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Fast immer ein Herz und eine Seele: Cristiano Ronaldo mit Real-Präsident Florentino Perez. Bild: Paul White/AP/KEYSTONE

Real-Präsident Perez spricht im Fall Ronaldo ein Machtwort: «Cristiano wird bleiben»

Real Madrids Präsident Florentino Perez ist Wechselgerüchten um Stürmerstar Cristiano Ronaldo in mehreren Interviews entgegengetreten. «Niemand hat uns ein Angebot gemacht», stellt er unter anderem klar.

20.06.17, 10:03 20.06.17, 13:29

Real-Präsident Florentino Perez hat ein Machtwort zur Zukunft seines Superstars Cristiano Ronaldo gesprochen. «Ronaldo ist ein Spieler von Real Madrid und wird es auch bleiben», sagte Perez der spanischen Sportzeitung Marca über den angeblichen Wunsch Ronaldos, die Königlichen noch in diesem Sommer zu verlassen.

Beim Champions-League-Sieger sei keine Offerte für den angeblich abwanderungswilligen Starstürmer, der noch bis 2021 einen Vertrag hat, eingegangen. «Niemand hat uns ein Angebot für Cristiano abgegeben. Auch nicht für Alvaro (Morata) und James (Rodriguez)», bestätigte der 70-Jährige dem spanischen Radiosender Onda Cero.

Der des Steuerbetrugs verdächtige Portugiese Cristiano Ronaldo muss Medienberichten zufolge am 31. Juli vor einem Richter in Madrid zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft dem vierfachen Weltfussballer vor, zwischen 2011 und 2014 über Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und in Irland 14,7 Millionen Euro Steuern am spanischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben.

Selbst wenn der Portugiese mit seinem Nationalteam beim Confederations Cup in Russland den Final vom 2. Juli erreichen sollte, habe er somit noch mehr als vier Wochen Zeit zur Vorbereitung auf seine Aussage, berichtete die spanische Zeitung «El Confidencial» am Dienstag. (sda)

Ronaldo war zuletzt mit seinem früheren Klub Manchester United und Paris St-Germain in Verbindung gebracht worden, weil der vierfache Weltfussballer nach einer Anklage in Spanien wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14.7 Millionen Euro Real Madrid laut unbestätigten Gerüchten verlassen möchte.

Ronaldos neue Lieblingsgeste: Er sagt momentan nichts zu den Gerüchten. Bild: EPA/LUSA

Zu Ronaldos Steuer-Affäre nahm Perez ebenfalls Stellung: «Das ist alles sehr merkwürdig. Ich habe davon aus der Zeitung erfahren, von daher darf man keine Schlüsse ziehen, aber ich habe keine Zweifel bei Cristiano. Er hat nichts verheimlicht. Die Unschuldsvermutung wurde nicht respektiert. Darüber ist er sauer, das weiss ich.»

Einen Wechselwunsch aus finanziellen Gründen kann sich Pérez aber nicht vorstellen: «Ronaldo will der beste Spieler der Welt sein. Wenn er Real Madrid verlässt, dann bestimmt nicht wegen des Geldes», so der Präsident der Königlichen.

Ronaldos Zukunft sei aber «ein Thema, über das wir sicherlich sprechen müssen und in ein paar Tagen auch werden», ergänzte der Klub-Boss in der «Marca», wandte aber doch noch ein: «Bis zum 31. August kann sich das Leben verändern.» Dann schliesst das internationale Transferfenster ... (pre/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • droelfmalbumst 20.06.2017 14:51
    Highlight Wohl jeder Sportler (wie auch Nicht-Sportler) der einige Millionen jährlich verdient hinterzieht seine Steuern... nichts neues...

    würde es äusserst begrüssen wenn CR7 zurück zu ManU geht. Dort noch 2-3 Saisons und dann als Legende abtreten. Ich denke dass sein Zugang für alle ManU Fans wie 10 Ostern und Weihnachten zusammen wäre. (inkl. sämtliche Geburtstage und sonstige Feieranlässe)

