche Komponente stark gewichtet, nun folgte ihr mit der Wahl Stahls auch das Sportparlament. (sda/jsc)

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