    Was CR7 sicherlich nicht macht ist es Geld von irgend einem China-Club anzunehmen... wenn dann würde CR7 den Club kaufen :D
    2 7 Melden
  • Hayek1902 20.06.2017 13:29
    Highlight Ich glaube nicht, dass Ronaldo noch bei Real bleibt. Da scheint zu vieles nicht mehr ganz zu stimmen, trotz den Erfolgen. Kommt dazu, dass sich ein verkauf für beide Seiten lohnen könnte: Ronaldo erhöht seinen Lohn nochmals und Real kassiert nochmals fett ab. Ronaldo ist sicher top fit und achtet auf seinem Körper wie beispielsweise Ibra, doch auch er wird mit 32 bald langsam abbauen und dementsprechen exponentiell an Marktwert einbüssen. Jetzt ist wahrscheinlich noch der letzte Zeitpunkt, zum ohne Not richtig fett zu kassieren. Anständige Alternativen hat man ja auch.
    6 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 13:05
    Highlight Pures Understatement von Perez, um den Preis hoch zu treiben. Wenn Ronaldo wechseln will, dann wird es auch tun. Real kann das Geld gut gebrauchen und ManU kann es sich leisten.
    3 4 Melden
  • Linus Luchs 20.06.2017 13:02
    Highlight Zu Ronaldos Lieblingsgeste: 375'000 Dollar Schweigegeld hat er einer jungen Frau in den USA bezahlt, damit sie ihre Vergewaltigungsvorwürfe zurückzieht. Es geschah 2009 in einer Hotelsuite in Las Vegas. Betreffend Steuerhinterziehung wird es nun hoffentlich nicht so einfach sein, das Schweigen des Opfers zu kaufen. Es ist höchste Zeit, dem egomanischen Superkicker klarzumachen, dass nicht er bestimmt, wer etwas zu sagen hat.
    13 17 Melden
    • Raembe 21.06.2017 06:09
      Highlight Wo hast Du deine Beweise her?
      0 0 Melden
  • fandustic 20.06.2017 11:46
    Highlight Jeder Tranfer beginnt mit einem Dementi....wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Mit Real hat er alles gewonnen, mehr geht nicht. Letzte Chance um nochmal Kasse zu machen (für Ronaldo und Real)....sie werden diese nutzen. Die "Steueraffäre" ist nicht der Grund, aber sie hilft dabei. Real kommt so locker aus der Affäre, da man sich vor den Fans nicht rechtfertigen muss, wenn Ronaldo den Club verlässt und Ronaldo wird ein gewisses Verständnis entgegengebracht, da er ja "nichts dafür kann"....und nebenbei wird er auch zum teuersten Transfer ever und dass auf Jahre hinaus. Win-win sozusagen....
    49 2 Melden
  • Lowend 20.06.2017 11:36
    Highlight Ronaldo erhält vom Arbeitgeber ein Fluchtverbot, könnte man da auch sagen.
    12 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 11:13
    Highlight Super Perez. Moll. Bravo.

    Muss Marco Streller wieder von vorne anfangen.

    Doch, Danke Chrigel. -.-
    50 0 Melden
  • Yakari 20.06.2017 11:13
    Highlight Denke die Sache wird sich noch ziehen. Ein Dementi klingt anders.

    Der hat ja seit dem Championsleague-Finale nicht mehr mit Ronaldo gesprochen.
    29 2 Melden
  • Dr. Atom 20.06.2017 11:06
    Highlight Dan wird's wohl nichts mit dem FC Basel😄
    31 0 Melden
    • Asmodeus 20.06.2017 11:25
      Highlight So hat Sion wieder alle Chancen.

      Die sind ja schon weiss :)
      29 0 Melden
  • thomz 20.06.2017 11:03
    Highlight "Merkwürdig" nennt Perez die Steueraffäre. In eine spanischen Zeitung wurde vor ein paar Jahren ein Interview mit Odegaards Vater (gleichzeitig Berater) veröffentlicht, in welcher der Vater erklärt, dass Real Madrid dem damals 16-jährigen helfen wollte, ein Firmengeflecht auf den Cayman Islands zu erstellen. Ach ja, und Schweizer Bankkonten waren natürlich auch ein Teil davon. Das ganze Fussballgeschäft ist sooo dreckig.
    55 2 Melden
  • Asmodeus 20.06.2017 10:48
    Highlight Wird Real eigentlich entschädigt wenn Ronaldo in den Knast kommt?
    36 4 Melden
    • blobb 20.06.2017 21:55
      Highlight Ich denke, bei so einem Vertrag sichert sich der Verein für den schlimmsten Fall ab und der Spieler muss blechen. Wissen tu ichs aber nicht.
      2 0 Melden

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